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Game - Lust ohne Liebe (3)

Konichiwa meine Lieben!

Heute gibt es wieder eine Rezension zu einem Manga. Diesmal ist es Band 3 einer Reihe, solltet ihr also noch nichts davon gelesen haben, würde diese Rezension euch spoilern.

Eine kurze Info am Rande, damit ihr euch weder über die Kürze, noch über die Art der Rezension wundert. Folgebände werde ich nun recht kurz rezensieren. Das heißt, dass ich nun eher auf Inhaltliche Dinge eingehen werde oder wenn es wirklich eine krasse Veränderung gibt in Sachen Zeichenstil, Charaktere oder Inhalt, dann auch darauf. Daher fällt auch die Empfehlung weg, denn bei Band eins steht meist die Empfehlung schon bei.

Game – Lust ohne Liebe
( GAME – SUITS NO SUKIMA Vol. 3)


Inhalt: 


Aus dem Spiel zwischen Sayo und Kiriyama scheint sich langsam mehr zu entwickeln – bis Kiriyama plötzlich gegen die Regeln verstößt. Ist das das Ende ihrer aufkeimenden Beziehung oder gibt es doch noch eine Chance, das Spiel von vorne zu beginnen?

Seiten: 192 Seiten
Mangaka: Mai Nishikata
Verlag: altraverse
Preis:  7,-€
Bände: 5 (Ongoing)

Kirschblüten: 



Fazit: Der dritte Band schwächelt

Das Cover ist wieder recht anzüglich. Dem Zeichenstil bleibt Nishikata aber treu.

Wie auch in den vorherigen Bänden, bleibt der Zeichenstil so, wie er war.
Einzig und das ist es, was mich an dem Manga stört, ist der fehlende Text. Es wird in dem Manga mehr über Bilder gesprochen bzw. es wird versucht, sodass die tatsächliche Lesezeit gesunken ist.

Letztlich soll dieser Manga den Plot in der Hinsicht voran bringen, dass beide nun irgendwie merken, das sie den anderen brauchen. Ehrlich gesagt, war das auch schon alles, denn Band drei hat sehr viele Sex Szenen und dabei sprechen die Charaktere nicht. Ihre Gedanken liest man leider auch viel seltener, was mich leider etwas enttäuscht hat. Der zweite Band hat sehr gute Ansätze gezeigt, die in diesem Band wieder rückläufig waren.

Leider kann ich dadurch zum Inhalt weniger schreiben, außer, dass nun beide beruflich nicht mehr so viel zu tun haben und sich nun größtenteils nach der Arbeit sehen. Darüber hinaus gibt es einen Streit, bei dem beide alles in Frage stellen.

Insgesamt bin ich also doch recht enttäuscht davon, dass in diesem Band sehr viel mehr Wert auf den Sex gelegt wurde, als auf alles andere. Ich hoffe dieser „Durchhänger“ hält nicht an und Band vier hat dann inhaltlich mehr zu bieten.


Bis dann, 
Flidra
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Lip Smoke

Aloha da draußen,

heute gibt es für euch mal wieder eine Mangarezension. Diesmal zu einem Einzelband!

Lip Smoke

Inhalt:

Wenn die Schülerin zur Lehrerin wird. Schriftsteller Kazuki Seta hat verlernt, was unschuldige Liebe bedeutet. Doch ohne dieses Gefühl zu kennen, kann er seine neue Geschichte nicht schreiben. Schülerin Setsuna soll ihm helfen, diese Gefühl wiederzuentdecken. Aber sie hat ihre ganz eigenen Vorstellungen davon, wie die Beziehung der beiden aussehen sollte ...

Einzelband von der Autorin von Game – Lust ohne Liebe!

Seiten: 192 Seiten
Mangaka: Mai Nishikata
Verlag: altraverse
Preis: 7,-€
Bände: Einzelband

Kirschblüten:




Erster Eindruck:

Altersunterschiede sind ein sehr aktuelles Thema – ich bin gespannt, wie dieses Thema umgesetzt wird.

Fazit: Viel geknistert!

Das Cover und der Rücken dieses Mangas sind liebevoll gestaltet. Zu sehen sind die beiden Protagonisten Setsuna und Kazuki. Die Zeichnungen sind an sich unspektakulär und trotzdem zeigen sie die Chemie zwischen den beiden. Ich mag die Gestaltung insgesamt sehr gerne, auch die weichen Farben sind toll. Das einzige, was mich etwas stört ist der Schriftzug, der durchaus weiter unten angesetzt hätte können.

Den Zeichenstil kann man durchaus in den Shojo Bereich packen, denn trotz der wenigen Schnörkel, sind die Augen, Haare und verwendete Raster mehrfach in dem Genre anzutreffen. Gesichtszüge und die meisten Szenen werden sehr variabel dargestellt und wirken zudem sehr detailliert. Es wird nur sehr selten über die Panels gezeichnet und der gesamte Manga wirkt dadurch sehr ordentlich.
Ich mag Nishikatas Zeichenstil sehr gerne, den ihre Art Gesichtszüge zu zeichnen ist wirklich super.

Kazuki hat ein Problem, eine Schreibblockade hindert ihn daran seinem Beruf nachzugehen. Das große Thema der nächsten Geschichte ist ein unschuldiger Kuss. Leider hat er mit 32 Jahren vergessen, wie das so ist und lässt Setsuna für sich arbeiten. Sie soll ihm die Unschuld der Jugend mit ihren 16 Jahren wieder ein klein bisschen näher bringen.
Es gibt insgesamt vier Kapitel und in den Kapitel geht es immer um ein anderes Werk, welches Kazui schreiben soll. Man merkt, dass diese Story darauf aus ist, Altersunterschiede zu problematisieren. Dies gelingt auch wunderbar bei einem Altersunterschied von 16 Jahren. Am Anfang hat mich der Altersunterschied echt doof aus der Wäsche schauen lassen, aber mittlerweile gibt es prominente Beispiele, die noch weiter voneinander entfernt sind. Daher wollte ich mich auf die Geschichte einlassen und wurde nicht enttäuscht. Nishikata zeigt einige Probleme auf, die, da es ein Einzelband ist, bei weitem nicht so ausführlich angesprochen wurden, wie es vielleicht in einem Buch oder mehreren Bänden passiert wäre. Gerade deswegen, kann man darüber gut wegschauen, denn viel mehr reinpacken, hätte die Mangaka nicht können.
Insgesamt fand ich das Thema aber gut beschreiben und der Umgang wurde offen gestaltet, sodass jede Meinung zulässig war.

