Redwood Dreams 1

Hallöchen ihr Lieben!

Heute erzähle ich euch von einem ganz frischen Buch, welches ich SOFORT lesen musste! Entschuldige Sub!
Info vorab: Es handelt sich hierbei um einen Spin-off der Redwood Love Reihe. Das schöne an diesen Büchern, man kann sie auch unabhängig voneinander lesen.


Redwood Dreams- Es beginnt mit einem Lächeln
(Residual Burn)


Inhalt:
Ella Sinclair fühlt sich manchmal unsichtbar. Und ja, sie würde das gern ändern. Nur nicht gerade jetzt. Jetzt wäre sie am liebsten tatsächlich unsichtbar. Denn irgendwie ist sie ins Fadenkreuz der O’Grady-Damen geraten. Das sogenannte Drachentrio herrscht mit eiserner Faust und Haferkeksen über den kleinen Ort Redwood – und verkuppelt jeden, der nicht bei drei auf den Bäumen ist. Als wäre das nicht schlimm genug, hat das Trio auch noch Jason Burkwell für sie auserkoren. Ella bringt in der Nähe des sexy Feuerwehrmanns kaum zwei zusammenhängende Worte heraus. Das kann nur schiefgehen. So was von schief …

Seiten: 320 Seiten
Autor/in: Kelly Morran
Verlag: Kyss
Preis: BO 12,99 € | EB 9,99 €
ISBN: 978-3-499-00128-4

Lesezeichen:



Erster Eindruck:

Redwood steht für : Liebe, Wohlfühlen, Kuschelzeit und viel Gefühl!

Fazit: AHHHHHH!


Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom KYSS Verlag bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Das Cover passt super zu den Redwood Love Covern, denn alle sind im gleichen Stil. Diesmal hat das Cover einen helleren Grauton. Die Holzoptik mit den Polaroid Bildern bleibt aber erhalten. Diesmal ist auf den Polaroids eine Katze drauf und Katzen und ich, das ist einfach nur Liebe.
Insgesamt unterscheidet sich das Design also nicht von den anderen Bänden.

Ich weiß auch nicht WIE diese Frau es schafft, aber jedes mal wenn ich ihre Bücher lese, bin ich vom ersten Satz an gefangen in der Geschichte. Ich würde es gerne wissen, weil ich dann nach mehr Büchern Ausschau halten kann, die mich so fesseln würden.
Nun, wir bekommen die Geschichte aus der Sicht von Ella und Jason erzählt aus der Er-/Sie-/Es- Person. Trotz, dass ich diese Erzählweise nicht mag, hab ich mich in diesen Schreibstil so sehr verliebt. Es ist einfach gemütlich, anschaulich und vor allem liebevoll. Mittlerweile erscheinen so viele Liebesgeschichten, leider sind viele davon sehr plump geschrieben. Moran versteht es einfach der Geschichte ihre eigene Note zu geben und sie alleine deshalb nicht plump wirken zu lassen.
Es lässt sich, wie nicht anderes erwartet, sehr flüssig lesen und eignet sich perfekt für einen gemütlichen Abend im Bett.

Ella hat einiges erlebt und nachdem sie nun wieder in ihre Heimatstadt gezogen ist, hofft sie auf ein kleines Happy End. Sie fühlt sich praktisch unsichtbar, aber da hat sie nicht die Rechnung mit unserem lieben Drachentrio gemacht. Die drei wissen genau, was sie machen und Verkuppeln tun sie am liebsten. Ella will es zunächst nicht wirklich begreifen, aber der gut aussehende Feuerwehrmann Jason soll ihr Partner werden ? Macht das Drachentrio doch einen Fehler?
Die Geschichte hat wieder so viele Aspekte, die mehr sind als nur die Liebesgeschichte. Es dreht sich viel um Verlust, Tod, Freundschaft, Vertrauen und vor allem Kampfgeist. Die Story von Ella hat mich mehr als nur begeistert. Ihr Wille sich wieder in ihr Leben zu kämpfen und weiter zu machen hat mich ein kleines wenig inspiriert.
Auch die Probleme, die diese Liebe überstehen musste, finde ich gut dargestellt. Es ist auch keiner dieser Schinken, die ewig lange brauchen, um auf den Punkt zu kommen. Das Buch hat keine unnötigen Längen. Ihr wisst, ich liebe Redwood und fand es schade, dass im zweiten Band der Redwood Love Reihe es abgenommen hatte, dass die Stadt mit einbezogen wurde. Hier hat die Autorin bei dem dritten Band angeknüpft und man hat sofort das Gefühl gehabt, man verbringt jetzt einen kleinen Urlaub in einer kleinen Stadt. Es war auch toll bekannte Charaktere wieder zu begegnen und ihr „Danach“ zu erleben. Es ist einfach wirklich eine super Kombination aus ernsten Themen und einer wundervollen Liebesgeschichte.

Ella ist nach seit 3 Jahren in Redwood und bislang hat sie gar nicht viele Kontakte knüpfen können. Vielleicht auch, weil ein Abend mit ihrer Katze und Netflix viel gemütlicher erscheint. Dennoch wäre sie ja nicht abgeneigt davon, dass ihr Leben mehr Fahrt aufnimmt. Nachdem sich das Drachentrio einmischt und ihr den nötigen „Schubs“ in die richtige Richtung gibt, entwickelt sich Ella in eine Richtung, die mir sehr gefällt und die ich sehr oft in anderen Büchern vermisse. Sie entwickelt Kraft sich zu öffnen, denn ihren Lebenswillen hat sie nie verloren. Sie arbeitet wirklich daran und es ist toll, wie sich Jackson und sie in der Hinsicht ergänzen und unterstützten.
Jackson, Schürzenjäger und Feuerwehrmann. Beziehungen sind niemals ein Ziel und bevor er sich bindet oder es möglicherweise dazu kommen könnte, ist er schon längst wieder verschwunden. Dass er eine Beziehung brauchen könnte, wird ihm erst bewusst, als er Ella kennenlernt und merkt, dass er sich auch gerne mal unterhält oder einfach bei einem Film kuschelnd da liegt. Bevor er sich aber eingestehen kann, dass es was ernstes werden könnte, muss er natürlich mit dem Kopf durch die Wand.
Die beiden haben eine so tolle Chemie und die Dynamik stimmt in jeder Hinsicht. Ich habe so gerne aus beiden Sichten gelesen. Das Buch konnte ich kaum aus den Fingern legen und ja, es tut mir leid, aber ich musste es auch ruck zuck beenden, weil mir meine innere Stimme keine Ruhe gegeben hat. Das war unter anderem die Charaktergestaltung schuld.
Natürlich haben wir nicht nur Jackson und Ella, auch unser Lieblingssheriff, Ellas Cousine und der Chef von Jackson mischen kräftig mit. Ich freue mich schon so sehr auf die Story von Parker, dem Sheriff und bin jetzt schon teils wehmütig. Ich würde gerne von jedem Charakter eine Geschichte haben. Kann Netflix nicht einfach eine Serie daraus machen ? Wo man dann sämtliche Geschichten mitkriegt? Hach ja...

Insgesamt kann ich euch einfach nur sagen, wie wundervoll ich dieses Buch finde und mich schon auf den zweietn Teil des Spin-offs freue, welches Mitte Februar 2020 erscheinen soll.

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:

Leser von Redwood Love, werden auch dieses Spin-off lieben! Leser von Liebesromanen werden diesen hier wieder verschlingen. Kuscheldecke und Tee bereit halten und ab nach Redwood!

Bis dann, 
Flidra

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Wenn Donner und Licht sich berühren

Hallöchen zusammen !

Wieder eine Rezension, die ich etwas vor mich her geschoben habe, weil ich nicht sofort wusste, wie ich es einordnen will.

