Ash Princess


Ein frohes neues Jahr meine Lieben !

Heute habe ich euch ein Jahreshighlight vom letzten Jahr mitgebracht, denn in diesem Jahr habe ich es noch nicht geschafft ein Buch zu lesen. Das ist traurig, aber wahr. Ich hoffe für euch läuft der Jahresanfang doch etwas besser.
Vorab möchte ich gerne ein kleine Triggerwarnung aussprechen, denn, obwohl es als Jugendbuch vermarktet wird, empfinde ich es als sehr brutal und würde es nicht jedem Jugendlichen in die Hand drücken.

Ash Princess

Inhalt:

Sie kommt aus der Asche und greift nach den Sternen

Theo ist noch ein Kind, als ihre Mutter, die Fire Queen, vor ihren Augen ermordet wird. Der brutale Kaiser raubt dem Mädchen alles: die Familie, das Reich, die Sprache, den Namen. Und er macht aus ihr die Ash Princess, ein Symbol der Schande für ihr Volk. Aber Theo ist stark. Zehn Jahre lang hält die Hoffnung sie am Leben, den Thron irgendwann zurückzuerobern, allem Spott und Hohn zum Trotz. Als der Kaiser Theo eines Nachts zu einer furchtbaren Tat zwingt, wird klar: Um ihren Traum zu erfüllen, muss sie zurückschlagen – und die Achillesferse des Kaisers ist sein Sohn. Doch womit Theo nicht gerechnet hat, sind ihre Gefühle für den Prinzen ...

Seiten: 512 Seiten
Autor/in: Laura Sebastian
Verlag: cbj Verlag
Preis: HC 20,- € | EB 12,99 €

Lesezeichen:



Erster Eindruck:

Das Cover ist einfach der Wahnsinn – daher hatte ich überhaupt Interesse an dem Buch. In letzter Zeit sind nämlich einige Bücher mit der Thematik erschienen, in denen die Rückeroberung eines Königreichs im Vordergrund standen.

Fazit: Brutal und rohe Gewalt – dennoch authentisch und überraschend!

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom cbj Verlag bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Wie oben erwähnt, ist das Cover der Wahnsinn. Ich finde, dass die Krone vom Cover ziemlich genau der Beschreibung entspricht, die im Buch von der Aschekrone gegeben wird. Ab und an werden Cover auch geändert – bei diesem bin ich SEHR froh, dass es nicht passiert ist. Es ist sehr düster, was dem Charakter des Buches wirklich entspricht.

Das Ganze wird aus der Sicht von Theo, unserem Hauptcharakter, in der Ich – Perspektive erzählt. Insgesamt ist der Sprachstil sehr flüssig trotz der Brutalität. Die Brutalität äußert sich besonders durch die doch recht detailreiche Sprache und der genauen Beschreibungen in Szenen, wo Gewalt vor kommt. Das bricht dem ganzen jedoch nichts ab, im Gegenteil. Es macht die ganze Geschichte sehr viel authentischer und ich habe mich ab und an gefühlt, als würde ich eine Mittelalterserie schauen. Ich habe mir das Setting ähnlich wie bei Game of Thrones vorgestellt und teilweise habe ich mich auch bei Charakteren daran orientiert. Die Karte am Anfang hat mir wirklich geholfen zu verstehen wer wo wann was macht und wohin oder woher wer geht bzw. kommt. Was einem Leser sofort auffällt, sind die ungewöhnlichen Namen. Die Namen haben ihren Ursprung in verschiedenen Sprachen, was ich sehr interessant finde.
Insgesamt hat der Schreibstil also genau das transportiert, wofür das Buch steht.

Aber von vorn.
Theodosia ist die rechtmäßige Königin von Astrea, das von dem Kaiser von Kalovaxia besetzt wurde. Nachdem ihre Mutter getötet wurde, wird Theo als Spielzeug des Königs gefoltert, gequält und verspottet. Bei jeder sich nur bietenden Gelegenheit setzt der Kaiser ihr die Aschekrone auf und zeigt sie als Siegesprämie seinem eigenen Volk, während sie lieb lächeln als Lady Thora ihre Rolle einer untergebenen Prinzessin spielen soll. Als sie eines Tages vom Kaiser in den Thronsaal gerufen wird und vor ihr Ampelio auf dem Boden liegt, beginnt für sie die Zeit des Erwachens. Sie erkennt, dass der Kaiser ihr selbst ihre Identität gestohlen hat und sie diese mit sammt ihrem Volk, ihrem Land und ihrer Sprache zurück für sich gewinnen muss. Ab da an beginnt der Kampf der zahlenmäßig unterlegenen Rebellen gegen den Kaiser der Kalovaxianer.
In diesem Kampf werden sehr viele Intrigen aufgedeckt und gesponnen, geliebt und gehasst. Eine sehr explosive Mischung, die nicht zu viel verspricht.
Themen, wie z.B. die Eroberung eines Königreichs, der Neid anderer, Rebellen, die ihre Organisation stärken müssen und Liebschaften, die nicht sein dürfen, kennt man aus anderen Romanen. Dieser hier nimmt diese Themen auf und verpackt sie ein Stück brutaler und erschreckend authentisch und vergisst dabei nicht, originell und aktuell zu blieben.

Die Charaktere sind sehr unterschiedlich von ihrer Intensität. Ich empfand Søren beispielsweise als sehr weichen Charakter im Vergleich zum Kaiser oder zu Blaise.
Theodosia ist am Anfang gebrochen. Nach sämtlichen Bestrafungen und Narben, ist sie verunsichert und hat vergessen, wer sie ist. Passend dazu hat der König ihr einen neuen Namen verschafft – Lady Thora. Theo, die sich ihrer Rolle gefügt hat, wacht zu Anfang auch recht schnell aus dieser Welt auf und wird sich durch die Hilfe ihrer Schatten bewusst, wer sie nun ist. Sie entwickelt sich wirklich zunehmend und in meinen Augen plausibel und authentisch zu einem Menschen, der etwas mehr Selbstvertrauen in sich trägt.
Søren, der Prinz der Klovaxia, ist eher auf dem Meer Zuhause, als im Schloss. Mit seiner Mannschaft hat er schon einige Schlachten geschlagen, obschon er bis dato keine Schlacht anführte. Der Prinz ist sehr beliebt bei seinem Volk. Nicht zuletzt dadurch, dass er als Krieger immer berühmter wird. Doch auch er trägt einiges mit sich herum. Für mich ist der Prinz bislang noch ein sehr „netter“ Charakter. Mir fehlt der Ausbruch und die Leidenschaft für etwas. Es wurde zwar angedeutet, aber diese wirkliche Explosion war für mich noch nicht vorhanden. Daher Hoffe ich auf den zweiten Teil und auf den Konflikt, der sich am Ende anbahnt.
Blaise. Einfach nur Blaise. Alleine den Namen finde ich schon genial. Blaise ist für mich der Inbegriff eines nach außen aussehenden, frechen Rebellen. Man bemerkt jedoch schnell, dass die Autorin noch einiges mit diesem Charakter vor hat. Das hat mich vom ersten Moment an mitgenommen und ich bin wirklich so gespannt, was noch mit ihm passieren wird. Besonders das Ende verspricht einen spannenden zweiten Band.
Er ist in der Story mein Lieblingscharakter!
Der Kaiser der Kalovaxianer ist wirklich grausam. Für mich ist er komplett überschnappt und so krank. Doch genau das macht ihn zu einer gelungenen Figur. Ich hab ihn während des Lesens immer mehr gehasst und das soll er beim Leser auslösen. Diese Boshaftigkeit und Brutalität, die er an den Tag legt, ließ mich ab und zu erschaudern. Er ist wirklich alles andere, als in irgendeiner Weise sympathisch.
Es gibt noch einige andere Charaktere. Auf um die 500 Seiten haben erstaunlich viele Charaktere ihren Platz gefunden, ohne das es wirklich verwirrend wurde oder oberflächig. Ich könnte aus dem Stehgreif noch einige andere Charaktere vorstellen, deren Geschichten alle, zumindest in Ansätzen, in diesem Buch erzählt wurden. Daher fiebere ich schon dem zweiten Teil entgegen.