Kazuki wird als alter Erotikautor dargestellt, aber letztlich ist er doch ein Mann, der genau über die Konsequenzen seines Handelns nachdenkt und sich es sicher nicht wirklich einfach macht.
Setsuna ist eine Schülerin, die nebenbei bei einem Verlag arbeitet. Ihren Job bei Kazuki erhält sie nur zufällig, als sie vom Verlag aus etwas bei Kazuki abgeben soll. Sie ist irgendwie ein typisches japanisches Schulmädchen, welches hübsch und adrett noch nie etwas mit einem Mann hatte. Als Kazuki in ihr Leben tritt, legt sie diese Seite Stück für Stück ab.
Ich empfand die Entwicklung der Beziehung zueinander , als auch die der einzelnen Charaktere, als sehr dynamisch und verständlich. Klar, dadurch, dass es ein Einzelband ist, musste man auf tiefe Gespräche teilweise verzichten und auch Erotik kam nicht wirklich vor, aber das knistern zwischen den Charakteren war wirklich sehr gut !

Insgesamt fand ich den Manga für zwischendurch recht schön zu lesen. Es ist jetzt kein Meisterwerk, aber durchaus ein hübscher Einzelband, der in einer Sammlung nicht fehlen sollte.


Wem würde ich das Buch empfehlen ?:

Alle die Leser, die Nishikata durch den Manga Game kennen, werden sicher auch diesen Einzelband schätzen. Auch wenn sehr wenig körperliches vor kommt, ist er nicht weniger gut. Darüber hinaus können auch sicher alle Leser was mit anfangen, die nicht vor Liebe und Altersunterschieden zurückschrecken.
Diejenigen unter euch, die Action suchen, sollten lieber zu einem anderen Manga greifen.

Bis dann,
Flidra


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Barakamon (1)

Hallöchen ihr da draußen!

Heute will ich mit euch über einen Manga sprechen, dessen Humor und Inhalt mich überzeugt hat.

Barakamon

Inhalt:

Von seinem Vater dazu verdonnert, zieht der junge Kalligraf Sei Handa auf eine Insel am westlichen Rand Japans. Kaum angekommen, merkt der Künstler, dass die Uhren auf dieser einsamen Insel etwas anders ticken. Eine schonungslose Komödie beginnt.

Seiten: 208 Seiten
Mangaka: Satsuki Yoshino
Verlag: altraverse
Preis: 8,- €
Bände: 19 Bände



Kirschblüten:


 

Erster Eindruck:

Der Zeichenstil wirkt von außen recht einfach und auch das Cover zeigt zwei Figuren und eine interessante Titelschrift. Die Inhaltsangabe offenbart einen kurzen Überblick. Es wird wohl recht lustig, wenn ein Stadtmensch in ein Dorf verfrachtet wird.

Fazit: Wer Naru nicht liebt, dem kann ich nicht helfen!

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom altraverse Verlag bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Das Cover besteht aus Seishu Handa und einer fröhlich lachenden Naru im Vordergrund. Der Hintergrund ist schlecht weiß. Das Cover wirkt auch im Ganzen recht schlicht.

Rechts neben den Figuren ist der Titel in einer doch sehr interessanten Schrift zu erkennen. Die Rückseite ist weiß und darauf ist eine kurze Inhaltsangabe.
Die Innenseite des der Vorder – und Rückseite ist jeweils mit einem Schwarzweiß Bild verziert, welches verschiedene Charaktere zeigt.
Viele fragen sich immer, ob der Preis für Mangas gerechtfertigt ist. Dabei wird oftmals nicht mit bedacht, dass Mangas hierzulande leider immer noch eine Nische ist und daher mit einer kleineren Auflage mehr Gewinn erzielt werden muss. Wenn ihr mich fragt, ob 8,-€ für die Aufmachung und mit allem drum gerechtfertigt ist, würde ich sagen, ja. Auch wenn er schlicht erscheint, das Format und das Papier ist wirklich klasse. Es ist kein Papier, welches beim Anschauen schon in Einzelteile zerfällt. Darüber hinaus ist die Gestaltung liebevoll und der Manga wurde nicht im Anhang mit unnötiger Werbung gefüllt, um eine möglichst hoher Seitenzahl zu erreichen.
Insgesamt also doch ein gutes Preis-Leistungs- Verhältnis.

Den Zeichenstil kann man nicht unbedingt einer Zielgruppe zuweisen. Ich finde, dass er jedes Alter ansprechen kann und jeden Leser, der sich auf eine Story einlassen will, die einen unterhält.
Durch den Anfang und einigen Erklärungen, enthält der Manga doch nicht gerade wenig Text. Ich habe ca. 45 Minuten, vielleicht auch ein paar Minuten mehr, für das Lesen des Mangas gebraucht. Ein etwas ungeübter Leser würde sicher eine Stunde mit dem Lesen verbringen, wenn nicht sogar etwas mehr.
Es wird ordentlich in den Panels gezeichnet und so gut wie nie darüber hinaus gezeichnet. Die Umgebung wird weniger gezeigt und wenn, dann weniger detailreich, anders wie die Charaktere. Die Charaktere sind klar abgrenzbar und haben schon im Zeichenstil eine gewisse Tiefe erhalten.
Der Zeichenstil konnte mich schon von der ersten Seite überzeugen.

In dem Manga geht es vor allem um Seishu Handa, seines Zeichens Kalligraf, der nach einem Fehler von seinem Vater auf eine recht abgelegene Insel in Japan geschickt wird. Dort angekommen, muss sich der Stadtmensch erst einmal gewöhnen, wie so ein Dorf funktioniert und hat vom ersten Moment an alle Hände voll zu tun. Naru, ein aufgewecktes Mädchen und Dorfbewohnerin, hat ihn sofort in ihr Herz geschlossen und weicht ihm kaum von der Seite. Das es hierbei zu sehr lustigen und amüsanten Situationen kommt, bleibt nicht aus.
Dass man hier wirklich einige male laut lachen muss, das kann ich nur bestätigen. Die Story lebt vor allem durch die einfallsreiche und wortgewandte Naru. Durch ihren kindlichen Charme und durch die Art, wie sie Menschen in ihr Herz schließt, macht es Spaß ihre Abendteuer zu verfolgen.

