Kingdoms of Smoke

Hallöchen ihr Liebe,

eigentlich will ich mehr als ein Buch pro Monat rezensieren, aber ich komme nicht dazu. Das frustriert mich etwas. Vielleicht habt ihr ja Interesse an weiteren Formaten ? Bislang habe ich auch noch keine genaue Vorstellung.
Gut, jetzt aber zur Rezension. Es geht um ein Buch, auf das ich mich mega gefreut habe und welches ich dann auch recht zügig durchgelesen habe. Der zweite Band kommt Mitte des Monats heraus, welches ich mir zulegen werden. Wann genau, das weiß ich noch nicht, weil mein Sub noch sehr groß ist, aber eins steht fest: Ich brauche den zweiten Band!

Kingdoms of Smoke - Die Verschwörung von Brigant
(„The Smoke Thieves“)


Inhalt: 

Prinzessin Catherine bereitet sich in Brigant auf ihre Hochzeit mit einem Mann vor, den sie nie getroffen hat.

Ambrose, dem Leibgardisten, der heimlich in die Prinzessin verliebt ist, droht unterdessen das Henkersschwert.

In Calidor ist der Diener March auf Rache an dem Mann aus, der für den Untergang seines Volkes verantwortlich ist.

Edyon wird in Pitoria von seiner unbekannten Vergangenheit eingeholt.

Und auf dem Nördlichen Plateau macht die junge Dämonenjägerin Tash eine mysteriöse Entdeckung.

Die Leben dieser fünf jungen Menschen werden untrennbar miteinander verknüpft. Ihren Ländern droht Schlimmeres als der nahende Krieg und in ihren Händen ruht das Schicksal ihrer Welt...

Länge: 544 Seiten
Autor/in: Sally Green
Verlag: dtv
Preis:  HC 18,95€ | EB 16,99€
ISBN: 978-3-423-76263-2

Lesezeichen: 



Erster Eindruck: 

Als ich die kleine Inhaltsangabe gelesen hatte, war mir nicht klar, wie viel ich erwarten konnte. Durch die verschiedenen Charaktere, die benannt wurden, dachte ich aber sofort an ein Online RPG, wo man seine Klasse wählen kann und sich durch die Welt schlägt.

Fazit: Nach einem holprigen Anfang ein gelungener Cliffhanger

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom dtv Verlag bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Das Cover und die Gestaltung sind der Wahnsinn. Ich liebe gut gestaltete weiße Bücher. Das Zusammenspiel mit den roten Elementen macht das es nur noch besser. Es wurde nicht mit zig Farben gearbeitet, was ich immer sehr erholsam für die Augen finde. Man kann aus einfachem meistens auch was wunderschönes zaubern. Innen befindet sich, ähnlich wie es in anderen Büchern dieses Genres mittlerweile üblich ist, eine Karte der Welt. So etwas finde ich immer genial. Besonders bei dicken Büchern, wo es um Kriege und Königreiche geht. Man verliert oft die Übersicht bei so vielen neuen und kuriosen Namen. Toll ist auch das Glossar am Ende, welches sicher hilfreich sein wird, wenn ich in Band zwei einsteigen will und das eine oder andre nicht mehr weiß.
Die Gestaltung und das Cover sind so also wirklich sehr gelungen.

Die Geschichte wird uns gleich aus der Sicht von fünf verschiedenen Charakteren in der Er-/Sie-/Es-Perspektive erzählt. Am Anfang empfand ich es sehr verwirrend, weil die fünf Personen nicht hätten unterschiedlicher sein können und dann sind alle in der ganzen Welt verteilt und haben nicht unbedingt was miteinander zu tun. Ich hatte wirklich Mühe in den ersten 100 Seiten zu verstehen wer wer ist und was wo getan wird. Danach, als es dann immer klarer wurde, wer mit wem wann und wo zu tun hat, wurde es auch wesentlich einfacher und schneller zu lesen. Die Namen waren auch etwas gewöhnungsbedürftig, womit ich mich aber recht schnell anfreunden konnte.
Sprachlich ist es recht anspruchsvoll für ein Buch , welches an Jugendliche und junge Erwachsene gerichtet sein soll. Das fand ich aber in dem Kontext gar nicht schlecht, da die Handlung insgesamt auch nicht wirklich weniger kompliziert ist. Das Buch habe ich meistens Abends gelesen, wo ich genügend Ruhe hatte, damit ich mich darauf konzentrieren konnte. Wer gerne Hörbücher hört, kann auch in das Hörbuch rein hören. Es ist wirklich sehr gut vertont! Ich höre seltener Hörbücher, aus dem Grund, weil ich irgendwann anfange irgendetwas ganz anderes zu machen. Zum einschlafen kann ich es auch nicht hören, weil ich dann immer vergesse, wo ich war. Trotzdem, wenn ich über Spotify die Möglichkeit habe, höre ich mir ein paar Kapitel an. Also für alle Hörbuchfans, eine kleine Empfehlung meinerseits.
Sprachlich empfinde ich das Buch auf ein hohes Niveau.
 
Wie oben erwähnt, haben wir gleich fünf Personen die in einer Fantasiewelt leben, die an das Mittelalter angelehnt ist. Vergleichend hierzu kann man Bücher wie „Die fünf Gaben“ oder „Ash Princess“ nehmen. Diese fünf Personen haben alle völlig andere Charakere und so auch ihre Berufe und Startpunkte.
Wir haben eine Prinzessin, die eine politische Ehe eingehen muss, da sie von ihrem Vater und ihrem großen Bruder unterdrückt wird. Ihr Leibwächter, der sie mit allem was er hat verteidigt und ihr verbotenerweise sein Herz schenkt. Dann haben wir einen Typen, der ab und an mal klaut und dadurch in Schwierigkeiten kommt, aber dennoch eine Frohnatur zu sein scheint. Der vierte ist eine Diener, dessen Volk nicht mehr exsistiert und der überall mit seinen eisblauen Augen auffällt. Die Letzte ist eine kleine Dämonenjägerin, die mit ihrem Partner in die eine oder andere gefährliche Situation kommt.
Wie diese Personen zusammenhängen? Nun, einige finden im laufe das Buchs zusammen, aber als Gruppe, dauert es fast das ganze Buch über. Fand ich als solches nicht schlimm, da man ausführlich über die Hintergründe der Personen informiert wurde. Das braucht seine Zeit und ist in meinen Augen wirklich in einem guten Maß passiert. Dafür hat die Autorin nun Zeit in der Fortsetzung wesentlich mehr über die Dynamik in der Gruppe zu schreiben.
Wir haben hier eine ganze Bandbreite von Problemen. Angefangen bei ganz persönlichen wie Liebe und Freundschaft, bis hin zu globalen wie Krieg, Feindschaft und Machterhalt. Ehrlich gesagt kann ich das Ganze gar nicht wirklich kurz zusammenfassen, weil es sehr komplex ist und ich würde dadurch spoilern. Stellt es euch vor, wie eine seichtere Version von Game of Thrones, weil es nicht so viele Hauptcharaktere gibt und die Welt nicht ganz so groß ist. Brutalität ist jedoch genügend vorhanden, die man auch nicht unbedingt einfach so überlesen kann. Leser, die damit gar nichts anfangen können, sind also hiermit vorgewarnt.