Wenn Donner und Licht sich berühren
( Behind the Bars )

Inhalt: 

Sich in Jasmine Greene zu verlieben, fühlte sich an wie ein warmer Sommerregen. Leicht und unbeschreiblich schön. Aber als wir uns Jahre später wieder gegenüberstehen, ist von dem Sommerregen nichts mehr übrig. Stattdessen sehe ich in ihren Augen einen tosenden Sturm. Wie lange tobt er schon dort? Wie lange hat er sich schon in ihrer Seele zusammengebraut? Ihr Herz ist für immer gebrochen, und ich hasse mich dafür, dass ich es jetzt erst bemerke - wo es vielleicht schon zu spät ist.

Seiten: 384 Seiten
Autor/in: Brittany C. Cherry
Verlag: LYX
Preis:  BO 12,99€ | EB 9,99€
ISBN: 978-3-7363-0830-5


Lesezeichen:


Erster Eindruck:

Das Cover und der Klappentext lässt in jedem Fall auf eine romantische Geschichte mit einem riesen Problem hoffen.

Fazit:  Zu wenig Gefühl

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom LYX Verlag bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Das Cover ist so wunderschön! Wirklich eine Augenweide. Die Farben, die Gestaltung und auch die Schrift, es stimmt einfach alles. Das Innenleben ist mindestens genauso schön gestaltet.
Der Titel klingt so vielersprechend. Leider wird mir selbst nach dem lesen nicht unbedingt klar, was er zu bedeuten hat. Schade eigentlich.
Insgesamt ist die Gestaltung aber wirklich fast schon perfekt!

Erzählt wird dem Leser die Geschichte aus den Perspektiven von Jasmine und Eliott mit dem Ich- Erzähler. Man hat als Leser also einen Überblick über die Gefühle und Befindlichkeiten der beiden, was ich für diese Art von Buch auch nicht hätte anderes haben wollen. Der Erzählstil ist an sich sehr flüssig und einfach zu lesen. Leider knackte ich durch Zeitsprünge ab und an etwas weg, sodass mir der Schreibstil doch auf die eine oder andere Art nicht ganz zugesagt hat.
Leider gab es auch einige Wiederholungen, die das Buch immer zäher und träger werden ließen. Besonders zumSchluss hin war ich dann wirklich froh, dass die Geschichte ein Ende gefunden hat. Ich hätte aber sehr viel gerne mehr von den Charakteren gehabt.

In der Geschichte geht es um ein Mädchen, welches von ihrer Mutter unterdrückt wird und um einen Jungen, der durch seine Stotterrei gehänselt wird. Das Mädchen, Jasmine , hat alles wovon viele Mädchen in ihrem Alter träumen. Sie sieht gut aus, macht Karriere und jeder mag sie auf Anhieb. Eliott ist das Gegenteil. Er ist zurückgezogen und im Grunde ein Loser. Als Jasmine in Eliotts Leben tritt und ihn nicht als Loser wahr nimmt, sondern für ihn kämpft, verändert sich alles zwischen den beiden. Doch beide werden getrennt und etwas schreckliches passiert, dass die beiden endgültig auseinander reißt. Nach Jahren treffen sie sich wieder und wissen nicht ganz, wie es weiter gehen soll.
So, zum einen muss ich sagen, dass ich die Idee alles andere als schlecht finde. Es ist zwar nicht unbedingt was neuartiges, kann aber durchaus spannend sein. Themen wie Mobbing, Vergebung, Freundschaft und Liebe sind elementare Dinge, mit denen die Autorin spielt. Ein Großteil der Geschichte spielt sich aber in der Vergangenheit ab, die so endet, wie es der Klappentext voraussagt, beide Wege trennen sich. Nur um später wieder aufeinander zu treffen. Ich weiß leider bis jetzt noch nicht, wo das Problem bestand, dass Eliott hatte, sich Jasmine anzuvertrauen. Gut, man braucht eine gewisse Zeit, aber deren Liebe war doch SO groß, dass man durchaus miteinander reden hätte können, oder? Wie dem auch sei.
Der Zweite Teil befasst sich natürlich damit, dass Jasmine wieder kommt und die versucht nun hinter alles zu kommen, was zum Abbruch des Kontaktes geführt hat. Nebenbei muss sie natürlich auch noch mit ihren Geistern der Vergangenheit klar kommen, wobei ihr ja Eliott hilft. Ich fand es sehr schade, dass beide Charaktere nicht die Tiefe besessen haben, Themen wie Tod und Verletzung wirklich möglichst ausführlich zu bereden. Es ging schlicht weg meist um deren Anziehung zueinander. Mit hat einfach das große Tamtam gefehlt, welches der Klappentext versprochen hat.

Jasmine ist am Anfang eingeschüchtert von ihrer Mutter und sehr labil, was ihr Dasein betrifft. Als sie sieht, wie Eliott behandelt wird, springt sie für ihn ein und kämpft regelrecht wie eine Löwin für ihn gegen seine Mobber. Diese Unterdrücken sie und zwingen sie zu Dingen, die sie nicht will. Im Verlauf der Geschichte finde ich es seltsam, wie sie das alles hat so reibungslos verarbeiten konnte. Gut fand ich aber, dass sie sich dann doch von ihrer Mutter lösen konnte und zugeben konnte, warum ihre Mutter sie so im Griff hatte. Es war eine gute und wichtige Entwicklung, die auch sehr lehrreich sein kann.
Eliott ist ein Loser. Er stottert, ihn mag keiner und auch sonst hat er nur einen guten Freund. Als Jasmine in sein Leben tritt, gewinnt er eine wichtige Person dazu. Er kann es kaum glauben und wie Jungen in dem Alter nun mal sind, verhält er sich authentisch tollpatschig und liebevoll. Leider geschieht etwas, was sein Leben zerstört und wofür er dann selbst die Liebe seines Lebens aufgibt. Gut, von der Liebe seines Lebens zu sprechen in dem jungen Alter ist zu hoch gegriffen, aber die beiden haben sein sehr spezielles und einzigartiges Band zueinander. Nach all dem verändert er sich komplett, er trainiert, wird immer größer und stärker und Jahre später, traut sich keiner mehr ihn zu mobben. Seine Entwicklung, dass er endlich anfängt Dinge zu verarbeiten, sie zu akzeptieren und mit ihnen zu Leben finde ich gut. Ich fand es aber merkwürdig, dass er auf der einen Seite psychisch instabil sein kann und auf der anderen Seite Jasmine so viel Mut, Selbstvertrauen und Stärke zusprechen kann.
Andere Charaktere, wie z.B. Eliotts Schwester, Jason, Ray oder TJ sind sehr liebevoll gestaltet worden. Alle dieses Charaktere fand ich sogar ein kleines bisschen besser, als die Hauptcharaktere. Besonders TJ ist wirklich ein so großartiger Charakter, der vielleicht auch etwas mehr Raum hätte einnehmen sollen.
Ich fand die Charaktergestaltung insgesamt doch okay, auch wenn mir das eine oder andere nicht so ganz gefallen hat. Das liegt aber im Auge des Betrachters. Daher zählt natürlich wie immer : Selber lesen und eine Meinung bilden!

Insgesamt war das Buch trotz der Stolpersteine ganz gut und hat mich soweit gut unterhalten. Ich weiß, dass es nun einen zweiten Teil „Wenn der Morgen die Dunkelheit vertreibt“ gibt. Leider weiß ich nicht, in wie fern die beiden Bücher zusamenhängen. Ich werde es wohl aber nicht lesen.

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:

Für alle Leser, die gerne Geschichten lesen, in denen Hauptcharaktere schwere Probleme mit sich herum tragen. Es gibt genügend dramatische Situationen. Großartige erotische Szenen gibt es doch recht wenige.

