My Second Chance

Hallo ihr Lieben,


heute bringe ich euch einen doch recht sommerlichen Roman mit, der jetzt doch prima in die Zeit passt. Vorab als Information für euch: Hierbei handelt es sich um einen zweiten Teil einer Reihe. Das Buch kann aber losgelöst von dem ersten Band gelesen werden. Der erste Band war einiges her, musste ihn aber nicht erneut lesen für den zweiten Band. Die Rezension zum ersten Band findet ihr HIER .


My Second Chance



Inhalt: 

Was würdest du tun, wenn der Junge, in den du unsterblich verliebt bist, in dir nur die beste Freundin sieht? Die 17-jährige Lorn ist zwar beim Basketball ein Star, aber in Liebesdingen total schüchtern. Deswegen hat Theo keine Ahnung von ihren Gefühlen. Sonst hätte er ihr bestimmt auch nie diesen unglaublichen Vorschlag gemacht: Lorn soll beim großen Schulball sein Date sein – aber nur, um ihm all die Mädchen vom Hals zu schaffen, die ständig hinter ihm her sind! Doch dann wird aus dem Zweckbündnis etwas viel Tieferes. Denn sowohl Lorn als auch Theo sehen sich plötzlich mit Problemen konfrontiert, die ihr Leben für immer zu verändern drohen ...


Länge: 416 Seiten

Autor/in: Tanja Voosen

Verlag: heyne>fliegt

Preis: BO 12,-€ | EB 9,99€

ISBN: 978-3453272040


Lesezeichen: 


Fazit: Eine tolle Geschichte über Liebe mit Startschwierigkeiten


Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom heyne Verlag bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Das Cover passt, anders als beim ersten Teil, perfekt zu dem Roman. Die Szene, die man sieht, den Tanz am Strand, gibt es ja wirklich so ähnlich. Dann auch das Mädchen, dass einen Strohhut in der Hand hält, passt 1A. Die Farben, die Schrift und auch das Innenleben des Buchs sind so viel passender als im ersten Roman. Ich bin wirklich begeistert, dass für diesen Roman auf so viele Kleinigkeiten geachtet wurde. Leider sind die Bücher nicht im Hardcover erhältlich, dann wäre es wirklich nahezu perfekt.

Der Roman wird uns in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Lorn erzählt. Wie auch im ersten Band überzeugen die Dialoge und die Erzählweise in jeglicher Hinsicht. Es ist witzig, es ist ernst und manchmal auch einfach zum wohlfühlen. Tanja Voosen hat einen Schreibstil, den man als sehr leicht und angenehm empfindet und der einen dazu verleitet doch noch ein Kapitel mehr zu lesen. Einmal angefangen lässt sich das Buch also recht zügig durchlesen. Wer also gerne mal etwas leichtes mit einem sehr hohen Unterhaltungswert lesen mag, der sollte definitiv mal zu einem der Bücher von Tanja greifen.

Lorn ist eine super Basketballspielerin, fokusiert auf den Sport und seit Jahren unglücklich verliebt. Klingt nach Teenie-Romanze, ist eine Teenie-Romanze!

Natürlich gibt es noch die klassischen Problemregionen Familie, Freundschaft und Selbstfindung. Das soll keineswegs ironisch oder sarkastisch klingen, denn ich schau immer noch alle möglichen Teeniefilme und lese sämtliche Teeniebücher. Es ist einfach interessant, wie jede Figur damit umgeht und klar, kann man das Rad für dieses Alter und die Probleme nicht neu erfinden. Man kann sie aber mit einem tollen Schreibstil verknüpft unterhaltsam gestalten. Ich empfand beim lesen keine Langeweile, leider bin ich nicht so der große Fan von Pferden, daher war dieser Teil dann immer doch recht anstrengend für mich.
Was mir dieses mal leider nicht so gepasst hat, war  die Auseinandersetzung mit Olivia und diesem großen Familienkomplex. Durch die Wahl der Erzählperspektive bleibt wohl etwas Schwund nicht aus, aber ich hätte mir gewünscht, dass Lorn viel mehr damit zu tun hätte. Oder dass man dann doch noch etwas mehr von der Auseinandersetzung in der Familie gelesen hätte. Irgendwie hat mir da ein Teil gefehlt. Vielleicht erwarte ich da auch ein bisschen zu viel, denn es ist ja immerhin noch ein Jugendroman.

Der Anfang war für mich leider etwas schleppend, in den ersten 50 Seiten wurde Lorn zwar vorgestellt, aber es war einfach zu gestreckt. Dafür ist mir nach hinten hin einfach alles zu schnell gegangen.

Die Charaktere sind keine Unbekannten, denn Lorn begegnete uns schon im ersten Band als die beste Freundin von Cassidy.
Lorn ist sportlich, sehr impulsiv und scheut sich nicht einem Kerl eine runter zu hauen. In meinen Augen ist Lorn ein toller Charakter. In ihrer Sichtweise zu lesen hat wirklich Spaß gemacht. Sie hat natürlich das eine oder andere Manko, was in der Geschichte aufgearbeitet wird. Ihre Art und Weise ist völlig natürlich und sehr angenehm. Man kann mit ihr lachen und auch mitfühlen. Ihre impulsive Art macht sie so unglaublich sympathisch..

Theo, den wir ebenfalls in Band eins kennengelernt haben, ist ein sehr ruhiger und eigentlich ausgeglichener Charakter. Erst bei genauerer Betrachtung und wenn man der Geschichte folgt. merkt man, dass auch er mit einigem zu kämpfen hat und es eben nicht alles so rosig ist, wie man vermuten mag. Ich mochte es, wie der Charakter von Band eins aus schon aufgebaut wurde. Er wurde nicht einfach präsentiert in allen Facetten, sondern erst nach und nach aufgedeckt und mit ihm gearbeitet. Zwar hat er für mich kein Bookboyfriend-Potential, aber ich empfinde ihn als angenehmen Charakter über den ich sehr gerne etwas gelesen habe.

Natürlich sind auch Cassidy und Colton wieder dabei. Diesmal in einer Nebenrolle, aber wie in so vielen Romanen, ist man doch ganz glücklich, wenn eine Beziehung noch im Verlauf dargestellt wird und nicht nur nach einem Buch nach dem „Happy End“ nie wieder Erwähnung findet.
Olivia wird als weiterer Charakter dazu gebracht und ist für mich leider etwas undurchsichtig. Vielleicht auch, weil es für Lorn selbst so ist. Olivia hat zwar ihre Funktion und ihre Geschichte, aber einen wirklichen Charakter konnte ich trotzdem nicht erkennen.

Addison spielt auch wieder eine Rolle in diesem Band und ich hoffe auf einen dritten Teil mit ihr. Sie ist ein extrem interessanter Charakter und ich würde unglaublich gerne mehr über sie erfahren.

Insgesamt hat mich die Geschichte nicht umgehauen, wie es in Band eins gewesen ist, aber dennoch hat mich das Buch unterhalten können und ich hoffe auf einen dritten Band!

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:

Für alle Fans von Teeniefilmen und Bücher in die Richtung „To all the boys I've loved before“ oder „Kissing booth“, ist dieser Roman ein Muss. Erste große Liebe, Schule und alle anderen Probleme, die in der Pubertät so anfallen - wem das gefällt, der sollte sich dieses Buch unbedingt kaufen.