Ja, Naru. Wie ihr seht, die Kleine hat es mir angetan. Ich mag ihren Charakter, weil sie wirklich ein reiner Charakter ist. Sie ist zwar auch mal traurig und wütend, aber genau in dem Maße, wie es ein Kind nun mal ist. Naru wirkt nicht übertrieben, auch wenn sie ständig bei Seishu Handa auftaucht. Naru ist einfach Naru.
Seishu ist ein Kalligraf und einer der Besten und trotzdem fehlt ihm die Tiefe und das Gefühl. Ihm wird nachgesagt seine Werke sehen wie nachgeahmt aus und sein Stil wirkt, als würde er andere kopieren. Zuerst sieht er dieses Problem auch nicht. Er ist der Beste und gewinnt einen Preis nach dem anderen. Doch sein Vater schickt ihn in ein Dorf, sehr weit abseits von den japanischen Großstädten. Hier läuft es dann doch ganz anders. Der Zusammenhalt und die Anhänglichkeit der Menschen in dem Dorf sind ihm zunächst fremd. Man interessiert sich für ihn und auch als Mensch wird er beliebter. Die kleine Naru bringt völliges Chaos in sein Leben, obwohl er doch nur in Ruhe seinen Studien nachgehen will. Doch nach und nach verändert sich diese Sichtweise und in diesem Band beginnt es sogar schon.
Weitere Charaktere, die ich aus Spoilergründen nicht weiter erwähne, sind mindestens genauso detailliert. Sie werden nach und nach in die Geschichte eingeführt und beleben das Setting ungemein. Ich liebe die Art und Weise, wie die Charaktere gestaltet sind und die dadurch entstehende Dynamik. Das ist für mich mit der Grund, weswegen ich unbedingt wissen will, wie es weiter geht und weshalb ich diesen Manga sicher auch weiterhin verfolgen werde.

Insgesamt muss ich wirklich überrascht zugeben, dass diese Art von Manga mich sehr angesprochen hat. Ich lese relativ selten Mangas, die in diese Richtung gehen und bin umso verblüffter, dass mich dieser Manga komplett mitziehen konnte.

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:

Da ich weniger Mangas kenne, die sich mit solchen Thematiken befassen, kann ich leider nicht sagen, welche diesem hier ähneln. Vielleicht würde ich es sogar teilweise mit den Aspekten von Your Name vergleichen, wo ein Stadtjunge im Körper eines Dorfmädchens aufwacht und dadurch eine völlig neue Sicht auf die Dinge bekommt.
Leser, die einen unterhaltenden Manga lesen wollen, der sich unter anderem mit einem quirligen Kind befasst, die sind hiermit genau richtig!

Bis dann,
Flidra






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Goblin Slayer - Blogtour


Konichiwa meine Lieben !

Tag drei der zweiten Altraverse Blogtour bricht an und heute bin ich dran euch einen Manga vorzustellen . Dieser Manga ist nichts für schwache Nerven – wir befinden uns im Dark Fantasy Bereich, der die eine oder andere doch recht brutale Szene enthält.
Wer sich diesen Manga nicht zutraut, der muss sich nun leider die Augen zu halten.

Goblin Slayer

Inhalt: 
Eine junge Priesterin schließt sich ihrer Abenteurergruppe an, nur um kurz darauf in einen Goblin-Hinterhalt zu geraten. Ihre Gruppe hat keinerlei Chance gegen die hinterhältigen Attackierer und die Priesterin bangt bereits um ihr Leben. Da taucht wie aus dem nichts ein Ritter in schwerer Rüstung auf und macht Kleinholz aus den Goblins. Er ist der Goblin Slayer, ein Abenteurer mit keinem anderen Ziel als so viele Goblins wie möglich auszulöschen. Zum Dank für ihre Rettung beschließt die Priesterin, sich dem Goblin Slayer anzuschließen. Auf ihren gemeinsamen Abenteuern lernt sie nicht nur die Kunst der Goblin-Jagd, sondern auch, dass der Goblin Slayer eine dunkle Vergangenheit hat ...

Seiten:188 Seiten
Mangaka: Artwork: Kousuke Kurose | Charakterdesign: Noboru Kannatuki | Story: Kumo Kagyu
Verlag: Altraverse
Preis:  7,-€
Bände: 5 (ongoing)

Kirschblüten:

Erster Eindruck: 
Blutiger Krieger und junge Priesterin – das klingt nach Action und Spannung!

Fazit: Nichts für schwache Nerven!

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom Altraverse Verlag bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Das Cover hat einen weißen klaren Hintergrund, darauf ist der Titel und auf beidem sind die zwei Charaktere abgebildet. Einmal der Goblin Slayer und einmal die Priesterin. Es ist recht bunter trotz schlichtem Hintergrund und die blutige Rüstung des Goblin Slayers zeigt schon, dass hier kein Schach gespielt wird.
Einzig und alleine diese mehrfache Überlappung gefällt mir nicht ganz so gut aber insgesamt ist das Cover in Ordnung.
Die Gestaltung finde ich mega. Das Format ist das gängige Manga Format. Das
Papier ist recht dick und die Farbseiten sind matt. Ich liebe matte Farbseiten in Mangas, weil man darauf besser Dinge erkennen kann. Bei hochglanz Farbseiten spiegelt sich mir zu viel und es wirkt ab und an leicht billig. Am Ende des Bandes gibt es noch eine kleine Bonusstory, die nur aus Schrift besteht. Ich weiß nicht genau, ob es ein Auszug aus der Novel ist, aber mir persönlich gefällt die Kombination.

Der Zeichenstil ist klar und ohne viel Schnickschnack. Panels werden sehr selten übermalt und es wird mit vielen Actionrastern gearbeitet. Der Manga beinhaltet weniger Text und erzählt viel durch Bilder, was nicht negativ aufzufassen ist. Was will man auch großartig einen Charakter beim kämpfen erzählen lassen?
Gezeichnet wird typisch für das Genre. Es gibt auch den einen oder anderen Ecchi Moment. Brutalität ist durchaus häufig vorhanden, wird auch gezeigt und verläuft sich nicht im Sinne von „Kann man sich denken“.
Mir gefällt die Klarheit der Zeichnungen sehr. Auch Emotionen werden gut abgebildet.