Insgesamt hat mich dieses Buch, nach einem überraschenden Start, sehr begeistert. Ich konnte nicht immer viel am Stück lesen, hätte es aber zu gerne. Mit diesem spannenden Cliffhanger muss ich nun bis zum zweiten Teil warten, der hoffentlich sehr schnell auch bei uns in Deutschland erscheint.

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:

Für alle Fans von düsteren mittelalterlichen Fantasyromanen, ist das Buch sicher sehr ansprechend. Man muss sich jedoch damit abfinden, dass die Charaktere vergleichsweise recht jung sind und auch etwas Liebe eine Rolle spielt. Es ist jedoch kein Roman für Menschen, die Liebeskomödien oder Liebesdramen bevorzugen. Dafür ist es dann doch zu wenig Liebe.
Darüber hinaus, sollten sich zart besaiteten Seelen gut überlegen, ob sie dieses Buch lesen wollen.

Bis dann,
Flidra
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My first love

Ahoi Leseratten,

kommen wir zum zweiten Buch, welches ich im November gelesen habe. Von der Stimmung passt es für mich in den Spätsommer. Dennoch habe ich das Buch in zwei Tagen verschlungen. Das will schon was heißen!

My first love

Inhalt:



Seiten:448 Seiten
Autor/in: Tanja Voosen
Verlag: Heyne > fliegt
Preis:  BO 12,-€ | EB 9,99€





Lesezeichen: 



Erster Eindruck:

Teenie Romanzen, Highschool Drama und viele gebrochene Herzen.

Fazit: Super Dialoge und sehr viel Witz!

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom Heyne Verlag bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch. [ Unbezahlte Werbung]

Leider finde ich das Cover etwas unpassend. Bis auf das Meer und eine Ähnlichkeit zu den Charakteren im Buch, sagt das Buch nichts über den Inhalt aus. Zuerst habe ich gedacht, dass ich einen Surferboy kennenlernen werde und ein Mädchen, dass ihre Zeit am Meer verbringt. Dabei ist dem gar nicht so. Sei es drum. Ich finde es dennoch hübsch gemacht. Die Stimmung bei dem Sonnenuntergang/aufgang ist toll eingefangen und die Gestaltung und Schrift finde ich passend und ansprechend.

Aus der Sicht von Cassidy lesen wir die Story in der Ich – Form. Ich finde es deshalb sehr ansprechend, weil Cassidy ein Charakter ist, der gerne mal mehr denkt, als das er was erzählt. Dazu später mehr.
Die Sprache ist durchweg fließend und leicht zu lesen. Besonders die Dialoge haben mich umgehauen. Viele Dialoge in Büchern sind leider etwas starr und  nicht authentisch geraten. In diesem Buch konnte ich nicht genug davon lesen. Sie haben mich immer wieder an die tollen Dialoge von Carina Bartsch in Kirschroter Sommer erinnert, die ich bis heute nicht vergessen kann. Nun gehören diese Dialoge definitiv dazu.
Alleine dadurch, verflog die Zeit beim lesen im Flug. Ich habe nicht gemerkt, dass ich so schnell so weit gekommen bin und war am Ende traurig, dass es schon vorbei war. Ich empfehle nicht unbedingt in der Öffentlichkeit zu lesen, denn die Gefahr, dass man laut los lacht, die ist sehr hoch!

Cassidy ist wie ihr Name schon vermuten lässt sehr taff, nicht auf den Kopf gefallen und alles andere als ein ruhiges Mäuschen. Im Gegenteil, wenn ihr was gehörig gegen den Strich geht, vertritt sie ihre Meinung lautstark und es ist ihr egal, wie andere darüber denken. Innerlich trägt sie jedoch einen Kampf aus, denn sie ist alles nur nicht wirklich glücklich. Ihre Gedanken und Meinungen zu dem einen oder anderen Thema bleiben verschlossen. Wir, als Leser, kriegen sie durch die geschickte Wahl des Erzählers dennoch mit. Ihr Leben war nie ein Wunschkonzert, doch hat sie sich mittlerweile arrangiert. Ich weiß nicht, wo genau ich anfangen soll um zu beschreiben, wie toll ich Cassidy finde. Sie ist der Art von Hauptcharakter, der eine perfekte Mischung aus Selbstbild und Eigenreflexion hat. Darüber hinaus hat sie es faustig hinter den Ohren und ihre Wortgefechte mit Colton sind großartig. Ihre Loyalität gegenüber Lorn ist unbeschreiblich. Natürlich hat sie auch Schwächen, wie ihren Sturkopf, der sie aber nur authentischer und damit sympathischer für mich macht.
Colton hat den Bad Boy Stempel aufgedrückt bekommen, gibt sich mürrisch und verteidigt sich nicht nur mit Worten. Seitdem Cassidy seiner Exfreundin Kim half, könnte man meinen, dass Cassidy sein persönlicher Erzfeind ist. Dies hält er ihr gegenüber auch nicht geheim. Viel mehr lässt er sie seine Wut immer wieder spüren. Beide sind sich jedoch gar nicht so unähnlich, denn auch er verbirgt viel und hat viel in seinem Leben erlebt. Ich finde die Idee seine Freundschaft mit Theo im direkten Vergleich mit der, der beiden Mädchen, zu setzen wirklich sehr gut. Man sieht daran, wer seine Fehler hat und wie diese sich ändern. Generell finde ich die Dynamik der Beziehungen und der Geschichte wirklich so gut getaktet.
Lorn ist, ebenso wie Cassidy, sehr loyal, aber bei weitem weniger selbstbewusst und sogar etwas schüchtern, wenn sie vor einem Jungen steht, den sie mag. Sie ist ein Basketball Ass und sehr ehrgeizig, was sie selbst sehr streng im Umgang mit sich selbst macht. Ihr großes Herz und ihr Rückhalt geben Cassidy in der Vergangenheit und auch im Verlaufe der Geschichte im Buch genug Halt, um die eine oder andere Schwierigkeiten zu überwinden.
Theo kommt am Anfang sehr ruhig und zurückhaltend rüber, was durch den Charakter von Colton bestärkt wird. Dabei ist Theo alles anderes als ruhig und schüchtern. Er wirkt gewissenhaft und ausgeglichen.
Ich finde jeden einzelnen Charakter mit Schwächen und Stärken gut ausgearbeitet. Auch die jeweiligen Entwicklungen gefallen mir sehr gut, zumal sie sehr authentisch sind und durchweg nachvollziehbar.

Cassidy will ihr College finanzieren und hat eine Marktlücke gefunden, die ihr eine Menge einbringt. Der Schluss-mach-Service, bei dem sie anderen Mädchen und ab und an auch mal einem Jungen hilft, ihren Partner los zu werden, läuft wirklich gut. Sie selbst hat schon früh lernen müssen, dass Liebe nicht ewig hält und mehr schlechte Seiten hat, als ihr lieb ist. Daher kann sie ihren „Job“ sehr gut mit ihrem Gewissen vereinbaren. Anders sieht das Colton, dessen Exfreundin sich von ihm trennte, nachdem sie die Dienste von Cassidy in Anspruch nahm. Um ihr eins auszuwischen, verfolgt Colton nun einen Plan, der Cassidy in ein Chaos stürzt, dass sie nie für möglich gehalten hätte. Doch geht seine Rechnung nicht auf, den auch er steckt schneller in diesem Schlamassel, als er je geahnt hätte. Klingt nach Teenie Drama - ist ein Teenie Drama. Wer kennt sie nicht, die Teenie Filme, die mittlerweile auch wieder auf Netflix ihren Raum gefunden haben? Ähnlich wie diese, funktioniert auch diese Story und doch gibt es das eine oder andere, was das Ganze besonders macht. Für mich und das will ich einfach noch einmal unterstreichen, sind die Dialoge wirklich herausragend und amüsant.
Ich will gar nicht viel zu der Story erzählen, es würde euch spoilern, aber stellt euch auf ein witziges und ab und an doch sehr ernstes Teenie Drama ein, welches typische Themen wie erste große Liebe, Gefühle, Familienprobleme und Schule aufgreift.