Bis dann, 

Flidra

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Die Gabe des Winters

Hallöchen,

ja, endlich mal wieder eine Lebenszeichen von mir. Mich hat unpassender Weise eine größere Leseflaute erwischt und ich hoffe die legt sich wieder etwas. Zumindest habe ich endlich mal wieder ein Buch beendet.
Das Buch will ich euch heute vorstellen, log geht’s!!


Die Gabe des Winters

Inhalt: 

Kann die Kraft ihrer Liebe den Schnee zum Schmelzen bringen?

Im eisweißen Wald von Area liegt das Dorf Pago. Hier hoffen Nuria und ihre Familie auf das Ende des ewigen Winters, denn seit dem großen Schnee haben alle Menschen auf rätselhafte Weise ihre magischen Kräfte verloren. Geblieben ist der Hunger, sowie ein gefürchteter Herrscher, dessen Gemahlin verschwunden scheint, und jene Legende über eine rettende Magie - die Gabe des Winters. Wer es schafft, die finstere Burg von Lord Tarik zu betreten, soll diese Kraft erhalten. Alle Männer Pagos scheitern. So sieht sich Nuria gezwungen, das Unmögliche zu wagen. Heimlich bricht sie auf in den froststarren Wald, wo der mächtige Fürst unerwartet ihren Weg kreuzt. Auge in Auge stellt sie fest: Er ist gleichermaßen angsteinflößend wie auch verwirrend schön …

Länge: 416 Seiten
Autor/in: Mara Erlbach
Verlag: blanvalet
Preis: BO 12,-€| EB 8,99€
ISBN: 978-3734161933

Lesezeichen:

Fazit: Zieht euch warm an!

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom blanvalet Verlag bekommen im Austausch für eine offen und ehrliche Meinung zum Buch.

Wer mich kennt, weiß, dass dieses Cover genau mein Ding ist. Es ist blau, es glitzert und Schnee. Natürlich, es dreht sich in dem Buch auch um die Jahreszeit Winter - wie sollte das Buch dann sonst aussehen? Es ist aber wirklich sehr schön zusammengestellt. Auch für diejenigen unter euch, die irgendwas besonders haptisches haben wollen, ist gesorgt, denn wenn man über die Schneeflocke streicht kann man den Glitzer spüren.
Innen hat man dann aber leider keine Besonderheit mehr. Ich hätte es schön gefunden, man die Kapitelüberschriften vielleicht mit Schneeflocken versehen hätte. Das ist allerdings meckern auf hohem Niveau.
Das Buch ist ein kleines Schmuckstück im Regal.

Das Buch wird von einem Er-/Sie-/Es- Erzähler erzählt, der verschiedene Personen in dem Buch annimmt. Manchmal wechselt die Person auch mitten im Kapitel. Das wird dadurch erkenntlich, dass ein Absatz gemacht wird und der erste Buchstabe groß und dick hervorgehoben wird. Dennoch brauchte ich meine Zeit, bis ich in diese Form von erzählen kam. Ab und an bleibt auch es auch bei der Person zuvor und es verändert sich nur der Zeitpunkt. Wenn man jedoch einmal in der Geschichte ist, kommt man damit dann ganz ordentlich zurecht.
Die Sprache ist auf einem normalen Niveau. Ich mochte, dass es manchmal etwas umgangssprachlich wurde, es ließ aber nie das Niveau sinken. Das Buch kann man sowohl in der Bahn lesen auf dem Weg zur Arbeit oder auch Abends im Bett kurz vor dem Schlafengehen. Besondere Vorkenntnisse oder Wissen ist nicht nötig, denn alles wird umfassend und logisch erklärt.

Nuria, Tochter des Dorfvogts aus Pago, wacht seit Jahren auf und wünscht sich nichts sehnlicher, als das der Winter ein Ende nimmt. Ständig schneit es, die Menschen in ihrem Dorf leiden an Hunger und ihr Herrscher scheint sie zu bestrafen. Als es wieder Zeit für das Thing wird, das Fest bei sich die Dörfer Area versammeln, um ihrem Herrscher die Treue zu schwören, wird Nurias Bruder das Amt des Dorfvogts übertragen. Dieser fackelt nicht lang und entschließt, dass Nuria nicht mit gehen darf zu ihrer eigenen Sicherheit. Während nun ein Teil des Dorfs auf dem Thing ist, wird Nurias Vater krank und sie beschließt in den Wald jagen zu gehen. Trotz des Verbots, das Wild nicht jagen zu dürfen, entschließt sich Nuria ein Reh für ihren Vater zu erlegen und das undenkbare passiert. Lord Tarik erscheint und Nurias Leben wird von da an auf den Kopf gestellt.
Die Geschichte hat für mich den Charakter eines Wintermärchens. In Teilen erinnert mich die Thematik und das Geschehen teilweise an die Schöne und das Biest. Ich will euch nicht zu viel verraten, aber jeder, der es liest, wird dann wahrscheinlich verstehen was ich meine, sobald man in die letzten zwei Abschnitte des Buches gelangt. Ich fand es auch gar nicht schlimm. Im Gegenteil, ich fand es hat dazu beigetragen sich den Sinn dahinter deutlich zu machen.
Ein paar Kritikpunkte gibt es dennoch.
Die Geschichte brauchte einige Zeit zum warm laufen. Selbst nach den ersten 100 Seiten, war ich noch nicht gefesselt und erst zum Ende hin hat das Buch dann sehr schnell alle Fragen versucht zu beantworten. Da gab es eine bestimmte Frage, die selbst am Ende nicht geklärt wurde ( Stichwort: unglaubliche Ähnlichkeit). Darüber hinaus gab es zwar viel Raum für Erzählungen zum Schloss und Details, es hat mir aber an der einen oder anderen Stelle die Tiefe in den Konflikten der Charakter selber gefehlt. Ich würde es insgesamt nicht als schlecht bezeichnen, aber dadurch wies das Buch einige Schwächen auf, was ich als Schade empfand.
Vielleicht hier noch mal ein kleines Hinweis für die Leser, die getriggert werden von Brutalität. Es geht in dem Buch stellenweise wirklich brutal zu. Mir selbst hat es jedoch nichts aus gemacht.

Nuria... ja... ein Charakter, mit dem ich mich nicht unbedingt anfreunden konnte. Am Anfang war mir ihre Art gegen alles und jeden zu rebellieren irgendwann zu viel. Ich war leicht überdrüssig dessen und habe an Stellen einfach nur noch die Augen verdrehen können. Im Verlauf entwickelt sich Nuria erst zum Guten und wird dann wieder so kopflos, dass ich etwas enttäuscht war.
Ich fand den Konflikt, Liebe zu jemandem, den man nicht lieben darf und der Grund weswegen es nicht sein darf, viel zu wenig herausgearbeitet. Dazu hätte für mich noch einiges mehr kommen müssen.
Lord Tarik war für mich ein ebenso großes Rätsel. Er war wie ein Stein und nur weil ihn die Kammerzofe ansprach etwas freundlicher zu sein, entdeckt er die große Liebe? Die Zwischenschritte dorthin haben mir gefehlt. Na gut, dafür könnte ich jetzt einen Lageplan für das Schloss zeichnen. Es ist halt ein ähnliches Problem wie bei Nuria, man erkennt die Ansätze der Beweggründe, aber ganz aus dem Quark kommt es auch nicht.
Justor war für mich insgesamt noch undurchsichtiger. Gut, er hat einen Spagat zwischen seinen Gefühlen und Wünschen und dem Dorf zu leisten. Dennoch war mir die Denkweise einfach zu einseitig.
Weitere Charaktere sind ähnlich. Die Kammerzofe zum Beispiel hab ich zum Schluss gar nicht mehr verstanden. Ich glaube stark, dass vieles davon hätte vermieden werden können, wenn man nur aus einer Sicht erzählt hätte und diese Person genauer erfasst hätte. Klar stellt es das eine oder andere um, würde aber dazu führen viel mehr Tiefe zumindest in einer Person stecken zu können.

