Für immer hält nicht nur bis morgen



Hallöchen ihr Lieben!

Das Buch, das ich euch heute vorstelle, war wirklich eine Lektüre für zwischendurch.

Für immer hält nicht nur bis morgen
(Mr. Right-Swipe)

Inhalt:

#MatchMeIfYouCan

Als die Hochzeitseinladung ihrer besten Freundin ins Haus flattert, ist das der Tropfen der das Fass zum Überlaufen bringt. Denn Rae ist Mitte 30, Single und würde sich lieber in einem Eimer Rotwein ertränken, als allein auf so einer Feier aufzutauchen. Woher also Mr Right nehmen, wenn nicht stehlen? Online-Dating heißt die Lösung - und Rae stürzt sich Hals über Kopf in das Abenteuer. Doch als sie über das Profil ihres heißen Kollegen stolpert, fangen die Probleme erst richtig an ...

Seiten: 336 Seiten
Autor/in: Ricki Schultz
Verlag: LYX
Preis:  KB 12,90€| EB 9,99€



Lesezeichen:
 


Erster Eindruck:
Ein Frauenroman, der verspricht lustig zu werden. Darüber hinaus auch mit einem aktuellen Thema.

Fazit: Das Buch bekäme bei mir keinen Super- Like...

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom LYX Verlag bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Das Cover ist an sich recht süß gemacht. Schrift und Hintergrund sind recht schlicht. Die Farbwahl passt zum Sommer. Einmal mehr frage ich mich aber, wie so ein Titel zustande kommt? Der Originaltitel war doch gar nicht verkehrt. Sei es, wie es sei, das Buch sieht ganz in Ordnung aus.

Erzählt wird von einem Ich – Erzähler aus der Perspektive von Rae.
Nun, um ehrlich zu sein, hat mir der Sprachstil nicht wirklich zugesagt. Es wurde sehr viel mit „Hashtaggs“ versehen – teilweise in meinen Augen unsinnige Dinge wie „#arbeit“. Ich finde es okay, wenn es mal vorkommt und weil man damit etwas deutlich machen will. Hier sollte es anscheinend als Gag dienen und hat für mich dieses Ziel, durch Häufigkeit und falsche Stellen, verfehlt. Darüber hinaus ist Rae keine 16 Jahre alt, doch ab und an habe ich durch die Erzählweise das Gefühl, sie sei ein junger Teenie. Ich fand es dadurch echt schwer, sie als Frau, die Mitte 30 sein soll und auch noch Grundschullehrerin ist, ernst zu nehmen. Alleine dadurch, musste ich mich durch diesen Schreibstil kämpfen.
Ab und an, was durch kursive Schrift angezeigt wurde, bekommt man einen kurzen Einblick in die Vergangenheit von Rae. Die Idee ist nicht schlecht, wiegt das Schlechte jedoch nicht auf.

Rae, wie oben erwähnt ist Mitte 30 und Grundschullehrerin, ledig und auf die Hochzeit einer ihrer beiden besten Freundinnen eingeladen. Ihr Problem ist es, dass sie sich liebend gerne auf dem Sofa breit machen würde, anstatt alleine bei dieser Hochzeit aufzutauchen. Während sie mittlerweile einmal geschieden und nach einigen vermasselten Beziehungen an dem Punkt ist, einfach nur Spaß haben zu wollen und an keine Beziehung mehr für sich glaubt, wollen das Quinn und Valerie gar nicht hinnehmen. Rae ist beim lesen, für mich zumindest, immer eine von den Frauen, die irgendwie nicht erwachsen werden will und sich dementsprechend verhält.. Party machen, mal ein One- Night-Stand, Ansprüche die nicht mal Märchenprinzen erfüllen können und dazu noch die ab und an doch jugendliche Ausdrucksweise. Dazu kommt, das sie sich als Autorin von erotischen Büchern versucht, was für die Geschichte in meinen Augen gar nicht SO wichtig war. Es hätten ebenso gut Kinderbücher oder historische Bücher sein können, aber durch ihre Art sind es wohl erotische geworden. An sich, habe nicht nichts dagegen, wenn mir der Hauptcharakter am Anfang nicht zusagt, denn die meisten Autoren wollen dadurch die Entwicklung zum Ende hin stärker heraus arbeiten. Leider hat sich Rae für mich kaum entwickelt. Sie hat sich weder von ihrer Art Probleme anzugehen, noch die Art wie sie auf Menschen zu geht, verändert. Sie ist mir bis zum Schluss sehr unsympathisch geblieben.
Nick, der Aushilfslehrer und Schönling der Geschichte, ist für mich ebenso platt geraten, wie viele andere Charaktere dieser Story. Es wird viel mit Stereotypen gearbeitet, wie auch bei Nick. Er sieht gut aus, ist intelligent, witzig und schlagfertig. Dazu hat er noch Probleme, die ihn überaus aufopfernd da stehen lassen. Wer würde ihm also nicht hinterher rennen? Alleine dieses Betonen, wie heiß er ist und wie überaus attraktiv er wirkt, war mir ein Graus. Ab und an war er recht lustig, was mich milde gestimmt hat, aber zwangsläufig war ich froh, als das Buch zu Ende war.
Quinn und Valerie, die besten Freundinnen von Rae, sind leider viel zu oberflächig beleuchtet worden. Während Quinn wie eine aufdringliche Furie rüber kommt, alleine dieses ganze stark emotional pubertäres Verhalten im Bezug auf ihre Hochzeit und wie Rae sie angeblich negativ stimmt, wird Valerie als unzufriedene Ehefrau mit verpassten Chancen gezeichnet. Mir ist klar, es gibt solche Frauen und mir ist auch klar, dass die Konstellation nicht unüblich ist, aber als Leserin will ich mir nicht seitenlang anlesen, wie sich Stereotypen bekriegen. Valerie ist doch nicht NUR unzufrieden und Quinn dreht hoffentlich nicht NUR am Rad. Teilweise hat es wirklich an meinen Nerven genagt, dass sich die Probleme immer wiederholt haben, aber keine irgendwas getan hat.
Es gab noch Sarah, die junge Partymaus und Arbeitskollegin der drei Damen, aber über sie kann man noch weniger etwas sagen. Leider ist die gesamte Charaktergestaltung für mich zu oberflächig gewesen, leider!

Die Story klingt vor allem erstmal vielversprechend!
Eine Frau, die bislang nicht wirklich Glück mit der Männerwelt hatte, meldet sich bei Spark ( Was im Grunde Tinder ist, nur mit anderem Namen.) an und fängt an, sämtliche Kerle innerhalb kürzester Zeit zu daten. Dabei entdeckt sie einen Arbeitskollegen, den sie wirklich sehr heiß findet, aber laut Aussagen der Damen, leider schon vergeben ist.
Rae ist immer noch nicht über eine Beziehung hinweg und dementsprechend fällt es ihr schwer Vertrauen aufzubauen, daher ist Online – Dating für sie erst einmal völliger Schwachsinn. Der eine hat nur Oberkörperfreie Fotos, der schaut grimmig und der nächste könnte gleich in einer Gruselshow mitspielen. Ja, Spark macht es Rae nicht leicht und Quinn und Valerie fordern Rae heraus, einfach mal das eine oder andere gut sein zu lassen und den Männern eine Chance zu geben.
Klingt lustig? Ist es auch! Die Dates die sie hat, sind wirklich komisch und das ist wirklich etwas, was mich dann doch dazu gebracht hat dieses Buch durchzulesen. In Zeiten von Tinder, Lovoo und Co., fand ich es amüsant sich dem ganzen auf eine humorvolle Art und Weise zu stellen.
Aspekte wie Partnersuche und Dating Plattformen mal unerwähnt, geht das Buch unter anderem auf Frauen ein, die bereits in einer Ehe sind und damit anscheinend unzufrieden sind, einfach weil eine Freundin noch ihre Freiheit genießt. Es geht auch auf Frauen ein, die unter der Panik leiden, dass man heiratet, aber möglicherweise doch nicht den Richtigen. Insgesamt, ist es jedoch sehr überschaubar besprochen, sodass man nicht wirklich viel mitnimmt.

