Ophelia Scale - Der Himmel wird beben

Hallöchen ihr,

ich hab mal wieder eine Rezension für euch.
Ich will nicht lang drum herum reden und euch nur kurz auf eventuelle Spoiler aufmerksam machen, denn es handelt sich um eine Rezension eines zweiten Teils.
Die Rezension zum ersten Teil könnt ihr HIER lesen.


Ophelia Scale – Der Himmel wird beben

Inhalt:
Sie bietet dem Tod die Stirn und dem Schicksal ihr Herz

Die 18-jährige Ophelia ist zum Tode verurteilt. Im Auftrag des Widerstandes hat sie einen Anschlag auf den König verübt. Ihre Liebe zu dessen Bruder Lucien hat sie ebenso geopfert. Doch dann bietet ihr Phoenix, der Chef des Geheimdienstes, einen Handel an: Wenn sie bereit ist, sich bei ihren Freunden von ReVerse als Spionin der Regierung zu betätigen, kann sie ihr Leben und das ihres besten Freundes retten. Nun muss Ophelia sich entscheiden - zwischen ihren Gefühlen und dem Glauben, was sie für richtig hält.

Seiten: 496 Seiten
Autor/in: Lea Kiefer
Verlag: cbj Verlag
Preis:  HC 18,-€ | EB 11,99€
ISBN: 978-3570165430



Lesezeichen:

Erster Eindruck:

Nachdem ich völlig begeistert vom ersten Teil war, hab ich große Stücke auf den zweiten Teil gehalten. Unter anderem wünschte ich mir, dass wir mehr über Lucien und seine Motive erfahren würden.

Fazit: Spannend, actionreich und dennoch gefühlvoll

Das Cover ist, wie auch Band eins, mega schick und wer mich kennt weiß, dadurch, das es grün ist, stehe ich voll darauf. Die Aufmachung ist gleich geblieben. Es sieht super hübsch im Regal aus.

Die Erzählweise hat sich zum ersten Teil nicht verändert. Ich hätte mir gewünscht ab und an zu wissen, was Lucien gedacht hätte. Vielleicht bin ich, was das betrifft, einfach zu verwöhnt von anderen Büchern, die einem Leser alles auf einem silbernen Tablett liefern. Es hat mich aber nicht gestört.
Der Schreibstil ist, wenn möglich, noch flüssiger geworden. Das Buch hatte ich so schnell durch und war so traurig, als es zu Ende ging. Ich hab mir die letzten 50 Seiten für den nächsten Tag aufgespart, damit ich noch etwas länger in dieser Welt bleiben konnte. Es ist ein sehr bildereiches und interessantes worldbuilding, dass nun sogar um einige Bereiche erweitert wurde.
Ich war von Anfang an gefesselt.

Die Story fängt nach der Festnahme von Ophelia an. Sie hat nun Lucien und gleichzeitig ihre Freiheit verloren. Der König ist immer noch nicht tot und ihre ganze Mühe war umsonst. Doch anstatt sofort ein Cleaning auf 0 zu bekommen, wird sie festgehalten.
Als sich die Tür zu ihrer Zelle öffnet, bekommt sie ein Angebot, mit dem sie nie gerechnet hätte: Doppelagentin spielen, nur diesmal für die Seite des Königs.
Während sie ausgerüstet wird, behandelt sie Lucien wie Abschaum. Das hat sie schließlich verdient oder? Hat er alles gespielt bis hin zu seinen Gefühlen?
Wie ein zweiter Band sein sollte, wirkt dieser Band vorbereitend auf das Finale im dritten Band. Die beiden Seiten, die sich gegenüberstehen werden tiefergehend auseinander genommen. Man bekommt als Leser einen guten Einblick in die Argumentationen und auf die Ziele beider Seiten. Geschickt wird es einem Leser so verpackt, dass man im Endeffekt genauso zerrissen ist in seiner eigenen Meinung wie Ophelia selber.
Weiterhin stehen natürlich die Themen Technik und KI mit Vor-und Nachteilen im Fokus. Es wird durch die KI immer interessanter, weil sie erschreckend nah an eine mögliche realistische Zukunft heran kommt. Diese Gefährlichkeit und die Aktualität wirkte für mich ab und and mehr als erschrekcend. Trotz dieser Problematik, verliert das Buch nicht aus dem Auge, dass es genügend Charakere hat und haucht diesen noch mehr Leben ein. Ich mochte, wie sich Schicksale und Situationen miteinander verknüpft haben. Besonders sehr mochte ich die Aussprache von Ophelia und Lucien, die Seite um Seite stand fand und nicht einfach in ein Kapitel gedrückt wurde.

Ophelia ist weiterhin unser Hauptcharakter mit deren Augen wir das Geschehen begleiten.
Am Anfang dieses Buches ist sie ein verlorener Charakter. Sie hat nichts gewonnen und alles verloren. Der Einsatz der Gegenseite, auch ihre Familie zu beschränken, bringt sie dazu, dass sie diese gefährliche Mission annimmt. Mir hat ihre Entwicklung gefallen, wobei sie zum Schluss auch nicht mehr an ihr eigenes Wohl gedacht hat. Sie ist weniger egoistisch und viel mehr liebevoller geworden. Sie hat ihr Ziel erkannt und dieser Weg dort hin war nicht nur authentisch, er war auch sehr gefühlvoll dargestellt. Daher kann ich nur sagen, dass ich wirklich ein Fan von Ophelia geworden bin.
Lucien bleibt am Anfang noch immer im Schatten. Man weiß weder was er ernst meinte noch wobei er gelogen hat und ob er überhaupt gelogen hat. Im Verlauf kann man ihn immer besser erkennen und hat am Schluss ein gutes Bild davon, was er leisten kann. Ich fand den Einsatz auf der mechanischen Insel großartig. Dort hat sich für mich seine Gefühlswelt sehr geöffnet und wenn ich ihn bis dahin nicht schon geliebt habe, dann ab dem Moment.
Knox ist für mich am Anfang ein Mensch, dem ich es gegönnt hätte, halbwegs ordentlich ohne Wahnsinn auf die Dinge zu schauen, um dann rational und logisch entscheiden zu können. Der zunehmende Wahnsinn stand ihm gar nicht und hat mich beim lesen irgendwie immer trauriger gemacht.
Weitere Charaktere sind, wie oben erwähnt, erweitert worden. Einige Beziehungen, die ich jetzt so nicht erwartet hätte, sind aufgedeckt worden. Insgesamt haben mich eigentlich alle Charaktere in ihrer Funktion begeistern können.