Insgesamt kann ich nur wiederholen, wie sehr mich dieses Buch unterhalten hat! Zum Schluss des Jahres, habe ich also wirklich noch ein Highlight für mich gefunden.

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:
All diejenigen, die „Duff“ oder „To all the boys I've loved before“ geliebt haben, werden auch dieses Buch mögen und lieben.
Wie oben erwähnt erinnern mich die Dialoge stark an die Kirschroter Sommer und Türkisgrüner Winter Bücher.
Menschen, die nichts mit young adult Büchern anfangen können, sollten die Finger hiervon lassen.

Bis dann, 
Flidra
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Redwood Love 2


Hallöchen ihr Lieben,

ich habe im November leider sehr wenig lesen können, weshalb auch weniger Rezensionen erschienen sind. Dennoch habe ich zwei Bücher beenden können und eins davon stelle ich euch heute vor.
Dieses Buch ist für mich so passend für den November, wie der Vorgänger perfekt zum Oktober passte und ich denke, dass der dritte Teil super zum Dezember passen wird. Diese Rezension kann ungewollte Spoiler enthalten. Man kann das Buch auch getrennt von den anderen beiden Büchern lesen.


Redwood Love – Es beginnt mit einem Kuss
(Redwood Ridge. Tracking You.)


Inhalt:


Alte Freunde, neue Liebe?
Redwood, Oregon. Eine kleine Stadt zwischen Bergen und Meer. Hier betreibt Flynn O’Grady gemeinsam mit seinen beiden Brüdern eine Tierarztpraxis. Da er von Geburt an taub ist, muss Flynn sich bei der Arbeit mit den Tieren auf seine anderen Sinne verlassen. Und auf Gabby, seine Assistentin. Die beiden sind ein perfekt eingespieltes Team und auch privat beste Freunde. Deshalb ignoriert Flynn sein Herzklopfen, wann immer er sie zu lange ansieht. Nur lassen sich manche Dinge nicht für immer ignorieren. Vor allem, wenn man in einer Kleinstadt voller schamloser Kuppler wohnt

Seiten: 368 Seiten
Autor/in: Kelly Moran
Verlag: Rowohlt / Kyss
Preis:  BO 12,99€| EB 9,99€


Lesezeichen:


Erster Eindruck: 

Ich habe sehr hohe Erwartungen an diesen zweiten Teil gehabt. Das Cover und die Geschichte klingt wieder ganz nach Kleinstadt, Liebe, Drama und nach etwas für mein Herz.

Fazit: Auch der zweite Teil trifft mitten ins Herz!

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom Kyss Verlag bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch. [Unbezahlte Werbung]

Das Cover ist im gleichen Stil wie das erste gehalten. Diesmal sind nur die Polaroids andere und die Farbgebung hat einen Rotstich. Ich liebe diese Cover, weil sie das wiedergeben, was man von diesen Büchern erwarten kann. Es bringt mich wirklich in Herbststimmung und durch diesen rustikalen Stil, bekomme ich erneut dieses Kleinstadtfeeling.

Zu Teil eins haben sich lediglich die Personen geändert. Diesmal begleiten wir Gabby und Flynn. Ich war am Anfang wirklich gespannt, wie Moran die Dialoge gestaltet, denn Flynn ist taub. Ich fand die Stellen, in denen er nur Zeichensprache eingesetzt hat wirklich gut beschrieben. Man hatte nie das Gefühl, man könne etwas nicht verstehen.
Die Sprache ist, wie auch im Vorgänger, locker und flüssig zu lesen. Erneut fand ich den Schreibstil wirklich so gut, dass ich das Buch habe runter lesen können. Am liebsten habe ich mich dafür ins Bett gelegt und es mit einem warmen Tee genossen. Also mein Tipp: Wenn ihr es in einer ruhigen und für euch angenehmen Umgebung lest, könnt ihr das Buch gleich doppelt genießen.

Eine, für mich wertvolle, Information vorab : Avery und Cade sind nicht verschwunden und deren Handeln wird neben dem Hauptgeschehen, durch Gabby und Flynn, weiter erzählt. Ich liebe es, wenn man Reihen liest und es dann, ähnlich wie bei der Mayhem Reihe, die Folgebände immer andere Charaktere behandeln, aber die vorherigen Charaktere immer wieder aufgreifen und zukünftige mit einbeziehen.
So, nun aber zu Gabby.
Gabby war schon immer nur die gute Freundin und das Mädchen, welches man anspricht, wenn man an die tolle und hübsche Schwester ran will. Beeinflusst davon, lässt Gabby ziemlich den Kopf hängen und nimmt ihre guten Seiten nicht wirklich wahr. Als Tierarzthelferin ist sie mit Flynn ständig zusammen, was seit der Schulzeit so ist. Flynn und Gabby gab es immer nur im Doppelpack. Dementsprechend erschüttert es sie stark, als zwischen den beiden unverhofft Gefühle entstehen. Ich habe Gabby als eine sehr nett und freundliche Person aufgefasst, die, wenn es um Menschen geht, die ihr alles bedeuten, durch sämtliche Wände marschieren würde. Ihr größte Schwächer war einfach, dass sie sich selbst irgendwie nie wahrgenommen hat. Die Fragen, wer sie ist und warum sie nun Tierarzthelferin geworden ist, dem geht sie in diesem Buch nach. Manchmal hat ihr Verhalten etwas von einem Teenie Mädchen gehabt. Das ist aber das Einzige, was ich an ihrem Charakter auszusetzen habe, denn ich fand es sehr angenehm aus ihrer Sicht Situationen zu erleben.
Flynn ist für mich sogar noch viel interessanter als Gabby gewesen, obwohl ich mich mit ihr mehr identifiziere. Flynn ist taub, was ihn nicht gerade zu einem super Fang bei Frauen macht. Dementsprechend wundert es erstmal niemanden, dass er noch Single ist, obwohl er sehr gut aussieht. Natürlich weiß er das alles selbst und schätzt sich, zumindest was diese Belange angeht, recht gut ein. Er weiß was er kann und was nicht. Sein Problem ist viel mehr, dass er versucht seine Behinderung durch seine anderen Sinne wett zu machen. Er kann seinen Ohren nicht vertrauen und dieser Umstand bewegt ihn dazu, viel aufmerksamer zu sein, sodass er Sinne, wie das Sehen und Fühlen, überstrapaziert. Er kann sich dadurch nicht richtig fallen lassen und will so viel Kontrolle, wie es ihm möglich ist. Für ihn ist Gabby unersetzlich im Alltag. Im Verlaufe des Buches merkt er erst wie viel und wie groß die Beziehung zu Gabby ist.
Wie erwähnt sind auch Cade und Avery wieder dabei. Drake und Zoe sind natürlich nicht wegzudenken. Besonders Drake hat mir wieder gezeigt, wie sehr ich mich nun auf den dritten Teil freuen kann, indem er die Hauptrolle spielt. Wieso und warum, das verrate ich euch dann in der Rezension zu Teil drei.