Alles in allem, ist das Buch für mich ein Happen für Zwischendurch gewesen, der mich leider mehr enttäuscht hat, als das er mich überrascht hat. Man merkt, dass dieses Buch ein Debüt ist, den die Charaktere sind nicht wirklich tief und auch die Thematiken werden nicht ausreichend beleuchtet.

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:
Frauen, die Tinder nutzen, werden sich hier an manchen Stellen sicher wiederfinden und garantiert über einige Situationen laut lachen müssen. Dieses Buch ist durch und durch was für Menschen, bei denen es immer Drama geben muss und die gerade ein Buch suchen, was sie locker unterhält.
Liebhaber von erotischer Literatur, sowie von hochtrabenden Büchern, kommen hier nicht auf ihre Kosten.

Bis dann, 
Flidra

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Wenn du wieder gehst - Eine Liebesgeschichte



Hallo meine Leseratten!

Lust auf eine Portion Gefühl und Liebe? Dann schaut mal, welches Buch ich euch heute mitgebracht habe.

Wenn du wieder gehst – Eine Liebesgeschichte

Inhalt:

„Hast du nie an mich gedacht?“
„Nein.“
„Nein?“
„Nein. Es hätte mich umgebracht.“

Fast vier Jahre ist es her, seit Lucy das letzte Mal den Sand zwischen den Zehen spürte und Tapas im Strandkorb auf der Terrasse des kleinen Spaniers aß. Nun kehrt sie zurück, um einem alten Freund einen Gefallen zu tun. Dabei ist Niklas nicht einmal mehr das, ein Freund.

Aber warum reißt sein Anblick dann alte Wunden auf und wirft ihre Gefühlswelt aus der Bahn? Sie hatte geglaubt, all das hinter sich gelassen zu haben. Die Trauer, den Schmerz, die Hilflosigkeit. Und die Liebe. Doch je mehr Zeit sie in der fremden Vertrautheit verbringt, umso klarer wird ihr, dass sie sich etwas vorgemacht hat. Und dann ist da noch Ben …

Seiten: 386 Seiten
Autor/in: A. D. WiLK
Verlag: SP
Preis: TB 11,90€ | EB 0,99€ [Einführungspreis]

Lesezeichen:



Erster Eindruck:
Wo Liebesgeschichte drauf steht, das muss auch Liebesgeschichte drin sein.

Fazit: Toller Debütroman mit viel Liebe zum Detail.

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar von der Autorin bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Einfach, schlicht und wirkungsvoll – das beschreibt das Cover wohl am besten. Mir persönlich gefällt die Farbgebung sehr gut und ich mag die Schrift sehr gerne. Sie ist leicht verspielt und dennoch gut lesbar. Der Kontrast wurde effektiv genutzt. An dem Cover hat man nicht wirklich was zu meckern.

Begleitet werden wir in der Geschichte von einem Er/ Sie – Erzähler, der uns über sämtliches aufklärt. Leser sehen im Grunde alles aus der Sicht von Lucy, unserem Hauptcharakter. Ich finde gerade bei Liebesgeschichten, ist der Er/Sie- Erzähler recht schwer anzuwenden, da man als Leser möglichst viel Gefühl mitbekommen will. Da ist ein Ich- Erzähler deutlich einfacherer und verständlicher. Dennoch hat die Autorin das ganze recht gut umgesetzt, sodass man sich daran nicht sonderlich stört. Darüber hinaus, wechselt die Autorin immer zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Während die Gegenwart immer nach dem Treffen stattfindet, sind in den Szenen der Vergangenheit einige Ereignisse nacheinander beschrieben. Hier kommt auch keine Verwechslung auf, denn die Überschriften der jeweiligen Kapitel geben Aufschluss darüber, wo man sich wann befindet.
Die Sprache ist doch recht schlicht gehalten. Kein zu hoch, aber auch kein zu niedrig angesetztes Sprachniveau. Genau richtig, um den Tag ausklingen zu lassen mit einer warmen Tasse Tee.

Lucy, eine Frau, hin- und hergerissen von ihren Gefühlen, ist ein Charakter, mit dem ich es ab und an schwer hatte. Sie ist bei der einen oder anderen Sache sehr schnell aus dem Konzept gekommen und hat für mich in manchen Situationen einfach falsch gehandelt. Das macht sie trotzdem authentisch, denn Menschen machen nun mal Fehler. Ich mochte aber ihre Begeistern für das Meer und die Besonderheiten, die einige Menschen mitbringen. Der Beruf, der Journalistin, passt wirklich super zu ihr. Auch wenn ich ab und an den Kopf geschüttelt habe, empfand ich sie bis zum Schluss als sympathisch und konnte mich trotz allem mit ihr anfreunden.
Niklas ist für mich ein Mensch mit vielen Problemen. Oft hält er sich zurück und sagt nicht immer, was er am liebsten sagen würde. Trotz vieler Rückschläge, hat er nie den Lebenswillen verloren. Ich fand, dass er an manchen Stellen ruhig hätte etwas sagen sollen oder doch mehr Gefühle hätte zeigen sollen. Denn manche Situationen können nun mal einfach nicht abgetan werden. Wie dem auch sei, bin ich alles in allem, mit dem Charakter zufrieden. Es hat mir gefallen, dass er Konsequenzen aus seinem Handeln in der Höhle gezogen hat und auch, dass er seinen Entscheidungen soweit immer treu geblieben ist. So wie Lucy, habe ich mich bei Szenen, in denen Niklas Geborgenheit geschenkt hat, einfach wohl gefühlt.
Ben war am Anfang ja doch recht wenig vertreten. Nur in den Gedanken von Lucy oder wenn sie telefonierten. Daher war ich schon gespannt, wann man den Ben kennenlernen durfte. Als er da war, wusste ich wirklich nicht, wie ich mit ihm umgehen sollte. Er war einfach so nett und lieb, dass ich ihn, ebenso wie Niklas, einfach mochte. Ich wollte ihm absolut nichts schlechtes und war dann doch recht zwiegespalten, für wen sich Lucy in meinen Augen hätte entscheiden sollen. Geprägt durch andere Bücher des Genres, war ich zeitweise sogar misstrauisch, weil er so nett war.
Es gab einige Charaktere in diesem Buch, die ich wegen Spoilern nicht alle analysieren will. Trotzdem muss ich zu Louise ein Wort verlieren, da sie mir besonders gefallen hat, denn sie war so ein tolles Kind. Mit all den kindlichen Gedanken und mit so viel Herz, war sie für mich mit die authentischste Person. Ich fand es einfach schön, dass es einen Charakter gab, der zu allem traurigen doch noch wie ein Lichtblick auf die Geschichte wirkte.