Nichts desto trotz, hat mich das Buch unterhalten. Es gab einige Wendungen und schöne Szenen. Sowie den einen oder anderen witzigen Dialog, der mich zum lachen brachte.

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:

Fans von „die Schöne und das Biest“ werden sich sicherlich über dieses Buch freuen. Leser die Action lieben, werden zwar etwas Action und Brutalität finden, aber die Geschichte konzentiert sich dann doch recht stark auf die Liebesgeschichte.

Bis dann, 
Flidra

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Kingdoms of Smoke

Hallöchen ihr Liebe,

eigentlich will ich mehr als ein Buch pro Monat rezensieren, aber ich komme nicht dazu. Das frustriert mich etwas. Vielleicht habt ihr ja Interesse an weiteren Formaten ? Bislang habe ich auch noch keine genaue Vorstellung.
Gut, jetzt aber zur Rezension. Es geht um ein Buch, auf das ich mich mega gefreut habe und welches ich dann auch recht zügig durchgelesen habe. Der zweite Band kommt Mitte des Monats heraus, welches ich mir zulegen werden. Wann genau, das weiß ich noch nicht, weil mein Sub noch sehr groß ist, aber eins steht fest: Ich brauche den zweiten Band!

Kingdoms of Smoke - Die Verschwörung von Brigant
(„The Smoke Thieves“)


Inhalt: 

Prinzessin Catherine bereitet sich in Brigant auf ihre Hochzeit mit einem Mann vor, den sie nie getroffen hat.

Ambrose, dem Leibgardisten, der heimlich in die Prinzessin verliebt ist, droht unterdessen das Henkersschwert.

In Calidor ist der Diener March auf Rache an dem Mann aus, der für den Untergang seines Volkes verantwortlich ist.

Edyon wird in Pitoria von seiner unbekannten Vergangenheit eingeholt.

Und auf dem Nördlichen Plateau macht die junge Dämonenjägerin Tash eine mysteriöse Entdeckung.

Die Leben dieser fünf jungen Menschen werden untrennbar miteinander verknüpft. Ihren Ländern droht Schlimmeres als der nahende Krieg und in ihren Händen ruht das Schicksal ihrer Welt...

Länge: 544 Seiten
Autor/in: Sally Green
Verlag: dtv
Preis:  HC 18,95€ | EB 16,99€
ISBN: 978-3-423-76263-2

Lesezeichen: 



Erster Eindruck: 

Als ich die kleine Inhaltsangabe gelesen hatte, war mir nicht klar, wie viel ich erwarten konnte. Durch die verschiedenen Charaktere, die benannt wurden, dachte ich aber sofort an ein Online RPG, wo man seine Klasse wählen kann und sich durch die Welt schlägt.

Fazit: Nach einem holprigen Anfang ein gelungener Cliffhanger

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom dtv Verlag bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Das Cover und die Gestaltung sind der Wahnsinn. Ich liebe gut gestaltete weiße Bücher. Das Zusammenspiel mit den roten Elementen macht das es nur noch besser. Es wurde nicht mit zig Farben gearbeitet, was ich immer sehr erholsam für die Augen finde. Man kann aus einfachem meistens auch was wunderschönes zaubern. Innen befindet sich, ähnlich wie es in anderen Büchern dieses Genres mittlerweile üblich ist, eine Karte der Welt. So etwas finde ich immer genial. Besonders bei dicken Büchern, wo es um Kriege und Königreiche geht. Man verliert oft die Übersicht bei so vielen neuen und kuriosen Namen. Toll ist auch das Glossar am Ende, welches sicher hilfreich sein wird, wenn ich in Band zwei einsteigen will und das eine oder andre nicht mehr weiß.
Die Gestaltung und das Cover sind so also wirklich sehr gelungen.

Die Geschichte wird uns gleich aus der Sicht von fünf verschiedenen Charakteren in der Er-/Sie-/Es-Perspektive erzählt. Am Anfang empfand ich es sehr verwirrend, weil die fünf Personen nicht hätten unterschiedlicher sein können und dann sind alle in der ganzen Welt verteilt und haben nicht unbedingt was miteinander zu tun. Ich hatte wirklich Mühe in den ersten 100 Seiten zu verstehen wer wer ist und was wo getan wird. Danach, als es dann immer klarer wurde, wer mit wem wann und wo zu tun hat, wurde es auch wesentlich einfacher und schneller zu lesen. Die Namen waren auch etwas gewöhnungsbedürftig, womit ich mich aber recht schnell anfreunden konnte.
Sprachlich ist es recht anspruchsvoll für ein Buch , welches an Jugendliche und junge Erwachsene gerichtet sein soll. Das fand ich aber in dem Kontext gar nicht schlecht, da die Handlung insgesamt auch nicht wirklich weniger kompliziert ist. Das Buch habe ich meistens Abends gelesen, wo ich genügend Ruhe hatte, damit ich mich darauf konzentrieren konnte. Wer gerne Hörbücher hört, kann auch in das Hörbuch rein hören. Es ist wirklich sehr gut vertont! Ich höre seltener Hörbücher, aus dem Grund, weil ich irgendwann anfange irgendetwas ganz anderes zu machen. Zum einschlafen kann ich es auch nicht hören, weil ich dann immer vergesse, wo ich war. Trotzdem, wenn ich über Spotify die Möglichkeit habe, höre ich mir ein paar Kapitel an. Also für alle Hörbuchfans, eine kleine Empfehlung meinerseits.
Sprachlich empfinde ich das Buch auf ein hohes Niveau.
 
Wie oben erwähnt, haben wir gleich fünf Personen die in einer Fantasiewelt leben, die an das Mittelalter angelehnt ist. Vergleichend hierzu kann man Bücher wie „Die fünf Gaben“ oder „Ash Princess“ nehmen. Diese fünf Personen haben alle völlig andere Charakere und so auch ihre Berufe und Startpunkte.
Wir haben eine Prinzessin, die eine politische Ehe eingehen muss, da sie von ihrem Vater und ihrem großen Bruder unterdrückt wird. Ihr Leibwächter, der sie mit allem was er hat verteidigt und ihr verbotenerweise sein Herz schenkt. Dann haben wir einen Typen, der ab und an mal klaut und dadurch in Schwierigkeiten kommt, aber dennoch eine Frohnatur zu sein scheint. Der vierte ist eine Diener, dessen Volk nicht mehr exsistiert und der überall mit seinen eisblauen Augen auffällt. Die Letzte ist eine kleine Dämonenjägerin, die mit ihrem Partner in die eine oder andere gefährliche Situation kommt.
Wie diese Personen zusammenhängen? Nun, einige finden im laufe das Buchs zusammen, aber als Gruppe, dauert es fast das ganze Buch über. Fand ich als solches nicht schlimm, da man ausführlich über die Hintergründe der Personen informiert wurde. Das braucht seine Zeit und ist in meinen Augen wirklich in einem guten Maß passiert. Dafür hat die Autorin nun Zeit in der Fortsetzung wesentlich mehr über die Dynamik in der Gruppe zu schreiben.
Wir haben hier eine ganze Bandbreite von Problemen. Angefangen bei ganz persönlichen wie Liebe und Freundschaft, bis hin zu globalen wie Krieg, Feindschaft und Machterhalt. Ehrlich gesagt kann ich das Ganze gar nicht wirklich kurz zusammenfassen, weil es sehr komplex ist und ich würde dadurch spoilern. Stellt es euch vor, wie eine seichtere Version von Game of Thrones, weil es nicht so viele Hauptcharaktere gibt und die Welt nicht ganz so groß ist. Brutalität ist jedoch genügend vorhanden, die man auch nicht unbedingt einfach so überlesen kann. Leser, die damit gar nichts anfangen können, sind also hiermit vorgewarnt.