Catherine, die mir am Anfang so gar nicht zugesagt hat, hat sich im Laufe der Geschichte zu einem starken und vor allem selbstbewussten Charakter entwickelt. Ich mochte es überhaupt nicht wie naiv und machtlos sie am Anfang war. Umso mehr mochte ich sie am Ende, wo sie ihre Stärke gefunden hat und nun weiß, was sie mit ihrem Leben anfangen will.
Ambrose, ihren Leibgardisten, konnte ich bis zum Schluss leider nichts abgewinnen. Er bleibt für mich einfach wie ein treudoofer Hund ihr gegenüber. Dabei fand ich ihn eine zeitlang, wo er selbstständig reisen musste, sogar mal ganz sympathisch. Seine Art, wegen allem und jedem, der Catherine nur doof anschaut, in die Luft zu gehen - ich weiß nicht, ich fand das nicht unbedingt attraktiv und es hat mich irgendwann sogar genervt.
Ähnlich empfand ich March als Charakter. Seine Art und Weise alles zu verschweigen, was er denkt und sich von anderen so krass abhängig zu machen, fand ich dann doch leicht übertrieben. March hätte für mich, um authentischer zu wirken, als „letzter“ seiner Art, mehr Selbstbewusstsein haben sollen und nicht immer auf andere hören sollen.
Edyon ist genau das Gegenteil: Offen, herzlich und vor allem hat er eine große Klappe. Mir gefällt seine freche Denkweise und queere Charaktere haben es sowieso einfacher bei mir zu punkten. Falls ihr ihn alleine deshalb noch nicht so gerne habt, dann auf jeden Fall wegen seinem naiven dummen goldenen Herzen.
Das kleine Bad Ass Mädchen Tash ist für mich ein Highlight in diesem Buch!
Das Leben hat ihr alles andere als gut zugespielt, aber unbeeindruckt davon und mit ihrem Schuhfetisch, ist sie einer der stärksten Charaktere. Sie hat Ecken und Kanten und vor allem ist sie authentisch und hat mich von Anfang an mit ihrem frechen Mundwerk begeistern können.
Natürlich haben all diese Charakter zur Folge, dass wir eine ganze Reihe an Nebencharakteren haben. Dadurch wurde in diesem Buch sehr viel darüber erzählt wer die Charaktere alle sind und zu wem sie Kontakt pflegen. Passieren tut deshalb leider erst in der zweiten Hälfte wirklich was. 
Soll ich euch was sagen ? Das hat mich gar nicht gestört, denn es ist so selten, dass Bücher auch Nebencharakteren Platz bieten. Ich bin schon sehr gespannt auf die Entwicklungen in demnächsten Band.

Insgesamt muss ich sagen, dass mich diese Reihe durchaus begeistern konnte. Dem holprigen Anfang musste ich jedoch Rechnung tragen, weshalb es nur vier Lesezeichen gibt. Band zwei erscheint, wie erwähnt, Mitte März. Ich berichte, sobald ich Band zwei gelesen habe!

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:

Leser, die „die fünf Gaben“ und „Ash Princess“ mochten, werden sich mit diesem Buch ein schönes Geschenk machen. Auch Leser von „Game of Thrones“ werden, wenn sie nicht explizit auf der Suche nach krasser Brutalität sind, gefallen an diesem Buch finden können.

Bis dann, 
Flidra
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Eve of Man


Hallöchen zusammen
und entschuldigt, dass ich mich so lange nicht mehr gemeldet habe.

Wie der eine oder andere sicher über Instagram gesehen hat, war einiges los bei mir, sodass ich auch kaum Zeit gefunden habe um Bücher zu lesen. Ich hoffe, dass sich dieser Umstand in Zukunft ändern wird.
Heute habe ich euch eine Rezension zu einem Buch mitgebracht, welches im August 2019 erschienen ist. Ich wollte es unbedingt haben und war motiviert es sofort zu lesen. Leider war dem nicht so und erst jetzt ist es ausgelesen.

Eve of Man - Die letzte Frau

Inhalt: 

Sie ist die letzte Frau. Das Schicksal der Menschheit liegt in ihren Händen: EVE

Sie ist die Antwort auf alle Gebete der Welt, die Hoffnung auf den Fortbestand der Menschheit: Nach einem halben Jahrhundert wird endlich wieder ein Mädchen geboren - Eve. Isoliert von der Außenwelt wächst sie in einem goldenen Käfig auf. Jetzt, mit 16 Jahren, soll sie aus drei Kandidaten ihren Partner wählen. Eve war sich ihrer Verantwortung immer bewusst und hat widerspruchslos die schwere Bürde für den Fortbestand der Menschheit getragen. Doch nun trifft sie Bram, und die Zweifel an der Aufrichtigkeit der Motive ihrer »Beschützer« wachsen. Eve will die Wahrheit wissen, über die Welt, über ihre Familie, über die Liebe, die sie für Bram fühlt. Sie will Kontrolle über ihr Leben, sie will Freiheit. Doch darf sie für ihr privates Glück die Zukunft der Menschheit aufs Spiel setzen?

Länge : 448 Seiten
Autor/in: Giovanna & Tom Fletcher
Verlag: dtv
Preis:  HC 18,95€| EB 15,90€
ISBN: 978-3-423-64055-8

Lesezeichen: 



Erster Eindruck: 

In letzter Zeit lese ich viele Bücher, die in der Zukunft spielen. Da ist dieses auch keine Ausnahme. Ich erwarte daher eine relativ interessante Fortführung der Menschheitsgeschichte. Der Aspekt, dass es nur noch Eve zur Fortpflanzung gibt, macht das Ganze zwar seltsam, aber durchaus unterhaltsam.

Fazit: Guter Auftakt

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom dtv Verlag bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Das Cover finde ich leider nicht so schön. In dem Fall ist es jedoch eher eine subjektive Äußerung meinerseits, denn schaut man objektiv auf die Gestaltung, merkt man, dass sich wirklich Mühe gegeben wurde das Buch attraktiv zu gestalten. Vom Glanzeffekt des Schutzumschlags bis hin zum Eve of Man Zeichen auf dem Buchdeckel, ist an viele Kleinigkeiten gedacht worden. Normalerweise bin ich auch ein sehr großer Fan von Silhouetten, aber es liegt wohl höchstwahrscheinlich an der Farbauswahl, die mich so abschreckt.

Die Geschichte wird uns einmal durch Eve und einmal durch Bram näher gebracht. Dies geschieht in Form eines Ich-Erzählers. Diese Erzählform hab ich als sehr passend empfunden, weil man dadurch sehr gut in viele Gedanken von Eve einbezogen wurde. Auch Brams Gefühlswelt wurde dem Leser dadurch sehr gut vermittelt. Man merkt auch nicht unbedingt, dass es hierbei zwei Autoren gab, denn der Schreibstil ist sehr gut aufeinander abgestimmt.
Trotz dieser guten Voraussetzungen, hat das Buch einige Längen, bis es zum Schluss dann actionreicher wird. Ich hatte etwas Mühe die ganzen Kapitel bezüglich des Lebens in der Kuppel zu lesen. Es ist schön und gut zu beschreiben, wie Eve dort lebt und ja, ich wollte es auch wissen, aber in dem Fall war es für mich einfach zu ausschweifend. Es hätte wirklich kürzer sein können.
Was mir dann wiederum gefehlt hat, ist die Situation draußen in der Welt. Für mich kam das zu kurz. Klar, es gibt noch weitere Teile, aber sollte ein erster Teil nicht genau diesbezüglich auch etwas mehr her geben? Nachdem ich den Schluss gelesen habe, konnte ich mir immer noch nicht wirklich etwas vorstellen. Schade drum!
Was gut gelungen ist, ist das Einfangen der Stimmung von Eve. Ja, sie ist erst einmal ferngesteuert und sich vielem nicht bewusst, aber je mehr sie an Erkenntnissen gewinnt, desto mehr entwickelt sie sich und ihr Charakter kommt immer mehr heraus. Man hat als Leser wirklich eine Veränderung erlebt!

Für Eve, die ihr ganzes Leben in einer Kuppel verbracht hat und die einzige fortpflanzungsfähige Frau auf dem Planeten ist, nähert sich der Tag, an dem sie nun endlich ihre Aufgabe erfüllen soll: Den Fortbestand der Menschheit sichern. Doch warum fühlt sich das alles so falsch an und wer ist Holly?
Wir haben es hier mit einer sehr raffinierten Zukunftsvorstellung zu tun, die trotz allem Fragen aufwirft. Alle Frauen auf dem Planeten sind schon zu alt oder bereits gestorben um Kinder zu kriegen. Eve ist als erstes Mädchen nach 50 Jahren zur Welt gekommen und die ganze Menschheit blickt auf sie.Wie war das möglich? Kann man weitere Mädchen auf die Welt bringen ? Natürlich, dass sich hier sowohl gute, als auch schlechte Menschen melden und nach der Macht, also nach Eve, greifen. Jahrelang verbrachte Eve mit ihrer Freundin Holly, die nichts weiter ist als eine Projektion gesteuert durch zwei andere Menschen ist, in einer Kuppel weit oberhalb der eigentlichen Welt. Dort in der Kuppel wird ihr der Himmel auf Erden vorgespielt. Nun wird sie älter und bemerkt, dass etwas nicht stimmt. Dazu kommen noch ihre Gefühle für Bram, die sie eigentlich nicht haben dürfte. Sie dürfte nicht einmal wissen, dass es ihn gibt.
Wir haben hier zwei große Themenkomplexe. Einmal den ethischen Konflikt, was man mit der einzigen gebärfähigen Frau machen soll. Der andere Konflikt ist viel zentraler auf Eve gerichtet und ihre Entwicklung von einem manipulierten Wesen bis hin zu einem eigenen Charakter.
Ich musste mir immer wieder die Frage stellen: Wenn Eve ihr Kind bekommt, wird es dann genauso aufgezogen und von wem ? Die bisherigen „Machthaber“ sind ja auch schon recht alt. Darüber hinaus, wie viele Kinder muss sie bekommen um den Fortbestand zu sichern ? Wie oft kann so ein Körper das durchstehen ? Wurde da überhaupt mal drüber nachgedacht?
Alles Fragen, die ich hoffentlich im nächsten Teil beantwortet kriege.