Die Charaktere haben, bis auf den Goblin Slayer, keinen Namen. Zumindest habe ich keine Namen gefunden. Das unterstreicht diesen Rollenspiel Charakter, der mir in diesem Manga sehr aufgefallen ist ( Später mehr dazu.).
Der Goblin Slayer ist am Anfang eine sehr brutale und teilweise herzlose Erscheinung. Er kämpft sich durch die Gegend, mit dem Ziel alle Goblins zu vernichten. All das ist sein privater Rachefeldzug. Er hat bei der Gilde der Abenteuerer einen hohen Rang und dennoch hat er für sich entschieden, keine großen Aufträge anzunehmen und arm zu bleiben, weil er ein ganz anderes Ziel verfolgt.
Die Priesterin steht noch am Anfang und wird erst gerade in die Gilde aufgenommen, als ihr schon das erste Unglück mit einer Truppe junger Abenteurer passiert. Davon geprägt entschließt sie sich dennoch dem Goblin Slayer zu folgen und ihm zu helfen. Sie ist eine Art gute Seele und wenn man ihr eine klassische Rolle im Rollenspiel geben würde, wäre sie eine Heilerin.
Es gibt noch weitere Charakter, besonders zum Schluss des ersten Bandes, aber da will ich euch nichts vorweg nehmen.

Die Story beginnt mit einem Unglück. Die junge Priesterin meldet sich frisch bei der Gilde der Abenteuerer an, um gleich darauf mit anzusehen, wie beim ersten Auftrag ihre Mitstreiter den Goblins verfallen. Einzig durch den Goblin Slayer überlebt sie und sie schließt sich ihm an. Er ist zwar äußerst brutal, entwickelt aber immer mehr auch ein Auge auf seine Mitstreitern. Der erste Band erzählt vor allem von dem Kennenlernen und den Zielen der Charaktere. Einen wirklichen Storyfortschritt wird es erst in weiteren Bänden geben. Doch man merkt jetzt schon den Rollenspiel Charakter heraus. Jeder Gamer unter euch kennt das: Man wählt seine Klasse, schließt sich am besten einer Gilde an und geht mit Gildenmitgliedern auf Abenteuerreise. Jeder hat seinen Job in der Gruppe – Magier, Heiler, Berserker... jeder weiß, was er machen soll. Auch in diesem Manga wirkt das ganz genau so, daher fand ich es so interessant mal in diesen Manga hineinzulesen.

Insgesamt fand ich den Manga nicht schlecht. Für mich ist es mal was anderes gewesen, da ich ja sonst immer recht seichte Mangas lese und wenn es an die Nerven geht, dann nur, weil es psychisch an die Substanz geht. Hier geht es auch mal physisch richtig krass zu und ja, ich gebe es zu, ich liebe Rollenspiele und deshalb bin ich diesem Manga verfallen.

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:

Alle die, die ihre Augen jetzt erst öffnen, ihr solltet nicht zu diesem Manga greifen. Rollenspielfreunde und Freunde von Dark Fantasy sollten sich diesen Manga allerdings genau anschauen und nicht leichtfertig überspringen.

Blogtour

Eine Blogtour wäre keine, wenn ich nur eine Rezension für euch hätte. Genau wie meine Vorgängerinnen habe ich den Redakteur des Mangas befragt. Johannes Marschallek aus dem Altraverse Team musste mir Rede und Antwort stehen!

Hallo Johannes und Willkommen zu dem kurzen Interview. Kommen wir direkt zur ersten Frage.
Goblin Slayer ist jetzt schon etwas länger auf dem japanischen Markt erhältlich gewesen. War recht früh klar gewesen, dass man den Manga nach Deutschland bringen wollte?


Der erste Band der Manga-Adaption von Goblin Slayer! ist in Japan in 2016 erschienen, was aus meiner Perspektive jetzt nicht ewig her ist - altraverse gibt es ja auch erst seit einem bisschen mehr als einem Jahr. Als Dark Fantasy- und Berserk-Fan verfolge ich Goblin Slayer! schon länger und hatte von Anfang an gehofft, dass wir diese Serie in Deutschland verlegen dürfen. Umso mehr freut es mich jetzt, dass die Serie gleich Teil unseres ersten Programms wurde.

Besonders am Anfang von Band eins geht es in Sachen Brutalität heftig zur Sache. Hattest du Bedenken, dass der Manga möglicherweise doch etwas zu krass für die Mangaleser hier ist?
Was zu krass oder nicht zu krass, muss jeder Leser für sich selbst entscheiden. Allerdings finde ich, dass die gezeigte Brutalität ein wichtiger Bestandteil des Worldbuilding ist. Sie zeigt, dass Goblins nicht harmlos sind. Sie zeigt, dass Goblins eine Gefahr sind, die häufig unterschätzt wird und sie erklärt, warum der Goblin Slayer zu solch einem brutalen Menschen wurde. Es hat einen guten Grund, warum diese Serie als Dark Fantasy betitelt wird und wer auf ehre sanfte Fantasy steht, greift lieber zu Granblue Fantasy - längst nicht so brutal aber trotzdem großartig.

Zu dem Manga gibt es eine Light Novel und einen Anime - hast du was davon gelesen oder geschaut?


Während ich Teile der Light Novel bereits gelesen habe und auch vorhabe diese weiterzulesen, ist der Anime zum Zeitpunkt an dem mich diese Fragen erreicht haben ja noch gar nicht gestartet, aber ich werde ihn mir definitiv anschauen und ihr solltet das auch ;).


Mich erinnert der Manga streckenweise an Massively Multiplayer Online Role-Playing Games. Empfindest du das auch und spielst du Massively Multiplayer Online Role-Playing Games? (Wenn ja, welche?)

Johannes bei Twitter
Vielleicht hat es etwas mit unserem unterschiedlichen Alter zu tun, aber mich erinnert die Serie viel mehr an Pen & Paper Rollenspiele und Tabletop Spiele. Wenn ich die Serie lese, erinnere ich mich daran, wie ich früher mit meinen Freunden im Keller saß und wir unsere epischen Abenteuer in Das Schwarze Auge oder Dungeons und Dragons erlebten“

Der Zeichner und der Autor sind verschiedenen Personen, sowie auch der Charakter Designer eine weitere andere Person ist. Es gibt also insgesamt drei Personen, die an diesem Manga mitgewirkt haben. Hat sich deiner Meinung nach etwas an der Qualität geändert? Wenn ja, was und wie findest du Mangas bei denen verschiedene Personen mitwirken?

