Keine Cheats für die Liebe

Hallöchen,

heute gibt es meine Rezension zu einem Manga, den ich schon als Anime schaue und sehr gerne mag!

Keine Cheats für die Liebe
(Wotaku ni koi wa muzukashii )



Inhalt: 
Narumi ist ein Vollblut-Nerd. Doch ihre Liebe zu Manga und Anime trifft bei Normalo-Männern nicht gerade auf Verständnis – sobald sie hinter ihr Geheimnis kommen, nehmen sie Reißaus! Zum Glück bietet sich ihr alter Kindheitsfreund Hirotaka – selbst hoffnungsloser Game-Nerd – als Freund an. Aber kann die Rechnung Nerd + Nerd = Liebe wirklich aufgehen?

The Big Bang Theory trifft auf Manga – eine herrlich durchgeknallte Rom-Com nicht nur für Nerds!

Seiten: 127 Seiten
Mangaka: Fujita
Verlag: Altraverse
Preis:  10,-€
Bände: 5 (Ongoing)

Kirschblüten:


Erster Eindruck: 
Ich habe einige Episoden vom Anime zuvor gesehen, daher gab es für den Manga keinen ersten Eindruck ohne zu wissen, worum es wirklich geht.

Fazit: Lustige Abwechslung

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar von Altraverse bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Bevor ich zum Cover komme, möchte ich euch einfach mal erzählen, wie genial der Manga gestaltet worden ist.
Das Cover selbst hat so Effekte, die bei Licht sichtbar werden. Auf der Rückseite der Titel und Herzen und auf der Vorderseite Smilies und Titel. Innen gibt es acht tolle Farbseiten. Fast jede Seite hat einen kleinen Untertitel, der neben der Seitenzahl steht. Diese sind recht lustig und beziehen sich als „Kommentar“ auf die Geschehnisse auf der Seite. Der Manga sticht nicht nur aufgrund seines Covers ins Auge – er ist auch mit 14,6 x 1,7 x 20,8 cm größer als die Norm und sieht mehr aus wie ein Taschenbuch. Das Papier ist recht dick und stabil.

Nun aber zu dem Cover.
Auf dem Cover sind die Protagonisten Narumi Momose und Hirotaka Nifuji abgebildet in ihrer üblichen Arbeitskleidung. Hirotaka zeigt mit dem Zeigefinger auf Narumi und diese wiederrum auf ein rosa Herz, welches in der Mitte der beiden ist. Dieses Herz hat einen „verpixelten“ Rand, was so aussieht, wie die Herzen bei Videospielen.
Insgesamt ist das Cover sehr hell. Durch den weißen Hintergrund sind die Farben der Figuren super in Szene gesetzt.