Catherine, die mir am Anfang so gar nicht zugesagt hat, hat sich im Laufe der Geschichte zu einem starken und vor allem selbstbewussten Charakter entwickelt. Ich mochte es überhaupt nicht wie naiv und machtlos sie am Anfang war. Umso mehr mochte ich sie am Ende, wo sie ihre Stärke gefunden hat und nun weiß, was sie mit ihrem Leben anfangen will.
Ambrose, ihren Leibgardisten, konnte ich bis zum Schluss leider nichts abgewinnen. Er bleibt für mich einfach wie ein treudoofer Hund ihr gegenüber. Dabei fand ich ihn eine zeitlang, wo er selbstständig reisen musste, sogar mal ganz sympathisch. Seine Art, wegen allem und jedem, der Catherine nur doof anschaut, in die Luft zu gehen - ich weiß nicht, ich fand das nicht unbedingt attraktiv und es hat mich irgendwann sogar genervt.
Ähnlich empfand ich March als Charakter. Seine Art und Weise alles zu verschweigen, was er denkt und sich von anderen so krass abhängig zu machen, fand ich dann doch leicht übertrieben. March hätte für mich, um authentischer zu wirken, als „letzter“ seiner Art, mehr Selbstbewusstsein haben sollen und nicht immer auf andere hören sollen.
Edyon ist genau das Gegenteil: Offen, herzlich und vor allem hat er eine große Klappe. Mir gefällt seine freche Denkweise und queere Charaktere haben es sowieso einfacher bei mir zu punkten. Falls ihr ihn alleine deshalb noch nicht so gerne habt, dann auf jeden Fall wegen seinem naiven dummen goldenen Herzen.
Das kleine Bad Ass Mädchen Tash ist für mich ein Highlight in diesem Buch!
Das Leben hat ihr alles andere als gut zugespielt, aber unbeeindruckt davon und mit ihrem Schuhfetisch, ist sie einer der stärksten Charaktere. Sie hat Ecken und Kanten und vor allem ist sie authentisch und hat mich von Anfang an mit ihrem frechen Mundwerk begeistern können.
Natürlich haben all diese Charakter zur Folge, dass wir eine ganze Reihe an Nebencharakteren haben. Dadurch wurde in diesem Buch sehr viel darüber erzählt wer die Charaktere alle sind und zu wem sie Kontakt pflegen. Passieren tut deshalb leider erst in der zweiten Hälfte wirklich was. 
Soll ich euch was sagen ? Das hat mich gar nicht gestört, denn es ist so selten, dass Bücher auch Nebencharakteren Platz bieten. Ich bin schon sehr gespannt auf die Entwicklungen in demnächsten Band.

Insgesamt muss ich sagen, dass mich diese Reihe durchaus begeistern konnte. Dem holprigen Anfang musste ich jedoch Rechnung tragen, weshalb es nur vier Lesezeichen gibt. Band zwei erscheint, wie erwähnt, Mitte März. Ich berichte, sobald ich Band zwei gelesen habe!

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:

Leser, die „die fünf Gaben“ und „Ash Princess“ mochten, werden sich mit diesem Buch ein schönes Geschenk machen. Auch Leser von „Game of Thrones“ werden, wenn sie nicht explizit auf der Suche nach krasser Brutalität sind, gefallen an diesem Buch finden können.

Bis dann, 
Flidra
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Eve of Man


Hallöchen zusammen
und entschuldigt, dass ich mich so lange nicht mehr gemeldet habe.

Wie der eine oder andere sicher über Instagram gesehen hat, war einiges los bei mir, sodass ich auch kaum Zeit gefunden habe um Bücher zu lesen. Ich hoffe, dass sich dieser Umstand in Zukunft ändern wird.
Heute habe ich euch eine Rezension zu einem Buch mitgebracht, welches im August 2019 erschienen ist. Ich wollte es unbedingt haben und war motiviert es sofort zu lesen. Leider war dem nicht so und erst jetzt ist es ausgelesen.

Eve of Man - Die letzte Frau

Inhalt: 

Sie ist die letzte Frau. Das Schicksal der Menschheit liegt in ihren Händen: EVE

Sie ist die Antwort auf alle Gebete der Welt, die Hoffnung auf den Fortbestand der Menschheit: Nach einem halben Jahrhundert wird endlich wieder ein Mädchen geboren - Eve. Isoliert von der Außenwelt wächst sie in einem goldenen Käfig auf. Jetzt, mit 16 Jahren, soll sie aus drei Kandidaten ihren Partner wählen. Eve war sich ihrer Verantwortung immer bewusst und hat widerspruchslos die schwere Bürde für den Fortbestand der Menschheit getragen. Doch nun trifft sie Bram, und die Zweifel an der Aufrichtigkeit der Motive ihrer »Beschützer« wachsen. Eve will die Wahrheit wissen, über die Welt, über ihre Familie, über die Liebe, die sie für Bram fühlt. Sie will Kontrolle über ihr Leben, sie will Freiheit. Doch darf sie für ihr privates Glück die Zukunft der Menschheit aufs Spiel setzen?

Länge : 448 Seiten
Autor/in: Giovanna & Tom Fletcher
Verlag: dtv
Preis:  HC 18,95€| EB 15,90€
ISBN: 978-3-423-64055-8

Lesezeichen: 



Erster Eindruck: 

In letzter Zeit lese ich viele Bücher, die in der Zukunft spielen. Da ist dieses auch keine Ausnahme. Ich erwarte daher eine relativ interessante Fortführung der Menschheitsgeschichte. Der Aspekt, dass es nur noch Eve zur Fortpflanzung gibt, macht das Ganze zwar seltsam, aber durchaus unterhaltsam.

Fazit: Guter Auftakt

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom dtv Verlag bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Das Cover finde ich leider nicht so schön. In dem Fall ist es jedoch eher eine subjektive Äußerung meinerseits, denn schaut man objektiv auf die Gestaltung, merkt man, dass sich wirklich Mühe gegeben wurde das Buch attraktiv zu gestalten. Vom Glanzeffekt des Schutzumschlags bis hin zum Eve of Man Zeichen auf dem Buchdeckel, ist an viele Kleinigkeiten gedacht worden. Normalerweise bin ich auch ein sehr großer Fan von Silhouetten, aber es liegt wohl höchstwahrscheinlich an der Farbauswahl, die mich so abschreckt.