Die Story ist recht komplex, aber auf das Wichtigste heruntergebrochen, geht es hauptsächlich um zwei Menschen, die sich schon so sehr dran gewöhnt haben eng befreundet und alles für den anderen zu sein, dass ihnen nicht auffällt, welche Gefühle sie dem anderen entgegen bringen. Das Besondere an diesem Buch, was viele Bücher, die diese Thematik haben, vergessen, ist der Aspekt, dass beide Personen auch wissen müssen, wer sie ohne die andere Person sind. Ich vermisse meistens, dass die Personen auch alleine funktionieren würden und einen eigenständigen Charakter haben. Dies wird hier sehr gut raus gearbeitet. Man weiß, dass Flynn und Gabby ein eingespieltes Team sind und ihnen fällt im Verlauf auf, wie der eine den anderen beachtet und was er für diesen tut, um ihm das Leben zu erleichtern und zu zeigen, das man sich schätzt. Man merkt aber auch, dass beide ein Leben führen, welches ohne den anderen funktionieren würde, aber es viel einfacher und schöner ist, wenn beide zusammen durchs Leben gehen.
Darüber hinaus wird auch groß thematisiert, in wie fern Gabby sich beruflich und privat entwickelt hat, um Flynn eine Stütze im Leben zu sein. Kritik gibt es vor allem von Gabby's Familie. Auch dieser Aspekt wird ausführlich, besonders in der Verbindung Flynns Behinderung, besprochen und gut dargestellt.
Das Einzige, was mir fehlte, ist dieses Kleinstadtfeeling. Irgendwie ging es Seite um Seite nur um Flynn und Gabby. Gerade in Teil eins wurde die Kleinstadt besser beschrieben und man hatte mehr das Gefühl, dass man selbst dort rum läuft. Stattdessen hatte ich das Gefühl, dass die beiden eher in ihren Problemen und ihrer Vergangenheit hängen, was ich doch recht schade fand. Ich hoffe das ändert sich im dritten Teil noch einmal oder wird durch etwas andres kompensiert.
Flynns Behinderung hingegen wurde, ähnlich wie bei Hailey, sehr gut beschrieben und umgesetzt. Zwar wird wohl niemand das nachfühlen, was ein Tauber tatsächliche fühlt, wenn man es selbst nicht ist, die Beschreibungen lassen das Ganze aber sehr gut erahnen.
Das Besondere an diesem Buch ist aber, dass sowohl Flynn, als auch Gabby stärker werden. Jedes Kapitel lässt sie Charakterlich wachsen.

Insgesamt gefällt mir der zweite Teil der Redwood Love Reihe wieder sehr gut. Leider einen ticken schlechter, als es der erste Teil tut, aber ich glaube fest daran, dass der dritte Teil wieder Vollgas gibt.

Wem würde ich das Buch empfehlen? :

Natürlich empfehle ich dieses Buch jedem, der den ersten Teil gelesen hat. Alleine die Story rund um Avery und Cade lässt einen nicht an diesem Buch vorbei gehen.
Darüber hinaus finde ich, dass man die Bücher auch getrennt voneinander lesen kann, man aber durchaus den einen oder anderen Witz nicht versteht und man das eine oder andere als Information vermissen wird.

Bis dann, 
Flidra

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Für immer hält nicht nur bis morgen



Hallöchen ihr Lieben!

Das Buch, das ich euch heute vorstelle, war wirklich eine Lektüre für zwischendurch.

Für immer hält nicht nur bis morgen
(Mr. Right-Swipe)

Inhalt:

#MatchMeIfYouCan

Als die Hochzeitseinladung ihrer besten Freundin ins Haus flattert, ist das der Tropfen der das Fass zum Überlaufen bringt. Denn Rae ist Mitte 30, Single und würde sich lieber in einem Eimer Rotwein ertränken, als allein auf so einer Feier aufzutauchen. Woher also Mr Right nehmen, wenn nicht stehlen? Online-Dating heißt die Lösung - und Rae stürzt sich Hals über Kopf in das Abenteuer. Doch als sie über das Profil ihres heißen Kollegen stolpert, fangen die Probleme erst richtig an ...

Seiten: 336 Seiten
Autor/in: Ricki Schultz
Verlag: LYX
Preis:  KB 12,90€| EB 9,99€



Lesezeichen:
 


Erster Eindruck:
Ein Frauenroman, der verspricht lustig zu werden. Darüber hinaus auch mit einem aktuellen Thema.

Fazit: Das Buch bekäme bei mir keinen Super- Like...

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom LYX Verlag bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Das Cover ist an sich recht süß gemacht. Schrift und Hintergrund sind recht schlicht. Die Farbwahl passt zum Sommer. Einmal mehr frage ich mich aber, wie so ein Titel zustande kommt? Der Originaltitel war doch gar nicht verkehrt. Sei es, wie es sei, das Buch sieht ganz in Ordnung aus.

Erzählt wird von einem Ich – Erzähler aus der Perspektive von Rae.
Nun, um ehrlich zu sein, hat mir der Sprachstil nicht wirklich zugesagt. Es wurde sehr viel mit „Hashtaggs“ versehen – teilweise in meinen Augen unsinnige Dinge wie „#arbeit“. Ich finde es okay, wenn es mal vorkommt und weil man damit etwas deutlich machen will. Hier sollte es anscheinend als Gag dienen und hat für mich dieses Ziel, durch Häufigkeit und falsche Stellen, verfehlt. Darüber hinaus ist Rae keine 16 Jahre alt, doch ab und an habe ich durch die Erzählweise das Gefühl, sie sei ein junger Teenie. Ich fand es dadurch echt schwer, sie als Frau, die Mitte 30 sein soll und auch noch Grundschullehrerin ist, ernst zu nehmen. Alleine dadurch, musste ich mich durch diesen Schreibstil kämpfen.
Ab und an, was durch kursive Schrift angezeigt wurde, bekommt man einen kurzen Einblick in die Vergangenheit von Rae. Die Idee ist nicht schlecht, wiegt das Schlechte jedoch nicht auf.

Rae, wie oben erwähnt ist Mitte 30 und Grundschullehrerin, ledig und auf die Hochzeit einer ihrer beiden besten Freundinnen eingeladen. Ihr Problem ist es, dass sie sich liebend gerne auf dem Sofa breit machen würde, anstatt alleine bei dieser Hochzeit aufzutauchen. Während sie mittlerweile einmal geschieden und nach einigen vermasselten Beziehungen an dem Punkt ist, einfach nur Spaß haben zu wollen und an keine Beziehung mehr für sich glaubt, wollen das Quinn und Valerie gar nicht hinnehmen. Rae ist beim lesen, für mich zumindest, immer eine von den Frauen, die irgendwie nicht erwachsen werden will und sich dementsprechend verhält.. Party machen, mal ein One- Night-Stand, Ansprüche die nicht mal Märchenprinzen erfüllen können und dazu noch die ab und an doch jugendliche Ausdrucksweise. Dazu kommt, das sie sich als Autorin von erotischen Büchern versucht, was für die Geschichte in meinen Augen gar nicht SO wichtig war. Es hätten ebenso gut Kinderbücher oder historische Bücher sein können, aber durch ihre Art sind es wohl erotische geworden. An sich, habe nicht nichts dagegen, wenn mir der Hauptcharakter am Anfang nicht zusagt, denn die meisten Autoren wollen dadurch die Entwicklung zum Ende hin stärker heraus arbeiten. Leider hat sich Rae für mich kaum entwickelt. Sie hat sich weder von ihrer Art Probleme anzugehen, noch die Art wie sie auf Menschen zu geht, verändert. Sie ist mir bis zum Schluss sehr unsympathisch geblieben.
Nick, der Aushilfslehrer und Schönling der Geschichte, ist für mich ebenso platt geraten, wie viele andere Charaktere dieser Story. Es wird viel mit Stereotypen gearbeitet, wie auch bei Nick. Er sieht gut aus, ist intelligent, witzig und schlagfertig. Dazu hat er noch Probleme, die ihn überaus aufopfernd da stehen lassen. Wer würde ihm also nicht hinterher rennen? Alleine dieses Betonen, wie heiß er ist und wie überaus attraktiv er wirkt, war mir ein Graus. Ab und an war er recht lustig, was mich milde gestimmt hat, aber zwangsläufig war ich froh, als das Buch zu Ende war.
Quinn und Valerie, die besten Freundinnen von Rae, sind leider viel zu oberflächig beleuchtet worden. Während Quinn wie eine aufdringliche Furie rüber kommt, alleine dieses ganze stark emotional pubertäres Verhalten im Bezug auf ihre Hochzeit und wie Rae sie angeblich negativ stimmt, wird Valerie als unzufriedene Ehefrau mit verpassten Chancen gezeichnet. Mir ist klar, es gibt solche Frauen und mir ist auch klar, dass die Konstellation nicht unüblich ist, aber als Leserin will ich mir nicht seitenlang anlesen, wie sich Stereotypen bekriegen. Valerie ist doch nicht NUR unzufrieden und Quinn dreht hoffentlich nicht NUR am Rad. Teilweise hat es wirklich an meinen Nerven genagt, dass sich die Probleme immer wiederholt haben, aber keine irgendwas getan hat.
Es gab noch Sarah, die junge Partymaus und Arbeitskollegin der drei Damen, aber über sie kann man noch weniger etwas sagen. Leider ist die gesamte Charaktergestaltung für mich zu oberflächig gewesen, leider!