Eve, wie erwähnt, hat eine sehr starke charakterliche Wandlung hinter sich. Wenn sie zu Anfang nur ein kleines süßes Püppchen war, ist sie am Ende willensstärker, hat Ansichten und vertritt ihre Meinung lautstark. Ihre angestauten Aggressionen, die zum Ende hin deutlich in den Vordergrund rücken empfand ich als Leser durchweg schlüssig. Nachdem, was sie herausgefunden hat, würde ich mindestens genauso durchdrehen.
Bram ist ein ebenso interessanter Charakter, der aber schon immer Zweifel an allem hatte. Durch Ansatzpunkte und dem nötigen Schubs in die richtige Richtung, werden seine Zweifel bestätigt und er tickt aus. Das einzige, was mir in seiner Geschichte nicht gepasst hat, ist, wie plötzlich alle am Ende auf ihn gehört haben. Klar gab es in ein bis zwei Nebensätzen erwähnt mal wen gegen ihn, aber die Übernahme ging so reibungslos von statten, dass ich das ganze erst einmal als Finte wahrgenommen hatte. Da haben mir einfach die Konflikte gefehlt, die doch ach so ausführlich in der Kuppel mit Eve vorhanden waren.
Weitere Charaktere, wie Hartmann, Ernie, Vivian oder Frost gab es natürlich auch, leider haben die Charaktere noch zu wenig Inhalt gehabt. Das Buch an gefühlt nur von Eve und Bram gelebt, die Konflikte mit sich und der Außenwelt hatten. Die Anderen Charaktere sind dadurch zu oberflächlich geraten, was ich sehr schade fand. Gerade einen Menschen wie Frost oder Ernie hätte ich sehr gerne tiefergehend als Charakter kennenlernen wollen.

Insgesamt ist es ein guter Auftakt einer Geschichte mit einem interessanten Ansatz. Alleine auf Grund der vielen Fragen, die mir geblieben sind, werde ich wohl auch den nächsten Band lesen wollen

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:

Leser, die gerne dystopische Bücher zur Hand nehmen, werden sicher Geschmack an der Stroy finden. Romantiker und Fans von Kitsch werden hier enttäuscht. Hier geht es zwar auch um Liebe, aber mit diesen Emotionen wird doch recht spärlich umgegangen.

Bis dann, 
Flidra
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Mirage

Hallöchen ihr Lieben

und ein frohes neues Jahr 2020!
Ziemlich verspätet, obwohl ich es schon etwas länger gelesen hier liegen hatte, kommt die erste Rezension für dieses Jahr!



Mirage - Die Schattenprinzessin

Inhalt: 

In einer fernen Welt: Amanis Heimatplanet Cadiz ist seit Langem grausam unterdrückt vom Volk der Vath, das aus einer fremden Galaxie gekommen ist. Ausgerechnet am Festtag von Amanis Erwachsenwerden tauchen plötzlich Kampfroboter auf und entführen sie an den Hof des Vath-Königs. Als Amani dessen einzige Tochter sieht, versteht sie schlagartig, warum: Sie ähnelt Prinzessin Maram wie ein eineiiger Zwilling. Der perfide Plan: Die Prinzessin ist allgemein verhasst, also soll Amani in gefährlichen Situationen als ihr Double einspringen. Jeder Versuch, sich der tödlichen Aufgabe zu entziehen, wird im Keim erstickt. Amani ist verzweifelt – bis sie den ebenso gutaussehenden wie klugen Prinzen Idris trifft. Er scheint als einziger zu sehen, dass die Prinzessin verändert ist. Doch Idris ist niemand anderes als Marams Verlobter, und je näher Amani ihm kommt, desto gefährlicher wird ihr Spiel mit dem Feuer.

Länge: 369 Seiten
Autor/in: Somaiya Daud
Verlag: heyne > fliegt
Preis: HC 15,-€ | EB 11,99 €
ISBN: 978-3-453-27130-2

Lesezeichen:

Erster Eindruck: 
Sci-Fi, und Königreich klang für mich wirklich nach etwas, was mir wirklich Spaß machen könnte beim lesen. Ich lese leider viel zu selten Sci-Fi!

Fazit: Gute Basics, verliert sich aber in Details.

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom Heyne Verlag bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Das Cover ist in meinen Augen recht schlicht, lediglich die Farbe fällt auf. Ich habe wenig Lila Bücher im Schrank, daher ist das Buch alleine deshalb ein kleiner Blickfang im Regal. Das Muster und die Kombination mit dem gelbgoldenen Ton, erinnert mich irgendwie an Zeichen aus Wüstenländern. Daher ist das Cover auch wirklich gelungen, denn wir befinden uns auf solchen Planeten.Ein besonderer Hingucker ist das buch unter dem Schutzumschlag, denn auch dot ist es lila und gemustert! 

Die Geschichte wird uns von einem Ich-Erzähler aus der Sicht von Amani erzählt. Ich fand diese Erzählweise wichtig, um Unsicherheiten und Gedanken direkt von Amani mitgeteilt zu bekommen, denn diese muss ja die Prinzessin spielen und täuscht rein äußerlich jeden. Ich fand den Schreibstil an gewissen Stellen ruckelig und zwar immer dann, wenn sich die Geschichte in Details verliert. Es ist immer sehr schwer das genaue Maß an Beschreibung der Umwelt und dem Plot zu finden. In meinen Augen überwog bei vielem die Beschreibung. Während ich die eine oder andere Beschreibung las, habe ich teilweise vergessen, was ich vorab gelesen hatte.
Zusätzlich dazu, erschwerten mir die Namen das flüssige lesen. Es wurden so viele Personen benannt und man wurde direkt damit konfrontiert, sodass ich erst einmal eine Zeit brauchte, die Personen einzusortieren. Für solche Fälle habe ich immer gerne eine kurze Übersicht am Ende des Buchs, mit der kurzen Info zur Beziehung zum Hauptcharakter z.B.. Dennoch war es auf keinen Fall eine Katastrophe, es machte es nur schwer das Buch wirklich in einem Rutsch zu lesen.
Die anfänglichen Bedenken, Begriffe, die nicht üblich sind, nicht zu verstehen, wurden nicht bestätigt.

Ein Mädchen, dass der Prinzessin gleicht wie ein Ei dem anderen, muss sich ihren Weg erkämpfen. An sich ist es nicht unbedingt etwas neues. Die Verpackung allerdings gefiel mir doch recht gut, denn in dem Fall hebt sich diese Geschichte in eine andere Welt, die mehr mit dem Weltraum und den Reisen zu tun hat.
Wir haben viele Themen, die auf uns hereinprasseln. Liebe, Freundschaft, Feindschaft, Rebellion, Mut, Selbstvertrauen und was wäre das Ganze, wenn man nicht eine Unterdrückungsproblematik mit einbaut. Wie diese Ganzen Begriffe zusammenhängen, müsst ihr natürlich selber nachlesen.
Es sei jedoch so viel gesagt, dass Amani als Double der Prinzessin einige Probleme hat, die nichts mit ihrer Rolle zu tun haben, sondern mit dem Verlobten der Prinzessin.
Ihr seht, sehr viel explosives Material.
Was ich jedoch sehr kritisch beäugt habe ist, wie auch vorab erwähnt, der Detailreichtum. Klar, ich will als Leser wissen wo ich bin, aber nicht, um es mal auf die Spitze zu treiben, wie viele Steine um einen herum sind, welche verschiedenen Farben diese haben und noch weniger wie sie alle konkret liegen, außer, es ist wichtig für den Plot. Ich fand an vielen Stellen ziemlich schade, wie der Plot dadurch gelitten hat, das zu viel beschrieben wurde. Ich hätte einige Beschreibungen gekürzt und stattdessen einige Charaktere vielleicht etwas mehr Leben gegeben.