Die Geschichte wird uns einmal durch Eve und einmal durch Bram näher gebracht. Dies geschieht in Form eines Ich-Erzählers. Diese Erzählform hab ich als sehr passend empfunden, weil man dadurch sehr gut in viele Gedanken von Eve einbezogen wurde. Auch Brams Gefühlswelt wurde dem Leser dadurch sehr gut vermittelt. Man merkt auch nicht unbedingt, dass es hierbei zwei Autoren gab, denn der Schreibstil ist sehr gut aufeinander abgestimmt.
Trotz dieser guten Voraussetzungen, hat das Buch einige Längen, bis es zum Schluss dann actionreicher wird. Ich hatte etwas Mühe die ganzen Kapitel bezüglich des Lebens in der Kuppel zu lesen. Es ist schön und gut zu beschreiben, wie Eve dort lebt und ja, ich wollte es auch wissen, aber in dem Fall war es für mich einfach zu ausschweifend. Es hätte wirklich kürzer sein können.
Was mir dann wiederum gefehlt hat, ist die Situation draußen in der Welt. Für mich kam das zu kurz. Klar, es gibt noch weitere Teile, aber sollte ein erster Teil nicht genau diesbezüglich auch etwas mehr her geben? Nachdem ich den Schluss gelesen habe, konnte ich mir immer noch nicht wirklich etwas vorstellen. Schade drum!
Was gut gelungen ist, ist das Einfangen der Stimmung von Eve. Ja, sie ist erst einmal ferngesteuert und sich vielem nicht bewusst, aber je mehr sie an Erkenntnissen gewinnt, desto mehr entwickelt sie sich und ihr Charakter kommt immer mehr heraus. Man hat als Leser wirklich eine Veränderung erlebt!

Für Eve, die ihr ganzes Leben in einer Kuppel verbracht hat und die einzige fortpflanzungsfähige Frau auf dem Planeten ist, nähert sich der Tag, an dem sie nun endlich ihre Aufgabe erfüllen soll: Den Fortbestand der Menschheit sichern. Doch warum fühlt sich das alles so falsch an und wer ist Holly?
Wir haben es hier mit einer sehr raffinierten Zukunftsvorstellung zu tun, die trotz allem Fragen aufwirft. Alle Frauen auf dem Planeten sind schon zu alt oder bereits gestorben um Kinder zu kriegen. Eve ist als erstes Mädchen nach 50 Jahren zur Welt gekommen und die ganze Menschheit blickt auf sie.Wie war das möglich? Kann man weitere Mädchen auf die Welt bringen ? Natürlich, dass sich hier sowohl gute, als auch schlechte Menschen melden und nach der Macht, also nach Eve, greifen. Jahrelang verbrachte Eve mit ihrer Freundin Holly, die nichts weiter ist als eine Projektion gesteuert durch zwei andere Menschen ist, in einer Kuppel weit oberhalb der eigentlichen Welt. Dort in der Kuppel wird ihr der Himmel auf Erden vorgespielt. Nun wird sie älter und bemerkt, dass etwas nicht stimmt. Dazu kommen noch ihre Gefühle für Bram, die sie eigentlich nicht haben dürfte. Sie dürfte nicht einmal wissen, dass es ihn gibt.
Wir haben hier zwei große Themenkomplexe. Einmal den ethischen Konflikt, was man mit der einzigen gebärfähigen Frau machen soll. Der andere Konflikt ist viel zentraler auf Eve gerichtet und ihre Entwicklung von einem manipulierten Wesen bis hin zu einem eigenen Charakter.
Ich musste mir immer wieder die Frage stellen: Wenn Eve ihr Kind bekommt, wird es dann genauso aufgezogen und von wem ? Die bisherigen „Machthaber“ sind ja auch schon recht alt. Darüber hinaus, wie viele Kinder muss sie bekommen um den Fortbestand zu sichern ? Wie oft kann so ein Körper das durchstehen ? Wurde da überhaupt mal drüber nachgedacht?
Alles Fragen, die ich hoffentlich im nächsten Teil beantwortet kriege.

Eve, wie erwähnt, hat eine sehr starke charakterliche Wandlung hinter sich. Wenn sie zu Anfang nur ein kleines süßes Püppchen war, ist sie am Ende willensstärker, hat Ansichten und vertritt ihre Meinung lautstark. Ihre angestauten Aggressionen, die zum Ende hin deutlich in den Vordergrund rücken empfand ich als Leser durchweg schlüssig. Nachdem, was sie herausgefunden hat, würde ich mindestens genauso durchdrehen.
Bram ist ein ebenso interessanter Charakter, der aber schon immer Zweifel an allem hatte. Durch Ansatzpunkte und dem nötigen Schubs in die richtige Richtung, werden seine Zweifel bestätigt und er tickt aus. Das einzige, was mir in seiner Geschichte nicht gepasst hat, ist, wie plötzlich alle am Ende auf ihn gehört haben. Klar gab es in ein bis zwei Nebensätzen erwähnt mal wen gegen ihn, aber die Übernahme ging so reibungslos von statten, dass ich das ganze erst einmal als Finte wahrgenommen hatte. Da haben mir einfach die Konflikte gefehlt, die doch ach so ausführlich in der Kuppel mit Eve vorhanden waren.
Weitere Charaktere, wie Hartmann, Ernie, Vivian oder Frost gab es natürlich auch, leider haben die Charaktere noch zu wenig Inhalt gehabt. Das Buch an gefühlt nur von Eve und Bram gelebt, die Konflikte mit sich und der Außenwelt hatten. Die Anderen Charaktere sind dadurch zu oberflächlich geraten, was ich sehr schade fand. Gerade einen Menschen wie Frost oder Ernie hätte ich sehr gerne tiefergehend als Charakter kennenlernen wollen.

Insgesamt ist es ein guter Auftakt einer Geschichte mit einem interessanten Ansatz. Alleine auf Grund der vielen Fragen, die mir geblieben sind, werde ich wohl auch den nächsten Band lesen wollen

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:

Leser, die gerne dystopische Bücher zur Hand nehmen, werden sicher Geschmack an der Stroy finden. Romantiker und Fans von Kitsch werden hier enttäuscht. Hier geht es zwar auch um Liebe, aber mit diesen Emotionen wird doch recht spärlich umgegangen.

Bis dann, 
Flidra
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Mirage

Hallöchen ihr Lieben

und ein frohes neues Jahr 2020!
Ziemlich verspätet, obwohl ich es schon etwas länger gelesen hier liegen hatte, kommt die erste Rezension für dieses Jahr!



Mirage - Die Schattenprinzessin

Inhalt: 

In einer fernen Welt: Amanis Heimatplanet Cadiz ist seit Langem grausam unterdrückt vom Volk der Vath, das aus einer fremden Galaxie gekommen ist. Ausgerechnet am Festtag von Amanis Erwachsenwerden tauchen plötzlich Kampfroboter auf und entführen sie an den Hof des Vath-Königs. Als Amani dessen einzige Tochter sieht, versteht sie schlagartig, warum: Sie ähnelt Prinzessin Maram wie ein eineiiger Zwilling. Der perfide Plan: Die Prinzessin ist allgemein verhasst, also soll Amani in gefährlichen Situationen als ihr Double einspringen. Jeder Versuch, sich der tödlichen Aufgabe zu entziehen, wird im Keim erstickt. Amani ist verzweifelt – bis sie den ebenso gutaussehenden wie klugen Prinzen Idris trifft. Er scheint als einziger zu sehen, dass die Prinzessin verändert ist. Doch Idris ist niemand anderes als Marams Verlobter, und je näher Amani ihm kommt, desto gefährlicher wird ihr Spiel mit dem Feuer.