Bis dann, 
Flidra

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Prince of Passion



Ahoi ihr Leseratten,

für heute habe ich ein Buch rezensiert, welches schon viel zu lange auf dem Sub lag. Anfang des Jahres, war der Hype um Harry und Meghan der Wahnsinn und auch in der Zeit kam dieses Buch heraus, was ich dann natürlich unbedingt haben wollte. Ihr kennt aber sicher das Problem - Zu viele Bücher und viel zu wenig Zeit! Wie dem auch sei, das Buch ist breits gelesen und heute folgt nun endlich die Rezension - Viel Spaß!



Prince of Passion - Nicholas

( Royally Screwed )

Inhalt:
Royal Romance – das ultimative Märchen. Der erste Band der Erfolgstrilogie um zwei Prinzen und ihren Bodyguard. Für alle, die mal eine Pause von der Realität brauchen …

Ich heiße Nicholas Arthur Frederick Edward Pembrook, Kronprinz von Wessco. Meine Fans nennen mich His Royal Hotness. Meine Großmutter, die Königin, nennt mich einen störrischen Jungen. Sie will, dass ich meine Pflicht tue, heirate und Erben in die Welt setze. Und ich weiß, dass sie recht hat. Es ist das, was Prinzen tun. Aber meine Gnadenfrist von fünf Monaten will ich noch voll auskosten. Und was könnte köstlicher sein als die Lippen einer selbstbewussten New Yorker Kellnerin, die nicht den geringsten Respekt vor mir oder meinem Titel hat?

Seiten:
368 Seiten
Autor/in: Emma Chase
Verlag: Kyss
Preis: BO 12,99 € | EB 4,99 €
ISBN: 978-3-499-27391-9


Lesezeichen:




Erster Eindruck:


Prinzen, die Liebe zu einer Bürgerlichen und natürlich viel Drama! Das verspricht eigentlich volles Programm royal feeling!

Fazit: Aschenputtel mit viel Erotik

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom Kyss Verlag bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Dieses Cover ist schlicht, praktisch, gut lesbar und dennoch etwas besonderes. Ich hab so wenig Bücher, die tatsächlich in Silber gehalten sind. Daher fällt es bei mir sofort im Regal auf. Beim Kyss Verlag ist mir bislang bei jedem Cover aufgefallen, dass man den Titel wirklich klar und deutlich durch die Schriftart erkennen kann. Ich finde das super!
In der Broschurausgabe ist in den Innenseiten und in der Klappe viel mit Gold gearbeitet worden. Als Effekt zu dem Silber auf dem Cover, finde ich die Idee super. Insgesamt sieht es schon edel aus.

Erzählt wird dem Leser die Geschichte aus der Sicht von Nicholas und Olivia, die immer in der Ich-Form ist. Die Abgrenzung welcher Charakter gerade dran ist, wird deutlich durch eine Kapitelüberschrift. So kommt keine Verwirrung auf.
Der Text ist recht flüssig zu lesen, aber leider auch weniger poetisch und sprachlich finde ich ihn eher plump. Ich konnte mich mit dem Schreibstil nicht so recht zurecht finden.Vielleicht habe ich auch einfach zu viel erwartet. Dadurch, dass es ja mit Adel und allem zu tun hat, habe ich mich da wohl auf einen anderen Sprachstil versteift. Am besten beschreibe ich das vielleicht folgendermaßen: Der eine oder andere von euch kennt sicher Plötzlich Prinzessin 2. Dieses Buch ist einfach genau das Gegenteil. Man darf und soll an dieser Stelle bitte bedenken, dass man sich vorab vielleicht selber ein Bild davon machen sollte. Schaut in die Leseprobe und guckt, ob euch der Schreibstil zusagt.

Olivia, ein Mädchen, dass für ihr Leben kämpft, nicht aufgibt und für alle in der Familie stark sein muss. Ein Prinz, der bald schon König wird, soll seine Königin finden und findet stattdessen die Liebe seines Lebens.
Nun, was so stereotypisch vermuten lässt, ist es in diesem Fall leider auch. Eine Aschenputtelgeschichte mit viel Erotik.
Die Geschichte hat in meinen Augen gar nicht so viel Inhalt, wie man vielleicht gedacht hat, denn im Grunde trifft ein armer Charakter auf einen reichen. Der arme Charakter findet die reiche Welt völlig irre und gleichzeitig abstoßend. Der reiche Typ ist ein Prinz, der keine arme, bürgerliche ehelichen darf. Beide Charakte fühlen sich aber so zueinander hingezogen, dass alles in den Schatten gestellt wird. Es wird teilweise gehandelt ohne wirklich darüber nachgedacht zu haben und lässt das Ganze dann sehr einfältig und stumpfsinnig aussehen. Klar gibt es einige Lichtblicke. Ich mochte die Geschichte rund um Logan, die ja in einem anderen Band intensiver behandelt wird. Die Geschichte rund um Nicholas, den starken und durch nichts erschütterbaren großen Bruder, die hat mich weniger berührt, als ich zugeben mag. Ich mochte die Grundidee, aber leider hat die Autorin nicht alles heraus holen können.
Es hat sich auch viel auf die Erotik konzentriert, so, als ob man das Buch nur dafür geschrieben hätte. Die erotischen Szenen waren soweit in Ordnung.
Unterhaltsam fand ich aber eher die Stellen, wo den Charakteren doch etwas mehr Tiefe gegeben worden ist. Zum Beispiel, als man den Vater von Olivia und dessen Probleme mitbekommen hat. Der Umgang damit und auch die Gestaltung dieser Szenen fand ich dann wieder ganz gut.

Olivia ist von Anfang ein ein starker Charakter. Sie wünscht sich zwar auch Liebe und Aufmerksamkeit, aber sie hat gelernt damit umzugehen, dass ihr Leben ein einziger Kampf ist. Das Cafe läuft nicht besonders. Kerle hat sie nun auch nicht wirklich und der Rest ihrer Familie macht es ihr nicht wirklich leichter. Dazu muss sie noch die Probleme ihres Dads lösen, was sie natürlich reichlich beschäftigt. Ich finde es schade, dass man Olivia nicht mehr Raum zum entfalten gegeben hat. Nicht mehr Raum zum nachdenken und handeln, wie es ihrem Charakterzug entspricht. Kaum war der Nicholas in ihr Leben getreten, hat sie einige Prinzipien in den Wind geschossen, denn Liebe steht plötzlich bei ihr über allem. Ich fand die Entwicklung leider unschlüssig.
Nicholas, der nichts anbrennen lässt, soll von seiner Oma gezügelt und in eine Ehe gezwängt werden. Natürlich darf die Auserwählte keine Bürgerliche sein und schon gar nicht arm und unbekannt. Auf dem Weg seinen Bruder aus New York Heim zu holen, wird er damit konfrontiert die Liebe seines Lebens zu treffen. Nun, klar, er ist gewohnt alles zu bekommen und sich nicht so stark um Frauen bemühen zu müssen, aber dass er alles stehen und liegen lässt, jede Regel bricht, die ihm seine Oma aufgetreten hat und das alles mit Selbstverständlichkeit, konnte ich ihm nicht abkaufen. Seine oft arrogante Art und auch der umgangssprachliche Ton hat ihn nicht sympathischer gemacht. Dieses „His royal Hotness“ fand ich ab und an auch leider etwas lächerlich. Ehrlich gesagt, bin ich mit ihm gar nicht klar gekommen.
Es gab weitere Charaktere, aber wie gesagt, mit hat insgesamt die Tiefe gefehlt, so auch bei den anderen Charakteren.

Insgesamt kann ich mich dazu hinreißen, dem Ganzen knappe drei Lesezeichen zu geben, denn es hatte unterhaltsame Momente, die Gestaltung und die Idee waren gut. Weitere Bände werde ich aber nicht lesen. Für mich bleibt es bei dem einen.