Amani, ein schlichtes „Dorfmädchen“, wird entführt und soll plötzlich die Prinzessin spielen, deren Herrschaft sie hasst. Klar, dass sie alleine dadurch eine Entwicklung durch macht. Zu Anfang empfand ich sie ziemlich vorsichtig und leider auch etwas dösig. Dies ändert sich, als sie Idirs kennenlernt und merkt, dass ihre Mission ins wanken kommt. Sie wird lebendiger, frecher und kampflustiger. Endlich bietet sie auch der Prinzessin die Stirn.
Die Prinzessin, Maram, ist am Anfang wirklich sehr unsympathisch eingeführt worden. Man hatte als Leser wirklich ein Hassgefühl für diese Person, entwickelt. Dies ist natürlich beabsichtigt, denn je weiter das Buch voran schreitet, kommt man auch diesem Charakter nahe und man kann einiges besser verstehen.
Idirs war mir von Anfang an suspekt. Wahrscheinlich, weil ich einfach seine Art grundlegend nicht gemocht habe. Er ist für ich einfach zu freundlich, zu naiv und zu unbedarft gewesen, als dass ich ihn charakterlich attraktiv gefunden hätte. Daher war eher leider kein „Bookboyfirend“-Material. Im laufe der Geschichte wurde er mir etwas sympathischer, aber nur, weil er sich Amani gegenüber so liebevoll verhielt.
Es kamen noch einige mehr Charaktere vor, leider jedoch für meinen Geschmack viel zu oberflächlich beschreiben. Wenn die Autorin hier mehr angesetzt hätte und sich bei dem Worldbuilding etwas zurück genommen hätte - alleine schon, weil das Buch ja mit nicht mal 400 Seiten recht kurz ist - wäre es wohl deutlich besser gewesen.

Insgesamt muss ich sagen, dass mich das Buch interessiert hat, es aber über die Seiten hinweg einiges abgenommen hat. Zum Schluss hat es mich wieder etwas mehr gepackt, aber so ganz wollte es mich dennoch nicht einnehmen. Dadurch, dass es ein Debut ist, sollte man das Buch jedoch nicht ganz so schlimm betrachten. Der zweite Band kommt erst Ende 2020 auf englisch heraus.

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:

Fans der Reihe Herrscherin der tausend Sonnen, werden sich für dieses Buch sicherlich begeistern können. Anspruchsvolle Sci-Fi Leser werden wohl etwas enttäuschter sein.

Bis dann, 
Flidra

4

Neon Birds

Hallöchen ihr Lieben,

zum Schluss des Jahres, hatte ich dann sogar noch ein Jahreshighlight, was ich euch heute vorstellen mag!

Neon Birds


Inhalt: 



Es ist das Jahr 2101. Ein außer Kontrolle geratener technischer Virus verwandelt Menschen in hyperfunktionale Cyborgs, die dem Willen der künstlichen Intelligenz KAMI gehorchen. In Sperrzonen eingepfercht, werden sie von Supersoldaten bekämpft, die man weltweit als Stars feiert. Doch die Mauern beginnen zu bröckeln. Sekten beten KAMI als Maschinengott an. Und während der Kampf zwischen Menschheit und Technologie hin und her wogt, versuchen vier junge Erwachsene, den Untergang ihrer Zivilisation zu verhindern ...



Länge: 464 Seiten
Autor/in: Marie Grasshoff
Verlag: Bastei Lübbe
Preis:  TB 15 ,-€ | EB 11,99€  | HB 16,95€
ISBN: 978-3-404-2000-9




Lesezeichen: 



Erster Eindruck:

Ich wusste zuvor, dass Marie Grasshoff für sehr fantasievolle und ausgefallene Welten steht.

Fazit: Action, intelligente Dialoge und mega Worldbuilding!

Dem Buch bin ich schon länger hinterher, daher habe ich auch damals schon für dieses Cover abgestimmt. Ich liebe die Farben, die Aufmachung und vor allem, dass es nichts über das Buch sagt und doch wieder so viele Facetten zeigt. Es klingt etwas wirr, was ich sage, aber so empfinde ich, wenn ich das Cover sehe. Ich hatte es auch eine Zeit lang als Desktophintergrund - mir gefällt es einfach!

Die Geschichte wird uns von einem Er-/Sie-/Es- Erzähler näher gebracht, der über Gefühle und Gedanken der Charaktere Bescheid weiß. An sich, mag ich die Art des Erzählens weniger, empfinde bei dem Buch aber, dass es nicht besseres hätte geben können. Wir haben mehr als zwei Charaktere, die in verschiedenen Situationen an verschiedenen Orten agieren. Ein Ich-Erzähler hätte das Ganze ziemlich durcheinander gebracht.
Das Worldbuilding ist einfach großartig. Es ist nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig. Man erhält z.B. durch Szenen mit Andra mehr Eindrücke von der Welt, weil sie für den Charakter wichtig sind. Durch einen Charakter, wie Luke, natürlich weniger, weil er die Umgebung kennt. Das macht die ganze Geschichte sehr angenehm und nicht so vollgestopft mit möglichst vielen Details.
Die Sprache ist doch recht komplex, was ich nicht unbedingt erwartet hätte. Nicht, weil die Autorin nicht dazu fähig ist, sondern eher, weil ich das Buch vorab in der Altersgruppe 16-20 Jahre eingeordnet hatte. Was ich, nachdem ich es gelesen habe,revidieren muss!
Die Story beginnt auch sofort und hat im Grunde keine Anlaufzeit. Man ist sofort in einer Szene, in der es wirklich brisant wird.
Wie ihr seht, der Stil hat mich einfach komplett mitgenommen! Ich hab es meistens Abends im Bett gelesen und habe im Hintergrund die Playlist dazu laufen gehabt.

Wir sind in der Zukunft, die Menschen haben Teile der Erde an Moja verloren. Moja sind modifizierte Menschen, die keine Emotionen mehr haben und Menschen töten, sobald sie diese erkennen. Modifiziert wurden sie durch KAMI, einer künstlichen Intelligenz von Menschen geschaffen. Die Geschichte steigt in dem Moment ein, als die Menschheit einen weiteren Teil ihres Lebensraums an die Moja verliert. Vier völlig verschiedene Menschen sind an diesem Ereignis beteiligt und danach verändert sich ihr Leben, denn irgendwie ist vieles seltsam an diesem Angriff der Moja.
Eine Geschichte, die von den Basics her nicht unbedingt neu ist. Menschen werden von einer Übermacht bedroht, irgendwas ist an dem Ganzen faul und eine kleine Truppe setzt sich zusammen um herauszufinden was und vor allem, wie man die Menschheit retten kann. Das, was das Buch in meinen Augen so besonders macht, ist die Einstreuung von Elementen wie die KI oder die Art und Weise wie realistisch Konflikte ausgetragen werden. Ich hatte ab und an das erschreckende Gefühl, dass uns eine solche Zukunft durchaus erwarten könnte. Natürlich haben die Charaktere untereinander auch einige persönliche Probleme, die sie mit sich herum tragen. Diese sind teilweise recht komplex und einige sogar sehr verbunden mit dem Kampf gegen die Moja.
Ich will auch gar nicht zu viel zu der Story schreiben, weil man sich einfach auf das Ganze einlassen muss. Nur so viel sei gesagt - an Spannung und überraschenden Momenten wurde nicht gespart.