Ich kann es nur wiederholen – ich brauche den (diesmal) dritten Band, SOFORT!
Ich weiß, ich muss mich nur noch wenig gedulden, aber ich hatte es kurz nach der Erscheinung schon durch. Ihr seht, diese Reihe wandert für mich immer mehr in Richtung Lieblingsreihen.



Wem würde ich das Buch empfehlen ?:

Leser die Band eins geferiert haben, werden auch Band zwei feiern.
Für alle Fans von KI Fantasy Romanen.
Bis dann, 
Flidra
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Laufe, Lebe, Liebe: Zurück ins Leben

Hallöchen ihr Lieben,

heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, welches das Thema Freundschaft und Rückhalt in einem besonderen Maße ausdrückt.

Laufe, Lebe, Liebe: zurück ins Leben

Inhalt: 

„Wir handeln in unserem Leben oft nicht so, wie wir es uns hinterher wünschen würden. Immer wieder fühlt es sich an, als träfen wir falsche Entscheidungen, die uns an einen Ort führen, an dem wir niemals enden wollten. Uns und die Menschen, die wir lieben.”

Ein verschütteter Kaffee und ein verlorenes Handy zwingen Ella zu einem Wettlauf mit der dreizehnjährigen Milly. Dabei erwacht etwas in ihr, von dem sie glaubte, es vor acht Jahren verloren zu haben. Sie lässt das Mädchen zu einem Teil ihres Lebens werden, auch wenn ihre innere Stimme sie davor warnt. Und sie wird selbst ein Teil von Millys Welt, zu der auch Tom gehört, der wie ein Geist durch die Wohnung schleicht. Und dann ist da Lias, dessen Blick verrät, dass er Ellas Geheimnis kennt. Aber wie wird er reagieren, wenn er die gesamte Wahrheit erfährt?

Seiten: 404 Seiten
Autor/in: A. D. Wilk
Verlag: Spler/in
Preis: TB 13,99€ | EB (Aktion) 0,99€
ISBN: 978-3964434388


Lesezeichen:

Erster Eindruck: 
Das ist nun der dritte Roman, den ich von der Autorin gelesen habe. Vorab wusste ich also schon, dass es durchaus emotional und emotional werden könnte. Erwartet habe ich eine dramatische Geschichte rund um das Leben.

Fazit:  Gefühlvolle Geschichte, wie man wieder ins Leben findet

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar von der Autorin bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Vielleicht war ich nicht ganz bei der Sache, aber erst im Nachhinein ist mir aufgefallen, dass das Cover nicht irgendwie schlicht ist, sondern, dass der Boden einer Laufbahn abgebildet sein soll.
Auch ohne die Erkenntnis fände ich das Buch schön. Ich mag solche schlichten Cover auch sehr gerne. Ohne viel Tamtam und Glitzer finde ich sie meist sogar noch hübscher, als diese mega aufwendigen Cover. Gerade dadurch finde ich, dass es auffällt und gleichzeitig was her macht.

Der Schreibstil der Autorin hat sich erneut gebessert. In ihren vorheringen Romanen, empfand ich ihn immer als flüssig und mittlerweile ist er mehr als das. Er erhält immer mehr seine Ecken und Kanten. Ich finde, dass man von Buch zu Buch, in der Qualität, aber vor allem auch in dem Vokabular und der Art und Weise der Geschichte Leben einzuhauchen, eine Steigerung erkennen kann.
Allem voran bleibt die Autorin der Ich- Erzählerin treu, denn auch dieser Roman wird aus der Sicht der Protagonistin Ella erzählt. Der schöne flüssige und lockere Schreibstil steht im Gegensatz zu der ernsten Lebenslage der Protagonistin. Dieses Zusammenspiel aus beidem lässt dem Leser offen, ob er das Buch in der Bahn auf dem Weg nach Hause oder daheim im Bett lesen will.

Wer würde glauben, dass ein verschütteter Kaffee ein ganzes Leben auf den Kopf stellen kann ?
Nachdem Ella von Milly umgerannt wird, ändert sich das Leben von Ella Stück für Stück. Sie hat das Laufen seit Jahren aufgegeben, erkennt aber durch Milly, dass sie damit noch nicht abgeschlossen hat. Würde sie sich nur mit sich auseinander setzen müssen, wäre es wohl nicht ganz so krass, aber Milly, ihr Vater und ihre Onkel fordern sie heraus. Sie muss sich nicht nur ihrer Vergangenheit stellen, sondern auch ihrer Umwelt und erkennt, dass weglaufen ihre Probleme nie gelöst hat.
Man sieht, es beinhaltet eine sehr interessante Mischung aus Slice of Life und Drama. Am Anfang dachte ich zuerst, dass mir Ella mit ihrem Drama auf die Nerven gehen wird, aber nach ein paar Seiten war die Sorge vergessen, denn ihre ganzen Probleme und Gedanken beinhalten einen roten Faden, der logisch bis zum Ende erzählt wird. Dabei habe ich ungefähr nach einem Drittel des Buches erraten können, was ihr Problem ist. Das tat der Spannung und der Auflösung am Ende keinen Abbruch. Dadurch war es irgendwie berechenbar, was auf einen zu kommt, aber ich hatte es an einigen Stellen vergessen, weil es bestückt war von Erlebnissen, die einen haben vergessen lassen, was möglicherweise passiert ist.
Es werden Themen wie Tod und die verbundene Verarbeitung der Hinterbliebenen in den Fokus gestellt, aber auch gleichzeitig die Freundschaft und die Liebe zu Personen, die einem eine andere Lebenseinstellung geben kann. Ich finde es immer schwer den Spagat zwischen traurigem Content und lebensbejahendem nebeneinander zu präsentieren. Daher bin ich umso erfreuter, dass es der Autorin authentisch gelungen ist, diese Situationen darzustellen.