Die Story klingt vor allem erstmal vielversprechend!
Eine Frau, die bislang nicht wirklich Glück mit der Männerwelt hatte, meldet sich bei Spark ( Was im Grunde Tinder ist, nur mit anderem Namen.) an und fängt an, sämtliche Kerle innerhalb kürzester Zeit zu daten. Dabei entdeckt sie einen Arbeitskollegen, den sie wirklich sehr heiß findet, aber laut Aussagen der Damen, leider schon vergeben ist.
Rae ist immer noch nicht über eine Beziehung hinweg und dementsprechend fällt es ihr schwer Vertrauen aufzubauen, daher ist Online – Dating für sie erst einmal völliger Schwachsinn. Der eine hat nur Oberkörperfreie Fotos, der schaut grimmig und der nächste könnte gleich in einer Gruselshow mitspielen. Ja, Spark macht es Rae nicht leicht und Quinn und Valerie fordern Rae heraus, einfach mal das eine oder andere gut sein zu lassen und den Männern eine Chance zu geben.
Klingt lustig? Ist es auch! Die Dates die sie hat, sind wirklich komisch und das ist wirklich etwas, was mich dann doch dazu gebracht hat dieses Buch durchzulesen. In Zeiten von Tinder, Lovoo und Co., fand ich es amüsant sich dem ganzen auf eine humorvolle Art und Weise zu stellen.
Aspekte wie Partnersuche und Dating Plattformen mal unerwähnt, geht das Buch unter anderem auf Frauen ein, die bereits in einer Ehe sind und damit anscheinend unzufrieden sind, einfach weil eine Freundin noch ihre Freiheit genießt. Es geht auch auf Frauen ein, die unter der Panik leiden, dass man heiratet, aber möglicherweise doch nicht den Richtigen. Insgesamt, ist es jedoch sehr überschaubar besprochen, sodass man nicht wirklich viel mitnimmt.

Alles in allem, ist das Buch für mich ein Happen für Zwischendurch gewesen, der mich leider mehr enttäuscht hat, als das er mich überrascht hat. Man merkt, dass dieses Buch ein Debüt ist, den die Charaktere sind nicht wirklich tief und auch die Thematiken werden nicht ausreichend beleuchtet.

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:
Frauen, die Tinder nutzen, werden sich hier an manchen Stellen sicher wiederfinden und garantiert über einige Situationen laut lachen müssen. Dieses Buch ist durch und durch was für Menschen, bei denen es immer Drama geben muss und die gerade ein Buch suchen, was sie locker unterhält.
Liebhaber von erotischer Literatur, sowie von hochtrabenden Büchern, kommen hier nicht auf ihre Kosten.

Bis dann, 
Flidra

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Wenn du wieder gehst - Eine Liebesgeschichte



Hallo meine Leseratten!

Lust auf eine Portion Gefühl und Liebe? Dann schaut mal, welches Buch ich euch heute mitgebracht habe.

Wenn du wieder gehst – Eine Liebesgeschichte

Inhalt:

„Hast du nie an mich gedacht?“
„Nein.“
„Nein?“
„Nein. Es hätte mich umgebracht.“

Fast vier Jahre ist es her, seit Lucy das letzte Mal den Sand zwischen den Zehen spürte und Tapas im Strandkorb auf der Terrasse des kleinen Spaniers aß. Nun kehrt sie zurück, um einem alten Freund einen Gefallen zu tun. Dabei ist Niklas nicht einmal mehr das, ein Freund.

Aber warum reißt sein Anblick dann alte Wunden auf und wirft ihre Gefühlswelt aus der Bahn? Sie hatte geglaubt, all das hinter sich gelassen zu haben. Die Trauer, den Schmerz, die Hilflosigkeit. Und die Liebe. Doch je mehr Zeit sie in der fremden Vertrautheit verbringt, umso klarer wird ihr, dass sie sich etwas vorgemacht hat. Und dann ist da noch Ben …

Seiten: 386 Seiten
Autor/in: A. D. WiLK
Verlag: SP
Preis: TB 11,90€ | EB 0,99€ [Einführungspreis]

Lesezeichen:



Erster Eindruck:
Wo Liebesgeschichte drauf steht, das muss auch Liebesgeschichte drin sein.

Fazit: Toller Debütroman mit viel Liebe zum Detail.

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar von der Autorin bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Einfach, schlicht und wirkungsvoll – das beschreibt das Cover wohl am besten. Mir persönlich gefällt die Farbgebung sehr gut und ich mag die Schrift sehr gerne. Sie ist leicht verspielt und dennoch gut lesbar. Der Kontrast wurde effektiv genutzt. An dem Cover hat man nicht wirklich was zu meckern.

Begleitet werden wir in der Geschichte von einem Er/ Sie – Erzähler, der uns über sämtliches aufklärt. Leser sehen im Grunde alles aus der Sicht von Lucy, unserem Hauptcharakter. Ich finde gerade bei Liebesgeschichten, ist der Er/Sie- Erzähler recht schwer anzuwenden, da man als Leser möglichst viel Gefühl mitbekommen will. Da ist ein Ich- Erzähler deutlich einfacherer und verständlicher. Dennoch hat die Autorin das ganze recht gut umgesetzt, sodass man sich daran nicht sonderlich stört. Darüber hinaus, wechselt die Autorin immer zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Während die Gegenwart immer nach dem Treffen stattfindet, sind in den Szenen der Vergangenheit einige Ereignisse nacheinander beschrieben. Hier kommt auch keine Verwechslung auf, denn die Überschriften der jeweiligen Kapitel geben Aufschluss darüber, wo man sich wann befindet.
Die Sprache ist doch recht schlicht gehalten. Kein zu hoch, aber auch kein zu niedrig angesetztes Sprachniveau. Genau richtig, um den Tag ausklingen zu lassen mit einer warmen Tasse Tee.