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:

Leser von erotischen Romanen werden sich hier sicher damit wohl fühlen. Leser von anspruchsvoller Literatur sind hier leider fehl am Platz. Wer leichte Unterhaltung sucht, wird sich mit dem Buch gut beraten fühlen.


Bis dann,
Flidra
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Once and for all


Hallöchen ihr Liebe,

heute gibt es eine Rezension eines Buches, welches um Spätsommer Richtung Herbst passt.

Once and for all


Inhalt:


Vier Hochzeiten und ein Liebesfall

Louna ist die Tochter der gefragtesten Hochzeitsplanerin von Lakeview. Deren Mitarbeiter sind gestählt im Umgang mit panischen Bräuten und kaltfüßigen Bräutigamen. Und bei allem, was sie erlebt haben, glaubt keiner von ihnen mehr an die wahre Liebe. Auch Louna glaubt nicht mehr an das ewige Liebesglück, denn ihre erste Liebe wurde ihr genommen. Seit damals hält sie jeden, der sich ihr nähert, auf Abstand. Auch Ambrose, den charmant-chaotischen Bruder einer zahlungskräftigen Braut to be. Als Lounas Mutter ausgerechnet Ambrose als Praktikant einstellt, beginnt Lounas sorgsam errichteter Schutzwall zu bröckeln …

Seiten: 400 Seiten
Autor/in: Sarah Dessen
Verlag: dtv Verlag
Preis: TB 10,95 € | EB 9,99 €
ISBN: 978-3-423-71816-5


Lesezeichen:



Erster Eindruck:

Ich habe ein Buch mit vielem Hin und Her erwartet. Die Protagonistin wird wohl an etwas schwerem zu knabbern haben. Und es sollen ja einige Hochzeiten statt finden.

Fazit:
Leichte Unterhaltung gespickt mit ernsten Themen.

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom dtv Verlag bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.
Das Cover ist sehr weich. Passend zu vielen anderen Büchern in dem Genre, welche im Moment erscheinen. Es ist auch hier viel mit Pastelltönen gearbeitet worden. Auf dem Bild ist eine Frau zu sehen, die Blumen nach hinten wirft. Irgendwie hat mich das doch schon irritiert, aber sei es drum.

Das Ganze wird aus der Sicht von Louna erzählt in der Ich-Form. Es wird hierbei gewechselt zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart. Leider wird nicht sichtbar in welcher Zeit man sich befindet. Das kriegt man nur durch das Lesen heraus. Der Umstand hat mich an Anfang immer mal wieder aus dem Lesefluss gebracht.
Dennoch ist der Text als solcher recht flüssig geschrieben und verleitet zum weiterlesen. Die Kapitel sind nie ganz so lang und man kann ab und an auch mal eine Pause einlegen. Ich empfand beim lesen, dass die Autorin das Ganze hat ab und an plätschern lassen, sodass einiges viel zu lang gezogen wirkte. Auch ist vieles davon berechenbar und weniger überraschend.

Die Geschichte erzählt von Louna, die zwar mit ihrer Mum als Hochzeitsplanerin arbeitet, aber selbst nicht wirklich mehr an die Liebe glaubt. Alles nur, wegen einem Tag, der ihr Leben auf den Kopf gestellt hat. Während einer Hochzeit, die droht in Chaos zu versinken, lernt sie Ambrose kennen. Er ist einer der Gründe für dieses Chaos und am Ende vom Abend reicht er ihr die Hand zu einem Tanz.
Sie ergreift die Hand natürlich nicht, denn sie ist schließlich zum arbeiten da. Doch warum zieht dieser freche Typ sie trotzdem so an ? Kurz darauf taucht er wieder in ihrem Leben auf und ihr Leben wird erneut ordentlich durchgerüttelt.
So viel zum Grundgerüst der Story. Leider klingt es doch recht 0 8 15. Man kann das Rad aber nicht neu erfinden, daher dachte ich mir, ich gebe dem Ganzen eine Chance. Ziemlich interessant fand ich den Aspekt mit der Art des Todes ihrer ersten großen Liebe. Zu meinem Bedauern wurde gerade in diesen Aspekt so viel wenig Story und Inhalt gesteckt und bei vielem anderen zu viel. Ich hätte es z.B. gut gefunden, wenn die Vergangenheit aus seiner Sicht beschrieben worden wäre, zumindest der Teil, in dem er zu Tode kommt. Ethan war einfach nur mal da, eine Erzählung. Obwohl er Louna so viel bedeutet hat, kommt das einfach nicht herüber. Viel mehr hatte ich das Gefühl, dass sie einfach mit ihren paar Jahren komplett ihr Leben abgeschlossen hat, nicht nur mit der Liebe.
Da kommen wir zu dem nächsten Punkt. Ich war sehr irritiert davon, dass Louna noch nicht einmal mit der Schule fertig war. Irgendwie war ich der festen Überzeugung, dass sie wesentlich älter wäre. So in Richtung Mitte bis Ende zwanzig. Durch diese Altersbarriere, konnte ich das eine oder andere gar nicht so ernst nehmen, wie ich das hätte sollen als Leser.
Nun, neben der Kritik, ist aber positiv hervorzuheben, dass die romantischen Momente nicht zu kurz kommen und es bei Szenen zwischen Ambrose und Louna echt knistert. Ich mochte die beiden wirklich sehr gerne, wie sie zusammen wirken.
Die Story ist nichts neues und ich mochte das eine oder andere nicht, dennoch konnte man einen roten Faden erkennen und recht zügig das Buch durchlesen.

Louna ist eine Person, die mit Verlust und Ängsten geprägt, ihr Leben nach dem Tod ihrer wahren Liebe weiter leben muss. Dieser Umstand und auch das ihre Mutter nicht so viel Glück hatte mit der Liebe, führt dazu, dass sie mit der Liebe abgeschlossen hat. Sie hält nicht viel davon, auch wenn sie bei ihrer Mutter als Hochzeitsplanerin eingestellt ist. Sie arbeitet recht viel, sodass sie wenig Zeit für sich hat. Mir gefällt es überhaupt nicht, dass sie so jung schon jeglichen Glauben verloren hat. Klar, macht es die Geschichte aus, aber ich wäre zufriedener, wenn sie dann doch etwas älter gewesen wäre.
Ihre Entwicklung lässt sich zwar sehen, aber ich finde es für die kurze Zeit doch irgendwie unrealistisch, leider.
Ambrose ist ein sehr eigenartiger Charakter, zumindest am Anfang. Einiges erklärt sich ja im Verlauf der Geschichte. Ich fand ihn, trotz der Eigenartigkeit sehr sympathisch. Besonders diese zwei Gesichter, die er gut zu verstecken weiß, werden sehr gut aufgezeigt. Dass er einfach grundsätzlich als „Schürzenjäger“ dargestellt wurde und man nie wusste, ob er das wirklich war, fand ich gar nicht so toll. Also es wurde nie, auch nicht am Ende klar gestellt, wie weit er mit den Mädchen gegangen war.
Lounas Mutter und Will sind auch zwei Charaktere, die ich nicht wirklich so mochte. Ich fand nicht gut, wie die beiden der kleinen vermittelt hatten, dass Liebe keinen Bestand hat.
Lounas Freundin war mir leider auch ein Rätsel. Man hat sie an einigen Stellen dabei gehabt, wo sie manchmal wichtig und manchmal unwichtig war. Ich hätte mir die Geschichte aber auch durchaus ohne sie vorstellen können. Irgendwie war sie für mich kein Charakter der hätte existieren müssen.

Insgesamt fand ich die Grundlagen gut und interessant. Was mir gefehlt hat war die Tiefe und die vollständige Ausarbeitung. Dennoch gab es Momente im Buch die mich unterhalten haben und auch Ambrose gefiel mir.