Wie oben erwähnt, ist Ella unsere Protagonistin. Sie ist beladen mit Problemen aus der Vergangenheit und versucht immer davor zu fliehen, bis sie auf die junge Milly trifft, die ihre Mutter vor kurzem verloren hat. Ähnlich wie sie, läuft das Mädchen um für Leben gerne, doch durch ein schreckliches Ereignis lässt sie davon ab. Dies erinnert Ella an ihre Situation und aus einem Gefühl heraus weiß sie einfach, dass nur sie ihr helfen kann. Zusammen mit Millys Onkel versucht sie nicht nur Milly, sondern auch sich selbst wieder zu finden.
Ella ist am Anfang sehr verschlossen. Verletzt und verwirrt begegnen wir ihr zu Anfang und mit jedem Kapitel wird Ella stärker, kommt sichtlich besser klar mit ihrem Leben. Trotz einiger Rückschläge, entwickelt sich Ella zu einem Menschen, der die eigenen Probleme in die Hand nimmt um sie zu lösen. Die Entwicklung und auch ihre Rückschläge waren immer sehr gut dargestellt und vor allem nachvollziehbar. Ich empfand Ella als tollen Charakter.
Milly ist erst dreizehn Jahre alt und verlor ihre Mutter. Neben ihrer Familie, war es das Laufen, welches ihr alles bedeutet hat. Nach dem Tod ihrer Mutter, kommt sie nicht damit zurecht und gibt ihrem Drang Laufen zu gehen die Schuld, dass sie nicht viel mehr Zeit mit ihrer Mutter hat verbringen können und hängt schließlich ihre Laufschuhe an den Nagel. Sie ist in meinen Augen ein Charakter gewesen, der mich einfach in vielen Dingen widergespiegelt hat. Ich konnte mich in einiges hineindenken. Zwar nicht in die Lebensumstände, aber in die Denkweise. Milly lernt durch Ella viele Lektionen über das Leben, aber auch Ella lernt durch Milly einiges, was sie noch nicht wusste.
Die Beziehung der beiden ist eine ganz besondere, die ich mit Interesse und einem Lächeln verfolgt habe. Ich mochte die Dynamik der beiden, die mich sehr oft zum lachen brachte.
Lias ist der Onkel von Milly und bringt Ella immer und immer wieder auf die Palme. Trotzdem besitzt er etwas, was Ella einfach anzuziehen scheint. Doch auch der Vater von Milly scheint ihr auf eine Art sehr nah zu sein. Diese Beziehungen zueinander fand ich wirklich mega gut beschrieben. Mir hat jedes Kapitel Spaß gemacht, indem sich Ella und Lias bekriegt haben und auch jedes, in der sich die Gefühle haben blicken lassen.

Insgesamt muss ist gestehen, dass dies für mich bislang der beste Roman der Autorin war. Er hat mich vollkommen überzeugt und auch die Charaktere waren mehr als ansprechend!

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:
Jeder Leser, der die vorherigen Werke der Autorin gelesen hat, wird auch an diesem Buch wieder Freude haben. Leser von Lebensgeschichten, werden mit diesem Buch wirklich ein kleines Schmuckstück finden.

Bis dann, 
Flidra
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H.O.M.E. - Die Mission


Hallöchen ihr,

ich komme wieder mit einem Roman um die Ecke, der mich aus den Socken gehauen hat!
Es handelt sich hierbei um eine Fortsetzung, daher kann es zu Spoilern kommen, wenn man den ersten Teil noch nicht gelesen hat. Die Rezension zum ersten Teil findet ihr HIER.

H.O.M.E. - Die Mission

Inhalt:
Fremde Welt, vertraute Feind

Es ist so weit. Die Akademie hat Zoë und ihre Crew auf die Mission geschickt, auf die sie so lange und akribisch vorbereitet wurden. Doch die Vorzeichen könnten schlechter nicht sein: Zoë weiß inzwischen, welche finsteren Motive ihre Ausbilder antreiben und wie sehr sie getäuscht wurde. Auch das lange ersehnte Wiedersehen mit Jonah wird von der Anwesenheit seines Rivalen Kip überschattet und als die Crew am Ziel ihrer Mission ankommt, scheint ihr Scheitern vorprogrammiert.

Seiten: 448 Seiten
Autor/in: Eva Siegmund
Verlag: cbt Verlag
Preis:  BO 13,-€ | EB 9,99 €
ISBN: 978-3-570-31231-5


Lesezeichen:


Erster Eindruck: 

Der erste Teil hört mit einem fiesen Cliffhanger an der Akademie auf, was mich zur Annahme brachte, die Story würde jetzt dort weiter gehen. Natürlich haben wir dann auch ein Liebesdreieck zu erwarten.

Fazit: Was zum Teufel ist da passiert?!

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom cbt Verlag bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Das Cover ist genauso aufgebaut, wie das von Band eins. Anstelle von der Akademie ist nun ein Urwald zu sehen und oben drüber das futuristische Berlin. Das rosa und lila Farbschema ist einem grünen gewichen. Ich schätze, dass es wegen dieser Urwaldlandschaft grün gehalten ist.
Insgesamt gefällt mir das Cover aber sehr gut. Es ist passend zur Story ausgewählt worden und ich liebe grün einfach.

Am Erzählstil ändert sich nicht viel, es wird immer noch aus der Perspektive von Zoë in der Ich-Form geschrieben. Was sich im Vergleich zum ersten Teil geändert hat, sind die Log Buch Einträge von Jonah, die ab und an vorkommen. Diese sind durch Schrift und Erzählart deutlich abgehoben und erkennbar für den Lese eingefügt. Am Ende gibt es sowas wie einen Abspann – warum und weshalb wird nicht verraten. Das war der Moment, wo ich einfach nur so geflasht von dieser Story war!
Schreibstil und Wortwahl haben sich zum ersten Teil nicht verändert – gleichbleibend gut bis sehr gut.
Diese neue Welt, die bereist wird, wird sehr anschaulich und gut dargestellt und das Worldbuilding in diesem Teil ist noch ein wesentliches besser, als im vorherigen Teil.
Zusammenfassend hat mich sowohl der Schreibstil, als auch die Erzählweise vollends begeistern können.