Ich denke nicht, dass man eine generelle Regel dafür aufstellen kann, dass Werke an denen mehrere Autoren arbeiten schlechter oder besser sind als Werke an denen ein einzelner Autor arbeitet. Es gibt Beispiele bei denen es großartig funktioniert und Beispiele bei denen es eben nicht so ist. Ich persönlich finde, dass die Manga-Adaption von Goblin Slayer! wirklich gelungen ist und Kousuke Kurose großartige Arbeit dabei leistet, den Charakteren von Kumo Kagyu und Noboru Kannatuki weiteres Leben einzuhauchen. Ich freue mich, wie sich diese Produkt der Zusammenarbeit der drei weiterentwickelt und hoffe ihr auch.


Danke Johannes für das Interview!
Wenn ihr noch mehr über Altraverse und Johannes wissen wollt, dann schaut doch HIER vorbei (Twitter).
Ich hoffe euch hat es gefallen ein paar Hintergrundinfos zu dem Manga zu bekommen.
Morgen geht es weiter bei der lieben Sarah von Cube Manga - „Kein Dad wie jeder andere“ Ist ein Manga der ganz oben auf meiner Wunschliste steht.
Bis dann, 
Flidra
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GAME - Lust ohne Liebe (2)

Konichiwa,

heute gibt es mal wieder eine kleine Manga Rezension.
Vorab: Die Rezension könnte Spoiler erhalten! Lest bitte Band eins zu GAME, bevor ihr euch mit dieser Rezension befasst. HIER

Ich habe viel darüber nachgedacht, wie ich das mit Folgebänden handhabe, was Rezesnionen betrifft. Wenn ich eine komplette Reihe erwerbe, lese ich sie meistens in einem durch und habe einen Gesamteindruck. Dabei nun jedes Band einzeln zu rezensieren fände ich unpraktisch. Bei Mangas, die ich regelmäßig kaufe, ist es anders. Ich lese dort ja im Grunde nur Band für Band und meist nicht einige Bände hintereinander.
Nun, mein Ergebnis ist, dass meine Rezensionen genau danach aufbauen.
Wenn ich eine Reihe komplett gelesen habe, gibt es eine Art Reihenvorstellung, wenn es nur einer war, wird der einzelne Band rezensiert. Die Info, was rezensiert wird, werde ich in der Einleitung aber kenntlich machen!
Die Art wie ein Band x rezensiert wird, halte ich etwas kürzer als die Rezension zum ersten Band, da Erzählstil oder sonstiges meist nicht wechseln. Sollte es aber Besonderheiten geben, wird auch dazu der eine oder andere Satz fallen.

Nun aber zum Manga selber. Band eins von GAME, habe ich ja wirklich gemocht. Es stand also außer Frage, dass ich mir Band zwei kaufe. Auf der Animagic bin ich also zu Altraverse gerannt und habe mir Band zwei gekauft. Wem bei Band eins noch nicht heiß geworden ist, dem wird es sicher bei Band zwei. Los geht’s!

GAME- Lust ohne Liebe 2
(GAME – SUITS NO SUKIMA 2)


Inhalt: 

Während Sayo und Kiriyama ihr Spiel fortsetzen, versucht Kiriyama, ihre Beziehung in eine neue Richtung zu lenken. Doch Sayo hat ihre Zweifel: Will er ihr ernsthaft näherkommen oder ist das nur ein weiterer Teil des Spiels?

Seiten: 191
Mangaka: Mai Nishikata
Verlag: Altraverse
Preis:  7,-€
Bände: 4 Bände (Ongoing)


Kirschblüten: 


Erster Eindruck: 

Da der erste Band so vielversprechend war, hatte ich gehofft, dass es zwischen Sayo und Ryochi weiter stark knistert.

Fazit: Der tatsächliche Plot beginnt!

Das Cover hat sich zu Band eins nicht wirklich verändert.
Die Positionen von Sayo und Ryochi haben sich auf die andere Seite verlagert und die Schrift ist nun pink anstatt rot. Das Cover hat aber wenig von der erotischen Stimmung eingebüßt, denn heiß sieht es alle mal aus!

Der Zeichen- und Erzählstil hat sich nicht nennenswert verändert und ist im Prinzip geblieben wie er war.

Die Story nimmt nun langsam Fahrt auf. Nachdem wir in Band eins eine Plot- und Charaktervorstellung bekommen hatten, wird nun in Band zwei an der Story und den Charakteren gefeilt.
Es gibt auch einige Sex Szenen mehr in diesem Manga, aber es ist doch recht überschaubar gehalten, da man bei den Szenen mehr auf die Gedanken von Sayo fixiert ist. Darüber hinaus haben wir auch die einen oder anderen Büroszenen mit den Kollegen, die mir recht gut gefallen haben, da sie den typisch japanischen Alltag widergespiegelt haben.

Sayo ist und bleibt auch hier wieder durch und durch Karrierefrau. Sie nimmt sich wieder eine ganze Menge Arbeit vor, ist jedoch nachdenklicher geworden, was Ryochi betrifft. Sie redet sich immer wieder ein, alles was er sagt sei ein Spiel und Lüge, was sie ihre eigenen Gefühle verdrängen lässt. Nishitaka versucht durch den Zeichenstil zu unterstützen, in welchem Moment sich Sayo befindet. Zum Beispiel trägt sie bei der Arbeit einen festen und glatten Pferdeschwanz, während sie privat mit Ryochi die Haare offen trägt. Während sie die Haare offen trägt, kriegen wir durch den Dialog mit sich selbst viel von Sayo's Innenleben mit. Sayo hinterlässt bei mir in diesem Band offene Fragen. Unter anderem, wieso sie so ist, wie sie ist.
Ryochi bleibt mir weiterhin ein Rätsel. Zum einen wirkt er weiterhin wie ein Playboy nach außen hin und ist privat mit Sayo, wie ein Mann, der um die Gunst einer Frau kämpft. Zum anderen gibt er sich in kurzen Zwischensequenzen, wenn er alleine ist, recht geheimnisvoll. Er hat definitiv etwas zu verstecken! Und dann gibt es noch die eine oder andere Szene, wo man sich schon denkt, er ist eifersüchtig, um es dann aber mit ein paar Sätzen zu relativieren. Man weiß so gar nicht, ob es ein Spiel ist für ihn oder doch viel mehr.
Zwischen den beiden knistert es heftig und ich fiebere, während ich lese, wirklich mit.