Die Geschichte wird im Verlauf immer komplexer. Was mit einem einfachen „Sie trifft auf ihren Exfreund, scheint noch Gefühle für ihn zu haben und hat aber schon einen neuen Mann an ihrer Seite.“ anfing, wird doch recht schnell zu einem komplexen Gebilde, mit dem nicht nur die drei was zu tun haben. Die Story baut sich in zwei Zeiten auf. Wir erfahren nach jedem neuen Stück der Gegenwart, immer ein Stück der Vergangenheit. Viele Schicksalsschläge lassen die Charaktere an ihre emotionalen Grenzen stoßen und auch die unterschiedlichen Beziehungen zueinander haben es in sich. Gerade diese große Masse an Ereignissen und Gefühlen, macht das Ganze greifbar. Man kennt Liebesgeschichten, in denen es wirklich nur um zwei Personen geht, die sich treffen, sich verlieben, sich zusammenfinden, heiraten, etc. Diese hier ist ein völlig andere. Es wird sehr viel Wert auf die Gefühle gelegt und auch Umgebungsdetails werden so wiedergegeben, dass man sich sehr schnell in diese Geschichte hineinfindet.
Richtung Schluss, wo Lucy mit John am Flughafen ist, fand ich dann doch leicht drüber, aber es hatte ja irgendwo seinen Sinn.
Das Ende selbst, war nach dem Ganzen hin und her, dem Chaos und der Traurigkeit wie ein Pflaster und ich konnte das Buch guten Gewissens abschließen.

Insgesamt fand ich das Buch, bis auf die eine oder andere Stelle, wirklich alles anderes als schlecht. Beachtet man, dass es sich um ein Debütroman handelt, bin ich dann doch recht positiv überrascht gewesen und freue mich schon auf weitere Werke!

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:
Diejenigen, die gerne mal eine Leibesgeschichte lesen, die nicht unbedingt 0 8 15 abläuft, für die wäre dieses Buch genau das Richtige. Auch all die Leser, die Drama lieben, sind mit diesem Buch sicher zufrieden.
Fans von prickelnder Erotik sollten sich hier nichts von versprechen, die Gefühle stehen im Vordergrund.

Bis dann,
Flidra

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Goblin Slayer - Blogtour


Konichiwa meine Lieben !

Tag drei der zweiten Altraverse Blogtour bricht an und heute bin ich dran euch einen Manga vorzustellen . Dieser Manga ist nichts für schwache Nerven – wir befinden uns im Dark Fantasy Bereich, der die eine oder andere doch recht brutale Szene enthält.
Wer sich diesen Manga nicht zutraut, der muss sich nun leider die Augen zu halten.

Goblin Slayer

Inhalt: 
Eine junge Priesterin schließt sich ihrer Abenteurergruppe an, nur um kurz darauf in einen Goblin-Hinterhalt zu geraten. Ihre Gruppe hat keinerlei Chance gegen die hinterhältigen Attackierer und die Priesterin bangt bereits um ihr Leben. Da taucht wie aus dem nichts ein Ritter in schwerer Rüstung auf und macht Kleinholz aus den Goblins. Er ist der Goblin Slayer, ein Abenteurer mit keinem anderen Ziel als so viele Goblins wie möglich auszulöschen. Zum Dank für ihre Rettung beschließt die Priesterin, sich dem Goblin Slayer anzuschließen. Auf ihren gemeinsamen Abenteuern lernt sie nicht nur die Kunst der Goblin-Jagd, sondern auch, dass der Goblin Slayer eine dunkle Vergangenheit hat ...

Seiten:188 Seiten
Mangaka: Artwork: Kousuke Kurose | Charakterdesign: Noboru Kannatuki | Story: Kumo Kagyu
Verlag: Altraverse
Preis:  7,-€
Bände: 5 (ongoing)

Kirschblüten:

Erster Eindruck: 
Blutiger Krieger und junge Priesterin – das klingt nach Action und Spannung!

Fazit: Nichts für schwache Nerven!

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom Altraverse Verlag bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Das Cover hat einen weißen klaren Hintergrund, darauf ist der Titel und auf beidem sind die zwei Charaktere abgebildet. Einmal der Goblin Slayer und einmal die Priesterin. Es ist recht bunter trotz schlichtem Hintergrund und die blutige Rüstung des Goblin Slayers zeigt schon, dass hier kein Schach gespielt wird.
Einzig und alleine diese mehrfache Überlappung gefällt mir nicht ganz so gut aber insgesamt ist das Cover in Ordnung.
Die Gestaltung finde ich mega. Das Format ist das gängige Manga Format. Das
Papier ist recht dick und die Farbseiten sind matt. Ich liebe matte Farbseiten in Mangas, weil man darauf besser Dinge erkennen kann. Bei hochglanz Farbseiten spiegelt sich mir zu viel und es wirkt ab und an leicht billig. Am Ende des Bandes gibt es noch eine kleine Bonusstory, die nur aus Schrift besteht. Ich weiß nicht genau, ob es ein Auszug aus der Novel ist, aber mir persönlich gefällt die Kombination.

Der Zeichenstil ist klar und ohne viel Schnickschnack. Panels werden sehr selten übermalt und es wird mit vielen Actionrastern gearbeitet. Der Manga beinhaltet weniger Text und erzählt viel durch Bilder, was nicht negativ aufzufassen ist. Was will man auch großartig einen Charakter beim kämpfen erzählen lassen?
Gezeichnet wird typisch für das Genre. Es gibt auch den einen oder anderen Ecchi Moment. Brutalität ist durchaus häufig vorhanden, wird auch gezeigt und verläuft sich nicht im Sinne von „Kann man sich denken“.
Mir gefällt die Klarheit der Zeichnungen sehr. Auch Emotionen werden gut abgebildet.

Die Charaktere haben, bis auf den Goblin Slayer, keinen Namen. Zumindest habe ich keine Namen gefunden. Das unterstreicht diesen Rollenspiel Charakter, der mir in diesem Manga sehr aufgefallen ist ( Später mehr dazu.).
Der Goblin Slayer ist am Anfang eine sehr brutale und teilweise herzlose Erscheinung. Er kämpft sich durch die Gegend, mit dem Ziel alle Goblins zu vernichten. All das ist sein privater Rachefeldzug. Er hat bei der Gilde der Abenteuerer einen hohen Rang und dennoch hat er für sich entschieden, keine großen Aufträge anzunehmen und arm zu bleiben, weil er ein ganz anderes Ziel verfolgt.
Die Priesterin steht noch am Anfang und wird erst gerade in die Gilde aufgenommen, als ihr schon das erste Unglück mit einer Truppe junger Abenteurer passiert. Davon geprägt entschließt sie sich dennoch dem Goblin Slayer zu folgen und ihm zu helfen. Sie ist eine Art gute Seele und wenn man ihr eine klassische Rolle im Rollenspiel geben würde, wäre sie eine Heilerin.
Es gibt noch weitere Charakter, besonders zum Schluss des ersten Bandes, aber da will ich euch nichts vorweg nehmen.