Die Story beginnt nach einem Cut in der Aufwachphase von Zoë.
Zoë erkennt die Lage doch recht schnell, denn sie ist der Kapitän des Raumschiffs, in das sie und die anderen gebracht wurden. Wäre diese Situation nicht schon genug, steht sie nach der Erkenntnis, dass alle inklusive sie selbst die ganze Reise „verschlafen“ haben und nun kurz vor der Landung auf einem neuen Planeten stehen, vor ein weitaus größeres Problem. Um ihre Gefühle nicht zu vernachlässigen, sind auch sowohl Kip, als auch Jonah mit dabei und machen das Chaos perfekt. Während mich der erste Teil an die Tribute von Panem oder die Bestimmung erinnert haben, erinnert mich dieser zweite Teil an Geschichten wie Battle Royal oder der Herr der Fliegen. Es geht grundlegend erst mal um das Besiedeln einer neuen Welt und das in einem Team, in dem ziemliche Unruhe herrscht. Ausgelöst durch die Beziehung zwischen Zoë und Jonah.
Gefahren kommen hierbei nicht nur von der Art der neuen Welt, sondern auch von den Bewohnern. Schnell lernen Zoë und die anderen nämlich andere Menschen und menschenähnliche Wesen kennen.
Was die ganze Geschichte umstellt ist das Ende. Mit dem habe ich so etwas von gar nicht gerechnet und bin froh, dass ich meiner Art, ab und an die letzte Seite vom Buch zu lesen, nicht gefolgt bin! Es war so mega überraschend und hat mich in dem Moment einfach weggefegt. Solche Bücher lese ich wirklich selten und dass mich eine Autorin oder ein Autor so an der Nase herum führen kann, so wie es Eva Siegmund hier geschafft hat, passiert selten. Gleichzeitig finde ich auch, dass es einen krassen Ausblick darauf geben kann, was uns in naher Zukunft erwarten könnte.
Diese Dilogie hat nicht nur auf Interessante und erschreckende Möglichkeiten hingewiesen, sondern auch vieles so argumentiert und besprochen, dass es mir einige Wochen später immer noch im Gedächtnis ist.

Charaktere, wie Zoë oder Kip bleiben natürlich erhalten und entwickeln sich weiter.
Zoë, die am Anfang vom Buch durcheinander und aus dem Konzept gekommen war, findet sich in ihrer Rolle ein und wächst mit der Aufgabe. Sie wägt viel mehr ab und wird von Entscheidung zu Entscheidung erwachsener. Sie beginnt zu ihren Gefühlen zu stehen und das ist für mich in diesem Buch eine sehr wichtig Entwicklung.
Kip habe ich in diesem Buch viel zu sehr vermisst, denn er hat zwar eine wichtige Rolle, aber Jonah ist in diesem Buch viel mehr in den Mittelpunkt gerutscht. Im Nachhinein weiß man dann wieso. Dennoch fand ich etwas schade, weil ich Kip als Charakter sehr gern habe.
Jonah ist, wie nicht anders zu vermuten ist, sehr eifersüchtig auf Kip. Seine Eifersucht nimmt zeitweise Oberhand, was ich zwar verstehen kann, aber nur bis zu einer gewissen Grenze, denn sie macht sehr viel kaputt. Dennoch konnte ich gut mit ihm mitfühlen und war froh, dass er doch noch die Kurve gekriegt hat. Es war wirklich schwer, sich ihn nicht als trotziges Kind vorzustellen.
Natürlich hat die Crew weitere Mitglieder, aber da will ich nicht vorgreifen und besonders zum Ende hin, kommt die eine oder andere Geschichte ans Licht, die man so nicht erwartet hätte.

Insgesamt hat mich diese Dilogie einfach SO umgehauen, dass sämtliche Bücher von Eva Siegmund auf meine Wunschliste gelandet sind.

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:
Sci-Fi Fans werden hier sicher auf ihre Kosten kommen. Auch Leser, die gerne solche Geschichten wie Battle Royal lesen, werden hier eine Interessante Story finden. Band eins sollte man aber vorab gelesen haben!

Bis dann, 
Flidra

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Ophelia Scale

Hallöchen ihr Lieben!

Es kommt wieder ein Jahreshighlight für mich und wenn der zweite Teil raus kommt, werde ich ihn sofort lesen müssen.

Ophelia Scale - Die Welt wird brennen

Inhalt:

Hoffnung ist stärker als Hass, Liebe ist stärker als Furcht

Die 18-jährige Ophelia Scale lebt im England einer nicht zu fernen Zukunft, in dem Technologie per Gesetz vom Regenten verboten ist. Die technikbegeisterte und mutige Kämpferin Ophelia hat sich dem Widerstand angeschlossen und wird auserkoren, sich beim royalen Geheimdienst zu bewerben. Gelingt es ihr, sich in dem harten Wettkampf durchzusetzen, wird sie als eine der Leibwachen in der Position sein, ein Attentat auf den Herrscher zu verüben. Doch im Schloss angekommen, verliebt sie sich unsterblich in den geheimnisvollen Lucien – den Bruder des Regenten. Und nun muss Ophelia sich entscheiden zwischen Loyalität und Verrat, Liebe und Hass ...

Seiten:
464 Seiten
Autor/in: Lena Kiefer
Verlag: cbj Verlag
Preis: HC 18,-€ | EB 11,99€
ISBN: 978-3570165423


Lesezeichen:



Erster Eindruck:

Das Cover verrät leider nicht ganz so viel. Durch den Klappentext ließ es darauf schließen, dass wir es mit einer Dystopie zu tun haben könnte. Viel Spannung und auch eine Liebesgeschichte sollte wohl dabei sein.

Fazit: Interessante Wendungen und spannende Handlung!

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom cbj Verlag bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Das Cover ist einfach SO wunderschön. Ich mag die Atmosphäre, die dieses Cover einem vermittelt. Leser, die fühlbare Effekte mögen, werden sich über den Titel freuen. Leider gibt das Cover in meinen Augen wenig über den Inhalt wieder und das Gesicht ist etwas störend. Dennoch steht es wunderschön im Bücherregal.

Das Buch wird aus der Perspektive von Ophelia in der Ich-Form erzählt. Besonders gut gelungen finde ich die Sprache in dem Buch, die einem ermöglicht, das Buch sehr flüssig zu lesen. Es ist nicht großartig mit zig Nebensätzen gearbeitet worden und dennoch ist die ganze Welt genügend komplex beschrieben worden. Man konnte sich sehr gut vorstellen, was die Charaktere machen, denken und fühlen. Dieser Schreibstil verleitet viele Autoren flappsig und umgangssprachlich zu schreiben. Lena Kiefer hat es in diesem ersten Band prima gemeistert.
In dieser Welt gibt es zwei große Schauplätze, dessen Bild ich jetzt noch vor Augen habe. Auch die Charaktere haben bei mir ein Gesicht, was ich von einem guten Buch auch erwarte.
Insgesamt ist der Schreibstil, die Wortwahl und das Worldbuilding sehr gelungen.