Der Zeichenstil ist sehr Feminin und erinnert mich an das Design verschiedener Videospiele. Die Panels werden meist sehr gut ausgefüllt und selten kommt es vor, dass irgendetwas über ein Panel gezeichnet wird. Fujita arbeitet mit einigen Rastern. Der Zeichenstil ist aber, im vergleich zu Shojo recht sauber, lediglich die großen Augen und süßen Szenen sind Shojo ähnlich. Insgesamt gefällt mir der Stil wirklich sehr, da er auf der einen Weise sehr erwachsen aber auch doch noch sehr weiblich wirkt. Besonders Szenen, in denen eine Situation wie in einem Otome Game (Otome Games ist die japanische Bezeichnung für Dating Sim Games, die für Frauen entwickelt wurde.) gelöst werden kann, gefallen mir durch die eingeblendeten Antworten sehr.
Narumi ist unglaublich süß gezeichnet. Dies entspricht einfach ihrem Charakter. Zwar ist Narumi eine kleine Zockerseele und beim zocken und ihrem Fandom alles andere als süß, aber sie ist mit ihrer Tollpatschigkeit und wie sie sonst redet und mit Liebe umgeht doch recht süß.
Hirotaka ist streng gezeichnet und meist mit Anzug dargestellt. Vom Charakter her, ist er den anderen durch seine wortkrage Art ein echtes Rätsel. Dabei ist er einfach nur ein Zocker, der viel über das Zocken nachdenkt.
Das Charakterdesign als solches ist recht einfach gehalten. Narumi hat pinke Haare, Hirotaka hat blaue, diese Kombination ist in der Mangawelt recht häufig der Fall. Pinke Haare stehen immer für tollpatschige aber süße Charaktere, wohingegen blaue Haare immer für rätselhafte, einsamere Charaktere die äußerst intelligent sind stehen. Die Mitstreiter Taro Kabakura und Hanako Koyanagi, haben ebenso passende Haarfarben. Taro hat rötlich Haare, welche für besonders impulsive und ab und an agressive Charaktere verwendet werden. Taro ist tatsächlich von der impulsiven Sorte und hat sich mit Hanako sehr oft in den Haaren. Hanako hat grüne Haare, welche für Loyalität und kühle Eleganz stehen. Darüber hinaus sind Frauen mit grünen Haaren in Mangas häufig der „coole“ Charakter, der auch ab und an Männlich wirkt und dadurch auch bei Frauen sehr beliebt ist. Gerade so ist Hanako gestrickt. Durch ihre Liebe zum cosplayen (Cosplayn bezeichnet das sich verkleiden in z.B. Animecharaktere.), wirkt sie in männlichen Cosplays so männlich, dass sie sehr viele Frauen damit anzieht.
Insgesamt das Charakterdesign für mich ein Zwischending aus typischen Shojo Elementen und Josei Protagonisten.

Die Story ist im Grunde recht einfach erzählt. Narumi fängt neu in einer Firma an und trifft dort auf ihren alten Schulfreund Hirotaka. Beide sind Otakus (Als Otaku bezeichnet man in Japan besonderes krasse Hardcore Fans. Meistens im Bereich Anime, Manga und Videospiele. Dieser ist oftmals auch mit negativer Bedeutung. In vielen anderen Ländern, wird der Begriff eher harmloser betrachtet und positiver verwendet.) und anders wie Hirotaka, will Narumi nicht, dass es bekannt wird. Beide treffen sich öfter mal zum Feierabendbier und kommen schließlich zusammen. Gerade Otakus haben oftmals eine andere Art miteinander umzugehen und so auch die beiden. Neben diesen beiden, spielen auch Taru und Hanako eine wichtige Rolle. Beide arbeiten mit Narumi und Hirotaka in der Firma und zusammen bilden sie eine Art Otaku Gruppe.
Wie man sich vorstellen kann, birgt dieser Umstand so viele Vorlagen für Slapstick Humor, der auch immer ausgereizt wird. Viele „Nerd“- Begriffe fallen im laufe des ersten Bandes und auch einige Anspielungen auf andere Mangas und Videospiele gibt es. Rund um ein kleines Fest für jeden Mangafan.

Insgesamt muss ich sagen, dass mir der Manga ganz gut gefällt. Ab und an ist der Humor selbst für mich zu platt, wodurch ich mich an einigen wenigen Stellen doch etwas gelangweilt gefühlt habe und die Tiefe der Charaktere fehlte mir. Dadurch, dass ich den Anime bereits gesehen habe, weiß ich, dass die Tiefe später Einzug in die Story erhält.
Band zwei erscheint am 21.06.18.

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:
Jedem Mangafan, der ebenfalls ein Problem hat seinen Gegenpart zu finden! Aber auch all denjenigen empfehle ich diesen Manga, die eine romantische Komödie lesen wollen. Gerade der Zockeraspekt ist auch etwas für die Männer unter uns!

Bis dann, 
Flidra
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Wo bestelle ich Bücher? Teil 1





Na ihr Lesemäuse?!

Heute will ich eine kleine neue Reihe starten und zwar „ Wo bestelle ich Bücher?“.
Dabei meine ich nicht nur den Buchladen um die Ecke, sondern eher gebrauchte Bücher oder Mängelexemplare.

Den Anfang macht bei mir Arvelle.
Von Arvelle habe ich hierzu einen 20,- € Gutschein erhalten und habe selbst noch 10,-€ drauf gelegt.