Insgesamt hinterlässt dieser Band wirklich einige Fragen und ich würde am liebsten direkt weiterlesen. Ich muss einfach wissen wie es weiter geht.
Das einzige, was mich auch in Band eins störte, sind die Dialoge. Für fünf Kirschblüten, müsste es einfach mehr Tiefe in den Dialogen geben, die diese dann einfach länger gestalten würden.

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:

Meine Empfehlung bleibt bestehen. Wer glaubt Mangas für über zwanzig Jährige gibt es nicht, falsch gedacht! Dieser Manga ist für die ganzen Frauen etwas, die mittlerweile im Beruf oder im Studium stecken. Kitschiges Liebesdrama Fehlanzeige!

Bis dann, 
Flidra
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Keine Cheats für die Liebe

Hallöchen,

heute gibt es meine Rezension zu einem Manga, den ich schon als Anime schaue und sehr gerne mag!

Keine Cheats für die Liebe
(Wotaku ni koi wa muzukashii )



Inhalt: 
Narumi ist ein Vollblut-Nerd. Doch ihre Liebe zu Manga und Anime trifft bei Normalo-Männern nicht gerade auf Verständnis – sobald sie hinter ihr Geheimnis kommen, nehmen sie Reißaus! Zum Glück bietet sich ihr alter Kindheitsfreund Hirotaka – selbst hoffnungsloser Game-Nerd – als Freund an. Aber kann die Rechnung Nerd + Nerd = Liebe wirklich aufgehen?

The Big Bang Theory trifft auf Manga – eine herrlich durchgeknallte Rom-Com nicht nur für Nerds!

Seiten: 127 Seiten
Mangaka: Fujita
Verlag: Altraverse
Preis:  10,-€
Bände: 5 (Ongoing)

Kirschblüten:


Erster Eindruck: 
Ich habe einige Episoden vom Anime zuvor gesehen, daher gab es für den Manga keinen ersten Eindruck ohne zu wissen, worum es wirklich geht.

Fazit: Lustige Abwechslung

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar von Altraverse bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Bevor ich zum Cover komme, möchte ich euch einfach mal erzählen, wie genial der Manga gestaltet worden ist.
Das Cover selbst hat so Effekte, die bei Licht sichtbar werden. Auf der Rückseite der Titel und Herzen und auf der Vorderseite Smilies und Titel. Innen gibt es acht tolle Farbseiten. Fast jede Seite hat einen kleinen Untertitel, der neben der Seitenzahl steht. Diese sind recht lustig und beziehen sich als „Kommentar“ auf die Geschehnisse auf der Seite. Der Manga sticht nicht nur aufgrund seines Covers ins Auge – er ist auch mit 14,6 x 1,7 x 20,8 cm größer als die Norm und sieht mehr aus wie ein Taschenbuch. Das Papier ist recht dick und stabil.

Nun aber zu dem Cover.
Auf dem Cover sind die Protagonisten Narumi Momose und Hirotaka Nifuji abgebildet in ihrer üblichen Arbeitskleidung. Hirotaka zeigt mit dem Zeigefinger auf Narumi und diese wiederrum auf ein rosa Herz, welches in der Mitte der beiden ist. Dieses Herz hat einen „verpixelten“ Rand, was so aussieht, wie die Herzen bei Videospielen.
Insgesamt ist das Cover sehr hell. Durch den weißen Hintergrund sind die Farben der Figuren super in Szene gesetzt.

Der Zeichenstil ist sehr Feminin und erinnert mich an das Design verschiedener Videospiele. Die Panels werden meist sehr gut ausgefüllt und selten kommt es vor, dass irgendetwas über ein Panel gezeichnet wird. Fujita arbeitet mit einigen Rastern. Der Zeichenstil ist aber, im vergleich zu Shojo recht sauber, lediglich die großen Augen und süßen Szenen sind Shojo ähnlich. Insgesamt gefällt mir der Stil wirklich sehr, da er auf der einen Weise sehr erwachsen aber auch doch noch sehr weiblich wirkt. Besonders Szenen, in denen eine Situation wie in einem Otome Game (Otome Games ist die japanische Bezeichnung für Dating Sim Games, die für Frauen entwickelt wurde.) gelöst werden kann, gefallen mir durch die eingeblendeten Antworten sehr.
Narumi ist unglaublich süß gezeichnet. Dies entspricht einfach ihrem Charakter. Zwar ist Narumi eine kleine Zockerseele und beim zocken und ihrem Fandom alles andere als süß, aber sie ist mit ihrer Tollpatschigkeit und wie sie sonst redet und mit Liebe umgeht doch recht süß.
Hirotaka ist streng gezeichnet und meist mit Anzug dargestellt. Vom Charakter her, ist er den anderen durch seine wortkrage Art ein echtes Rätsel. Dabei ist er einfach nur ein Zocker, der viel über das Zocken nachdenkt.
Das Charakterdesign als solches ist recht einfach gehalten. Narumi hat pinke Haare, Hirotaka hat blaue, diese Kombination ist in der Mangawelt recht häufig der Fall. Pinke Haare stehen immer für tollpatschige aber süße Charaktere, wohingegen blaue Haare immer für rätselhafte, einsamere Charaktere die äußerst intelligent sind stehen. Die Mitstreiter Taro Kabakura und Hanako Koyanagi, haben ebenso passende Haarfarben. Taro hat rötlich Haare, welche für besonders impulsive und ab und an agressive Charaktere verwendet werden. Taro ist tatsächlich von der impulsiven Sorte und hat sich mit Hanako sehr oft in den Haaren. Hanako hat grüne Haare, welche für Loyalität und kühle Eleganz stehen. Darüber hinaus sind Frauen mit grünen Haaren in Mangas häufig der „coole“ Charakter, der auch ab und an Männlich wirkt und dadurch auch bei Frauen sehr beliebt ist. Gerade so ist Hanako gestrickt. Durch ihre Liebe zum cosplayen (Cosplayn bezeichnet das sich verkleiden in z.B. Animecharaktere.), wirkt sie in männlichen Cosplays so männlich, dass sie sehr viele Frauen damit anzieht.
Insgesamt das Charakterdesign für mich ein Zwischending aus typischen Shojo Elementen und Josei Protagonisten.