Das Buch startet mitten in einer Szene, wo sich Ophelia auf einer Mission für den Widerstand befindet. Nach und nach wird klar, die Welt in der diese Geschichte spielt, scheint von einem Menschen regiert zu werden, der Technik verboten hat und das ganze Abkehr nennt. Menschen wie Ophelia, fehlt diese Technik, denn sie hat nicht nur Fortschritte mit sich gebracht, sondern auch viel dazu beigetragen das Leben einfacher zu machen. Ophelia fühlt sich so unglaublich unwohl und würde am liebsten alles wieder zurück haben wollen. Darum hat sie sich dem Widerstand angeschlossen und versucht eine Wende herbeizuführen. Durch gewisse Umstände landet sie dann bei einem Auswahlverfahren für Rekruten für den royalen Geheimdienst. Wäre das nicht schon genug, lernt sie Lucien kennen und muss sich entscheiden, denn er ist der Bruder des Regenten.
Ophelia hat, wie man sieht, einige persönliche Probleme und auf die wird im Verlauf der Geschichte mehr als nur ein bisschen eingegangen. Doch daneben gibt es Probleme und Gedanken, die dieses Buch in meinen Augen sehr besonders machen. Gedanken, wie z.B., dass Technik, die sich immer weiterentwickelt, gefährlich sein kann und das in allen möglichen Lebenslagen. Die Gewichtung von dem, was man an Technik braucht und das, was in irgendeinerweise „Luxus“ darstellt ist eine Sichtweise, die etwas was näher gebracht wird.. Der erste Band dient im Ganzen zuerst dazu, dass man die verschiedenen Positionen erklärt bekommt, die Argumente und natürlich die Umstände von Ophelia kennenlernt. Ich erhoffe mir deshalb von dem zweiten Band, dass dieser noch einmal ausführlicher auf die Argumentationen ein geht und noch mehr zum nachdenken anregt. Tage später dachte ich noch über dieses Buch nach. Nach Wochen, ist das Buch immer noch in meinem Kopf verankert und positiv in Erinnerung geblieben.
Besonders am Schluss, der Cliffhanger, der ist ganz, ganz, gaaaaaanz böse!

Ophelia ist einfach ein Bad Ass Charakter. Anders könnte ich sie gar nicht beschreiben. Sie ist selbstbewusst und weiß, was sie kann. Jedoch besitzt sie einen Nachteil , denn sie ist dann doch sehr naiv und gerät dadurch in Situationen, aus denen sie sehr schwer heraus kommt. Ihre Neugierde ist ab und an auch mit Vorsicht zu genießen. Ich mag sie trotzdem ganz gerne. Besonders ihre Art mit Problemen umzugehen finde ich gut und sie entwickelt sich einfach. Sie wird offener und das schätze ich an dem Charakter.
Lucien ist ein Typ wie Cartier aus The Queen's rising bzw. Die fünf Gaben. Ich liebe ihn einfach. Seine intelligente Art und die Art, wie er mit allem umgeht hat mich wirklich überrascht. Am Ende war ich dann noch überraschter, wie komplex der Charakter dann wirklich ist und er hat ich dann vollends eingenommen. Er ist zu meinem Lieblingscharakter in dem ersten Buch geworden. Alleine die Phase in dem sich alles mit Ophelia aufbaut ist sehr spannend und intensiv. Das Ende hat mir dann noch einmal gezeigt wie vielfältig er ist und das es über ihn noch sehr viel herauszufinden gibt.
Es gibt noch einige andere Charaktere, die sehr gut gelungen sind, aber um euch nicht die Freude an dem Buch zu nehmen, werde ich euch nichts genau es sagen. Grundlegend ist aber zu sagen, dass alle Charaktere ihre Geschichte bekommen und durchaus doch das eine oder andere mal tiefer gehend sind. Man merkt natürlich, dass es Nebencharaktere sind, aber sie haben dennoch einen soliden Stellenwert in der Geschichte. Das ist eines der Vorteile in diesem Buch. Sollte man Ophelia nicht mögen, gibt es genügend weitere spannende Charaktere, für die es sich lohnt, das Buch zu lesen.

ICH BRAUCHE TEIL ZWEI! DRINGEND! Das ist das, was ich aus diesem Buch mitnehme. Es ist einfach ein sehr guter Auftakt und eine Geschichte, die mich erst mal nicht los lassen wird. Daher bin ich sehr froh, dass sowohl Teil zwei als auch der dritte Teil in diesem Jahr noch erscheinen. Ich versuche sie auch in diesem Jahr noch zu lesen. Ich hoffe es klappt!

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:


Fans von Warcross oder Tribute von Panem werden an dieser Story wirklich gefallen finden. Es ist sowohl für die Romance Fans, als auch für die Fantasy Fans was dabei.
Leser von klassischen Krimis oder Thrillern, würde ich von diesem Buch abraten. Die Themen sind zwar gut, aber die Aspekte sind nicht durchweg erwachsen, denn es handelt sich hier um ein Jugendbuch.


Bis dann,
Flidra

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Becoming Elektra


Hallo ihr Lieben,

wie angekündigt, bekommt ihr heute meine Rezension zu Becoming Elektra zu lesen.

Becoming Elektra


Inhalt:


Wenn dein Leben eine Lüge ist ...

Als die junge und schöne Elektra Hamilton bei einem Reitunfall ums Leben kommt, erhält Isabel ein unerwartetes Angebot. Sie, die Elektra wie aus dem Gesicht geschnitten ist, soll deren Platz einnehmen. Sie muss lediglich für immer verschweigen, wer sie wirklich ist. Ein Leben in Luxus winkt ihr - und die Verlobung mit dem attraktiven Phillip von Halmen.
Zunächst scheint keiner Verdacht zu schöpfen. Doch Elektra hatte eigene Geheimnisse und während diese sie langsam einholen, wächst in Isabel die Gewissheit, dass Elektras Tod kein Unfall war. Wer trachtete Elektra nach dem Leben? Und wird der Mörder erneut zuschlagen?
Isabel weiß nur, dass sie keinem trauen kann ...