Wir haben im Grunde vier Hauptcharaktere.: Luke, Flover, Okijen und Andra
Luke ist an der Akademie und der Zimmergenosse von Flover. Beide verbindet ein sehr starkes Band. Am Anfang wusste ich bei Luke nicht, welche Position er einnehmen wird. Er ist zwar intelligent und tut sein möglichstes, kommt auch sehr brav rüber und ist wohl auch sehr beliebt in seiner Umgebung, aber ich wusste, dass das nicht sein kann. Tja, zum Ende hin wurde mir dann klar, was los ist und WOW damit habe ich nicht unbedingt gerechnet. Seine Gefühle werden im Gegensatz zu denen von Flover etwas mehr und detaillierter beschreiben.
Flover ist ein Geheimagent, der Sohn einer der bekanntesten politischen Persönlichkeiten und doch ist sein Leben alles andere als ein Traum. Um genauer zu sein ist es die Hölle. Flover entwickelt sich im Buch für sich selbst ins negative. Sein emotionales Gefängnis wird immer erdrückender. Neben diesem emotionalen Problemen, muss er sich auf anderen Problemen im Bezug auf die Moje stellen. Alles zusammen bewirkt für eine extreme Drucksituation. Ich bin schon sehr gespannt, wie und ob sich sein Charakter in den nächsten Bänden ändert.
Okijen hat in seinen jungen Jahren militärisch viel erreicht. Er ist es aber leid weiter zu machen, ist emotional ausgelaugt und wollte aus dem Militär austreten. Leider läuft es nicht wie geplant und er wird im laufe der Geschichte in einer sehr komplizierte und verworrene Situation gebracht. Er fühlt sich die ganze Zeit Andra gegenüber schuldig, was ihn dazu bewegt, sie bei sich aufzunehmen. Die Beziehung der beiden finde ich sehr interessant. Sie ist vor allem durch Neugier von beiden Seiten her geprägt. Er ist übrigens selbst auch „modifiziert“, aber nicht wie die Moja. Seine Gelenke und sein Körper besteht aus vielen maschinellen Teilen.
Andra, die nach dem Vorfall zu Anfang alles verloren hat, muss sich nun einen Weg in ein neues Leben erkämpfen. Zum Glück hat sie Okijen an ihrer Seite, an den sie sich emotional sehr bindet. Diese Verbundenheit wird zum Schluss nochmal besonders deutlich. Ich finde es toll, dass der Charakter nicht in so ein krasses Loch fällt und weiter machen kann. Klar ist das eine unvorstellbare schwere Sache, aber sie kämpft sich durch. Diese Stärke zeigt sich immer wieder in verschiedenen Situationen.
Es gibt weitere Charaktere und alle sind etwas besonderes. Wenn ich einen Charakter heraus picken müsste, wäre es wohl Okijen. Seine Art zu Denken und zu Handeln ist mehr als nur interessant. Er hat es mir einfach angetan!

Ich bin insgesamt einfach SO begeistert von diesem Auftakt. Der Cliffhanger ist SEHR fies. Wenn ihr also nicht so gut mit Cliffhangern klar kommt, wartet mit dem lesen noch. Ich komme selbst sehr schlecht damit klar, aber ich musste das Buch einfach jetzt schon lesen und es hat sich wirklich gelohnt.
Von mir bekommt das Buch eine ganz klare Empfehlung !

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:

Fans von Marie Grasshoff werden das Buch verschlingen. Leser, die gerne futuristische Romane lesen werden sicher begeistert sein. Das Buch kann durchaus auch sehr vielen älteren Lesern gefallen.

Bis dann, 
Flidra

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Redwood Dreams 1

Hallöchen ihr Lieben!

Heute erzähle ich euch von einem ganz frischen Buch, welches ich SOFORT lesen musste! Entschuldige Sub!
Info vorab: Es handelt sich hierbei um einen Spin-off der Redwood Love Reihe. Das schöne an diesen Büchern, man kann sie auch unabhängig voneinander lesen.


Redwood Dreams- Es beginnt mit einem Lächeln
(Residual Burn)


Inhalt:
Ella Sinclair fühlt sich manchmal unsichtbar. Und ja, sie würde das gern ändern. Nur nicht gerade jetzt. Jetzt wäre sie am liebsten tatsächlich unsichtbar. Denn irgendwie ist sie ins Fadenkreuz der O’Grady-Damen geraten. Das sogenannte Drachentrio herrscht mit eiserner Faust und Haferkeksen über den kleinen Ort Redwood – und verkuppelt jeden, der nicht bei drei auf den Bäumen ist. Als wäre das nicht schlimm genug, hat das Trio auch noch Jason Burkwell für sie auserkoren. Ella bringt in der Nähe des sexy Feuerwehrmanns kaum zwei zusammenhängende Worte heraus. Das kann nur schiefgehen. So was von schief …

Seiten: 320 Seiten
Autor/in: Kelly Morran
Verlag: Kyss
Preis: BO 12,99 € | EB 9,99 €
ISBN: 978-3-499-00128-4

Lesezeichen:



Erster Eindruck:

Redwood steht für : Liebe, Wohlfühlen, Kuschelzeit und viel Gefühl!

Fazit: AHHHHHH!


Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom KYSS Verlag bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Das Cover passt super zu den Redwood Love Covern, denn alle sind im gleichen Stil. Diesmal hat das Cover einen helleren Grauton. Die Holzoptik mit den Polaroid Bildern bleibt aber erhalten. Diesmal ist auf den Polaroids eine Katze drauf und Katzen und ich, das ist einfach nur Liebe.
Insgesamt unterscheidet sich das Design also nicht von den anderen Bänden.

Ich weiß auch nicht WIE diese Frau es schafft, aber jedes mal wenn ich ihre Bücher lese, bin ich vom ersten Satz an gefangen in der Geschichte. Ich würde es gerne wissen, weil ich dann nach mehr Büchern Ausschau halten kann, die mich so fesseln würden.
Nun, wir bekommen die Geschichte aus der Sicht von Ella und Jason erzählt aus der Er-/Sie-/Es- Person. Trotz, dass ich diese Erzählweise nicht mag, hab ich mich in diesen Schreibstil so sehr verliebt. Es ist einfach gemütlich, anschaulich und vor allem liebevoll. Mittlerweile erscheinen so viele Liebesgeschichten, leider sind viele davon sehr plump geschrieben. Moran versteht es einfach der Geschichte ihre eigene Note zu geben und sie alleine deshalb nicht plump wirken zu lassen.
Es lässt sich, wie nicht anderes erwartet, sehr flüssig lesen und eignet sich perfekt für einen gemütlichen Abend im Bett.

Ella hat einiges erlebt und nachdem sie nun wieder in ihre Heimatstadt gezogen ist, hofft sie auf ein kleines Happy End. Sie fühlt sich praktisch unsichtbar, aber da hat sie nicht die Rechnung mit unserem lieben Drachentrio gemacht. Die drei wissen genau, was sie machen und Verkuppeln tun sie am liebsten. Ella will es zunächst nicht wirklich begreifen, aber der gut aussehende Feuerwehrmann Jason soll ihr Partner werden ? Macht das Drachentrio doch einen Fehler?
Die Geschichte hat wieder so viele Aspekte, die mehr sind als nur die Liebesgeschichte. Es dreht sich viel um Verlust, Tod, Freundschaft, Vertrauen und vor allem Kampfgeist. Die Story von Ella hat mich mehr als nur begeistert. Ihr Wille sich wieder in ihr Leben zu kämpfen und weiter zu machen hat mich ein kleines wenig inspiriert.
Auch die Probleme, die diese Liebe überstehen musste, finde ich gut dargestellt. Es ist auch keiner dieser Schinken, die ewig lange brauchen, um auf den Punkt zu kommen. Das Buch hat keine unnötigen Längen. Ihr wisst, ich liebe Redwood und fand es schade, dass im zweiten Band der Redwood Love Reihe es abgenommen hatte, dass die Stadt mit einbezogen wurde. Hier hat die Autorin bei dem dritten Band angeknüpft und man hat sofort das Gefühl gehabt, man verbringt jetzt einen kleinen Urlaub in einer kleinen Stadt. Es war auch toll bekannte Charaktere wieder zu begegnen und ihr „Danach“ zu erleben. Es ist einfach wirklich eine super Kombination aus ernsten Themen und einer wundervollen Liebesgeschichte.

Ella ist nach seit 3 Jahren in Redwood und bislang hat sie gar nicht viele Kontakte knüpfen können. Vielleicht auch, weil ein Abend mit ihrer Katze und Netflix viel gemütlicher erscheint. Dennoch wäre sie ja nicht abgeneigt davon, dass ihr Leben mehr Fahrt aufnimmt. Nachdem sich das Drachentrio einmischt und ihr den nötigen „Schubs“ in die richtige Richtung gibt, entwickelt sich Ella in eine Richtung, die mir sehr gefällt und die ich sehr oft in anderen Büchern vermisse. Sie entwickelt Kraft sich zu öffnen, denn ihren Lebenswillen hat sie nie verloren. Sie arbeitet wirklich daran und es ist toll, wie sich Jackson und sie in der Hinsicht ergänzen und unterstützten.
Jackson, Schürzenjäger und Feuerwehrmann. Beziehungen sind niemals ein Ziel und bevor er sich bindet oder es möglicherweise dazu kommen könnte, ist er schon längst wieder verschwunden. Dass er eine Beziehung brauchen könnte, wird ihm erst bewusst, als er Ella kennenlernt und merkt, dass er sich auch gerne mal unterhält oder einfach bei einem Film kuschelnd da liegt. Bevor er sich aber eingestehen kann, dass es was ernstes werden könnte, muss er natürlich mit dem Kopf durch die Wand.
Die beiden haben eine so tolle Chemie und die Dynamik stimmt in jeder Hinsicht. Ich habe so gerne aus beiden Sichten gelesen. Das Buch konnte ich kaum aus den Fingern legen und ja, es tut mir leid, aber ich musste es auch ruck zuck beenden, weil mir meine innere Stimme keine Ruhe gegeben hat. Das war unter anderem die Charaktergestaltung schuld.
Natürlich haben wir nicht nur Jackson und Ella, auch unser Lieblingssheriff, Ellas Cousine und der Chef von Jackson mischen kräftig mit. Ich freue mich schon so sehr auf die Story von Parker, dem Sheriff und bin jetzt schon teils wehmütig. Ich würde gerne von jedem Charakter eine Geschichte haben. Kann Netflix nicht einfach eine Serie daraus machen ? Wo man dann sämtliche Geschichten mitkriegt? Hach ja...