Auswahl / Preise

Bei Arvelle hat man eine große Auswahl an Büchern. Dabei sind sowohl aktuellere, als auch ältere Bücher dabei. Neben den Büchern gibt es noch Funkos, Spiele, Geschenkbücher, Stifte und auch Lesezeichen, die man sich dort bestellen kann. Die Auswahl daran ist jedoch geringer. Das zweite größere Streckenpferd bei Arvelle sind mittlerweile Mangas. Auch für Mal-, Bastel- und Kochfans ist eine große Auswahl an Hobbyliteratur dabei.
Die Preise sind meist abhängig von dem normalen Preis, wenn es nicht ein Buch ist, bei welchem der Ladenpreis aufgehoben worden ist. Dabei hat man bei jedem Buch um die 50% Preisersparnis. Heißt, wenn ein Buch 19,99€ kostet, liegt der Preis oft bei ca. 10,-€. Es kann aber auch größere oder kleinere Rabatte geben.

Bei dieser Bestellung habe ich mir folgendes gekauft:
1. Trust again – 6,99€ anstatt 12,-€
2. Zeitenzauber Band 3 (Hardcover) – 7,99€ anstatt 14,99€
3.Goldener Käfig ( Die Farbe des Blutes 3, Hardcover) – 10,99€ anstatt 23,99€
4. Tina Goldstein Funko – 4,99€ anstatt 14,99€

Ich hätte also für alles normal 65,97 € gezahlt und habe stattdessen 30,96€ gezahlt. Ein Ersparnis von mehr als 50%!
Doch muss man aufpassen, besonders aktuelle und beliebte Bücher sind sehr schnell vergriffen!

Bestellung

Die Bestellung erfolgt wie in jedem anderen Internethandel auch. Man legt die Dinge, die man kaufen mag, in den Warenkorb und drückt dann auf bezahlen. Zuvor ist jedoch eine Anmeldung erforderlich. Nachdem man sich angemeldet hat, kann man dann natürlich den Inhalt des Warenkorbs bestellen. Zahlen kann man auf verschiedene Arten. Folgende werden angeboten:

- SEPA – Lastschrift
- Kreditkarte
- PayPal
- SOFORT Überweisung
- Vorabüberweisung
- und Rechnung.

Ich habe mich für PayPal entschieden. Es funktionierte ohne Probleme.

Versand 

Der Versand erfolgt mit der Deutschen Post und DHL. Ab einem Warenwert von 19,-€, bietet Arvelle den kostenlosen Versand an. Wenn man darunter liegt, dann zahlt man 3,95€ an Versandkosten.
Da ich weit über den 19,-€ lag, habe ich bei meiner Bestellung auch keinen Versand zahlen müssen.
Verpackt wird mit Kartons und wenn Platz bleibt, wird mit Papier gefüllt, sodass keine weiteren Schäden aufkommen sollten. In meinem Fall war das Paket super gepackt worden und es kam auch sehr schnell an! Ich glaube, insgesamt von der Bestellung bis hin zum Erhalt, hat es ca. 3 Werktage gebraucht.
Zustand

Arvelle verkauft grundsätzlich Mängelexemplare. Heißt, dass die Bücher im Buchschnitt einen Mängelexemplarstempel haben. Mängel, wie z.B. Druckstellen im Buchschnitt, auf der Vorder- oder Rückseite oder weitere leichte Beschädigungen kommen oft hinzu. Bücher, deren
Ladenpreis aufgehoben worden ist, können sogar noch eingeschweißt sein.
Bislang habe ich keine Spiele oder sonstiges bestellt, sodass ich darüber wenig Infos habe.
In meinem Fall, waren alle drei Bücher in einem super Zustand, der obligatorische Mängelexemplarstempel war auf dem Buchschnitt. Der Buchschnitt hatte leichte Druckstellen, ansonsten hatten die Bücher keine Mängel.
Der Funko an sich war in einem neuen Zustand, lediglich die Verpackung war beschädigt.
Insgesamt

Insgesamt muss ich sagen, dass ich mit Bestellungen bei Arvelle immer zufrieden war. Man erwartet bei den Preisen keine Bücher ohne Mängel, daher ist man auf die kleinen Macken vorbereitet. Ich hatte jedoch sogar mal bei einer Bestellung den Fall, dass Bücher sogar noch eingeschweißt waren. Darüber hab ich mich dann natürlich sehr gefreut.
Ich habe dort auch schon einige mal bestellt, weil ich das Preis-Leistungs-Verhältnis wirklich sehr gut finde.