Länge: 369 Seiten
Autor/in: Somaiya Daud
Verlag: heyne > fliegt
Preis: HC 15,-€ | EB 11,99 €
ISBN: 978-3-453-27130-2

Lesezeichen:

Erster Eindruck: 
Sci-Fi, und Königreich klang für mich wirklich nach etwas, was mir wirklich Spaß machen könnte beim lesen. Ich lese leider viel zu selten Sci-Fi!

Fazit: Gute Basics, verliert sich aber in Details.

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom Heyne Verlag bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Das Cover ist in meinen Augen recht schlicht, lediglich die Farbe fällt auf. Ich habe wenig Lila Bücher im Schrank, daher ist das Buch alleine deshalb ein kleiner Blickfang im Regal. Das Muster und die Kombination mit dem gelbgoldenen Ton, erinnert mich irgendwie an Zeichen aus Wüstenländern. Daher ist das Cover auch wirklich gelungen, denn wir befinden uns auf solchen Planeten.Ein besonderer Hingucker ist das buch unter dem Schutzumschlag, denn auch dot ist es lila und gemustert! 

Die Geschichte wird uns von einem Ich-Erzähler aus der Sicht von Amani erzählt. Ich fand diese Erzählweise wichtig, um Unsicherheiten und Gedanken direkt von Amani mitgeteilt zu bekommen, denn diese muss ja die Prinzessin spielen und täuscht rein äußerlich jeden. Ich fand den Schreibstil an gewissen Stellen ruckelig und zwar immer dann, wenn sich die Geschichte in Details verliert. Es ist immer sehr schwer das genaue Maß an Beschreibung der Umwelt und dem Plot zu finden. In meinen Augen überwog bei vielem die Beschreibung. Während ich die eine oder andere Beschreibung las, habe ich teilweise vergessen, was ich vorab gelesen hatte.
Zusätzlich dazu, erschwerten mir die Namen das flüssige lesen. Es wurden so viele Personen benannt und man wurde direkt damit konfrontiert, sodass ich erst einmal eine Zeit brauchte, die Personen einzusortieren. Für solche Fälle habe ich immer gerne eine kurze Übersicht am Ende des Buchs, mit der kurzen Info zur Beziehung zum Hauptcharakter z.B.. Dennoch war es auf keinen Fall eine Katastrophe, es machte es nur schwer das Buch wirklich in einem Rutsch zu lesen.
Die anfänglichen Bedenken, Begriffe, die nicht üblich sind, nicht zu verstehen, wurden nicht bestätigt.

Ein Mädchen, dass der Prinzessin gleicht wie ein Ei dem anderen, muss sich ihren Weg erkämpfen. An sich ist es nicht unbedingt etwas neues. Die Verpackung allerdings gefiel mir doch recht gut, denn in dem Fall hebt sich diese Geschichte in eine andere Welt, die mehr mit dem Weltraum und den Reisen zu tun hat.
Wir haben viele Themen, die auf uns hereinprasseln. Liebe, Freundschaft, Feindschaft, Rebellion, Mut, Selbstvertrauen und was wäre das Ganze, wenn man nicht eine Unterdrückungsproblematik mit einbaut. Wie diese Ganzen Begriffe zusammenhängen, müsst ihr natürlich selber nachlesen.
Es sei jedoch so viel gesagt, dass Amani als Double der Prinzessin einige Probleme hat, die nichts mit ihrer Rolle zu tun haben, sondern mit dem Verlobten der Prinzessin.
Ihr seht, sehr viel explosives Material.
Was ich jedoch sehr kritisch beäugt habe ist, wie auch vorab erwähnt, der Detailreichtum. Klar, ich will als Leser wissen wo ich bin, aber nicht, um es mal auf die Spitze zu treiben, wie viele Steine um einen herum sind, welche verschiedenen Farben diese haben und noch weniger wie sie alle konkret liegen, außer, es ist wichtig für den Plot. Ich fand an vielen Stellen ziemlich schade, wie der Plot dadurch gelitten hat, das zu viel beschrieben wurde. Ich hätte einige Beschreibungen gekürzt und stattdessen einige Charaktere vielleicht etwas mehr Leben gegeben.

Amani, ein schlichtes „Dorfmädchen“, wird entführt und soll plötzlich die Prinzessin spielen, deren Herrschaft sie hasst. Klar, dass sie alleine dadurch eine Entwicklung durch macht. Zu Anfang empfand ich sie ziemlich vorsichtig und leider auch etwas dösig. Dies ändert sich, als sie Idirs kennenlernt und merkt, dass ihre Mission ins wanken kommt. Sie wird lebendiger, frecher und kampflustiger. Endlich bietet sie auch der Prinzessin die Stirn.
Die Prinzessin, Maram, ist am Anfang wirklich sehr unsympathisch eingeführt worden. Man hatte als Leser wirklich ein Hassgefühl für diese Person, entwickelt. Dies ist natürlich beabsichtigt, denn je weiter das Buch voran schreitet, kommt man auch diesem Charakter nahe und man kann einiges besser verstehen.
Idirs war mir von Anfang an suspekt. Wahrscheinlich, weil ich einfach seine Art grundlegend nicht gemocht habe. Er ist für ich einfach zu freundlich, zu naiv und zu unbedarft gewesen, als dass ich ihn charakterlich attraktiv gefunden hätte. Daher war eher leider kein „Bookboyfirend“-Material. Im laufe der Geschichte wurde er mir etwas sympathischer, aber nur, weil er sich Amani gegenüber so liebevoll verhielt.
Es kamen noch einige mehr Charaktere vor, leider jedoch für meinen Geschmack viel zu oberflächlich beschreiben. Wenn die Autorin hier mehr angesetzt hätte und sich bei dem Worldbuilding etwas zurück genommen hätte - alleine schon, weil das Buch ja mit nicht mal 400 Seiten recht kurz ist - wäre es wohl deutlich besser gewesen.

Insgesamt muss ich sagen, dass mich das Buch interessiert hat, es aber über die Seiten hinweg einiges abgenommen hat. Zum Schluss hat es mich wieder etwas mehr gepackt, aber so ganz wollte es mich dennoch nicht einnehmen. Dadurch, dass es ein Debut ist, sollte man das Buch jedoch nicht ganz so schlimm betrachten. Der zweite Band kommt erst Ende 2020 auf englisch heraus.

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:

Fans der Reihe Herrscherin der tausend Sonnen, werden sich für dieses Buch sicherlich begeistern können. Anspruchsvolle Sci-Fi Leser werden wohl etwas enttäuschter sein.

Bis dann, 
Flidra

4

Neon Birds

Hallöchen ihr Lieben,

zum Schluss des Jahres, hatte ich dann sogar noch ein Jahreshighlight, was ich euch heute vorstellen mag!

Neon Birds


Inhalt: 



Es ist das Jahr 2101. Ein außer Kontrolle geratener technischer Virus verwandelt Menschen in hyperfunktionale Cyborgs, die dem Willen der künstlichen Intelligenz KAMI gehorchen. In Sperrzonen eingepfercht, werden sie von Supersoldaten bekämpft, die man weltweit als Stars feiert. Doch die Mauern beginnen zu bröckeln. Sekten beten KAMI als Maschinengott an. Und während der Kampf zwischen Menschheit und Technologie hin und her wogt, versuchen vier junge Erwachsene, den Untergang ihrer Zivilisation zu verhindern ...



Länge: 464 Seiten
Autor/in: Marie Grasshoff
Verlag: Bastei Lübbe
Preis:  TB 15 ,-€ | EB 11,99€  | HB 16,95€
ISBN: 978-3-404-2000-9




Lesezeichen: 



Erster Eindruck:

Ich wusste zuvor, dass Marie Grasshoff für sehr fantasievolle und ausgefallene Welten steht.