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:


Leser, die auf Teeniefilme stehen und gerne mal ein Teeniedrama lesen, die sind bei diesem Buch genau richtig. Anspruchsvolle Leser, werden sich wohl weniger unterhalten fühlen. Erotische Szenen, gibt es in dem Buch nicht.




Bis dann,

Flidra


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Scythe - Die Hüter des Todes

Hallo ihr Lieben,

heute stelle ich euch ein Buch vor, an dem man kaum rum kommt.

Scythe - Die Hüter des Todes
(Scythe - Arc of a Sythe)


Inhalt:

Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen.
Die Menschheit hat die perfekte Welt erschaffen – aber diese Welt hat einen Preis.

Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster.
Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten …

Seiten: 528 Seiten
Autor/in: Neal Shusterman
Verlag: FISCHER Sauerländer
Preis:  HC 19,99 € | BO 15,- € | EB 14,99 €
ISBN: 978-3-7373-5506-3

Lesezeichen:


Erster Eindruck:
Ich habe zuvor nur Gutes gehört gehabt und war auf Grund dessen gehyped. Etwas mystisches mit einer Mischung aus einer interessanten und doch furchterregenden Zukunftsversion.

Fazit: Ein sehr guter Anfang!

Das Cover ist weder schlicht noch wunderschön. Ich mag es, dass es wie eine Spielkarte gemacht ist. Das einzige was mir an dem Cover nicht gefällt, ist die Farbe. Anstatt Bronze hätte ich wohl weiß gewählt. Insgesamt finde ich es aber okay.
Leider ist es ja so, dass dieses Cover nicht mehr zu den Covern von Band zwei und drei passen wird. Man kann sich lediglich das passende Cover auf der Verlagsseite downloaden und selber ausdrucken. Finde ich immer sehr schade.
Die neuen Cover werden sich, wie das Cover des Taschenbuches, mit den orginalen Covern gleichen.

Das Buch wird von einem Er-/Sie-/Es- Erzähler, wobei dieser  über alles im Bilde ist. Man ist an verschiedenen Orten und bei verschiedenen Charakteren, weiß aber, was sie denken. Ich fand den Schreibstil echt gut, er war sehr flüssig und trotz der komplizierten Thematik doch recht einfach zu verstehen. Zwischen den Kapitel gibt es Tagebucheinträge der verschiedenen Scythe, was mir wirklich sehr gut gefallen hat. Abgegrenzt sind diese durch Schriftart und Trennungsstriche.
Das einzige, was mir wirklich nicht in den Kram gepasst hat, ist das etwas weiter hinten bis zum Showdown einiges sehr langatmig war. Das Worldbuilding war soweit gut. Ich hätte mir noch ein bisschen Tiefe gewünscht, wobei ich hoffe, dass diese in Band zwei und drei vorhanden sein wird. Jetzt war vor allem erst einmal wichtig die Charaktere vorzustellen. Davon gab es doch einige.
Die Geschichte ist nicht zu ausschweifend erzählt und folgt dem Ziel.

Was passiert, wenn man dich plötzlich dazu ausbildet über Leben und Tod zu entscheiden?
Genau dieser Frage und einigen anderen geht dieses Buch nach, ohne dabei zu philosophisch zu werden. Cidra und Rowan werden von einem Scythe ausgewählt, bei ihm in die Ausbildung zu gehen. Beiden wollen zu Anfang nichts mit dem töten zu tun haben. Dann geschieht das undenkbare - nur einer von beiden wird den Job kriegen und muss den anderen danach töten. Wäre das nicht alles, entsteht zwischen den beiden ein Band, dass nicht einfach zu trennen ist.
Das Besondere an der Geschichte in meinen Augen war, dass man das Töten legalisiert hat und es wie ein Job dargestellt wird. Nicht das es gut ist, aber auf erschreckende Art und Weise ist der Gedanke der dahinter steckt recht logisch. In dem Buch gibt es unter anderem auch den Aspekt in wie weit diese Macht nutzbar ist und ausgenutzt wird. Es gibt eine Gruppe, die sich dadurch bereichert und eine weitere, die sich nur das Minimum zum Leben leistet. Beide haben ihre Ansätze und durch den Verlauf der Geschichte, kommt man dazu, beide Ansätze nachvollziehen zu können. Ich konnte die eine oder andere Parallele zu Religionen und Kirchen ziehen. Zum Beispiel durfte vor einigen Jahrhunderten ein Priester auch nichts besitzen Er ging von Haus zu Haus, bat um Unterkunft und Essen und schenkte dafür Seelsorge und das Wort Gottes. Dieser Umstand hat sich ja in einigem geändert. In diesem Buch klingt es ganz ähnlich und das fand ich als Leser sehr interessant und gut dargestellt. Ob diese Art Gesellschaftskritik auch so gemeint war, das weiß ich nicht, aber das zeigte schon ganz deutlich die Auffassungen beider Seiten.
Natürlich geht es im Vordergrund um die Ausbildung und den Wettkampf von Cidra und Rowan. Man kriegt davon auch einiges mit. Leider hat mir aber einiges zwischen beiden gefehlt. Irgendwie war ich doch etwas überrumpelt von dem Verlauf deren Beziehung. Ich hoffe, die Erzählweise in diesem Aspekt, wird sich im nächsten Buch ändern.
Insgesamt fand ich aber, dass die Geschichte und der Ansatz sehr interessant sind und Tage später nachhallen. Alleine der Aspekt der alles steuernden KI und die dadurch entstehende Nähe zur heutigen Zeit, macht das Ganze erschreckend greifbar.

Auf der einen Seite haben wir Cidra.
Cidra ist neugierig, aber nicht nervig und hat ein gutes Familienleben. Als der Scythe auftaucht und ihre Familie ganz schön durcheinander bringt, rüttet es einiges in ihr wach. Als sie dann auch noch zu einem Scythe ausgebildet werden soll, ist ihr gedankliches Chaos perfekt, denn sie möchte viel, aber sicher keine Menschen „nachlesen“.
Sie ist ein doch sehr kindlicher Charakter am Anfang und ich habe mich ab und an wirklich fragen müssen, ob dieser Charakter noch erwachsen wird oder nicht. Sie sieht dem Tod so oft ins Auge und verhielt sich in einigen Situationen doch leicht zickig, was mir nicht so gepasst hat. Das ändert sich dann doch in Richtung Ende und ab da an gefällt sie mir wirklich sehr gut. Daher bin ich auch schon sehr auf ihre Entwicklung in Band zwei gespannt.
Rowan hat ein ganz anderes Leben. Er ist sowieso nicht beliebt und als der beliebteste Schüler an seiner Schule nachgelesen wird, da wird ihm alles in die Schuhe geschoben. Seiner Mutter ist alles egal, sodass er erst eine Art Familie kennenlernt, als er von Scythe ausgewählt wird und mit ihm und Cidra zusammen lebt. Rowan hat so ein gutes Herz, dass ich am Ende wirklich den Atem kurz anhalten musste ( Seit GOT ist es ja in Mode gekommen, seine Hauptcharaktere sterben zu lassen …). Ich mochte seine Entwicklung und wie er mit den Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. Dieser ständige Gang entlang am Abgrund, immer mit einem Fuß in der Luft, war wirklich sehr interessant zu lesen.
Die Beziehung der beiden hat mich, wir vorab erwähnt, etwas kalt zurück gelassen. Irgendwie empfand ich keine Chemie zwischen beiden. Vielleicht auch, weil der ganze Komplex der Beziehung irgendwie geschluckt worden ist von der Story drum herum.Ich hätte sehr gerne einiges mehr über die beiden gelesen.
Scythe Faraday, Curie und Goddard waren wirklich so verschieden, wie man nur hätte sein können. Dennoch fand ich alle drei sehr gut ausgearbeitet. Man hat durch die Tagebucheinträge auch einiges von der Gesinnung mitgekriegt und konnte das Handeln nachvollziehen.
Es gab noch einige andere Charaktere, aber müsste ich einen Favoriten wählen, wäre es Scythe Curie, die ich als Lieblingscharakter bislang bezeichnen würde.