Ich hoffe, dass euch der Beitrag Weiterhilft bei der Entscheidung, ob man dort bestellen mag.

Bis dann, 
Flidra

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Wenn der Wind singt / Pinball 1973


Hallo meine Lieben,

heute widmen wir uns einem Schriftsteller, der, wie ich finde, den Nobelpreis verdient hätte. Bislang hat er noch keinen bekommen, aber ich hoffe, dass er ihn bald bekommt. Es handelt sich um Haruki Murakami.

Wenn der Wind singt / Pinball 1973
(Kaze no uta wo kike/ 1973-nen no pinboru)


Inhalt:

Nach langem Zögern hat Haruki Murakami die Bitten seiner Leser erhört und der Veröffentlichung dieser außerhalb Japans nie erschienenen Frühwerke zugestimmt, die zusammen mit »Wilde Schafsjagd« die Trilogie der Ratte bilden. Nach 35 Jahren liegt diese nun erstmals vollständig auf Deutsch vor. Eine kleine Sensation, nicht nur für eingefleischte Murakami-Fans. »Wenn der Wind singt«, folgt einem 21-jährigen Studenten, der den Sommer 1970 in seinem kleinen Heimatort verbringt. Die Zeit vertreibt er sich mit seinem besten Freund Ratte, einem Mädchen mit vier Fingern an der linken Hand und einem Barkeeper. In »Pinball 1973« lebt der junge Mann drei Jahre später in Tokio, während Ratte in J.’s Bar immer noch darauf wartet, dass das Leben losgeht. Ein melancholischer, atmosphärisch dichter Roman, der zudem die wohl besten Flipperszenen der Literaturgeschichte enthält.

Seiten: 272 Seiten
Autor/in: Haruki Murakami
Verlag: btb
Preis:  HC 19,99€ / TB 10,-€/ EB 8,99 €
Kaufen:  btb Amazon

Lesezeichen:


Erster Eindruck: 

Murakamis Erstlingswerk verspricht doch recht interessant zu werden.

Fazit: Jeder fängt mal klein an.

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom Bloggerportal von Randomhouse bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Das Cover ist, wie alle neueren Auflagen, bunt gestaltet mit weißem Hintergrund. Das Buch, ohne den Inhalt vorweg zu nehmen, ist ein Buch, welches eher durch den Inhalt geschätzt werden sollte. Die Schlichtheit der Cover unterstreicht diesen Umstand. Rundum mag ich das Cover, gerade weil es zum Buch passt.

Zuvor muss ich sagen: Dieses Werk bzw. diese Werke, da es ja zwei Romane in einem sind, sind vom Erzählstil anders, als man es von Murakami kennt. Diese beiden Werke sind die ersten, die Murakami je geschrieben hat. In einem etwas längerem Vorwort erklärt uns Murakami wie er auf diese Romane gekommen ist, was diese für ihn auszeichnen und was er sich dabei gedacht hat. Für Fans von Murakami ist dieses Buch alleine schon durch das Vorwort ein „Must have“.
Kommen wir aber zu dem Erzählstil als solchen.
Der Erzählstil in diesem Buch zeichnet sich besonders durch schlichte und einfache Sätze aus. Schwere Vokabeln gibt es auch nicht. Daher kann man das Buch recht einfach runter lesen. Es gibt kurze und längere Kapitel und auch der Erzähler wechselt. Einmal ist der Erzähler unsere Namenlose Hauptperson und erzählt aus der Ich-Perspektive und dann ist er mal der Er-/Sie-Erzähler, der von Ratte oder anderen Personen berichtet. Daran muss man sich während des Lesens erstmal gewöhnen. Interessant ist auch, dass es sehr oft Musiktitel erwähnt werden.
Darüber hinaus gibt es keine weiteren sprachlichen Auffälligkeiten.