Die Story ist im Grunde recht einfach erzählt. Narumi fängt neu in einer Firma an und trifft dort auf ihren alten Schulfreund Hirotaka. Beide sind Otakus (Als Otaku bezeichnet man in Japan besonderes krasse Hardcore Fans. Meistens im Bereich Anime, Manga und Videospiele. Dieser ist oftmals auch mit negativer Bedeutung. In vielen anderen Ländern, wird der Begriff eher harmloser betrachtet und positiver verwendet.) und anders wie Hirotaka, will Narumi nicht, dass es bekannt wird. Beide treffen sich öfter mal zum Feierabendbier und kommen schließlich zusammen. Gerade Otakus haben oftmals eine andere Art miteinander umzugehen und so auch die beiden. Neben diesen beiden, spielen auch Taru und Hanako eine wichtige Rolle. Beide arbeiten mit Narumi und Hirotaka in der Firma und zusammen bilden sie eine Art Otaku Gruppe.
Wie man sich vorstellen kann, birgt dieser Umstand so viele Vorlagen für Slapstick Humor, der auch immer ausgereizt wird. Viele „Nerd“- Begriffe fallen im laufe des ersten Bandes und auch einige Anspielungen auf andere Mangas und Videospiele gibt es. Rund um ein kleines Fest für jeden Mangafan.

Insgesamt muss ich sagen, dass mir der Manga ganz gut gefällt. Ab und an ist der Humor selbst für mich zu platt, wodurch ich mich an einigen wenigen Stellen doch etwas gelangweilt gefühlt habe und die Tiefe der Charaktere fehlte mir. Dadurch, dass ich den Anime bereits gesehen habe, weiß ich, dass die Tiefe später Einzug in die Story erhält.
Band zwei erscheint am 21.06.18.

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:
Jedem Mangafan, der ebenfalls ein Problem hat seinen Gegenpart zu finden! Aber auch all denjenigen empfehle ich diesen Manga, die eine romantische Komödie lesen wollen. Gerade der Zockeraspekt ist auch etwas für die Männer unter uns!

Bis dann, 
Flidra
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GAME - Lust ohne Liebe


Mangafreunde aufgepasst,

jetzt kommt Altraverse!

Wer oder was ist Altraverse?

Altraverse ist ein Mangaverlag. Ihr kennt ihn noch nicht? Nicht schlimm, denn erst letzten Monat kamen die ersten Mangas heraus. Seit Mai 2018 könnt ihr Mangas von Altraverse kaufen. Die ersten Glücklichen konnten bereits auf der LBM 2018 einige Mangas erwerben.
Wie ich zu Altraverse gekommen bin ?

Nun, ehrlich gesagt, habe ich den Verlag Mitte 2017 auf Instagram entdeckt, während ich auf der Suche nach Manganeuheiten war. Zuerst dachte ich, es handelt sich um einen Mangablogger, aber nein, es war wirklich ein Verlag. Damals gab es noch nicht viel zu sehen.
Mit der Zeit wurden dann aber immer mehr Beiträge, sowohl auf Instagram, als auch Facebook, gepostet. Wie in Japan ein Manga entsteht, ist den meisten bereits durch Bakuman halbwegs bekannt, doch wie geschieht das ganze in Deutschland? Altraverse hat uns durch Bilder und Geschichten mit auf die Reise genommen. Sei es die Reise des Teams nach Japan, um sich über neue Mangaveröffentlichungen zu erkundigen oder der Besuch in der Druckerei – dadurch hat sich Altraverse als sehr transparenter und freundlicher Verlag gezeigt.
Der Verlag gehört übrigens Dr. Joachim Kaps, kurz Jo. Dem einen oder anderen Mangafan müsste dieser Name etwas sagen, denn Jo war bereits Leiter bei Carlsen Comics und zwölf Jahre lang Geschäftsführer von Tokyopop.
Das alles sind Gründe, die für mich dafür sprechen, dass dieser Verlag bald zu den ganz großen hier in Deutschland gehören könnte.

Nun aber die Rezension zu

GAME – Lust ohne Liebe
(GAME – Suits no sukima)

Inhalt: 
Sayo ist eine echte Karrierefrau. Doch das schreckt die Männer ab. Keiner von ihnen scheint mit einer Frau umgehen zu können, die erfolgreicher ist als er. Frustriert lässt sie sich auf ein erotisches Spiel mit ihrem neuen Kollegen ein: Nur Sex, keine Gefühle lautet die Devise.


Seiten: 191
Mangaka: Mai Nishikaka
Verlag: Altraverse
Preis:  7,- €
Bände: 4 Bände (Ongoing)
Erhältlich:  AltraverseAmazon


Kirschblüten:

Erster Eindruck:
 

Das wird heiß! Die beiden Charaktere auf dem Cover in einer recht eindeutigen Position geben den Ton an. Ein interessanter Josei* Manga wartet darauf gelesen zu werden.

*
Josei ist nichts weiter als der japanische Begriff für Mangas die für Frauen geschrieben worden sind.

Fazit: Ein sehr interessantes Spiel

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar von Altraverse bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Wie vorab schon erwähnt, das Cover ist heiß! Die Kombination aus schwarzem Hintergrund und roter Schrift ist sehr auffällig. Ich finde, dass der Manga dadurch sofort im Regal ins Auge springt. Von der Art der Gestaltung erinnert mich das Coverdesign an „Piece – Erinnerung an eine Fremde“. Alles in allem finde ich das Cover sehr gelungen.

Der Zeichenstil ist, um es in ein Wort zu fassen, schlicht. Nishikata arbeitet sehr viel mit Gefühlsregungen und verwendet immer passende Rasterfolien. Darüber hinaus wird keine Figur über das Panel aus gezeichnet. Die Figuren sind ebenfalls recht schlicht gehalten. Trotzdem ist es genau passend, denn Josei Mangas sind bekanntlich weniger geschnörkelt wie z.B. Shojo Mangas. Durch den Zeichenstil konzentriert man sich als Leser mehr auf die Geschichte, was mir hier nur recht ist.