Die Story beginnt mit einem Unglück. Die junge Priesterin meldet sich frisch bei der Gilde der Abenteuerer an, um gleich darauf mit anzusehen, wie beim ersten Auftrag ihre Mitstreiter den Goblins verfallen. Einzig durch den Goblin Slayer überlebt sie und sie schließt sich ihm an. Er ist zwar äußerst brutal, entwickelt aber immer mehr auch ein Auge auf seine Mitstreitern. Der erste Band erzählt vor allem von dem Kennenlernen und den Zielen der Charaktere. Einen wirklichen Storyfortschritt wird es erst in weiteren Bänden geben. Doch man merkt jetzt schon den Rollenspiel Charakter heraus. Jeder Gamer unter euch kennt das: Man wählt seine Klasse, schließt sich am besten einer Gilde an und geht mit Gildenmitgliedern auf Abenteuerreise. Jeder hat seinen Job in der Gruppe – Magier, Heiler, Berserker... jeder weiß, was er machen soll. Auch in diesem Manga wirkt das ganz genau so, daher fand ich es so interessant mal in diesen Manga hineinzulesen.

Insgesamt fand ich den Manga nicht schlecht. Für mich ist es mal was anderes gewesen, da ich ja sonst immer recht seichte Mangas lese und wenn es an die Nerven geht, dann nur, weil es psychisch an die Substanz geht. Hier geht es auch mal physisch richtig krass zu und ja, ich gebe es zu, ich liebe Rollenspiele und deshalb bin ich diesem Manga verfallen.

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:

Alle die, die ihre Augen jetzt erst öffnen, ihr solltet nicht zu diesem Manga greifen. Rollenspielfreunde und Freunde von Dark Fantasy sollten sich diesen Manga allerdings genau anschauen und nicht leichtfertig überspringen.

Blogtour

Eine Blogtour wäre keine, wenn ich nur eine Rezension für euch hätte. Genau wie meine Vorgängerinnen habe ich den Redakteur des Mangas befragt. Johannes Marschallek aus dem Altraverse Team musste mir Rede und Antwort stehen!

Hallo Johannes und Willkommen zu dem kurzen Interview. Kommen wir direkt zur ersten Frage.
Goblin Slayer ist jetzt schon etwas länger auf dem japanischen Markt erhältlich gewesen. War recht früh klar gewesen, dass man den Manga nach Deutschland bringen wollte?


Der erste Band der Manga-Adaption von Goblin Slayer! ist in Japan in 2016 erschienen, was aus meiner Perspektive jetzt nicht ewig her ist - altraverse gibt es ja auch erst seit einem bisschen mehr als einem Jahr. Als Dark Fantasy- und Berserk-Fan verfolge ich Goblin Slayer! schon länger und hatte von Anfang an gehofft, dass wir diese Serie in Deutschland verlegen dürfen. Umso mehr freut es mich jetzt, dass die Serie gleich Teil unseres ersten Programms wurde.

Besonders am Anfang von Band eins geht es in Sachen Brutalität heftig zur Sache. Hattest du Bedenken, dass der Manga möglicherweise doch etwas zu krass für die Mangaleser hier ist?
Was zu krass oder nicht zu krass, muss jeder Leser für sich selbst entscheiden. Allerdings finde ich, dass die gezeigte Brutalität ein wichtiger Bestandteil des Worldbuilding ist. Sie zeigt, dass Goblins nicht harmlos sind. Sie zeigt, dass Goblins eine Gefahr sind, die häufig unterschätzt wird und sie erklärt, warum der Goblin Slayer zu solch einem brutalen Menschen wurde. Es hat einen guten Grund, warum diese Serie als Dark Fantasy betitelt wird und wer auf ehre sanfte Fantasy steht, greift lieber zu Granblue Fantasy - längst nicht so brutal aber trotzdem großartig.

Zu dem Manga gibt es eine Light Novel und einen Anime - hast du was davon gelesen oder geschaut?


Während ich Teile der Light Novel bereits gelesen habe und auch vorhabe diese weiterzulesen, ist der Anime zum Zeitpunkt an dem mich diese Fragen erreicht haben ja noch gar nicht gestartet, aber ich werde ihn mir definitiv anschauen und ihr solltet das auch ;).


Mich erinnert der Manga streckenweise an Massively Multiplayer Online Role-Playing Games. Empfindest du das auch und spielst du Massively Multiplayer Online Role-Playing Games? (Wenn ja, welche?)

Johannes bei Twitter
Vielleicht hat es etwas mit unserem unterschiedlichen Alter zu tun, aber mich erinnert die Serie viel mehr an Pen & Paper Rollenspiele und Tabletop Spiele. Wenn ich die Serie lese, erinnere ich mich daran, wie ich früher mit meinen Freunden im Keller saß und wir unsere epischen Abenteuer in Das Schwarze Auge oder Dungeons und Dragons erlebten“

Der Zeichner und der Autor sind verschiedenen Personen, sowie auch der Charakter Designer eine weitere andere Person ist. Es gibt also insgesamt drei Personen, die an diesem Manga mitgewirkt haben. Hat sich deiner Meinung nach etwas an der Qualität geändert? Wenn ja, was und wie findest du Mangas bei denen verschiedene Personen mitwirken?

Ich denke nicht, dass man eine generelle Regel dafür aufstellen kann, dass Werke an denen mehrere Autoren arbeiten schlechter oder besser sind als Werke an denen ein einzelner Autor arbeitet. Es gibt Beispiele bei denen es großartig funktioniert und Beispiele bei denen es eben nicht so ist. Ich persönlich finde, dass die Manga-Adaption von Goblin Slayer! wirklich gelungen ist und Kousuke Kurose großartige Arbeit dabei leistet, den Charakteren von Kumo Kagyu und Noboru Kannatuki weiteres Leben einzuhauchen. Ich freue mich, wie sich diese Produkt der Zusammenarbeit der drei weiterentwickelt und hoffe ihr auch.


Danke Johannes für das Interview!
Wenn ihr noch mehr über Altraverse und Johannes wissen wollt, dann schaut doch HIER vorbei (Twitter).
Ich hoffe euch hat es gefallen ein paar Hintergrundinfos zu dem Manga zu bekommen.
Morgen geht es weiter bei der lieben Sarah von Cube Manga - „Kein Dad wie jeder andere“ Ist ein Manga der ganz oben auf meiner Wunschliste steht.
Bis dann, 
Flidra
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Redwood Love - Es beginnt mit einem Blick

Hallöchen zusammen!

Oh mein Gott! Dieses Buch … es hat einfach so viele Emotionen in mir hervor gebracht. Lasst euch erzählen wieso.

Redwood Love - Es beginnt mit einem Blick
(Puppy Love. Redwood Ridge)

Inhalt: 


Kleine Stadt, große Gefühle
Redwood, ein malerisches kleines Städtchen in Oregon. Genau der richtige Ort für einen Neuanfang. Und den braucht Avery Stowe nach einer desaströsen Ehe dringend, ebenso für sich wie für ihre autistische Tochter Hailey. Da gibt es nur ein Problem: den attraktiven Tierarzt Cade O‘Grady. Eine neue Beziehung ist das Letzte, was Avery will. Sie ist sich nur nicht sicher, wie lange sie Cade widerstehen kann. Vor allem, da sich anscheinend der ganz Ort gegen sie verschworen hat und Amor spielt …
Ein Ort zum Wohlfühlen, drei Tierärzte zum Verlieben – der erste Band der Redwood-Love-Trilogie

Seiten:
384 Seiten
Autor/in: Kelly Moran
Verlag: Kyss (Rowohlt)
Preis:  TB 12,99€ | EB 9,99€


Lesezeichen:

Erster Eindruck: 

Als ich die Inhaltsangabe gehört habe, hab ich sofort an die Serie Hart of Dixie gedacht. Zwar ist Avery nicht als Ärztin beschrieben worden, dennoch hab ich mir so etwas ähnliches vorgestellt.