Seiten: 384 Seiten
Autor/in: Christian Handel
Verlag: ueberreuter Verlag
Preis: HC 17,95€ | EB 14,99€
ISBN: 978-3-7641-7094-3

Lesezeichen:



Erster Eindruck:


Ich kenne den Autor von seinem ersten Buch Rosen & Knochen, bei dem es sehr fatansiereich zu geht. Daher bin ich gespannt, wie sich der Autor bei einer Zukunfsversion unserer Welt schlägt.

Fazit: Achtung! Ein Jahreshighlight!

Das Cover ist so mega schön ! Ich hab mich sofort verliebt! Der Buchrücken ist eine schmalere Version des Covers und macht sich grandios im Bücherregal. Es sieht alles besonders schick aus. Die Kombination der Farben blau und rot finde ich sehr gut gelöst und es wirkt alles sehr harmonisch.

Geschrieben ist diese Geschichte aus der Sicht von Elektra in der Ich-Form. Man hat also immer direkten Zugriff auf Elektras Gedanken, die sehr wichtig sind für den Verlauf und den Sinn der Geschichte. Es geht ja unter anderem um die Entwicklung von Elektra und da unterstützt diese Schreibweise enorm.
Die Sprache ist sehr flüssig und hatte mich sofort von der ersten Seite gefesselt. Ich konnte kaum von dem Buch ablassen und habe innerhalb von 3 Tagen das komplette Buch durchgesuchtet.
Die Geschichte folgt immer einem roten Faden und bietet im Grunde keine Möglichkeit den Überblick zu verlieren. Der Schreibstil von Christian Handel hat etwas sehr anziehendes und einnehmendes an sich. Wer von euch also zu diesem Buch greift, stellt bitte sicher, dass ihr es euch gemütlich macht und genügend Zeit habt. So schnell kommt ihr davon nämlich nicht los!

Als Isabel das Angebt bekommt, die Identität von Elektra Hamilton anzunehmen, verändert sich alles für sie. Plötzlich ist sie nicht mehr abgeschnitten von der Welt und wird beachtet. Doch zu welchem Preis?
Isabel ist ein Klon von Elektra und als Elektra ums Leben kommt, wird ihr angeboten Elektras Rolle zu übernehmen. Wie ihr euch denken könnt, ist dies die perfekte Ausgangslage für Sinneskrisen, Charakterveränderungen, Verlust, Ängste und komplizierte Liebe. Irgendwann steht Isabel dann vor der alles entscheidenden Frage : Ist sie Isabel oder Elektra?
Doch wäre es nur das. Isabel, die sowieso schon recht überfordert erscheint mit ihrem neuen Leben, muss sich damit konfrontiert sehen, dass der Mörder von Elektra auch hinter ihr her ist.
Ihr seht, das Buch beinhaltet sämtliche Ansätze, die es einem schwer machen Langeweile zu empfinden. Es gibt auch eine wunderschöne Liebesgeschichte, die ich als Leser aber weniger im Fokus gesehen habe. Viel mehr war die ganze Thematik rund um Klon und Mensch im Vordergrund. Wann ist ein Klon ein Mensch? Ist ein Klon immer schon ein Mensch? Sind beide gleich wert? Es gibt so viele Fragen, die in diesem Buch dazu auftauchen und in gebotener Länge besprochen werden.
Für mich hat das Buch eine interessante Sicht auf eine mögliche Zukunft. Was passiert, wenn klonen zu einem Geschäft wird, was positive und negative Dinge mit sich bringt?
Dann haben wir auch noch ein Ende, welches durchaus Aussicht auf einen zweiten Teil gibt. Der Autor hat diesen ausgeschlossen und uns mit dem weiteren Gedanken alleine gelassen. Diese Art ein Buch zu beenden, finde ich auf der einen Seite gemein, weil ich einfach viel zu neugierig bin. Andererseits ist ein solches Ende ein guter Weg den Leser dazu zu bringen weiter zu denken. Das Buch als Anlass zu nehmen, um eigene Gedanken zu entwickeln zu dem Thema und sich vielleicht doch noch einmal spezieller dazu zu informieren.
Diese Geschichte hat es einfach geschafft mich dazu zu bringen nach dem Buch mich mit Gedanken aus dem Buch zu befassen. Genau das erwarte ich von solchen Büchern.

Isabel hat mir von Anfang an gefallen. Sie ist zum einen sehr nachdenklich und zum anderen trotzdem gesprächig. Sie denkt über die, meiner Ansicht nach, richtigen Sachen nach und sie hebt auch nicht ab. Besonders beeindruckend fand ich direkt am Anfang, als Isabel in das Zimmer von Elektra kam, wie sie sich damit auseinander gesetzt hat, dass sie im Bett einer Toten schläft. Der Gedankengang war so gruselig wie faszinierend. Ihr Entwicklung zu einem wirklichen Menschen war wirklich sehr authentisch und verständlich dargestellt. Sie war ja ihr ganzes Leben mit dem Wissen aufgezogen worden ein Klon zu sein und als Spender ausgebeutet zu werden. Diese Angst und der Gedanke, dass man eigentlich ein Mensch ist und das eben nicht ist, das alles zu überwinden und sich ein Leben aufbauen zu wollen, ist sehr schwer. Daher fand ich die Entwicklung, sowohl ihrer Stärken als auch Schwächen super angepasst daran, dass sie sich zusätzlich mit der Frage beschäftigen musste, wer sie ist.
Phillip ist zwar für mich nun kein bookish boyfriend, aber ein wirklich sehr interessanter Charakter. Er weiß zu Anfang nicht, was ihn erwartet, lässt sich aber auf Isabel ein. Er ist sehr fantasiereich und er mag es die Menschen, die er liebt wirklich zu überraschen und ihnen was wunderbares und unvergessliches zu zeigen. Es ist wirklich schön zu lesen, wie er sich um Isabel bemüht. Ich würde ihn so furchtbar gerne als Bruder haben wollen!
Zu der Beziehung zueinander muss ich sagen, dass ich nie das Gefühl hatte, dass nur die Beziehung im Vordergrund steht. Viel mehr waren andere Themen relevanter, was die Geschichte sehr belebt hat. Ich glaube auch, dass wenn es ausführlicher geworden wäre, der eine oder andere Part dazu geführt hätte, dass das Buch unnötig in die Länge gezogen worden wäre.
Hektor! Oh Gott! Ich LIEBE Hektor! Sorry für Phillip, aber Hektor war mein persönlicher Favorit!
Nicht nur, dass er unglaublich witzig, loyal und zuverlässig ist, nein, er liebt von Herzen. Er kann gar nicht anders, als den Menschen genau das zu zeigen. Wenn ihn was nervt, dann zeigt er auch genau das. Er ist einfach ein so toller und liebenswerter Charakter, von dem ich mir noch die eine oder andere Stelle im Buch gewünscht hätte!
Mehr zu den Charakteren will ich euch nicht verraten, denn ich will euch nicht spoilern.