Der Manga dreht sich um Sayo Fuji. Sayo ist durch und durch Karrierefrau und mit allen Wassern gewaschen. Männer kann sie dadurch nicht lange halten. Wieso? Nun, in Japan ist das Frauenbild zwar auch verändert worden durch die Jahre hinweg, dennoch ist die klassische Rollenverteilung vorherrschend und gewollt. Die Männer in Sayo's Leben haben nie verstanden, dass ihr ihre Karriere wichtig ist.
Sayo ist nach außen hin sehr starker Charakter, der immer einen frechen Spruch hat um sich cool aus jeder Affäre zu ziehen. Innerlich zweifelt sie an sich selbst. Ihre Kollegen nehmen sie nicht mal mehr als Frau wahr. Bis Ryochi Kiriyama auf den Plan tritt. Der neue Mitarbeiter und Überflieger hat ein ungewöhnlich starkes Interesse an ihr und beide beginnen eine Affäre – es sind keine Gefühle dabei, oder doch?

Sayo ist zielstrebig, lässt sich ungerne beirren und doch hat sie schwache Momente. Sie kämpft und beißt sich durch's Leben und bei der Arbeit, kann sie sich mit jedem Mann messen. Nur ist das wirklich alles was sie aus macht? Natürlich nicht! Mich hat der Charakter sehr überzeugt, da er durchweg authentisch auf mich gewirkt hat. Ich bin schon sehr gespannt, wie sie sich in den Folgebänden entwickelt.
Ryochi ist en Playboy, zumindest wird er so dargestellt. Ob er dies wirklich ist oder ob mehr dahinter steckt, das kriegt man am Ende des ersten Bandes nicht wirklich raus. Ich vermute, dass er noch Geheimnisse hat, da man praktisch nichts über ihn weiß. Von allen Charakteren, die vorgestellt wurden, ist mir dieser noch ein großes Rätsel.
Auch ein zweiter männlicher Charakter wird neu eingestellt und zwar Osamu Arakawa. Er ist offenherzig, leicht zu begeistern und für jeden Spaß zu haben. Ich hege die Vermutung, dass es der Second Lead der Story wird. Ich bin mal gespannt.

Insgesamt kann man erahnen, dass es sicherlich das eine oder andere mal sehr heiß her geht, aber in Maßen. Dies ist erst der Auftakt, da wurde sehr viel Zeit darauf verwendet die Charaktere vorzustellen und den Plot in gang zu bringen. Dies ist für mich gelungen, obwohl ich an der einen oder anderen Stelle doch gerne mehr Story gehabt hätte.
Für mich wird es sicherlich noch einen weiteren Band geben!

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:
Ihr mögt Mangas wie „von 5 bis 9“ ? Dann wäre der Manga wirklich etwas interessantes für euch. Meine lieben Frauen, fühlt euch angesprochen, es ist wirklich ein Manga für euch! Wer nichts mit Liebe, Gefühlen oder Romantik in Mangas anfangen kann, der sollte besser die Finger von lassen.



Normal ist der Beitrag immer hier zu Ende. Es ist aber eine Blogtour und ich würde euch gerne noch zusätzlich etwas über die rolle der Frau in Japan erzählen, die in diesem Manga praktisch auf den Kopf gestellt wird.

Mangaka Mai Nishikata hat sich ein sehr interessantes Thema für japanische Frauen ausgesucht. Denn noch immer ist es so, dass die meisten japanischen Frauen zwar einen guten Schulabschluss erreichen wollen, dann aber so schnell wie möglich einen guten Ehemann finden wollen und nach der Hochzeit nur noch als Hausfrau fungieren. ( Ausnahmen bestätigen die Regel!)
Wie sich Sayo in dem Manga verhält ist absolut untypisch für japanische Verhältnisse und ist vielleicht gerade deshalb für Frauen recht spannend zu lesen. Was hier allgegenwärtig ist – Karrierefrauen sind höchst erwünscht. Wir haben hier durchaus andere Probleme wie z.B. den ungleichen Lohn von Mann und Frau und die Quote in Spitzenpositionen, aber es gibt genügend Frauen die mehr verdienen, als der Mann. Hausmänner sind in Japan relativ selten.
Der Mann gibt den Ton vor und die Frau hat mitzuziehen.
Sayo, ist wie erwähnt, eine Karrierefrau. Sayo wird dementsprechend auch mit den Problemen einer solchen in Japan konfrontiert. „Du arbeitest so viel, bist du ein Mann und willst du dir ein Haus kauen ?“, so ähnlich wird ihr in dem Manga ihr Verhalten von männlichen Kollegen aufgenommen.
Ich kann aber auch berichten, dass sich das Bild der Frau derzeit, wenn auch langsam, im Wandel befindet. Gerade solche Mangas zeigen, dass es durchaus japanische Frauen gibt, die sich mit dem Thema Emanzipation beschäftigen.
Es gibt in Deutschland bislang relativ wenig Josei Mangas. Vielleicht liegt es daran, dass in Deutschland Mangas als „Kinderkram“ angesehen werden und man sich bei Shojo und Shonen Mangas einfach mehr Absatz verspricht. In Japan haben Mangas eine ganz andere Bedeutung für die Menschen. Gerade ein Manga wie GAME hat in Japan die Möglichkeit Frauen zum Umdenken zu bewegen.
Ich bin sehr gespannt, wie sich das Bild der Frau in den nächsten Jahren verändern wird.
Ihr könnt mir gerne schreiben, was ihr davon haltet und ob ihr noch weitere Josei Mangas kennt. Natürlich könnt ihr mir auch schreiben, ob ihr GAME mögt oder ob es gar nicht euer Fall ist.



Hier kommen noch einmal die Tourdaten. Schaut bei meinen süßen Kolleginnen vorbei, es lohnt sich ! Viel spaß mit der Tour,
Übermorgen geht es bei der lieben Kiddo weiter!

01.06.: "Keine Cheats für die Liebe" bei
Cubemanga  
 
04.06.: "Record of Grancrest" bei
Kiddoseven
05.06.: "Interviews mit Monstermädchen" bei 
Carlosiareadsbooks 
06.06.: "Bis deine Knochen verrotten" bei 
Awkward Dangos 

Bis dann, 
Flidra
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