Fazit: Hat jemand in Redwood eine Wohnung für mich frei?

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom Kyss Verlag bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Dieses deutsche Cover ist eins der wenigen, die mir besser gefallen, als das Original. Ich finde diese Holzoptik und die „Fotos“ darauf einfach so passend zu der Atmosphäre, die in dem Buch aufgebaut worden ist. Rundum ein tolles Cover !

Das Buch wird mit einem Er-/Sie- Erzähler erzählt, der zwischen der Sicht von Avery und Cade wechselt. Es wird nicht nach einem Schema gewechselt sondern situationsbedingt. Die Sprache und die Wörter sind recht einfach und fördern den schnellen Lesefluss. Man kommt sehr schnell und sehr gut in die Story. Die bildliche Erzählweise ermöglicht dem Leser sich vieles gut vorstellen zu können und bindet beim lesen stärker an das Buch. Der rote Faden der Geschichte ist immer deutlich zu erkennen und man wird durch den Wechsel der Sichtweise nicht verwirrt.
Ich habe das Buch gemütlich im Bett gelesen und oft gegrinst. Wer in der Bahn nicht gerade als Grinsebacke auffallen will, der sollte es in Ruhe für sich lesen.

Avery ist unsicher, hat kaum noch Selbstwertgefühl und das einzige wofür sie noch kämpft ist ihre Tochter. Gewohnt an die Stille und das sie ihre Gedanken immer nur für sich hat, wird ihre Welt komplett auf den Kopf gestellt, als sie nach Redwood zieht. Sie ist nämlich alles andere, als ein ruhiges, braves und nicht weidesprechendes Mädchen, dass unbeholfen ihre Weg gehen muss. Sie ist eine Frau, die genau weiß, wie sie etwas machen will, sich mit Fleiß und Mühe für einiges begeistern kann und durchaus auf auf den Putz hauen kann. Doch ihre Ehe mit Richard hat sie zerstört. Im laufe des Buches entwickelt sich Avery zu der Person, die sie wirklich ist und baut ihre Stärken auf. Ab und an hat sie einen Durchhänger, die aber jede Person mal hat und die sie unglaublich authentisch wirken lassen.
Ihre autistische Tochter, Hailey, wirkt am Anfang wie ein trauriges Lebewesen in der Welt von Avery. Zwar wird sie von Avery mit Liebe großgezogen, aber durch die fehlende Aufmerksamkeit ihres Vaters und dem damit verbundenen Versteckspiel, konnte sie sich nicht entwickeln. Sie leidet, bevor sie nach Redwood kommt, unter vielen Anfällen, ist sehr gereizt und hat keine Freunde. All das ändert sich in Redwood. Von Seite zur Seite erkennt man eine positive Entwicklung von Hailey. Sie bindet sich emotional vom ersten Moment an Seraph, ihren Hund, baut Verbindungen zu anderen auf und auch die Bindung zu ihrer Mutter entwickelt sich. Ich mochte die Darstellung und das Hailey eine so wichtige Figur für das gesamte Buch war. Auch wie dargestellt worden ist, was und vor allem wie sie „spricht“ und sich bemerkbar macht, war großartig!
Cade....CADE! Cade ist einfach so... ich kann gerade kein Wort dafür finden. Er ist humorvoll, bemüht sich, liebt seinen Job, ist sexy und ja, am Anfang ist er nun mal der Playboy. Ok, ok, 0 8 15 Typ Alert? Nein. Er hat nämlich einen guten Grund, weswegen Bindungen so gar nichts für ihn sind. Wieso, dass müsst ihr selbst lesen. Avery verändert seine Sichtweise. Stück für Stück lockt sie seine liebenswerten Eigenschaften aus ihm heraus. Im Verlauf zeigt sich, dass Cade nicht nur ein toller Tierarzt ist!
Flynn und Drake sind die Brüder von Cade. Beide haben, wie Cade, ihr Päckchen zu tragen und zu beiden gibt es jeweils ein Buch. Daher ein kurzer Anriss der Charaktere.
Flynn ist von Geburt an taub, was jedoch nicht dazu geführt hat, dass er sonst nicht frech und einen Spruch nach dem anderen bringt. Er ist einfühlsam und auch sonst merkt man im ersten Band, dass er eine liebevolle Seite hat.
Drake ist der älteste von den Dreien. Seine große Liebe und Frau Heather ist vor einigen Jahren gestorben. Er zog sich seit dem zurück und lebt für die Arbeit in der Klinik. Ich weiß jetzt schon – DAS wird mein neuer bookish Boyfriend, sobald ich Band drei gelesen habe.
Die ganze Stadt ist voller einzigartiger und erwähnenswerter Charaktere, aber das würde zu sehr spoilern. An dieser Stelle will ich nur so viel verraten – wenn mir jemand einen Job und eine Wohnung oder Haus dort zur Verfügung stellt, dann würde ich sofort hinziehen!

Die Story ist in meinen Augen sehr komplex. Wir haben auf der einen Seite Avery, die sich nach der Scheidung und mit einem autistischen Kind in eine komplett neue Umgebung einfinden muss. Wäre das nicht genug, ist diese Umgebung genau das Gegenteil, was sie bisher gewohnt war. Die Beziehung zu ihrem Ex-Mann war toxisch für sie, denn mittlerweile ist sie von Selbstzweifeln zerfressen und kämpft lediglich noch um ihre Tochter. Ihre Gefühle blendet sie aus. Auf der anderen Seite haben wir Cade, der bislang nichts davon hielt sich fest zu binden, aber der heißeste Junggeselle der Stadt ist.
Wenn beide Seiten aufeinander treffen, dann kann es doch nur explosiv werden!
Beiden bei der Bewältigung ihrer Probleme zu zusehen und mit zu fiebern, macht einen großen Teil aus in dem Buch. Ich finde aber auch die Aspekte, dass eine Frau, die so wie Avery behandelt worden ist, wieder zurück findet und das Jemand durch eine andere Person zu mehr fähig ist, bemerkenswert herausgearbeitet. Insgesamt sind die verschiedenen Problempunkte sehr gut ausgearbeitet und darüber hinaus recht authentisch dargestellt.
Diese unglaubliche Stadt, die auch Twitter und Pinterest und alle möglichen social Media Kanäle bedient, fand ich so große Klasse! Nicht, weil es das Ganze greifbar macht, sondern viel mehr, weil es zu so vielen Situationen geführt hat, bei denen ich lachen musste. Generell ist das Buch weit ab davon die ganze Zeit ernst zu wirken. Lachen, schmunzeln und grinsen ist garantiert!

Insgesamt kann ich mich nur wiederholen und sagen, wie schnell ich dieses Buch verschlungen habe! Ich kann kaum abwarten Band zwei und drei davon zu lesen!