Zusammenfassend fand ich, trotz der einen oder anderen Schwäche und Langatmigkeit, dass es ein guter Auftakt der Trilogie ist. Band zwei kaufe ich mir auch demnächst, wenn mein Sub wieder etwas kleiner ist.

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:
Leser, die sich gerne mal mit etwas schwereren Themen befassen, sollten hier mal rein schauen. Das Buch hat weder etwas von Schule, noch was von Tribute von Panem oder so etwas in der Art. Da es recht düster und melancholisch wirken kann, würde ich es auch nur Lesern empfehlen, die mit solchen Büchern umgehen können. Durch die Aktion und Tötungen, ist das Buch auch nichts für die zart besaiteten Leser unter uns.

Bis dann, 
Flidra
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Ophelia Scale - Der Himmel wird beben

Hallöchen ihr,

ich hab mal wieder eine Rezension für euch.
Ich will nicht lang drum herum reden und euch nur kurz auf eventuelle Spoiler aufmerksam machen, denn es handelt sich um eine Rezension eines zweiten Teils.
Die Rezension zum ersten Teil könnt ihr HIER lesen.


Ophelia Scale – Der Himmel wird beben

Inhalt:
Sie bietet dem Tod die Stirn und dem Schicksal ihr Herz

Die 18-jährige Ophelia ist zum Tode verurteilt. Im Auftrag des Widerstandes hat sie einen Anschlag auf den König verübt. Ihre Liebe zu dessen Bruder Lucien hat sie ebenso geopfert. Doch dann bietet ihr Phoenix, der Chef des Geheimdienstes, einen Handel an: Wenn sie bereit ist, sich bei ihren Freunden von ReVerse als Spionin der Regierung zu betätigen, kann sie ihr Leben und das ihres besten Freundes retten. Nun muss Ophelia sich entscheiden - zwischen ihren Gefühlen und dem Glauben, was sie für richtig hält.

Seiten: 496 Seiten
Autor/in: Lea Kiefer
Verlag: cbj Verlag
Preis:  HC 18,-€ | EB 11,99€
ISBN: 978-3570165430



Lesezeichen:

Erster Eindruck:

Nachdem ich völlig begeistert vom ersten Teil war, hab ich große Stücke auf den zweiten Teil gehalten. Unter anderem wünschte ich mir, dass wir mehr über Lucien und seine Motive erfahren würden.

Fazit: Spannend, actionreich und dennoch gefühlvoll

Das Cover ist, wie auch Band eins, mega schick und wer mich kennt weiß, dadurch, das es grün ist, stehe ich voll darauf. Die Aufmachung ist gleich geblieben. Es sieht super hübsch im Regal aus.

Die Erzählweise hat sich zum ersten Teil nicht verändert. Ich hätte mir gewünscht ab und an zu wissen, was Lucien gedacht hätte. Vielleicht bin ich, was das betrifft, einfach zu verwöhnt von anderen Büchern, die einem Leser alles auf einem silbernen Tablett liefern. Es hat mich aber nicht gestört.
Der Schreibstil ist, wenn möglich, noch flüssiger geworden. Das Buch hatte ich so schnell durch und war so traurig, als es zu Ende ging. Ich hab mir die letzten 50 Seiten für den nächsten Tag aufgespart, damit ich noch etwas länger in dieser Welt bleiben konnte. Es ist ein sehr bildereiches und interessantes worldbuilding, dass nun sogar um einige Bereiche erweitert wurde.
Ich war von Anfang an gefesselt.

Die Story fängt nach der Festnahme von Ophelia an. Sie hat nun Lucien und gleichzeitig ihre Freiheit verloren. Der König ist immer noch nicht tot und ihre ganze Mühe war umsonst. Doch anstatt sofort ein Cleaning auf 0 zu bekommen, wird sie festgehalten.
Als sich die Tür zu ihrer Zelle öffnet, bekommt sie ein Angebot, mit dem sie nie gerechnet hätte: Doppelagentin spielen, nur diesmal für die Seite des Königs.
Während sie ausgerüstet wird, behandelt sie Lucien wie Abschaum. Das hat sie schließlich verdient oder? Hat er alles gespielt bis hin zu seinen Gefühlen?
Wie ein zweiter Band sein sollte, wirkt dieser Band vorbereitend auf das Finale im dritten Band. Die beiden Seiten, die sich gegenüberstehen werden tiefergehend auseinander genommen. Man bekommt als Leser einen guten Einblick in die Argumentationen und auf die Ziele beider Seiten. Geschickt wird es einem Leser so verpackt, dass man im Endeffekt genauso zerrissen ist in seiner eigenen Meinung wie Ophelia selber.
Weiterhin stehen natürlich die Themen Technik und KI mit Vor-und Nachteilen im Fokus. Es wird durch die KI immer interessanter, weil sie erschreckend nah an eine mögliche realistische Zukunft heran kommt. Diese Gefährlichkeit und die Aktualität wirkte für mich ab und and mehr als erschrekcend. Trotz dieser Problematik, verliert das Buch nicht aus dem Auge, dass es genügend Charakere hat und haucht diesen noch mehr Leben ein. Ich mochte, wie sich Schicksale und Situationen miteinander verknüpft haben. Besonders sehr mochte ich die Aussprache von Ophelia und Lucien, die Seite um Seite stand fand und nicht einfach in ein Kapitel gedrückt wurde.

Ophelia ist weiterhin unser Hauptcharakter mit deren Augen wir das Geschehen begleiten.
Am Anfang dieses Buches ist sie ein verlorener Charakter. Sie hat nichts gewonnen und alles verloren. Der Einsatz der Gegenseite, auch ihre Familie zu beschränken, bringt sie dazu, dass sie diese gefährliche Mission annimmt. Mir hat ihre Entwicklung gefallen, wobei sie zum Schluss auch nicht mehr an ihr eigenes Wohl gedacht hat. Sie ist weniger egoistisch und viel mehr liebevoller geworden. Sie hat ihr Ziel erkannt und dieser Weg dort hin war nicht nur authentisch, er war auch sehr gefühlvoll dargestellt. Daher kann ich nur sagen, dass ich wirklich ein Fan von Ophelia geworden bin.
Lucien bleibt am Anfang noch immer im Schatten. Man weiß weder was er ernst meinte noch wobei er gelogen hat und ob er überhaupt gelogen hat. Im Verlauf kann man ihn immer besser erkennen und hat am Schluss ein gutes Bild davon, was er leisten kann. Ich fand den Einsatz auf der mechanischen Insel großartig. Dort hat sich für mich seine Gefühlswelt sehr geöffnet und wenn ich ihn bis dahin nicht schon geliebt habe, dann ab dem Moment.
Knox ist für mich am Anfang ein Mensch, dem ich es gegönnt hätte, halbwegs ordentlich ohne Wahnsinn auf die Dinge zu schauen, um dann rational und logisch entscheiden zu können. Der zunehmende Wahnsinn stand ihm gar nicht und hat mich beim lesen irgendwie immer trauriger gemacht.
Weitere Charaktere sind, wie oben erwähnt, erweitert worden. Einige Beziehungen, die ich jetzt so nicht erwartet hätte, sind aufgedeckt worden. Insgesamt haben mich eigentlich alle Charaktere in ihrer Funktion begeistern können.

Ich kann es nur wiederholen – ich brauche den (diesmal) dritten Band, SOFORT!
Ich weiß, ich muss mich nur noch wenig gedulden, aber ich hatte es kurz nach der Erscheinung schon durch. Ihr seht, diese Reihe wandert für mich immer mehr in Richtung Lieblingsreihen.