Fazit: Action, intelligente Dialoge und mega Worldbuilding!

Dem Buch bin ich schon länger hinterher, daher habe ich auch damals schon für dieses Cover abgestimmt. Ich liebe die Farben, die Aufmachung und vor allem, dass es nichts über das Buch sagt und doch wieder so viele Facetten zeigt. Es klingt etwas wirr, was ich sage, aber so empfinde ich, wenn ich das Cover sehe. Ich hatte es auch eine Zeit lang als Desktophintergrund - mir gefällt es einfach!

Die Geschichte wird uns von einem Er-/Sie-/Es- Erzähler näher gebracht, der über Gefühle und Gedanken der Charaktere Bescheid weiß. An sich, mag ich die Art des Erzählens weniger, empfinde bei dem Buch aber, dass es nicht besseres hätte geben können. Wir haben mehr als zwei Charaktere, die in verschiedenen Situationen an verschiedenen Orten agieren. Ein Ich-Erzähler hätte das Ganze ziemlich durcheinander gebracht.
Das Worldbuilding ist einfach großartig. Es ist nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig. Man erhält z.B. durch Szenen mit Andra mehr Eindrücke von der Welt, weil sie für den Charakter wichtig sind. Durch einen Charakter, wie Luke, natürlich weniger, weil er die Umgebung kennt. Das macht die ganze Geschichte sehr angenehm und nicht so vollgestopft mit möglichst vielen Details.
Die Sprache ist doch recht komplex, was ich nicht unbedingt erwartet hätte. Nicht, weil die Autorin nicht dazu fähig ist, sondern eher, weil ich das Buch vorab in der Altersgruppe 16-20 Jahre eingeordnet hatte. Was ich, nachdem ich es gelesen habe,revidieren muss!
Die Story beginnt auch sofort und hat im Grunde keine Anlaufzeit. Man ist sofort in einer Szene, in der es wirklich brisant wird.
Wie ihr seht, der Stil hat mich einfach komplett mitgenommen! Ich hab es meistens Abends im Bett gelesen und habe im Hintergrund die Playlist dazu laufen gehabt.

Wir sind in der Zukunft, die Menschen haben Teile der Erde an Moja verloren. Moja sind modifizierte Menschen, die keine Emotionen mehr haben und Menschen töten, sobald sie diese erkennen. Modifiziert wurden sie durch KAMI, einer künstlichen Intelligenz von Menschen geschaffen. Die Geschichte steigt in dem Moment ein, als die Menschheit einen weiteren Teil ihres Lebensraums an die Moja verliert. Vier völlig verschiedene Menschen sind an diesem Ereignis beteiligt und danach verändert sich ihr Leben, denn irgendwie ist vieles seltsam an diesem Angriff der Moja.
Eine Geschichte, die von den Basics her nicht unbedingt neu ist. Menschen werden von einer Übermacht bedroht, irgendwas ist an dem Ganzen faul und eine kleine Truppe setzt sich zusammen um herauszufinden was und vor allem, wie man die Menschheit retten kann. Das, was das Buch in meinen Augen so besonders macht, ist die Einstreuung von Elementen wie die KI oder die Art und Weise wie realistisch Konflikte ausgetragen werden. Ich hatte ab und an das erschreckende Gefühl, dass uns eine solche Zukunft durchaus erwarten könnte. Natürlich haben die Charaktere untereinander auch einige persönliche Probleme, die sie mit sich herum tragen. Diese sind teilweise recht komplex und einige sogar sehr verbunden mit dem Kampf gegen die Moja.
Ich will auch gar nicht zu viel zu der Story schreiben, weil man sich einfach auf das Ganze einlassen muss. Nur so viel sei gesagt - an Spannung und überraschenden Momenten wurde nicht gespart.

Wir haben im Grunde vier Hauptcharaktere.: Luke, Flover, Okijen und Andra
Luke ist an der Akademie und der Zimmergenosse von Flover. Beide verbindet ein sehr starkes Band. Am Anfang wusste ich bei Luke nicht, welche Position er einnehmen wird. Er ist zwar intelligent und tut sein möglichstes, kommt auch sehr brav rüber und ist wohl auch sehr beliebt in seiner Umgebung, aber ich wusste, dass das nicht sein kann. Tja, zum Ende hin wurde mir dann klar, was los ist und WOW damit habe ich nicht unbedingt gerechnet. Seine Gefühle werden im Gegensatz zu denen von Flover etwas mehr und detaillierter beschreiben.
Flover ist ein Geheimagent, der Sohn einer der bekanntesten politischen Persönlichkeiten und doch ist sein Leben alles andere als ein Traum. Um genauer zu sein ist es die Hölle. Flover entwickelt sich im Buch für sich selbst ins negative. Sein emotionales Gefängnis wird immer erdrückender. Neben diesem emotionalen Problemen, muss er sich auf anderen Problemen im Bezug auf die Moje stellen. Alles zusammen bewirkt für eine extreme Drucksituation. Ich bin schon sehr gespannt, wie und ob sich sein Charakter in den nächsten Bänden ändert.
Okijen hat in seinen jungen Jahren militärisch viel erreicht. Er ist es aber leid weiter zu machen, ist emotional ausgelaugt und wollte aus dem Militär austreten. Leider läuft es nicht wie geplant und er wird im laufe der Geschichte in einer sehr komplizierte und verworrene Situation gebracht. Er fühlt sich die ganze Zeit Andra gegenüber schuldig, was ihn dazu bewegt, sie bei sich aufzunehmen. Die Beziehung der beiden finde ich sehr interessant. Sie ist vor allem durch Neugier von beiden Seiten her geprägt. Er ist übrigens selbst auch „modifiziert“, aber nicht wie die Moja. Seine Gelenke und sein Körper besteht aus vielen maschinellen Teilen.
Andra, die nach dem Vorfall zu Anfang alles verloren hat, muss sich nun einen Weg in ein neues Leben erkämpfen. Zum Glück hat sie Okijen an ihrer Seite, an den sie sich emotional sehr bindet. Diese Verbundenheit wird zum Schluss nochmal besonders deutlich. Ich finde es toll, dass der Charakter nicht in so ein krasses Loch fällt und weiter machen kann. Klar ist das eine unvorstellbare schwere Sache, aber sie kämpft sich durch. Diese Stärke zeigt sich immer wieder in verschiedenen Situationen.
Es gibt weitere Charaktere und alle sind etwas besonderes. Wenn ich einen Charakter heraus picken müsste, wäre es wohl Okijen. Seine Art zu Denken und zu Handeln ist mehr als nur interessant. Er hat es mir einfach angetan!

Ich bin insgesamt einfach SO begeistert von diesem Auftakt. Der Cliffhanger ist SEHR fies. Wenn ihr also nicht so gut mit Cliffhangern klar kommt, wartet mit dem lesen noch. Ich komme selbst sehr schlecht damit klar, aber ich musste das Buch einfach jetzt schon lesen und es hat sich wirklich gelohnt.
Von mir bekommt das Buch eine ganz klare Empfehlung !

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:

Fans von Marie Grasshoff werden das Buch verschlingen. Leser, die gerne futuristische Romane lesen werden sicher begeistert sein. Das Buch kann durchaus auch sehr vielen älteren Lesern gefallen.

Bis dann, 
Flidra

0

Redwood Dreams 1

Hallöchen ihr Lieben!