Insgesamt kann ich euch einfach nur sagen, wie wundervoll ich dieses Buch finde und mich schon auf den zweietn Teil des Spin-offs freue, welches Mitte Februar 2020 erscheinen soll.

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:

Leser von Redwood Love, werden auch dieses Spin-off lieben! Leser von Liebesromanen werden diesen hier wieder verschlingen. Kuscheldecke und Tee bereit halten und ab nach Redwood!

Bis dann, 
Flidra

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Wenn Donner und Licht sich berühren

Hallöchen zusammen !

Wieder eine Rezension, die ich etwas vor mich her geschoben habe, weil ich nicht sofort wusste, wie ich es einordnen will.

Wenn Donner und Licht sich berühren
( Behind the Bars )

Inhalt: 

Sich in Jasmine Greene zu verlieben, fühlte sich an wie ein warmer Sommerregen. Leicht und unbeschreiblich schön. Aber als wir uns Jahre später wieder gegenüberstehen, ist von dem Sommerregen nichts mehr übrig. Stattdessen sehe ich in ihren Augen einen tosenden Sturm. Wie lange tobt er schon dort? Wie lange hat er sich schon in ihrer Seele zusammengebraut? Ihr Herz ist für immer gebrochen, und ich hasse mich dafür, dass ich es jetzt erst bemerke - wo es vielleicht schon zu spät ist.

Seiten: 384 Seiten
Autor/in: Brittany C. Cherry
Verlag: LYX
Preis:  BO 12,99€ | EB 9,99€
ISBN: 978-3-7363-0830-5


Lesezeichen:


Erster Eindruck:

Das Cover und der Klappentext lässt in jedem Fall auf eine romantische Geschichte mit einem riesen Problem hoffen.

Fazit:  Zu wenig Gefühl

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom LYX Verlag bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Das Cover ist so wunderschön! Wirklich eine Augenweide. Die Farben, die Gestaltung und auch die Schrift, es stimmt einfach alles. Das Innenleben ist mindestens genauso schön gestaltet.
Der Titel klingt so vielersprechend. Leider wird mir selbst nach dem lesen nicht unbedingt klar, was er zu bedeuten hat. Schade eigentlich.
Insgesamt ist die Gestaltung aber wirklich fast schon perfekt!

Erzählt wird dem Leser die Geschichte aus den Perspektiven von Jasmine und Eliott mit dem Ich- Erzähler. Man hat als Leser also einen Überblick über die Gefühle und Befindlichkeiten der beiden, was ich für diese Art von Buch auch nicht hätte anderes haben wollen. Der Erzählstil ist an sich sehr flüssig und einfach zu lesen. Leider knackte ich durch Zeitsprünge ab und an etwas weg, sodass mir der Schreibstil doch auf die eine oder andere Art nicht ganz zugesagt hat.
Leider gab es auch einige Wiederholungen, die das Buch immer zäher und träger werden ließen. Besonders zumSchluss hin war ich dann wirklich froh, dass die Geschichte ein Ende gefunden hat. Ich hätte aber sehr viel gerne mehr von den Charakteren gehabt.

In der Geschichte geht es um ein Mädchen, welches von ihrer Mutter unterdrückt wird und um einen Jungen, der durch seine Stotterrei gehänselt wird. Das Mädchen, Jasmine , hat alles wovon viele Mädchen in ihrem Alter träumen. Sie sieht gut aus, macht Karriere und jeder mag sie auf Anhieb. Eliott ist das Gegenteil. Er ist zurückgezogen und im Grunde ein Loser. Als Jasmine in Eliotts Leben tritt und ihn nicht als Loser wahr nimmt, sondern für ihn kämpft, verändert sich alles zwischen den beiden. Doch beide werden getrennt und etwas schreckliches passiert, dass die beiden endgültig auseinander reißt. Nach Jahren treffen sie sich wieder und wissen nicht ganz, wie es weiter gehen soll.
So, zum einen muss ich sagen, dass ich die Idee alles andere als schlecht finde. Es ist zwar nicht unbedingt was neuartiges, kann aber durchaus spannend sein. Themen wie Mobbing, Vergebung, Freundschaft und Liebe sind elementare Dinge, mit denen die Autorin spielt. Ein Großteil der Geschichte spielt sich aber in der Vergangenheit ab, die so endet, wie es der Klappentext voraussagt, beide Wege trennen sich. Nur um später wieder aufeinander zu treffen. Ich weiß leider bis jetzt noch nicht, wo das Problem bestand, dass Eliott hatte, sich Jasmine anzuvertrauen. Gut, man braucht eine gewisse Zeit, aber deren Liebe war doch SO groß, dass man durchaus miteinander reden hätte können, oder? Wie dem auch sei.
Der Zweite Teil befasst sich natürlich damit, dass Jasmine wieder kommt und die versucht nun hinter alles zu kommen, was zum Abbruch des Kontaktes geführt hat. Nebenbei muss sie natürlich auch noch mit ihren Geistern der Vergangenheit klar kommen, wobei ihr ja Eliott hilft. Ich fand es sehr schade, dass beide Charaktere nicht die Tiefe besessen haben, Themen wie Tod und Verletzung wirklich möglichst ausführlich zu bereden. Es ging schlicht weg meist um deren Anziehung zueinander. Mit hat einfach das große Tamtam gefehlt, welches der Klappentext versprochen hat.

Jasmine ist am Anfang eingeschüchtert von ihrer Mutter und sehr labil, was ihr Dasein betrifft. Als sie sieht, wie Eliott behandelt wird, springt sie für ihn ein und kämpft regelrecht wie eine Löwin für ihn gegen seine Mobber. Diese Unterdrücken sie und zwingen sie zu Dingen, die sie nicht will. Im Verlauf der Geschichte finde ich es seltsam, wie sie das alles hat so reibungslos verarbeiten konnte. Gut fand ich aber, dass sie sich dann doch von ihrer Mutter lösen konnte und zugeben konnte, warum ihre Mutter sie so im Griff hatte. Es war eine gute und wichtige Entwicklung, die auch sehr lehrreich sein kann.
Eliott ist ein Loser. Er stottert, ihn mag keiner und auch sonst hat er nur einen guten Freund. Als Jasmine in sein Leben tritt, gewinnt er eine wichtige Person dazu. Er kann es kaum glauben und wie Jungen in dem Alter nun mal sind, verhält er sich authentisch tollpatschig und liebevoll. Leider geschieht etwas, was sein Leben zerstört und wofür er dann selbst die Liebe seines Lebens aufgibt. Gut, von der Liebe seines Lebens zu sprechen in dem jungen Alter ist zu hoch gegriffen, aber die beiden haben sein sehr spezielles und einzigartiges Band zueinander. Nach all dem verändert er sich komplett, er trainiert, wird immer größer und stärker und Jahre später, traut sich keiner mehr ihn zu mobben. Seine Entwicklung, dass er endlich anfängt Dinge zu verarbeiten, sie zu akzeptieren und mit ihnen zu Leben finde ich gut. Ich fand es aber merkwürdig, dass er auf der einen Seite psychisch instabil sein kann und auf der anderen Seite Jasmine so viel Mut, Selbstvertrauen und Stärke zusprechen kann.
Andere Charaktere, wie z.B. Eliotts Schwester, Jason, Ray oder TJ sind sehr liebevoll gestaltet worden. Alle dieses Charaktere fand ich sogar ein kleines bisschen besser, als die Hauptcharaktere. Besonders TJ ist wirklich ein so großartiger Charakter, der vielleicht auch etwas mehr Raum hätte einnehmen sollen.
Ich fand die Charaktergestaltung insgesamt doch okay, auch wenn mir das eine oder andere nicht so ganz gefallen hat. Das liegt aber im Auge des Betrachters. Daher zählt natürlich wie immer : Selber lesen und eine Meinung bilden!