Wem würde ich das Buch empfehlen ?:

Leser die Band eins geferiert haben, werden auch Band zwei feiern.
Für alle Fans von KI Fantasy Romanen.
Bis dann, 
Flidra
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Laufe, Lebe, Liebe: Zurück ins Leben

Hallöchen ihr Lieben,

heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, welches das Thema Freundschaft und Rückhalt in einem besonderen Maße ausdrückt.

Laufe, Lebe, Liebe: zurück ins Leben

Inhalt: 

„Wir handeln in unserem Leben oft nicht so, wie wir es uns hinterher wünschen würden. Immer wieder fühlt es sich an, als träfen wir falsche Entscheidungen, die uns an einen Ort führen, an dem wir niemals enden wollten. Uns und die Menschen, die wir lieben.”

Ein verschütteter Kaffee und ein verlorenes Handy zwingen Ella zu einem Wettlauf mit der dreizehnjährigen Milly. Dabei erwacht etwas in ihr, von dem sie glaubte, es vor acht Jahren verloren zu haben. Sie lässt das Mädchen zu einem Teil ihres Lebens werden, auch wenn ihre innere Stimme sie davor warnt. Und sie wird selbst ein Teil von Millys Welt, zu der auch Tom gehört, der wie ein Geist durch die Wohnung schleicht. Und dann ist da Lias, dessen Blick verrät, dass er Ellas Geheimnis kennt. Aber wie wird er reagieren, wenn er die gesamte Wahrheit erfährt?

Seiten: 404 Seiten
Autor/in: A. D. Wilk
Verlag: Spler/in
Preis: TB 13,99€ | EB (Aktion) 0,99€
ISBN: 978-3964434388


Lesezeichen:

Erster Eindruck: 
Das ist nun der dritte Roman, den ich von der Autorin gelesen habe. Vorab wusste ich also schon, dass es durchaus emotional und emotional werden könnte. Erwartet habe ich eine dramatische Geschichte rund um das Leben.

Fazit:  Gefühlvolle Geschichte, wie man wieder ins Leben findet

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar von der Autorin bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Vielleicht war ich nicht ganz bei der Sache, aber erst im Nachhinein ist mir aufgefallen, dass das Cover nicht irgendwie schlicht ist, sondern, dass der Boden einer Laufbahn abgebildet sein soll.
Auch ohne die Erkenntnis fände ich das Buch schön. Ich mag solche schlichten Cover auch sehr gerne. Ohne viel Tamtam und Glitzer finde ich sie meist sogar noch hübscher, als diese mega aufwendigen Cover. Gerade dadurch finde ich, dass es auffällt und gleichzeitig was her macht.

Der Schreibstil der Autorin hat sich erneut gebessert. In ihren vorheringen Romanen, empfand ich ihn immer als flüssig und mittlerweile ist er mehr als das. Er erhält immer mehr seine Ecken und Kanten. Ich finde, dass man von Buch zu Buch, in der Qualität, aber vor allem auch in dem Vokabular und der Art und Weise der Geschichte Leben einzuhauchen, eine Steigerung erkennen kann.
Allem voran bleibt die Autorin der Ich- Erzählerin treu, denn auch dieser Roman wird aus der Sicht der Protagonistin Ella erzählt. Der schöne flüssige und lockere Schreibstil steht im Gegensatz zu der ernsten Lebenslage der Protagonistin. Dieses Zusammenspiel aus beidem lässt dem Leser offen, ob er das Buch in der Bahn auf dem Weg nach Hause oder daheim im Bett lesen will.

Wer würde glauben, dass ein verschütteter Kaffee ein ganzes Leben auf den Kopf stellen kann ?
Nachdem Ella von Milly umgerannt wird, ändert sich das Leben von Ella Stück für Stück. Sie hat das Laufen seit Jahren aufgegeben, erkennt aber durch Milly, dass sie damit noch nicht abgeschlossen hat. Würde sie sich nur mit sich auseinander setzen müssen, wäre es wohl nicht ganz so krass, aber Milly, ihr Vater und ihre Onkel fordern sie heraus. Sie muss sich nicht nur ihrer Vergangenheit stellen, sondern auch ihrer Umwelt und erkennt, dass weglaufen ihre Probleme nie gelöst hat.
Man sieht, es beinhaltet eine sehr interessante Mischung aus Slice of Life und Drama. Am Anfang dachte ich zuerst, dass mir Ella mit ihrem Drama auf die Nerven gehen wird, aber nach ein paar Seiten war die Sorge vergessen, denn ihre ganzen Probleme und Gedanken beinhalten einen roten Faden, der logisch bis zum Ende erzählt wird. Dabei habe ich ungefähr nach einem Drittel des Buches erraten können, was ihr Problem ist. Das tat der Spannung und der Auflösung am Ende keinen Abbruch. Dadurch war es irgendwie berechenbar, was auf einen zu kommt, aber ich hatte es an einigen Stellen vergessen, weil es bestückt war von Erlebnissen, die einen haben vergessen lassen, was möglicherweise passiert ist.
Es werden Themen wie Tod und die verbundene Verarbeitung der Hinterbliebenen in den Fokus gestellt, aber auch gleichzeitig die Freundschaft und die Liebe zu Personen, die einem eine andere Lebenseinstellung geben kann. Ich finde es immer schwer den Spagat zwischen traurigem Content und lebensbejahendem nebeneinander zu präsentieren. Daher bin ich umso erfreuter, dass es der Autorin authentisch gelungen ist, diese Situationen darzustellen.

Wie oben erwähnt, ist Ella unsere Protagonistin. Sie ist beladen mit Problemen aus der Vergangenheit und versucht immer davor zu fliehen, bis sie auf die junge Milly trifft, die ihre Mutter vor kurzem verloren hat. Ähnlich wie sie, läuft das Mädchen um für Leben gerne, doch durch ein schreckliches Ereignis lässt sie davon ab. Dies erinnert Ella an ihre Situation und aus einem Gefühl heraus weiß sie einfach, dass nur sie ihr helfen kann. Zusammen mit Millys Onkel versucht sie nicht nur Milly, sondern auch sich selbst wieder zu finden.
Ella ist am Anfang sehr verschlossen. Verletzt und verwirrt begegnen wir ihr zu Anfang und mit jedem Kapitel wird Ella stärker, kommt sichtlich besser klar mit ihrem Leben. Trotz einiger Rückschläge, entwickelt sich Ella zu einem Menschen, der die eigenen Probleme in die Hand nimmt um sie zu lösen. Die Entwicklung und auch ihre Rückschläge waren immer sehr gut dargestellt und vor allem nachvollziehbar. Ich empfand Ella als tollen Charakter.
Milly ist erst dreizehn Jahre alt und verlor ihre Mutter. Neben ihrer Familie, war es das Laufen, welches ihr alles bedeutet hat. Nach dem Tod ihrer Mutter, kommt sie nicht damit zurecht und gibt ihrem Drang Laufen zu gehen die Schuld, dass sie nicht viel mehr Zeit mit ihrer Mutter hat verbringen können und hängt schließlich ihre Laufschuhe an den Nagel. Sie ist in meinen Augen ein Charakter gewesen, der mich einfach in vielen Dingen widergespiegelt hat. Ich konnte mich in einiges hineindenken. Zwar nicht in die Lebensumstände, aber in die Denkweise. Milly lernt durch Ella viele Lektionen über das Leben, aber auch Ella lernt durch Milly einiges, was sie noch nicht wusste.
Die Beziehung der beiden ist eine ganz besondere, die ich mit Interesse und einem Lächeln verfolgt habe. Ich mochte die Dynamik der beiden, die mich sehr oft zum lachen brachte.
Lias ist der Onkel von Milly und bringt Ella immer und immer wieder auf die Palme. Trotzdem besitzt er etwas, was Ella einfach anzuziehen scheint. Doch auch der Vater von Milly scheint ihr auf eine Art sehr nah zu sein. Diese Beziehungen zueinander fand ich wirklich mega gut beschrieben. Mir hat jedes Kapitel Spaß gemacht, indem sich Ella und Lias bekriegt haben und auch jedes, in der sich die Gefühle haben blicken lassen.