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:

Allen Romantik Fans sei dieses Buch wärmstens empfohlen! Auch diejenigen, die Serien wie Hart of Dixie geliebt haben können mit diesen Büchern viel anfangen. Frauen, die eine toxische Beziehung hinter sich haben, können sich in dem Buch sicherlich wiederfinden und wohlmöglich etwas verarbeiten, was ihnen passiert ist.
Wer mit Liebe und Romantik nicht am Hut hat, sollte die Finger hiervon lassen!

Bis dann, 
Flidra
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Shadow Love


Na ihr Bücherwürmer?

Heute stelle ich euch ein Büchlein vor, welches aus einem noch kleinen Verlag kommt.

Shadow Love

Inhalt: 

In einer dunklen Gewitternacht wird ein Baby auf der Flucht zurückgelassen.
Jahre später führt dieses Kind, das den Namen Ava Morgan bekommen hat, offenbar ein normales Leben. Ava studiert am Elisabeth State College, wohnt in ihrem eigenen kleinen Apartment und besucht, so oft sie kann, ihre Adoptiveltern Susan und Caleb, sowie ihren Bruder Damien, den sie über alles liebt.
Fortlaufend zu ihren Geburtstagen wiederkehrende Träume lassen Avas Fragen zu ihrer Herkunft nicht verblassen und ängstigen ihre ansonsten heile Welt. Das wäre auch kein großes Problem, wenn da nicht die Sache mit JJ, ihrer besten Freundin wäre, über die sie genau an ihrem 21. Geburtstag etwas erfährt, das auch auf sie selbst großen Einfluss hat. Überdies trifft sie auf ihren neuen Kommilitonen Adam, dem sie zuerst lieber aus dem Weg geht …


Seiten: 246 Seiten
Autor/in: Kaylie Morgan
Verlag: Papierverzierer Verlag
Preis:  TB 12,95€ | EB 3,99€

Lesezeichen:

Erster Eindruck:

Das Cover fand ich recht seltsam, aber interessant. Die Inhaltsangaben fand ich auch ganz anziehend, denn Uni und ein Geheimnis sind meist eine gute Kombination.

Fazit: Viel mehr Details und Inhalt und das Buch wäre mega!

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom Papierverzierer Verlag bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Wie schon erwähnt, fand ich das Cover zwar merkwürdig, aber dennoch interessant. Merkwürdig deshalb, weil das Mädchen auf dem Cover sehr gestellt und unnatürlich wirkt. Es sieht fast so aus, als wäre das Gesicht in das gesamte Bild reingeschnitten worden. Interessant fand ich es dennoch, denn wie man es von anderen Büchern mit der Aufschrift „Love“ kennt, ist hier kein wirkliches Element der „Liebe“ zu erkennen.

Das Buch wird durchweg in der Ich- Perspektive erzählt. Am Kapitelanfang wird ab und an eine Passage aus der Sicht von Adam erzählt, aber der Rest des Buches wird aus der Sicht von Ava erzählt.
Die Sprache ist recht einfach und kann recht zügig gelesen werden. Das Buch kann man also durchaus mal in der Bahn lesen, wenn man mag. Es ist insgesamt recht kurz, was für sich genommen erst einmal nicht schlechtes ist. In diesem Fall, hätte ich mir jedoch viel mehr Tiefe und viel mehr Details gewünscht. Viele Dinge hätten ruhig etwas ausschweifender erzählt werden können. Etwas mehr Uni Alltag wäre auch ganz nett gewesen, denn die Ereignisse folgen einem roten Faden, jedoch passiert alles viel zu schnell hintereinander.

Ava ist soweit ganz zufrieden.
Ihr Leben läuft einfach in die richtigen Bahnen, auch wenn sie nie genau wusste, wer sie wirklich war. Sie ist keine schlechte Studentin und ihre beste Freundin JJ steht ihr bei allem bei. Das einzige, was wirklich an ihr nagt, ist, dass sie ihre richtigen Eltern nicht kennt. Als sie eines Tages erfährt, dass nichts ist, wie es scheint, wirft es ihr Leben aus den Angeln. Ihr Charakter macht eine krasse Wandlung, denn am Anfang ist sie noch komplett verloren in ihrer Rolle, während sie zum Schluss genau weiß, was sie will. Sie entwickelt Stärke und Weitsicht im Verlauf des Buches.
Ähnlich verhält es sich mit Adam. Adam ist ein Bad Boy und diese Art will er beibehalten. So ganz schafft er das jedoch nicht, auch wenn seine Familie ihn dazu erzogen hat. Am Anfang ist sein Auftrag klar und zum Ende hin wirft er seine Pläne über den Haufen, denn dann weiß er, was er wirklich will.
Charaktere wie JJ sind vom Prinzip her ähnlich.
Jeder Charakter macht große Sprünge, so auch die Beziehungen untereinander. Wenn die Autorin dem Ganzen mehr Zeit gegeben hätte zum entwickeln – besonders der Beziehung zwischen Adam und Ava – dann wäre es für mich wesentlich authentischer und überzeugender gewesen. Nach ein paar Seiten direkt von großer Liebe sprechen und eine Art Romeo und Julia Geschichte daraus zu machen, ist in meinen Augen übereilt und verwirrt einen als Leser. Ich kann sehr gut nachvollziehen, wie diese „Liebe auf den ersten Blick“ sich anfühlt, aber leider fand ich die Darstellung zu unwirklich. Selbst wenn es sich hier um ein Fantasybuch handelt, empfinde ich eine Beziehung als reales Element, welches auch als solches behandelt werden sollte. Es Mag sein, dass zwei Personen bestimmt sind, aber das ist nicht so, weil es einfach so ist, sondern auch, weil es sich entwickeln muss.
Auch die Beziehungen zu Avas Freunden und neuen Personen in ihrem Leben wurden schnell gefestigt und abgehakt - selbst ihre Kräfte, was ich einfach Schade finde. Ich hätte sehr gerne mehr über den Lernprozess ihrer Kräfte erfahren und wie sie damit lernt überhaupt  umzugehen.
Diese Idee hat sehr viel Potential, die man durchaus mit mehr Details und längeren Ausführungen hätte füttern können. Übrigens, für diejenigen unter euch, die das Buch gelesen haben. Es wäre genial gewesen, wenn Angyl mehr Szenen gehabt hätte, oder?

Ein Mädchen, das nicht weiß wohin sie gehört, wird plötzlich in die Welt geschmissen, wo sich ihr Ursprung befindet. Große Gefühle, Familienbande und jahrelange Freundschaften erschüttern dieses Mädchen zusätzlich. Im groben sind dies die Schwerpunkte dieser Story, die für viel Spannungen sorgen. Für mich, auf die Gefahr hin, das ich mich wiederhole, werden Thematiken zu schnell abgehandelt. Gefühle, wie die Unsicherheit und das schöpfen von neuem Mut und neuer Kraft, werden für mich zu oberflächig behandelt. Das Ganze geschieht zwar alles nicht grundlos, aber mir fehlte an der einen oder anderen Stelle die Tiefe, die diese Geschichte durchaus haben könnte. Der Schreibstil beeinträchtigt die Möglichkeit zur Erweiterung gar nicht, es liegt einfach daran, das dem Buch die Seiten fehlen.
Das Ende fand ich teilweise in Ordnung, mir hätte es mehr gefallen, wenn es tragischer gewesen wäre. Es war für mein Empfinden dennoch passend und ein Mittelweg.

Insgesamt hat mir das Buch von der Idee und dem Schreibstil gefallen, sehr sogar. Der größte Kritikpunkt ist leider, dass die Tiefe und die Details fehlen, was bei der Idee für mich besonders schade ist.