Insgesamt hat mich Christian wieder SO von sich und seinem Können begeistern können! Das Buch ist für mich definitiv eines meiner Lesehighlights in diesem Jahr und auch ein Lieblingsbuch für mich geworden.

…. und ich BRAUCHE einen zweiten Teil!


Wem würde ich das Buch empfehlen ?:


Liebhaber von Jugendfantasy mit Zukunftsversionen, werden hier auf ihre Kosten kommen. Es ist definitiv keine Liebesschnulze und erfasst sehr ernste und nachdenklich machende Aspekte.


Bis dann,
Flidra

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Interview - Christian Handel und Becoming Elektra



© Christian Handel

Wenn dein Leben eine Lüge ist ...
Als die junge und schöne Elektra Hamilton bei einem Reitunfall ums Leben kommt, erhält Isabel ein unerwartetes Angebot. Sie, die Elektra wie aus dem Gesicht geschnitten ist, soll deren Platz einnehmen. Sie muss lediglich für immer verschweigen, wer sie wirklich ist. Ein Leben in Luxus winkt ihr - und die Verlobung mit dem attraktiven Phillip von Halmen.
Zunächst scheint keiner Verdacht zu schöpfen. Doch Elektra hatte eigene Geheimnisse und während diese sie langsam einholen, wächst in Isabel die Gewissheit, dass Elektras Tod kein Unfall war. Wer trachtete Elektra nach dem Leben? Und wird der Mörder erneut zuschlagen?
Isabel weiß nur, dass sie keinem trauen kann ...
Hallo ihr Lieben !

Na, wer von euch hat "Becoming Elektra" schon verschlungen?
Um euch ein bisschen mehr hinter die Kulissen schauen zu lassen, habe ich mit dem Autor Christian Handel geredet und die eine oder andere Interessante Frage zum Buch gestellt. Wenn ihr also mehr über den Hintergrund des Buches und über den Autor erfahren wollt, dann seit ihr hier genau richtig!

Christian Handel:
© Christian Handel Facebook


„Christian Handel wurde in der Schneewittchen-Stadt Lohr am Main geboren, die im sagenumwobenen Spessart liegt. Inzwischen lebt er allerdings in Berlin und ist selbst davon überrascht, wie sehr er sich als Landpflanze im Großstadtdschungel wohl fühlt.
Er begeistert sich für Stoffe über starke Frauen, märchenhafte Motive und queere Themen. Außerdem ist er einer der größten Buffy-Nerds überhaupt.
Die von ihm herausgegebene Anthologie HINTER DORNENHECKEN UND ZAUBERSPIEGELN wurde 2017 mit dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichnet.
Sein erstes Buch ROSEN & KNOCHEN erschien im September 2017 im Drachenmond Verlag. Er bezeichnet es selbst gern als "dunkles Märchen".“ (Quelle: Amazon )


Hallo mein lieber Christian und danke, dass du mir und meinen Leser ein paar Fragen rund um deinen neuen Roman "Becoming Elektra" beantwortest.
Allem voran die für mich interessanteste Frage - Wie kommt man auf so ein Thema wie Klonen und das kommerzielle Prinzip dahinter?

Da sind ein paar Dinge zusammengekommen. Seit jeher mag ich Zwillingsverwechslungs-Geschichten. Außerdem mag ich TV-Serien wie „Revenge“, „Reign“ & Co. – ich nenne sie gern meine „guilty pleasures“, weil sie so dramatisch sind und mondän. Ich hatte Lust, mich an einer solchen Geschichte zu versuchen, wollte aber auch etwas anders machen. So entstand die Idee, aus den klassischen Zwillingen Klone zu machen – und daraus ergaben sich wiederum neue Möglichkeiten.
Was das kommerzielle Prinzip hinter dem Klonen angeht: Der Kapitalismus spielt in unserer Gesellschaft Zeit eine große Rolle, auch in der Forschung. Der Gedanke lag nahe, dass jemand aus einer solchen Entwicklung Profit würde schlagen wollen.

Einige werden sich auch sicher fragen, woher du dein Wissen bezogen hast oder hast du dir alles ausgedacht? Was ist schon Realität und was entspringt deiner Fantasie?

In BECOMING ELEKTRA gehe ich kaum darauf ein, wie die Klone entstanden sind. Mir war es wichtiger, mich mit den ethischen Fragen zu beschäftigen, die damit einhergehen. Aber selbst diese stehen nicht im Fokus des Romans. Der liegt vor allem auf der charakterlichen Entwicklung von Isabel, meiner Protagonistin. Ihre emotionale Reise, ihre Entwicklung vom „Klon“ zum „Menschen“ wollte ich darstellen. (Wobei sie natürlich von Anfang an ein Mensch ist, auch wenn so mancher in ihrem Umfeld das gern anders sehen würde).
Allerdings habe ich natürlich Artikel gelesen - und mich mit einem befreundeten Biologen unterhalten und mir ein paar Details erklären lassen. So z. B., dass die Hamiltons zum Klonen wohl die Stammzellen im Blut verwenden würden.

Das Thema ist doch recht komplex, wie lange hast du von der Idee bis zur Fertigstellung gebraucht?

Die Idee für die Geschichte kam mir bereits vor einigen Jahren. Der Satz „Ich lebe in einem Haus voller Spiegelbilder“ steht seit damals in meinem Notizbuch. Tatsächlich habe ich lange geglaubt, so richtig würde sich niemand für diesen Klon-Krimi interessieren. Umso begeisterter war ich, dass ich von ueberreuter die Chance dazu bekommen habe, Isabels Geschichte zu erzählen.
Den Vertrag für das Projekt haben wir im März 2018 geschlossen. Geschrieben habe ich den ersten Entwurf von April bis November. Anfang 2019 kam dann das Lektorat und im März 2019 habe ich die Druckfahnen bekommen.