Nun, die Charaktere sind meiner Ansicht nach schwierig in Worte zu fassen.
Man hat eine Hauptperson dessen Namen man nicht kennt. Diese handelt in meinem Augen recht wirr. Er erzählt erstmal von der Gegenwart, springt aber häufig zurück zu Ereignissen in der Vergangenheit, wie z.B. welche Freundinnen er gehabt hat.
Wahrscheinlich liegt es daran, dass dies das Erstlingswerk von Murakami ist, wodurch seine sprachliche Kompetenz gar nicht zur Geltung kommt. Murakami ist ein Meister darin Dinge durch seine Charaktere zu beschreiben, die man selbst einfach nicht ausdrücken kann. Man erkennt diese Ansätze auch in dem Hauptcharakter wieder. In Pinball 1973 ist der Charakter auch wesentlich besser beschrieben und die Handlungen nachvollziehbarer.
Ratte empfinde ich im ersten Werk eher als Nebencharakter, da er meist mit dem Hauptcharakter in der Jay's Bar hockt und ansonsten nicht viel her gibt. Im zweiten Werk wird viel mehr über ihn erzählt und er wird als doch sehr nachdenkliche Person beschrieben.
Des Weiteren gibt es noch Jay und Zwillinge, die eine aktive Rolle in den Werken spielen, aber im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass ich aus keinem der Charaktere wirklich schlau geworden bin.

Die Story ist ebenso konfus wie die Charaktere selbst. Es gab keinen wirklichen Anfang und letztlich auch kein wirkliches Ende. Im Grunde wurde von einem kleinen Lebensabschnitt dieser Personen erzählt und Ereignisse der Vergangenheit damit verknüpft. Ich könnte auch nicht ohne weiteres feststellen, ob Wenn der Wind singt vor oder nach Pinball 1973 spielt, wenn eingangs nicht erwähnt werden würde, dass der erste Teil im Sommer 1970 spielt.
Thematiken sind unter anderem Lebenswegproblematiken, Fragestellungen die das Leben im allgemeinen betreffen und das „Alleinsein“.
Der Hauptcharakter wacht eines Tages bei einer fremden Frau auf und weiß nicht wie sie heißt. Mit Ratte trinkt er öfter ein Bierchen in Jay's Bar. Der erste Ausschnitt zeigt einen Sommer 1970. In Teil zwei sind seit dem zwei Jahre vergangen und der Hauptcharakter wohnt mittlerweile in Tokyo. Irgendwann hat Ratte auch mal eine Frau, die ihn verändert und wegen der er sich alleine fühlt. Er denkt über sein Leben nach und weiß, dass er auf der Stelle tritt. Während der Hauptcharakter plötzlich Zwillinge bei sich hat, deren Namen er nicht kennt und total in ein Flipperspiel vernarrt ist. Dabei werden allerhand an kuriosen Situationen ausgelöst.

Insgesamt muss ich sagen, dass ich diesen Murakami echt nicht so toll fand, wie die neueren Werke. Man merkt, es handelt sich um ein Erstlingswerk. Enttäuscht bin ich nicht gerade, ich hatte mir sowas schon gedacht. Es ist nicht mein Lieblingswerk von ihm, aber ich bin froh die Gelegenheit bekommen zu haben, den jungen Murakami zu lesen.

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:

Jeder der Murakami liebt, wird auch dieses Buch zu schätzen wissen. Auch wenn es erstmal abschreckend wirkt, kann man dem ganzen dennoch das eine oder andere abgewinnen.
Jeder, der hier mit Murakami anfangen will, dem würde ich stark von abraten. Wenn man ihn noch nicht kennt, wird man ihn durchweg für verwirrend und öde einstufen.