Insgesamt war das Buch trotz der Stolpersteine ganz gut und hat mich soweit gut unterhalten. Ich weiß, dass es nun einen zweiten Teil „Wenn der Morgen die Dunkelheit vertreibt“ gibt. Leider weiß ich nicht, in wie fern die beiden Bücher zusamenhängen. Ich werde es wohl aber nicht lesen.

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:

Für alle Leser, die gerne Geschichten lesen, in denen Hauptcharaktere schwere Probleme mit sich herum tragen. Es gibt genügend dramatische Situationen. Großartige erotische Szenen gibt es doch recht wenige.

Bis dann, 
Flidra

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Prince of Passion



Ahoi ihr Leseratten,

für heute habe ich ein Buch rezensiert, welches schon viel zu lange auf dem Sub lag. Anfang des Jahres, war der Hype um Harry und Meghan der Wahnsinn und auch in der Zeit kam dieses Buch heraus, was ich dann natürlich unbedingt haben wollte. Ihr kennt aber sicher das Problem - Zu viele Bücher und viel zu wenig Zeit! Wie dem auch sei, das Buch ist breits gelesen und heute folgt nun endlich die Rezension - Viel Spaß!



Prince of Passion - Nicholas

( Royally Screwed )

Inhalt:
Royal Romance – das ultimative Märchen. Der erste Band der Erfolgstrilogie um zwei Prinzen und ihren Bodyguard. Für alle, die mal eine Pause von der Realität brauchen …

Ich heiße Nicholas Arthur Frederick Edward Pembrook, Kronprinz von Wessco. Meine Fans nennen mich His Royal Hotness. Meine Großmutter, die Königin, nennt mich einen störrischen Jungen. Sie will, dass ich meine Pflicht tue, heirate und Erben in die Welt setze. Und ich weiß, dass sie recht hat. Es ist das, was Prinzen tun. Aber meine Gnadenfrist von fünf Monaten will ich noch voll auskosten. Und was könnte köstlicher sein als die Lippen einer selbstbewussten New Yorker Kellnerin, die nicht den geringsten Respekt vor mir oder meinem Titel hat?

Seiten:
368 Seiten
Autor/in: Emma Chase
Verlag: Kyss
Preis: BO 12,99 € | EB 4,99 €
ISBN: 978-3-499-27391-9


Lesezeichen:




Erster Eindruck:


Prinzen, die Liebe zu einer Bürgerlichen und natürlich viel Drama! Das verspricht eigentlich volles Programm royal feeling!

Fazit: Aschenputtel mit viel Erotik

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom Kyss Verlag bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Dieses Cover ist schlicht, praktisch, gut lesbar und dennoch etwas besonderes. Ich hab so wenig Bücher, die tatsächlich in Silber gehalten sind. Daher fällt es bei mir sofort im Regal auf. Beim Kyss Verlag ist mir bislang bei jedem Cover aufgefallen, dass man den Titel wirklich klar und deutlich durch die Schriftart erkennen kann. Ich finde das super!
In der Broschurausgabe ist in den Innenseiten und in der Klappe viel mit Gold gearbeitet worden. Als Effekt zu dem Silber auf dem Cover, finde ich die Idee super. Insgesamt sieht es schon edel aus.

Erzählt wird dem Leser die Geschichte aus der Sicht von Nicholas und Olivia, die immer in der Ich-Form ist. Die Abgrenzung welcher Charakter gerade dran ist, wird deutlich durch eine Kapitelüberschrift. So kommt keine Verwirrung auf.
Der Text ist recht flüssig zu lesen, aber leider auch weniger poetisch und sprachlich finde ich ihn eher plump. Ich konnte mich mit dem Schreibstil nicht so recht zurecht finden.Vielleicht habe ich auch einfach zu viel erwartet. Dadurch, dass es ja mit Adel und allem zu tun hat, habe ich mich da wohl auf einen anderen Sprachstil versteift. Am besten beschreibe ich das vielleicht folgendermaßen: Der eine oder andere von euch kennt sicher Plötzlich Prinzessin 2. Dieses Buch ist einfach genau das Gegenteil. Man darf und soll an dieser Stelle bitte bedenken, dass man sich vorab vielleicht selber ein Bild davon machen sollte. Schaut in die Leseprobe und guckt, ob euch der Schreibstil zusagt.

Olivia, ein Mädchen, dass für ihr Leben kämpft, nicht aufgibt und für alle in der Familie stark sein muss. Ein Prinz, der bald schon König wird, soll seine Königin finden und findet stattdessen die Liebe seines Lebens.
Nun, was so stereotypisch vermuten lässt, ist es in diesem Fall leider auch. Eine Aschenputtelgeschichte mit viel Erotik.
Die Geschichte hat in meinen Augen gar nicht so viel Inhalt, wie man vielleicht gedacht hat, denn im Grunde trifft ein armer Charakter auf einen reichen. Der arme Charakter findet die reiche Welt völlig irre und gleichzeitig abstoßend. Der reiche Typ ist ein Prinz, der keine arme, bürgerliche ehelichen darf. Beide Charakte fühlen sich aber so zueinander hingezogen, dass alles in den Schatten gestellt wird. Es wird teilweise gehandelt ohne wirklich darüber nachgedacht zu haben und lässt das Ganze dann sehr einfältig und stumpfsinnig aussehen. Klar gibt es einige Lichtblicke. Ich mochte die Geschichte rund um Logan, die ja in einem anderen Band intensiver behandelt wird. Die Geschichte rund um Nicholas, den starken und durch nichts erschütterbaren großen Bruder, die hat mich weniger berührt, als ich zugeben mag. Ich mochte die Grundidee, aber leider hat die Autorin nicht alles heraus holen können.
Es hat sich auch viel auf die Erotik konzentriert, so, als ob man das Buch nur dafür geschrieben hätte. Die erotischen Szenen waren soweit in Ordnung.
Unterhaltsam fand ich aber eher die Stellen, wo den Charakteren doch etwas mehr Tiefe gegeben worden ist. Zum Beispiel, als man den Vater von Olivia und dessen Probleme mitbekommen hat. Der Umgang damit und auch die Gestaltung dieser Szenen fand ich dann wieder ganz gut.

Olivia ist von Anfang ein ein starker Charakter. Sie wünscht sich zwar auch Liebe und Aufmerksamkeit, aber sie hat gelernt damit umzugehen, dass ihr Leben ein einziger Kampf ist. Das Cafe läuft nicht besonders. Kerle hat sie nun auch nicht wirklich und der Rest ihrer Familie macht es ihr nicht wirklich leichter. Dazu muss sie noch die Probleme ihres Dads lösen, was sie natürlich reichlich beschäftigt. Ich finde es schade, dass man Olivia nicht mehr Raum zum entfalten gegeben hat. Nicht mehr Raum zum nachdenken und handeln, wie es ihrem Charakterzug entspricht. Kaum war der Nicholas in ihr Leben getreten, hat sie einige Prinzipien in den Wind geschossen, denn Liebe steht plötzlich bei ihr über allem. Ich fand die Entwicklung leider unschlüssig.
Nicholas, der nichts anbrennen lässt, soll von seiner Oma gezügelt und in eine Ehe gezwängt werden. Natürlich darf die Auserwählte keine Bürgerliche sein und schon gar nicht arm und unbekannt. Auf dem Weg seinen Bruder aus New York Heim zu holen, wird er damit konfrontiert die Liebe seines Lebens zu treffen. Nun, klar, er ist gewohnt alles zu bekommen und sich nicht so stark um Frauen bemühen zu müssen, aber dass er alles stehen und liegen lässt, jede Regel bricht, die ihm seine Oma aufgetreten hat und das alles mit Selbstverständlichkeit, konnte ich ihm nicht abkaufen. Seine oft arrogante Art und auch der umgangssprachliche Ton hat ihn nicht sympathischer gemacht. Dieses „His royal Hotness“ fand ich ab und an auch leider etwas lächerlich. Ehrlich gesagt, bin ich mit ihm gar nicht klar gekommen.
Es gab weitere Charaktere, aber wie gesagt, mit hat insgesamt die Tiefe gefehlt, so auch bei den anderen Charakteren.