Lucy, eine Frau, hin- und hergerissen von ihren Gefühlen, ist ein Charakter, mit dem ich es ab und an schwer hatte. Sie ist bei der einen oder anderen Sache sehr schnell aus dem Konzept gekommen und hat für mich in manchen Situationen einfach falsch gehandelt. Das macht sie trotzdem authentisch, denn Menschen machen nun mal Fehler. Ich mochte aber ihre Begeistern für das Meer und die Besonderheiten, die einige Menschen mitbringen. Der Beruf, der Journalistin, passt wirklich super zu ihr. Auch wenn ich ab und an den Kopf geschüttelt habe, empfand ich sie bis zum Schluss als sympathisch und konnte mich trotz allem mit ihr anfreunden.
Niklas ist für mich ein Mensch mit vielen Problemen. Oft hält er sich zurück und sagt nicht immer, was er am liebsten sagen würde. Trotz vieler Rückschläge, hat er nie den Lebenswillen verloren. Ich fand, dass er an manchen Stellen ruhig hätte etwas sagen sollen oder doch mehr Gefühle hätte zeigen sollen. Denn manche Situationen können nun mal einfach nicht abgetan werden. Wie dem auch sei, bin ich alles in allem, mit dem Charakter zufrieden. Es hat mir gefallen, dass er Konsequenzen aus seinem Handeln in der Höhle gezogen hat und auch, dass er seinen Entscheidungen soweit immer treu geblieben ist. So wie Lucy, habe ich mich bei Szenen, in denen Niklas Geborgenheit geschenkt hat, einfach wohl gefühlt.
Ben war am Anfang ja doch recht wenig vertreten. Nur in den Gedanken von Lucy oder wenn sie telefonierten. Daher war ich schon gespannt, wann man den Ben kennenlernen durfte. Als er da war, wusste ich wirklich nicht, wie ich mit ihm umgehen sollte. Er war einfach so nett und lieb, dass ich ihn, ebenso wie Niklas, einfach mochte. Ich wollte ihm absolut nichts schlechtes und war dann doch recht zwiegespalten, für wen sich Lucy in meinen Augen hätte entscheiden sollen. Geprägt durch andere Bücher des Genres, war ich zeitweise sogar misstrauisch, weil er so nett war.
Es gab einige Charaktere in diesem Buch, die ich wegen Spoilern nicht alle analysieren will. Trotzdem muss ich zu Louise ein Wort verlieren, da sie mir besonders gefallen hat, denn sie war so ein tolles Kind. Mit all den kindlichen Gedanken und mit so viel Herz, war sie für mich mit die authentischste Person. Ich fand es einfach schön, dass es einen Charakter gab, der zu allem traurigen doch noch wie ein Lichtblick auf die Geschichte wirkte.

Die Geschichte wird im Verlauf immer komplexer. Was mit einem einfachen „Sie trifft auf ihren Exfreund, scheint noch Gefühle für ihn zu haben und hat aber schon einen neuen Mann an ihrer Seite.“ anfing, wird doch recht schnell zu einem komplexen Gebilde, mit dem nicht nur die drei was zu tun haben. Die Story baut sich in zwei Zeiten auf. Wir erfahren nach jedem neuen Stück der Gegenwart, immer ein Stück der Vergangenheit. Viele Schicksalsschläge lassen die Charaktere an ihre emotionalen Grenzen stoßen und auch die unterschiedlichen Beziehungen zueinander haben es in sich. Gerade diese große Masse an Ereignissen und Gefühlen, macht das Ganze greifbar. Man kennt Liebesgeschichten, in denen es wirklich nur um zwei Personen geht, die sich treffen, sich verlieben, sich zusammenfinden, heiraten, etc. Diese hier ist ein völlig andere. Es wird sehr viel Wert auf die Gefühle gelegt und auch Umgebungsdetails werden so wiedergegeben, dass man sich sehr schnell in diese Geschichte hineinfindet.
Richtung Schluss, wo Lucy mit John am Flughafen ist, fand ich dann doch leicht drüber, aber es hatte ja irgendwo seinen Sinn.
Das Ende selbst, war nach dem Ganzen hin und her, dem Chaos und der Traurigkeit wie ein Pflaster und ich konnte das Buch guten Gewissens abschließen.

Insgesamt fand ich das Buch, bis auf die eine oder andere Stelle, wirklich alles anderes als schlecht. Beachtet man, dass es sich um ein Debütroman handelt, bin ich dann doch recht positiv überrascht gewesen und freue mich schon auf weitere Werke!

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:
Diejenigen, die gerne mal eine Leibesgeschichte lesen, die nicht unbedingt 0 8 15 abläuft, für die wäre dieses Buch genau das Richtige. Auch all die Leser, die Drama lieben, sind mit diesem Buch sicher zufrieden.
Fans von prickelnder Erotik sollten sich hier nichts von versprechen, die Gefühle stehen im Vordergrund.

Bis dann,
Flidra

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Goblin Slayer - Blogtour


Konichiwa meine Lieben !

Tag drei der zweiten Altraverse Blogtour bricht an und heute bin ich dran euch einen Manga vorzustellen . Dieser Manga ist nichts für schwache Nerven – wir befinden uns im Dark Fantasy Bereich, der die eine oder andere doch recht brutale Szene enthält.
Wer sich diesen Manga nicht zutraut, der muss sich nun leider die Augen zu halten.

Goblin Slayer

Inhalt: 
Eine junge Priesterin schließt sich ihrer Abenteurergruppe an, nur um kurz darauf in einen Goblin-Hinterhalt zu geraten. Ihre Gruppe hat keinerlei Chance gegen die hinterhältigen Attackierer und die Priesterin bangt bereits um ihr Leben. Da taucht wie aus dem nichts ein Ritter in schwerer Rüstung auf und macht Kleinholz aus den Goblins. Er ist der Goblin Slayer, ein Abenteurer mit keinem anderen Ziel als so viele Goblins wie möglich auszulöschen. Zum Dank für ihre Rettung beschließt die Priesterin, sich dem Goblin Slayer anzuschließen. Auf ihren gemeinsamen Abenteuern lernt sie nicht nur die Kunst der Goblin-Jagd, sondern auch, dass der Goblin Slayer eine dunkle Vergangenheit hat ...

Seiten:188 Seiten
Mangaka: Artwork: Kousuke Kurose | Charakterdesign: Noboru Kannatuki | Story: Kumo Kagyu
Verlag: Altraverse
Preis:  7,-€
Bände: 5 (ongoing)

Kirschblüten:

Erster Eindruck: 
Blutiger Krieger und junge Priesterin – das klingt nach Action und Spannung!

Fazit: Nichts für schwache Nerven!

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom Altraverse Verlag bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Das Cover hat einen weißen klaren Hintergrund, darauf ist der Titel und auf beidem sind die zwei Charaktere abgebildet. Einmal der Goblin Slayer und einmal die Priesterin. Es ist recht bunter trotz schlichtem Hintergrund und die blutige Rüstung des Goblin Slayers zeigt schon, dass hier kein Schach gespielt wird.
Einzig und alleine diese mehrfache Überlappung gefällt mir nicht ganz so gut aber insgesamt ist das Cover in Ordnung.
Die Gestaltung finde ich mega. Das Format ist das gängige Manga Format. Das
Papier ist recht dick und die Farbseiten sind matt. Ich liebe matte Farbseiten in Mangas, weil man darauf besser Dinge erkennen kann. Bei hochglanz Farbseiten spiegelt sich mir zu viel und es wirkt ab und an leicht billig. Am Ende des Bandes gibt es noch eine kleine Bonusstory, die nur aus Schrift besteht. Ich weiß nicht genau, ob es ein Auszug aus der Novel ist, aber mir persönlich gefällt die Kombination.

Der Zeichenstil ist klar und ohne viel Schnickschnack. Panels werden sehr selten übermalt und es wird mit vielen Actionrastern gearbeitet. Der Manga beinhaltet weniger Text und erzählt viel durch Bilder, was nicht negativ aufzufassen ist. Was will man auch großartig einen Charakter beim kämpfen erzählen lassen?
Gezeichnet wird typisch für das Genre. Es gibt auch den einen oder anderen Ecchi Moment. Brutalität ist durchaus häufig vorhanden, wird auch gezeigt und verläuft sich nicht im Sinne von „Kann man sich denken“.
Mir gefällt die Klarheit der Zeichnungen sehr. Auch Emotionen werden gut abgebildet.