Heute erzähle ich euch von einem ganz frischen Buch, welches ich SOFORT lesen musste! Entschuldige Sub!
Info vorab: Es handelt sich hierbei um einen Spin-off der Redwood Love Reihe. Das schöne an diesen Büchern, man kann sie auch unabhängig voneinander lesen.


Redwood Dreams- Es beginnt mit einem Lächeln
(Residual Burn)


Inhalt:
Ella Sinclair fühlt sich manchmal unsichtbar. Und ja, sie würde das gern ändern. Nur nicht gerade jetzt. Jetzt wäre sie am liebsten tatsächlich unsichtbar. Denn irgendwie ist sie ins Fadenkreuz der O’Grady-Damen geraten. Das sogenannte Drachentrio herrscht mit eiserner Faust und Haferkeksen über den kleinen Ort Redwood – und verkuppelt jeden, der nicht bei drei auf den Bäumen ist. Als wäre das nicht schlimm genug, hat das Trio auch noch Jason Burkwell für sie auserkoren. Ella bringt in der Nähe des sexy Feuerwehrmanns kaum zwei zusammenhängende Worte heraus. Das kann nur schiefgehen. So was von schief …

Seiten: 320 Seiten
Autor/in: Kelly Morran
Verlag: Kyss
Preis: BO 12,99 € | EB 9,99 €
ISBN: 978-3-499-00128-4

Lesezeichen:



Erster Eindruck:

Redwood steht für : Liebe, Wohlfühlen, Kuschelzeit und viel Gefühl!

Fazit: AHHHHHH!


Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom KYSS Verlag bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Das Cover passt super zu den Redwood Love Covern, denn alle sind im gleichen Stil. Diesmal hat das Cover einen helleren Grauton. Die Holzoptik mit den Polaroid Bildern bleibt aber erhalten. Diesmal ist auf den Polaroids eine Katze drauf und Katzen und ich, das ist einfach nur Liebe.
Insgesamt unterscheidet sich das Design also nicht von den anderen Bänden.

Ich weiß auch nicht WIE diese Frau es schafft, aber jedes mal wenn ich ihre Bücher lese, bin ich vom ersten Satz an gefangen in der Geschichte. Ich würde es gerne wissen, weil ich dann nach mehr Büchern Ausschau halten kann, die mich so fesseln würden.
Nun, wir bekommen die Geschichte aus der Sicht von Ella und Jason erzählt aus der Er-/Sie-/Es- Person. Trotz, dass ich diese Erzählweise nicht mag, hab ich mich in diesen Schreibstil so sehr verliebt. Es ist einfach gemütlich, anschaulich und vor allem liebevoll. Mittlerweile erscheinen so viele Liebesgeschichten, leider sind viele davon sehr plump geschrieben. Moran versteht es einfach der Geschichte ihre eigene Note zu geben und sie alleine deshalb nicht plump wirken zu lassen.
Es lässt sich, wie nicht anderes erwartet, sehr flüssig lesen und eignet sich perfekt für einen gemütlichen Abend im Bett.

Ella hat einiges erlebt und nachdem sie nun wieder in ihre Heimatstadt gezogen ist, hofft sie auf ein kleines Happy End. Sie fühlt sich praktisch unsichtbar, aber da hat sie nicht die Rechnung mit unserem lieben Drachentrio gemacht. Die drei wissen genau, was sie machen und Verkuppeln tun sie am liebsten. Ella will es zunächst nicht wirklich begreifen, aber der gut aussehende Feuerwehrmann Jason soll ihr Partner werden ? Macht das Drachentrio doch einen Fehler?
Die Geschichte hat wieder so viele Aspekte, die mehr sind als nur die Liebesgeschichte. Es dreht sich viel um Verlust, Tod, Freundschaft, Vertrauen und vor allem Kampfgeist. Die Story von Ella hat mich mehr als nur begeistert. Ihr Wille sich wieder in ihr Leben zu kämpfen und weiter zu machen hat mich ein kleines wenig inspiriert.
Auch die Probleme, die diese Liebe überstehen musste, finde ich gut dargestellt. Es ist auch keiner dieser Schinken, die ewig lange brauchen, um auf den Punkt zu kommen. Das Buch hat keine unnötigen Längen. Ihr wisst, ich liebe Redwood und fand es schade, dass im zweiten Band der Redwood Love Reihe es abgenommen hatte, dass die Stadt mit einbezogen wurde. Hier hat die Autorin bei dem dritten Band angeknüpft und man hat sofort das Gefühl gehabt, man verbringt jetzt einen kleinen Urlaub in einer kleinen Stadt. Es war auch toll bekannte Charaktere wieder zu begegnen und ihr „Danach“ zu erleben. Es ist einfach wirklich eine super Kombination aus ernsten Themen und einer wundervollen Liebesgeschichte.

Ella ist nach seit 3 Jahren in Redwood und bislang hat sie gar nicht viele Kontakte knüpfen können. Vielleicht auch, weil ein Abend mit ihrer Katze und Netflix viel gemütlicher erscheint. Dennoch wäre sie ja nicht abgeneigt davon, dass ihr Leben mehr Fahrt aufnimmt. Nachdem sich das Drachentrio einmischt und ihr den nötigen „Schubs“ in die richtige Richtung gibt, entwickelt sich Ella in eine Richtung, die mir sehr gefällt und die ich sehr oft in anderen Büchern vermisse. Sie entwickelt Kraft sich zu öffnen, denn ihren Lebenswillen hat sie nie verloren. Sie arbeitet wirklich daran und es ist toll, wie sich Jackson und sie in der Hinsicht ergänzen und unterstützten.
Jackson, Schürzenjäger und Feuerwehrmann. Beziehungen sind niemals ein Ziel und bevor er sich bindet oder es möglicherweise dazu kommen könnte, ist er schon längst wieder verschwunden. Dass er eine Beziehung brauchen könnte, wird ihm erst bewusst, als er Ella kennenlernt und merkt, dass er sich auch gerne mal unterhält oder einfach bei einem Film kuschelnd da liegt. Bevor er sich aber eingestehen kann, dass es was ernstes werden könnte, muss er natürlich mit dem Kopf durch die Wand.
Die beiden haben eine so tolle Chemie und die Dynamik stimmt in jeder Hinsicht. Ich habe so gerne aus beiden Sichten gelesen. Das Buch konnte ich kaum aus den Fingern legen und ja, es tut mir leid, aber ich musste es auch ruck zuck beenden, weil mir meine innere Stimme keine Ruhe gegeben hat. Das war unter anderem die Charaktergestaltung schuld.
Natürlich haben wir nicht nur Jackson und Ella, auch unser Lieblingssheriff, Ellas Cousine und der Chef von Jackson mischen kräftig mit. Ich freue mich schon so sehr auf die Story von Parker, dem Sheriff und bin jetzt schon teils wehmütig. Ich würde gerne von jedem Charakter eine Geschichte haben. Kann Netflix nicht einfach eine Serie daraus machen ? Wo man dann sämtliche Geschichten mitkriegt? Hach ja...

Insgesamt kann ich euch einfach nur sagen, wie wundervoll ich dieses Buch finde und mich schon auf den zweietn Teil des Spin-offs freue, welches Mitte Februar 2020 erscheinen soll.

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:

Leser von Redwood Love, werden auch dieses Spin-off lieben! Leser von Liebesromanen werden diesen hier wieder verschlingen. Kuscheldecke und Tee bereit halten und ab nach Redwood!

Bis dann, 
Flidra

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