Wie stehst du eigentlich selber zum Thema Klonen? Du hast sowohl positive, als auch negative Dinge dazu in deinem Buch beschrieben. Hast du vielleicht Angst davor, dass es zu so einer Realität kommen könnte? Oder glaubst du, dazu braucht es noch einige hundert Jahre?

Grundsätzlich bin ich für medizinischen Fortschritt. Das Thema Klonen betrachte ich allerdings mit großer Skepsis. Vielleicht, weil alle Gründe für das Klonen in BECOMING ELEKTRA ausschließlich egoistischer Natur sind und alles andere als human. So etwas wollte ich nicht in der Realität miterleben müssen.
Wenn du einen Klon hättest, egal ob du dafür nun bezahlt hättest oder nicht, wie würdest du mit ihm umgehen? Wäre es dein Bruder oder vielleicht sogar Zwilling?
Spannend wäre das schon. Ich wünsche mir sehr, ich würde ihn als Bruder oder Zwilling betrachten können. Aber wer kann sagen, wie er wirklich reagieren würde, wenn auf einmal eine genetisch identische Kopie von einem selbst vor der Tür steht?
© Christian Handel

Elektra ist eine weibliche Protagonistin. Wie hast du es geschafft, aus ihrer Sicht zu schreiben? Wenn du aus so einer Perspektive schreibst, bist du dann diese Person oder ist das eher, als würdest du daneben stehen, zusehen und deinen Charakteren später die Fragen stellen?


In meinen bisherigen Projekten war ich immer direkt im Kopf der Protagonisten. Bei Isabel aus BECOMING ELEKTRA empfand ich das sogar als besonders intensiv. Das Schreiben war wie ein Rausch und ich habe mich meiner Figur sehr nahe gefühlt.
Vielleicht lag das daran, dass Isabel so intensiv empfindet: all die Wut, die sie am Anfang auf ihre „Erzeuger“ verspürt, die Liebe zu ihrer Schwester Kelsey, den Mut, den sie mit der Zeit entwickelt … Ich sehe sie als sehr starken Charakter und empfinde großen Respekt für sie, auch wenn sie „nur“ eine erfundene Figur ist.
Dass sie eine Frau ist und ich nicht, darüber habe ich mir nicht allzu viele Gedanken gemacht. Ich lese hauptsächlich Bücher mit weiblichen Hauptfiguren und auch in der überwiegenden Anzahl meiner Geschichten stehen Frauen im Mittelpunkt.
Wie gut oder schlecht mir das Hineinversetzen in eine junge Frau gelungen ist, müssen die Leserinnen entscheiden.

In dem Buch gibt es den einen oder anderen besonderen Ort, hast du dich da von etwas speziellem inspirieren lassen?

Im vergangenen Sommer bin ich bei einem Wochenendausflug nach Frankfurt im Main an diesem Gebäude vorbeigekommen:
Das Olympus, das Theater, in das Phillip Isabel einlädt, um den Sommernachtstraum zu sehen, sieht zwar etwas anders aus. Es ist aber definitiv von diesem Bau inspiriert.
Vielleicht erinnerst du dich an die blassrosa Kirschblütenblätter?

Oh ja, daran erinnere ich mich sogar noch sehr gut!
So, jetzt muss ich nochmal was als großes Fangirl fragen...

Das Ende war dann doch etwas anders als erwartet, besonders der Epilog. Du hast auch im Nachwort ganz klar gesagt, dass du keinen zweiten Teil planst. Wenn dich genügend Fans zuspammen, hätten wir eine Chance auf einen zweiten Teil?

Haha, die Fans müssten ja nicht (nur) mich, sondern den Verlag anschreiben.
Letztendlich entscheidet sich ein solches Projekt an der Nachfrage auf dem Markt. Wenn genügend Leute BECOMING ELEKTRA kaufen und eine Fortsetzung wollen, würden der ueberreuter Verlag und ich vermutlich darüber nachdenken.
Eine Idee gäbe es bereits. Die Frage ist, ob das Interesse groß genug ist.

Wie ich weiß, erscheint 2020 ein weiteres Werk bei ueberreuter und die Fortsetzung von Rosen & Knochen ist auch in Arbeit. Magst du uns davon noch was erzählen oder uns zu anderen Projekten teasern?

Die Fortsetzung von Rosen & Knochen geht demnächst ins Lektorat. Im Vergleich zum ersten Teil ist das Sequel ein ziemlicher Wälzer geworden (über 500 Normseiten). Muireann und Rose verschlägt es diesmal auf eine Zarenhochzeit. Sowohl ein gefährliches Zauberbuch, als auch ein Feuervogel und die Hexe Baba Yaga spielen eine Rolle.
Das Schreiben hat mich diesmal vor einige Herausforderungen gestellt und ich bin noch nicht hundertprozentig mit dem Ergebnis zufrieden. Mal sehen, welche Tipps das Lektorat hat. Deshalb kann ich auch noch nicht genau sagen, wann das Buch erscheint.
Über mein nächstes ueberreuter-Projekt kann ich noch nicht viel verraten. Außer, dass ich vor Freude Luftsprünge gemacht habe, als ich grünes Licht dafür bekommen habe. Was ich schon sagen kann ist, dass es ein High Fantasy-Roman ist und das Schreiben für mich vermutlich erneut recht emotional wird.
Derzeit beginnt das Manuskript mit dem folgenden Satz:
Die Festung wirkte wie eine schwärende Wunde inmitten der grünen Hügellandschaft.
Auf Instagram und Facebook werde ich im Lauf der kommenden Monate mehr über das Projekt verraten. Beiträge dazu findet ihr dann unter dem Hashtag #iriann.

Vielen lieben Dank noch mal Christian, dass du dich hast von mir löchern lassen!

Ich hoffe , dass ich euch damit etwas mehr in die Welt des Buches hab abtauchen lassen und vielleicht sogar den einen oder anderen von euch animiere es zu lesen.
Meine Rezension kommt am Mittwoch auf diesem Blog online. Wenn jemand also wissen will, wie ich das Buch fand und wahrgenommen habe, der kann gerne vorbei schauen.

Bis bald,
Flidra
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