Die Charaktere haben, bis auf den Goblin Slayer, keinen Namen. Zumindest habe ich keine Namen gefunden. Das unterstreicht diesen Rollenspiel Charakter, der mir in diesem Manga sehr aufgefallen ist ( Später mehr dazu.).
Der Goblin Slayer ist am Anfang eine sehr brutale und teilweise herzlose Erscheinung. Er kämpft sich durch die Gegend, mit dem Ziel alle Goblins zu vernichten. All das ist sein privater Rachefeldzug. Er hat bei der Gilde der Abenteuerer einen hohen Rang und dennoch hat er für sich entschieden, keine großen Aufträge anzunehmen und arm zu bleiben, weil er ein ganz anderes Ziel verfolgt.
Die Priesterin steht noch am Anfang und wird erst gerade in die Gilde aufgenommen, als ihr schon das erste Unglück mit einer Truppe junger Abenteurer passiert. Davon geprägt entschließt sie sich dennoch dem Goblin Slayer zu folgen und ihm zu helfen. Sie ist eine Art gute Seele und wenn man ihr eine klassische Rolle im Rollenspiel geben würde, wäre sie eine Heilerin.
Es gibt noch weitere Charakter, besonders zum Schluss des ersten Bandes, aber da will ich euch nichts vorweg nehmen.

Die Story beginnt mit einem Unglück. Die junge Priesterin meldet sich frisch bei der Gilde der Abenteuerer an, um gleich darauf mit anzusehen, wie beim ersten Auftrag ihre Mitstreiter den Goblins verfallen. Einzig durch den Goblin Slayer überlebt sie und sie schließt sich ihm an. Er ist zwar äußerst brutal, entwickelt aber immer mehr auch ein Auge auf seine Mitstreitern. Der erste Band erzählt vor allem von dem Kennenlernen und den Zielen der Charaktere. Einen wirklichen Storyfortschritt wird es erst in weiteren Bänden geben. Doch man merkt jetzt schon den Rollenspiel Charakter heraus. Jeder Gamer unter euch kennt das: Man wählt seine Klasse, schließt sich am besten einer Gilde an und geht mit Gildenmitgliedern auf Abenteuerreise. Jeder hat seinen Job in der Gruppe – Magier, Heiler, Berserker... jeder weiß, was er machen soll. Auch in diesem Manga wirkt das ganz genau so, daher fand ich es so interessant mal in diesen Manga hineinzulesen.

Insgesamt fand ich den Manga nicht schlecht. Für mich ist es mal was anderes gewesen, da ich ja sonst immer recht seichte Mangas lese und wenn es an die Nerven geht, dann nur, weil es psychisch an die Substanz geht. Hier geht es auch mal physisch richtig krass zu und ja, ich gebe es zu, ich liebe Rollenspiele und deshalb bin ich diesem Manga verfallen.

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:

Alle die, die ihre Augen jetzt erst öffnen, ihr solltet nicht zu diesem Manga greifen. Rollenspielfreunde und Freunde von Dark Fantasy sollten sich diesen Manga allerdings genau anschauen und nicht leichtfertig überspringen.

Blogtour

Eine Blogtour wäre keine, wenn ich nur eine Rezension für euch hätte. Genau wie meine Vorgängerinnen habe ich den Redakteur des Mangas befragt. Johannes Marschallek aus dem Altraverse Team musste mir Rede und Antwort stehen!

Hallo Johannes und Willkommen zu dem kurzen Interview. Kommen wir direkt zur ersten Frage.
Goblin Slayer ist jetzt schon etwas länger auf dem japanischen Markt erhältlich gewesen. War recht früh klar gewesen, dass man den Manga nach Deutschland bringen wollte?


Der erste Band der Manga-Adaption von Goblin Slayer! ist in Japan in 2016 erschienen, was aus meiner Perspektive jetzt nicht ewig her ist - altraverse gibt es ja auch erst seit einem bisschen mehr als einem Jahr. Als Dark Fantasy- und Berserk-Fan verfolge ich Goblin Slayer! schon länger und hatte von Anfang an gehofft, dass wir diese Serie in Deutschland verlegen dürfen. Umso mehr freut es mich jetzt, dass die Serie gleich Teil unseres ersten Programms wurde.

Besonders am Anfang von Band eins geht es in Sachen Brutalität heftig zur Sache. Hattest du Bedenken, dass der Manga möglicherweise doch etwas zu krass für die Mangaleser hier ist?
Was zu krass oder nicht zu krass, muss jeder Leser für sich selbst entscheiden. Allerdings finde ich, dass die gezeigte Brutalität ein wichtiger Bestandteil des Worldbuilding ist. Sie zeigt, dass Goblins nicht harmlos sind. Sie zeigt, dass Goblins eine Gefahr sind, die häufig unterschätzt wird und sie erklärt, warum der Goblin Slayer zu solch einem brutalen Menschen wurde. Es hat einen guten Grund, warum diese Serie als Dark Fantasy betitelt wird und wer auf ehre sanfte Fantasy steht, greift lieber zu Granblue Fantasy - längst nicht so brutal aber trotzdem großartig.

Zu dem Manga gibt es eine Light Novel und einen Anime - hast du was davon gelesen oder geschaut?


Während ich Teile der Light Novel bereits gelesen habe und auch vorhabe diese weiterzulesen, ist der Anime zum Zeitpunkt an dem mich diese Fragen erreicht haben ja noch gar nicht gestartet, aber ich werde ihn mir definitiv anschauen und ihr solltet das auch ;).


Mich erinnert der Manga streckenweise an Massively Multiplayer Online Role-Playing Games. Empfindest du das auch und spielst du Massively Multiplayer Online Role-Playing Games? (Wenn ja, welche?)

Johannes bei Twitter
Vielleicht hat es etwas mit unserem unterschiedlichen Alter zu tun, aber mich erinnert die Serie viel mehr an Pen & Paper Rollenspiele und Tabletop Spiele. Wenn ich die Serie lese, erinnere ich mich daran, wie ich früher mit meinen Freunden im Keller saß und wir unsere epischen Abenteuer in Das Schwarze Auge oder Dungeons und Dragons erlebten“

Der Zeichner und der Autor sind verschiedenen Personen, sowie auch der Charakter Designer eine weitere andere Person ist. Es gibt also insgesamt drei Personen, die an diesem Manga mitgewirkt haben. Hat sich deiner Meinung nach etwas an der Qualität geändert? Wenn ja, was und wie findest du Mangas bei denen verschiedene Personen mitwirken?

Ich denke nicht, dass man eine generelle Regel dafür aufstellen kann, dass Werke an denen mehrere Autoren arbeiten schlechter oder besser sind als Werke an denen ein einzelner Autor arbeitet. Es gibt Beispiele bei denen es großartig funktioniert und Beispiele bei denen es eben nicht so ist. Ich persönlich finde, dass die Manga-Adaption von Goblin Slayer! wirklich gelungen ist und Kousuke Kurose großartige Arbeit dabei leistet, den Charakteren von Kumo Kagyu und Noboru Kannatuki weiteres Leben einzuhauchen. Ich freue mich, wie sich diese Produkt der Zusammenarbeit der drei weiterentwickelt und hoffe ihr auch.


Danke Johannes für das Interview!
Wenn ihr noch mehr über Altraverse und Johannes wissen wollt, dann schaut doch HIER vorbei (Twitter).
Ich hoffe euch hat es gefallen ein paar Hintergrundinfos zu dem Manga zu bekommen.
Morgen geht es weiter bei der lieben Sarah von Cube Manga - „Kein Dad wie jeder andere“ Ist ein Manga der ganz oben auf meiner Wunschliste steht.
Bis dann, 
Flidra
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Redwood Love - Es beginnt mit einem Blick

Hallöchen zusammen!

Oh mein Gott! Dieses Buch … es hat einfach so viele Emotionen in mir hervor gebracht. Lasst euch erzählen wieso.