Insgesamt muss ist gestehen, dass dies für mich bislang der beste Roman der Autorin war. Er hat mich vollkommen überzeugt und auch die Charaktere waren mehr als ansprechend!

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:
Jeder Leser, der die vorherigen Werke der Autorin gelesen hat, wird auch an diesem Buch wieder Freude haben. Leser von Lebensgeschichten, werden mit diesem Buch wirklich ein kleines Schmuckstück finden.

Bis dann, 
Flidra
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H.O.M.E. - Die Mission


Hallöchen ihr,

ich komme wieder mit einem Roman um die Ecke, der mich aus den Socken gehauen hat!
Es handelt sich hierbei um eine Fortsetzung, daher kann es zu Spoilern kommen, wenn man den ersten Teil noch nicht gelesen hat. Die Rezension zum ersten Teil findet ihr HIER.

H.O.M.E. - Die Mission

Inhalt:
Fremde Welt, vertraute Feind

Es ist so weit. Die Akademie hat Zoë und ihre Crew auf die Mission geschickt, auf die sie so lange und akribisch vorbereitet wurden. Doch die Vorzeichen könnten schlechter nicht sein: Zoë weiß inzwischen, welche finsteren Motive ihre Ausbilder antreiben und wie sehr sie getäuscht wurde. Auch das lange ersehnte Wiedersehen mit Jonah wird von der Anwesenheit seines Rivalen Kip überschattet und als die Crew am Ziel ihrer Mission ankommt, scheint ihr Scheitern vorprogrammiert.

Seiten: 448 Seiten
Autor/in: Eva Siegmund
Verlag: cbt Verlag
Preis:  BO 13,-€ | EB 9,99 €
ISBN: 978-3-570-31231-5


Lesezeichen:


Erster Eindruck: 

Der erste Teil hört mit einem fiesen Cliffhanger an der Akademie auf, was mich zur Annahme brachte, die Story würde jetzt dort weiter gehen. Natürlich haben wir dann auch ein Liebesdreieck zu erwarten.

Fazit: Was zum Teufel ist da passiert?!

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom cbt Verlag bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Das Cover ist genauso aufgebaut, wie das von Band eins. Anstelle von der Akademie ist nun ein Urwald zu sehen und oben drüber das futuristische Berlin. Das rosa und lila Farbschema ist einem grünen gewichen. Ich schätze, dass es wegen dieser Urwaldlandschaft grün gehalten ist.
Insgesamt gefällt mir das Cover aber sehr gut. Es ist passend zur Story ausgewählt worden und ich liebe grün einfach.

Am Erzählstil ändert sich nicht viel, es wird immer noch aus der Perspektive von Zoë in der Ich-Form geschrieben. Was sich im Vergleich zum ersten Teil geändert hat, sind die Log Buch Einträge von Jonah, die ab und an vorkommen. Diese sind durch Schrift und Erzählart deutlich abgehoben und erkennbar für den Lese eingefügt. Am Ende gibt es sowas wie einen Abspann – warum und weshalb wird nicht verraten. Das war der Moment, wo ich einfach nur so geflasht von dieser Story war!
Schreibstil und Wortwahl haben sich zum ersten Teil nicht verändert – gleichbleibend gut bis sehr gut.
Diese neue Welt, die bereist wird, wird sehr anschaulich und gut dargestellt und das Worldbuilding in diesem Teil ist noch ein wesentliches besser, als im vorherigen Teil.
Zusammenfassend hat mich sowohl der Schreibstil, als auch die Erzählweise vollends begeistern können.

Die Story beginnt nach einem Cut in der Aufwachphase von Zoë.
Zoë erkennt die Lage doch recht schnell, denn sie ist der Kapitän des Raumschiffs, in das sie und die anderen gebracht wurden. Wäre diese Situation nicht schon genug, steht sie nach der Erkenntnis, dass alle inklusive sie selbst die ganze Reise „verschlafen“ haben und nun kurz vor der Landung auf einem neuen Planeten stehen, vor ein weitaus größeres Problem. Um ihre Gefühle nicht zu vernachlässigen, sind auch sowohl Kip, als auch Jonah mit dabei und machen das Chaos perfekt. Während mich der erste Teil an die Tribute von Panem oder die Bestimmung erinnert haben, erinnert mich dieser zweite Teil an Geschichten wie Battle Royal oder der Herr der Fliegen. Es geht grundlegend erst mal um das Besiedeln einer neuen Welt und das in einem Team, in dem ziemliche Unruhe herrscht. Ausgelöst durch die Beziehung zwischen Zoë und Jonah.
Gefahren kommen hierbei nicht nur von der Art der neuen Welt, sondern auch von den Bewohnern. Schnell lernen Zoë und die anderen nämlich andere Menschen und menschenähnliche Wesen kennen.
Was die ganze Geschichte umstellt ist das Ende. Mit dem habe ich so etwas von gar nicht gerechnet und bin froh, dass ich meiner Art, ab und an die letzte Seite vom Buch zu lesen, nicht gefolgt bin! Es war so mega überraschend und hat mich in dem Moment einfach weggefegt. Solche Bücher lese ich wirklich selten und dass mich eine Autorin oder ein Autor so an der Nase herum führen kann, so wie es Eva Siegmund hier geschafft hat, passiert selten. Gleichzeitig finde ich auch, dass es einen krassen Ausblick darauf geben kann, was uns in naher Zukunft erwarten könnte.
Diese Dilogie hat nicht nur auf Interessante und erschreckende Möglichkeiten hingewiesen, sondern auch vieles so argumentiert und besprochen, dass es mir einige Wochen später immer noch im Gedächtnis ist.

Charaktere, wie Zoë oder Kip bleiben natürlich erhalten und entwickeln sich weiter.
Zoë, die am Anfang vom Buch durcheinander und aus dem Konzept gekommen war, findet sich in ihrer Rolle ein und wächst mit der Aufgabe. Sie wägt viel mehr ab und wird von Entscheidung zu Entscheidung erwachsener. Sie beginnt zu ihren Gefühlen zu stehen und das ist für mich in diesem Buch eine sehr wichtig Entwicklung.
Kip habe ich in diesem Buch viel zu sehr vermisst, denn er hat zwar eine wichtige Rolle, aber Jonah ist in diesem Buch viel mehr in den Mittelpunkt gerutscht. Im Nachhinein weiß man dann wieso. Dennoch fand ich etwas schade, weil ich Kip als Charakter sehr gern habe.
Jonah ist, wie nicht anders zu vermuten ist, sehr eifersüchtig auf Kip. Seine Eifersucht nimmt zeitweise Oberhand, was ich zwar verstehen kann, aber nur bis zu einer gewissen Grenze, denn sie macht sehr viel kaputt. Dennoch konnte ich gut mit ihm mitfühlen und war froh, dass er doch noch die Kurve gekriegt hat. Es war wirklich schwer, sich ihn nicht als trotziges Kind vorzustellen.
Natürlich hat die Crew weitere Mitglieder, aber da will ich nicht vorgreifen und besonders zum Ende hin, kommt die eine oder andere Geschichte ans Licht, die man so nicht erwartet hätte.

Insgesamt hat mich diese Dilogie einfach SO umgehauen, dass sämtliche Bücher von Eva Siegmund auf meine Wunschliste gelandet sind.

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:
Sci-Fi Fans werden hier sicher auf ihre Kosten kommen. Auch Leser, die gerne solche Geschichten wie Battle Royal lesen, werden hier eine Interessante Story finden. Band eins sollte man aber vorab gelesen haben!

Bis dann, 
Flidra

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