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:
All diejenigen, die nach einem kleinen Abenteuer suchen oder gerne mal ein kurzes Buch lesen wollen und dann noch gerne im Bereich Fantasy, für die ist dieses Buch genau das Richtige.
Leser, die nach dicken Wälzern suchen und vielen Details, für die ist dieses Buch weniger etwas.

Bis dann, 
Flidra
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Nation Alpha


Hallo ihre Lesemäuse!

Diesmal möchte ich euch ein sehr interessantes und in meinen Augen sehr wichtiges Buch vorstellen. Los geht’s!

Nation Alpha

Inhalt: 

Ich bin eine Omega. Wir werden als Sklaven für die Königsrasse der Alphas gezüchtet und haben keine Rechte, keinen Namen, kein Leben. Man behandelt uns nicht wie Menschen, sondern wie Ware. Nach dreihundertjährigem Martyrium wollen die Alphas uns auslöschen und durch Maschinen ersetzen. Meine Zeit ist abgelaufen, falls der verzweifelte Rettungsplan nicht gelingt. Doch wer würde darauf bauen, wenn die sogenannten Retter selbst Alphas sind? Kann ich ihnen vertrauen oder ist unser Untergang bereits besiegelt?

Seiten: 252 Seiten
Autor/in: Christin Thomas
Verlag: Zeilengold Verlag
Preis:  TB 12,99€ | EB 3,99€


Lesezeichen:


Erster Eindruck: 

Ich habe mir einem Buch gerechnet, welches in die Tiefe geht, weil ich schon recht viel Gutes gehört habe.

Fazit: Einfach nur WOW!

Ich liebe grün, daher liebe ich auch dieses Cover. Der Sci-Fi Touch und die Atmosphäre passt perfekt zum Buch. Alleine deswegen, werde ich mir demnächst das Buch als Printausgabe zulegen.

Das Buch wird aus der Ich – Perspektive aus der Sicht unseres Hauptcharakters erzählt. Dies fördert das Verständnis und die Nachvollziehbarkeit enorm. Ich konnte mich in Gedanken einfinden, die ich sonst, bei abstrakter Erklärung, gar nicht hätte begreifen können. Der Schreibstil ist sehr flüssig, eingehend und verständlich. Ich habe dieses Buch verschlungen und das fast in ein paar Stunden. Es war alles mit dabei – von Humor bis ernsten Themen, die genial an den Schreibstil angepasst wurden. Insgesamt ein Buch, dass selbst komplexe Sachverhalte, sehr gut darstellt.

Unser Hauptcharakter ist Grace, eine Omega, eine Sklavin, ein Wesen, geboren um zu leiden. Schmerz und Hoffnungslosigkeit begleiten sie, seitdem es sie gibt. Eltern hat sie keine, denn sie wurde im Labor heran gezüchtet, wie viele andere Sklaven auch. Ihre dunkle Haut ist das Markenzeichen. Am Anfang unterscheidet sich Grace lediglich durch ihre Neugierde von anderen Sklaven. Dies ändert sich zunehmend und sie macht eine rasante Entwicklung durch. Ich tue mich meist schwer mit weiblichen Protagonistinnen, besonders in Dystopien. Grace hat mich jedoch überzeugt, denn ich konnte sehr gut nachempfinden, was sie fühlte. Es war wirklich kein Moment dabei, wo ich hätte sagen müssen, dass das Handeln unrealistisch wirkte.
Neben ihr spielt Kain eine große Rolle. Er ist ein Alpha – mit dunklen Haaren! Diese Alphas sind recht selten und hinzu kommt, dass er verwandt ist mit dem Herrscher der Nation Alpha. Grace fällt ihm sofort ins Auge und er sieht in ihr etwas besonderes. Sein Verhalten und die Art, wie er mit problematischen Situationen umgeht, hat ihn wirklich sehr sympathisch gemacht. Seine blaue Augen haben das übrige getan – neuer Bookboyfriend!
Jasmin ist ebenfalls ein toller Charakter, auch wenn sie noch recht klein ist. Sie ist die gute Seele, die allen Hoffnung gibt auf eine bessere Welt. Ich hab sie während den ersten Kapiteln richtig gern gewonnen.
Der Doktor war mir am Anfang wirklich leicht suspekt, bis ich gemerkt habe, er bereut, was er getan hat. Es war wirklich interessant zu sehen, wie er seine Denkweise ändert und sich dann für eine Sache einsetzt.
Alpha One ist ein genialer Bösewicht. Ich konnte ihn sofort hassen, was nicht bei jedem Bösewicht der Fall ist. Er ist durch und durch von einer Ideologie besessen und gepaart mit seinem Sturkopf, ist er wirklich ein guter Gegenpart zu Grace.
Ich fand alle Charaktere wirklich auf den Punkt getroffen. Es passiert selten, dass ich alle Charaktere gut ausgearbeitet finde.

Bei der Story weiß ich gar nicht, wie ich Anfangen soll.
Zum einen, geht es um die charakterliche Entwicklung von Grace. Grace, die als Sklavin nichts weiter als Schmerz und Leid erfahren durfte, wird von Kain und Jasmin plötzlich wie ein Mensch behandelt und viel mehr. Sie weiß am Anfang nicht wie sie damit umgehen soll, denn ihr Leben hat sie bisher so eingeschüchtert, dass sie sich für alles schuldig und verantwortlich fühlt. Ihre Neugierde hat sie jedoch behalten und wird im Verlauf des Buches immer mutiger. Weshalb ich dieses Buch als so wichtig finde, sind die äußeren Umstände. Nation Alpha ist ein Fleck auf Erden, der zwei Arten von Menschen kennt. Omegas und Alphas. Wie der Name schon sagt, gibt es Privilegierte und Sklaven. Sklaven werden wie Tiere behandelt. Zusammengepfercht, arbeitend und wie das Letzte, während Alphas ein tolles und ruhiges Leben leben. Alphas werden von klein auf dazu erzogen, ihre Wut und ihre böse Seite an Omegas raus zu lassen. Man merkt, dass diese Umstände stark an Umstände erinnert, die es damals unter anderem in Amerika gab. Noch heute sind Rassismus und Unterdrückung Themen von enormer Wichtigkeit und Brisanz. Ich will gar da gar nicht mit dem Finger auf irgendwen oder irgendwelche Länder zeigen, aber solche Bücher wären für mich mal ein Vorschlag als Pflichtlektüre in Schulen. Es ist abstrakt genug, um es konkret auf Situationen anzupassen und Aufklärungsarbeit zu liefern. Daher ist mir dieses Buch auch ans Herz gewachsen und ich habe mir sogar einige Stellen markiert, was sonst auch sehr selten bei mir passiert.
Mich haben diese Themen und die Art der Darstellung, insbesondere der Konflikt den Grace und Kain hatten, sehr zum denken gebracht.

Insgesamt kann ich dieses Buch wirklich nur empfehlen und es ist definitiv ein Buch, was mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Es ist einfach ein Herzensbuch und ich wünschte, gerade in diesen Zeiten, dass es einige lesen und merken, dass unsere Gesellschaft nicht zu einer Nation Alpha werden darf!