Redwood Love - Es beginnt mit einem Blick
(Puppy Love. Redwood Ridge)

Inhalt: 


Kleine Stadt, große Gefühle
Redwood, ein malerisches kleines Städtchen in Oregon. Genau der richtige Ort für einen Neuanfang. Und den braucht Avery Stowe nach einer desaströsen Ehe dringend, ebenso für sich wie für ihre autistische Tochter Hailey. Da gibt es nur ein Problem: den attraktiven Tierarzt Cade O‘Grady. Eine neue Beziehung ist das Letzte, was Avery will. Sie ist sich nur nicht sicher, wie lange sie Cade widerstehen kann. Vor allem, da sich anscheinend der ganz Ort gegen sie verschworen hat und Amor spielt …
Ein Ort zum Wohlfühlen, drei Tierärzte zum Verlieben – der erste Band der Redwood-Love-Trilogie

Seiten:
384 Seiten
Autor/in: Kelly Moran
Verlag: Kyss (Rowohlt)
Preis:  TB 12,99€ | EB 9,99€


Lesezeichen:

Erster Eindruck: 

Als ich die Inhaltsangabe gehört habe, hab ich sofort an die Serie Hart of Dixie gedacht. Zwar ist Avery nicht als Ärztin beschrieben worden, dennoch hab ich mir so etwas ähnliches vorgestellt.

Fazit: Hat jemand in Redwood eine Wohnung für mich frei?

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom Kyss Verlag bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Dieses deutsche Cover ist eins der wenigen, die mir besser gefallen, als das Original. Ich finde diese Holzoptik und die „Fotos“ darauf einfach so passend zu der Atmosphäre, die in dem Buch aufgebaut worden ist. Rundum ein tolles Cover !

Das Buch wird mit einem Er-/Sie- Erzähler erzählt, der zwischen der Sicht von Avery und Cade wechselt. Es wird nicht nach einem Schema gewechselt sondern situationsbedingt. Die Sprache und die Wörter sind recht einfach und fördern den schnellen Lesefluss. Man kommt sehr schnell und sehr gut in die Story. Die bildliche Erzählweise ermöglicht dem Leser sich vieles gut vorstellen zu können und bindet beim lesen stärker an das Buch. Der rote Faden der Geschichte ist immer deutlich zu erkennen und man wird durch den Wechsel der Sichtweise nicht verwirrt.
Ich habe das Buch gemütlich im Bett gelesen und oft gegrinst. Wer in der Bahn nicht gerade als Grinsebacke auffallen will, der sollte es in Ruhe für sich lesen.

Avery ist unsicher, hat kaum noch Selbstwertgefühl und das einzige wofür sie noch kämpft ist ihre Tochter. Gewohnt an die Stille und das sie ihre Gedanken immer nur für sich hat, wird ihre Welt komplett auf den Kopf gestellt, als sie nach Redwood zieht. Sie ist nämlich alles andere, als ein ruhiges, braves und nicht weidesprechendes Mädchen, dass unbeholfen ihre Weg gehen muss. Sie ist eine Frau, die genau weiß, wie sie etwas machen will, sich mit Fleiß und Mühe für einiges begeistern kann und durchaus auf auf den Putz hauen kann. Doch ihre Ehe mit Richard hat sie zerstört. Im laufe des Buches entwickelt sich Avery zu der Person, die sie wirklich ist und baut ihre Stärken auf. Ab und an hat sie einen Durchhänger, die aber jede Person mal hat und die sie unglaublich authentisch wirken lassen.
Ihre autistische Tochter, Hailey, wirkt am Anfang wie ein trauriges Lebewesen in der Welt von Avery. Zwar wird sie von Avery mit Liebe großgezogen, aber durch die fehlende Aufmerksamkeit ihres Vaters und dem damit verbundenen Versteckspiel, konnte sie sich nicht entwickeln. Sie leidet, bevor sie nach Redwood kommt, unter vielen Anfällen, ist sehr gereizt und hat keine Freunde. All das ändert sich in Redwood. Von Seite zur Seite erkennt man eine positive Entwicklung von Hailey. Sie bindet sich emotional vom ersten Moment an Seraph, ihren Hund, baut Verbindungen zu anderen auf und auch die Bindung zu ihrer Mutter entwickelt sich. Ich mochte die Darstellung und das Hailey eine so wichtige Figur für das gesamte Buch war. Auch wie dargestellt worden ist, was und vor allem wie sie „spricht“ und sich bemerkbar macht, war großartig!
Cade....CADE! Cade ist einfach so... ich kann gerade kein Wort dafür finden. Er ist humorvoll, bemüht sich, liebt seinen Job, ist sexy und ja, am Anfang ist er nun mal der Playboy. Ok, ok, 0 8 15 Typ Alert? Nein. Er hat nämlich einen guten Grund, weswegen Bindungen so gar nichts für ihn sind. Wieso, dass müsst ihr selbst lesen. Avery verändert seine Sichtweise. Stück für Stück lockt sie seine liebenswerten Eigenschaften aus ihm heraus. Im Verlauf zeigt sich, dass Cade nicht nur ein toller Tierarzt ist!
Flynn und Drake sind die Brüder von Cade. Beide haben, wie Cade, ihr Päckchen zu tragen und zu beiden gibt es jeweils ein Buch. Daher ein kurzer Anriss der Charaktere.
Flynn ist von Geburt an taub, was jedoch nicht dazu geführt hat, dass er sonst nicht frech und einen Spruch nach dem anderen bringt. Er ist einfühlsam und auch sonst merkt man im ersten Band, dass er eine liebevolle Seite hat.
Drake ist der älteste von den Dreien. Seine große Liebe und Frau Heather ist vor einigen Jahren gestorben. Er zog sich seit dem zurück und lebt für die Arbeit in der Klinik. Ich weiß jetzt schon – DAS wird mein neuer bookish Boyfriend, sobald ich Band drei gelesen habe.
Die ganze Stadt ist voller einzigartiger und erwähnenswerter Charaktere, aber das würde zu sehr spoilern. An dieser Stelle will ich nur so viel verraten – wenn mir jemand einen Job und eine Wohnung oder Haus dort zur Verfügung stellt, dann würde ich sofort hinziehen!

Die Story ist in meinen Augen sehr komplex. Wir haben auf der einen Seite Avery, die sich nach der Scheidung und mit einem autistischen Kind in eine komplett neue Umgebung einfinden muss. Wäre das nicht genug, ist diese Umgebung genau das Gegenteil, was sie bisher gewohnt war. Die Beziehung zu ihrem Ex-Mann war toxisch für sie, denn mittlerweile ist sie von Selbstzweifeln zerfressen und kämpft lediglich noch um ihre Tochter. Ihre Gefühle blendet sie aus. Auf der anderen Seite haben wir Cade, der bislang nichts davon hielt sich fest zu binden, aber der heißeste Junggeselle der Stadt ist.
Wenn beide Seiten aufeinander treffen, dann kann es doch nur explosiv werden!
Beiden bei der Bewältigung ihrer Probleme zu zusehen und mit zu fiebern, macht einen großen Teil aus in dem Buch. Ich finde aber auch die Aspekte, dass eine Frau, die so wie Avery behandelt worden ist, wieder zurück findet und das Jemand durch eine andere Person zu mehr fähig ist, bemerkenswert herausgearbeitet. Insgesamt sind die verschiedenen Problempunkte sehr gut ausgearbeitet und darüber hinaus recht authentisch dargestellt.
Diese unglaubliche Stadt, die auch Twitter und Pinterest und alle möglichen social Media Kanäle bedient, fand ich so große Klasse! Nicht, weil es das Ganze greifbar macht, sondern viel mehr, weil es zu so vielen Situationen geführt hat, bei denen ich lachen musste. Generell ist das Buch weit ab davon die ganze Zeit ernst zu wirken. Lachen, schmunzeln und grinsen ist garantiert!

Insgesamt kann ich mich nur wiederholen und sagen, wie schnell ich dieses Buch verschlungen habe! Ich kann kaum abwarten Band zwei und drei davon zu lesen!

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:

Allen Romantik Fans sei dieses Buch wärmstens empfohlen! Auch diejenigen, die Serien wie Hart of Dixie geliebt haben können mit diesen Büchern viel anfangen. Frauen, die eine toxische Beziehung hinter sich haben, können sich in dem Buch sicherlich wiederfinden und wohlmöglich etwas verarbeiten, was ihnen passiert ist.
Wer mit Liebe und Romantik nicht am Hut hat, sollte die Finger hiervon lassen!

Bis dann, 
Flidra
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