Insgesamt kann ich mich dazu hinreißen, dem Ganzen knappe drei Lesezeichen zu geben, denn es hatte unterhaltsame Momente, die Gestaltung und die Idee waren gut. Weitere Bände werde ich aber nicht lesen. Für mich bleibt es bei dem einen.

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:

Leser von erotischen Romanen werden sich hier sicher damit wohl fühlen. Leser von anspruchsvoller Literatur sind hier leider fehl am Platz. Wer leichte Unterhaltung sucht, wird sich mit dem Buch gut beraten fühlen.


Bis dann,
Flidra
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Once and for all


Hallöchen ihr Liebe,

heute gibt es eine Rezension eines Buches, welches um Spätsommer Richtung Herbst passt.

Once and for all


Inhalt:


Vier Hochzeiten und ein Liebesfall

Louna ist die Tochter der gefragtesten Hochzeitsplanerin von Lakeview. Deren Mitarbeiter sind gestählt im Umgang mit panischen Bräuten und kaltfüßigen Bräutigamen. Und bei allem, was sie erlebt haben, glaubt keiner von ihnen mehr an die wahre Liebe. Auch Louna glaubt nicht mehr an das ewige Liebesglück, denn ihre erste Liebe wurde ihr genommen. Seit damals hält sie jeden, der sich ihr nähert, auf Abstand. Auch Ambrose, den charmant-chaotischen Bruder einer zahlungskräftigen Braut to be. Als Lounas Mutter ausgerechnet Ambrose als Praktikant einstellt, beginnt Lounas sorgsam errichteter Schutzwall zu bröckeln …

Seiten: 400 Seiten
Autor/in: Sarah Dessen
Verlag: dtv Verlag
Preis: TB 10,95 € | EB 9,99 €
ISBN: 978-3-423-71816-5


Lesezeichen:



Erster Eindruck:

Ich habe ein Buch mit vielem Hin und Her erwartet. Die Protagonistin wird wohl an etwas schwerem zu knabbern haben. Und es sollen ja einige Hochzeiten statt finden.

Fazit:
Leichte Unterhaltung gespickt mit ernsten Themen.

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom dtv Verlag bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.
Das Cover ist sehr weich. Passend zu vielen anderen Büchern in dem Genre, welche im Moment erscheinen. Es ist auch hier viel mit Pastelltönen gearbeitet worden. Auf dem Bild ist eine Frau zu sehen, die Blumen nach hinten wirft. Irgendwie hat mich das doch schon irritiert, aber sei es drum.

Das Ganze wird aus der Sicht von Louna erzählt in der Ich-Form. Es wird hierbei gewechselt zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart. Leider wird nicht sichtbar in welcher Zeit man sich befindet. Das kriegt man nur durch das Lesen heraus. Der Umstand hat mich an Anfang immer mal wieder aus dem Lesefluss gebracht.
Dennoch ist der Text als solcher recht flüssig geschrieben und verleitet zum weiterlesen. Die Kapitel sind nie ganz so lang und man kann ab und an auch mal eine Pause einlegen. Ich empfand beim lesen, dass die Autorin das Ganze hat ab und an plätschern lassen, sodass einiges viel zu lang gezogen wirkte. Auch ist vieles davon berechenbar und weniger überraschend.

Die Geschichte erzählt von Louna, die zwar mit ihrer Mum als Hochzeitsplanerin arbeitet, aber selbst nicht wirklich mehr an die Liebe glaubt. Alles nur, wegen einem Tag, der ihr Leben auf den Kopf gestellt hat. Während einer Hochzeit, die droht in Chaos zu versinken, lernt sie Ambrose kennen. Er ist einer der Gründe für dieses Chaos und am Ende vom Abend reicht er ihr die Hand zu einem Tanz.
Sie ergreift die Hand natürlich nicht, denn sie ist schließlich zum arbeiten da. Doch warum zieht dieser freche Typ sie trotzdem so an ? Kurz darauf taucht er wieder in ihrem Leben auf und ihr Leben wird erneut ordentlich durchgerüttelt.
So viel zum Grundgerüst der Story. Leider klingt es doch recht 0 8 15. Man kann das Rad aber nicht neu erfinden, daher dachte ich mir, ich gebe dem Ganzen eine Chance. Ziemlich interessant fand ich den Aspekt mit der Art des Todes ihrer ersten großen Liebe. Zu meinem Bedauern wurde gerade in diesen Aspekt so viel wenig Story und Inhalt gesteckt und bei vielem anderen zu viel. Ich hätte es z.B. gut gefunden, wenn die Vergangenheit aus seiner Sicht beschrieben worden wäre, zumindest der Teil, in dem er zu Tode kommt. Ethan war einfach nur mal da, eine Erzählung. Obwohl er Louna so viel bedeutet hat, kommt das einfach nicht herüber. Viel mehr hatte ich das Gefühl, dass sie einfach mit ihren paar Jahren komplett ihr Leben abgeschlossen hat, nicht nur mit der Liebe.
Da kommen wir zu dem nächsten Punkt. Ich war sehr irritiert davon, dass Louna noch nicht einmal mit der Schule fertig war. Irgendwie war ich der festen Überzeugung, dass sie wesentlich älter wäre. So in Richtung Mitte bis Ende zwanzig. Durch diese Altersbarriere, konnte ich das eine oder andere gar nicht so ernst nehmen, wie ich das hätte sollen als Leser.
Nun, neben der Kritik, ist aber positiv hervorzuheben, dass die romantischen Momente nicht zu kurz kommen und es bei Szenen zwischen Ambrose und Louna echt knistert. Ich mochte die beiden wirklich sehr gerne, wie sie zusammen wirken.
Die Story ist nichts neues und ich mochte das eine oder andere nicht, dennoch konnte man einen roten Faden erkennen und recht zügig das Buch durchlesen.

Louna ist eine Person, die mit Verlust und Ängsten geprägt, ihr Leben nach dem Tod ihrer wahren Liebe weiter leben muss. Dieser Umstand und auch das ihre Mutter nicht so viel Glück hatte mit der Liebe, führt dazu, dass sie mit der Liebe abgeschlossen hat. Sie hält nicht viel davon, auch wenn sie bei ihrer Mutter als Hochzeitsplanerin eingestellt ist. Sie arbeitet recht viel, sodass sie wenig Zeit für sich hat. Mir gefällt es überhaupt nicht, dass sie so jung schon jeglichen Glauben verloren hat. Klar, macht es die Geschichte aus, aber ich wäre zufriedener, wenn sie dann doch etwas älter gewesen wäre.
Ihre Entwicklung lässt sich zwar sehen, aber ich finde es für die kurze Zeit doch irgendwie unrealistisch, leider.
Ambrose ist ein sehr eigenartiger Charakter, zumindest am Anfang. Einiges erklärt sich ja im Verlauf der Geschichte. Ich fand ihn, trotz der Eigenartigkeit sehr sympathisch. Besonders diese zwei Gesichter, die er gut zu verstecken weiß, werden sehr gut aufgezeigt. Dass er einfach grundsätzlich als „Schürzenjäger“ dargestellt wurde und man nie wusste, ob er das wirklich war, fand ich gar nicht so toll. Also es wurde nie, auch nicht am Ende klar gestellt, wie weit er mit den Mädchen gegangen war.
Lounas Mutter und Will sind auch zwei Charaktere, die ich nicht wirklich so mochte. Ich fand nicht gut, wie die beiden der kleinen vermittelt hatten, dass Liebe keinen Bestand hat.
Lounas Freundin war mir leider auch ein Rätsel. Man hat sie an einigen Stellen dabei gehabt, wo sie manchmal wichtig und manchmal unwichtig war. Ich hätte mir die Geschichte aber auch durchaus ohne sie vorstellen können. Irgendwie war sie für mich kein Charakter der hätte existieren müssen.

Insgesamt fand ich die Grundlagen gut und interessant. Was mir gefehlt hat war die Tiefe und die vollständige Ausarbeitung. Dennoch gab es Momente im Buch die mich unterhalten haben und auch Ambrose gefiel mir.

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:


Leser, die auf Teeniefilme stehen und gerne mal ein Teeniedrama lesen, die sind bei diesem Buch genau richtig. Anspruchsvolle Leser, werden sich wohl weniger unterhalten fühlen. Erotische Szenen, gibt es in dem Buch nicht.




Bis dann,

Flidra


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