„Ich bin auch ein Mensch. Ich verdiene einen Namen und ein Preisschild, auf dem Unbezahlbar steht.“ (Zitat aus Nation Alpha)

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:
All diejenigen, die sich für Dystopien begeistern können, sollten unbedingt mal zu diesem Buch greifen. Leser, die auch gerne mal Nachdenken beim lesen, finden hier ein Buch, welches Themen aufgreift, über die nachgedacht werden muss.
Empfehlen tue ich das auch all den Lehrern und sonstigen Menschen in Berufen, die mit Kindern zu tun haben, wenn sie Aufklärungsarbeit betreiben wollen.

Bis dann, 
Flidra
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Das wilde Herz der See


Ahoi Wasserratten,

heute geht es für uns auf See bzw. unter Wasser!

Das wilde Herz der See
(To kill a kingdom)

Inhalt: 
Lira ist die Tochter der Meereskönigin. Jahr für Jahr ist sie dazu verdammt, einem Prinzen das Herz zu rauben. Doch dann begeht sie einen Fehler und ihre Mutter verwandelt sie zur Strafe in die Kreatur, die sie am meisten verabscheut – einen Menschen. Und sie stellt Lira ein Ultimatum: Bring mir das Herz von Prinz Elian oder bleib für immer ein Mensch. Elian ist der Thronerbe eines mächtigen Königreichs. Doch das Meer ist der einzige Ort, an dem er sich wirklich zu Hause fühlt. Er macht Jagd auf Sirenen, vor allem auf die eine, die so vielen Prinzen bereits das Leben genommen hat. Als er eines Tages eine junge Frau aus dem Ozean fischt, ahnt er zunächst nicht, wen er da an Bord geholt hat. Bald wird aus Misstrauen jedoch Leidenschaft und das Unerwartete geschieht – die beiden verlieben sich ineinander.

Seiten: 384 Seiten
Autor/in: Alexandra Christo
Verlag: dtv
Preis:  HC 18,99€ | EB 16,99€


Lesezeichen:

Erster Eindruck: 
Ich habe mich auf eine tolle Geschichte gefreut, die viel auf See spielt und so ein bisschen so ist wie Fluch der Karibik.

Fazit: Ein spannender Kampf um Land und Meer!

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom dtv Verlag bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Das war Coverliebe auf den ersten Blick! Ich wusste seit der Vorschau schon, dass ich dieses Buch undbedingt haben wollte – egal wie gut es tatsächlich ist. Es ist wirklich wunderschön!
Das Mädchen auf dem Cover soll Lira darstellen und so ähnlich habe ich mir Lira wirklich vorstellen können. Die Wellen glitzern und diese Farben – es ist wirklich ein wunderhübsches Buch, welches jedes Regal aufhübscht.

Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive und im unregelmäßigen Wechsel zwischen Lira und Elian. Dieser Wechsel wird durch unterschiedliche Schriftarten erkennbar, sodass man genau weiß aus welcher Perspektive etwas erzählt wird. Der Schreibstil ist sehr flüssig und leicht zu lesen. Gleichzeitig fnde ich es überraschend bildlich in brutalen Szenen, denn es ist immerhin ein Jugendbuch. Mir persönlich hat es nicht viel ausgemacht, sollte es aber einige von euch geben, die mit Gewalt und Kämpfen nicht so gut umgehen können - an dieser Stelle eine kleinen Triggerwarnung.
Ansonsten ist es ein Buch, welches man durchaus mit dem Soundtrack der Filme „Fluch der Karibik“ hören kann.

Lira, ein wilder und ungezähmter Charakter. Was passiert, wenn dieser Charakter zuerst vom Bösen erzogen wird böse zu sein und dann auf Gedanken stößt, die die Denkweise komplett umstoßen? Genau, eine sehr große und weitreichende Entwicklung.
Lira ist am Anfang völlig besessen von dem Gedanken Menschen zu töten, sie haben es schließlich nicht anders verdient und machen sie stärker. Als sie auf den Pirat und Prinzen Elian trifft, lernt sie eine ganz neue Sichtweise kennen und ihre Einstellung ändert sich. Ich muss sagen, dass mir ihre Entwicklung sehr gut gefallen hat, wobei ich sie als Charakter die ganze zeit über mochte. Zum Schluss wirkt sie zwar etwas zu erwachsen, damit kann man sich aber zufrieden geben.
Elian ist ein stolzer Pirat und dann kommt erst das Prinz sein. Er mag es so gar nicht als Prinz betrachtet zu werden und sucht das Abenteuer. Mit treuen Gefährten an Bord, hat er sich der Sirenenjagt verschrieben. Sirenen sind für ihn Monster, die Menschen töten und nur Gefahr bedeuten. Auch als er Lira kennenlernt, ändert sich daran vorerst nichts, denn von ihrem Geheimnis ahnt er noch nichts. Ich fand die Entwicklung dieses Charakters okay, aber sie hat ab einem Punkt aufgehört, weil dann nur noch Lira im Vordergrund stand. Das war sehr schade, da Elian noch recht viel Potential entwickeln könnte.
Auf beiden Seiten gibt es genügend Charaktere, denen ich aber nicht vorgreifen will. Insgesamt kann ich aber sagen, dass mir soweit alle Charakter gefallen haben und ich es toll fand, dass jeder Charakter wirklich eine Rolle gespielt hat und nicht nur so existiert haben.

Wie erwähnt geht es um Lira, die Tochter der Meereskönigin und Elian, den Sohn eines mächtigen Königs auf dem Land. Beide Welten verbindet eine starke Fehde. Elian und Lira sind im Grunde ein
Paar wie Romeo und Julia. Was diese beiden jedoch besonders macht ist, dass sie nicht der gleichen Spezies angehören. Der Kampf um Macht und die Angst um das eigene Leben zeigt, wie viel Energie in diesem Buch steckt. Wie anfangs bereits angemerkt, ist das Buch auch mit brutalen Stellen bespickt, die mir angesichts der Thematiken recht gut ins Bild passten. Es wird mit den Themen recht realistisch und vor allem ausführlich umgegangen. Es wird genau ergründet worin der Hass fußt und wie man mit ihm Jahrzehnte gelebt hat. Umfassend hat die Story Hand und Fuß.
Darüber hinaus finde ich gut, dass man sich in dem Buch nicht verliert und das ganze einem roten Faden folgt – ohne dass es dabei statisch wirkt.
Das Ende, welches mit einem großen Finale geendet hat, fand ich mutig. Ich hatte bei jeder Zeile wirklich Kopfkino. Mit der Action und der Auflösung, hätte ich in dem Maße nicht mit gerechnet.
Für mich war es schön endlich mal wieder ein tolles Buch zu lesen, welches sich mit Wasser bzw. See/ Meer beschäftigt.

Insgesamt hat mich das Buch schon überzeugt. Einzig, was mich gestört hat ist, dass sich das Buch irgendwann nur noch auf Lira fixiert hat. Ich hätte mir gewünscht, dass Elian genauso viel
Platz im Buch bekommt. Ansonsten freue ich mich auf weitere Bücher dieser Autorin.

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:
Jedem der Lust auf eine tolle Geschichte mit Piraten und Abenteuer hat. Wer nach kitschiger Liebesstory sucht, ist fehl am Platz.
Ihr sucht nach einer neuen Welt zum erkunden - dann solltet ihr mal reinlesen ! Ihr solltet aber auf düstere Geschichten stehen.

Bis dann, 
Flidra

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