Bis dann, 
Flidra

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GAME - Lust ohne Liebe


Mangafreunde aufgepasst,

jetzt kommt Altraverse!

Wer oder was ist Altraverse?

Altraverse ist ein Mangaverlag. Ihr kennt ihn noch nicht? Nicht schlimm, denn erst letzten Monat kamen die ersten Mangas heraus. Seit Mai 2018 könnt ihr Mangas von Altraverse kaufen. Die ersten Glücklichen konnten bereits auf der LBM 2018 einige Mangas erwerben.
Wie ich zu Altraverse gekommen bin ?

Nun, ehrlich gesagt, habe ich den Verlag Mitte 2017 auf Instagram entdeckt, während ich auf der Suche nach Manganeuheiten war. Zuerst dachte ich, es handelt sich um einen Mangablogger, aber nein, es war wirklich ein Verlag. Damals gab es noch nicht viel zu sehen.
Mit der Zeit wurden dann aber immer mehr Beiträge, sowohl auf Instagram, als auch Facebook, gepostet. Wie in Japan ein Manga entsteht, ist den meisten bereits durch Bakuman halbwegs bekannt, doch wie geschieht das ganze in Deutschland? Altraverse hat uns durch Bilder und Geschichten mit auf die Reise genommen. Sei es die Reise des Teams nach Japan, um sich über neue Mangaveröffentlichungen zu erkundigen oder der Besuch in der Druckerei – dadurch hat sich Altraverse als sehr transparenter und freundlicher Verlag gezeigt.
Der Verlag gehört übrigens Dr. Joachim Kaps, kurz Jo. Dem einen oder anderen Mangafan müsste dieser Name etwas sagen, denn Jo war bereits Leiter bei Carlsen Comics und zwölf Jahre lang Geschäftsführer von Tokyopop.
Das alles sind Gründe, die für mich dafür sprechen, dass dieser Verlag bald zu den ganz großen hier in Deutschland gehören könnte.

Nun aber die Rezension zu

GAME – Lust ohne Liebe
(GAME – Suits no sukima)

Inhalt: 
Sayo ist eine echte Karrierefrau. Doch das schreckt die Männer ab. Keiner von ihnen scheint mit einer Frau umgehen zu können, die erfolgreicher ist als er. Frustriert lässt sie sich auf ein erotisches Spiel mit ihrem neuen Kollegen ein: Nur Sex, keine Gefühle lautet die Devise.


Seiten: 191
Mangaka: Mai Nishikaka
Verlag: Altraverse
Preis:  7,- €
Bände: 4 Bände (Ongoing)
Erhältlich:  AltraverseAmazon


Kirschblüten:

Erster Eindruck:
 

Das wird heiß! Die beiden Charaktere auf dem Cover in einer recht eindeutigen Position geben den Ton an. Ein interessanter Josei* Manga wartet darauf gelesen zu werden.

*
Josei ist nichts weiter als der japanische Begriff für Mangas die für Frauen geschrieben worden sind.

Fazit: Ein sehr interessantes Spiel

Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar von Altraverse bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch.

Wie vorab schon erwähnt, das Cover ist heiß! Die Kombination aus schwarzem Hintergrund und roter Schrift ist sehr auffällig. Ich finde, dass der Manga dadurch sofort im Regal ins Auge springt. Von der Art der Gestaltung erinnert mich das Coverdesign an „Piece – Erinnerung an eine Fremde“. Alles in allem finde ich das Cover sehr gelungen.

Der Zeichenstil ist, um es in ein Wort zu fassen, schlicht. Nishikata arbeitet sehr viel mit Gefühlsregungen und verwendet immer passende Rasterfolien. Darüber hinaus wird keine Figur über das Panel aus gezeichnet. Die Figuren sind ebenfalls recht schlicht gehalten. Trotzdem ist es genau passend, denn Josei Mangas sind bekanntlich weniger geschnörkelt wie z.B. Shojo Mangas. Durch den Zeichenstil konzentriert man sich als Leser mehr auf die Geschichte, was mir hier nur recht ist.

Der Manga dreht sich um Sayo Fuji. Sayo ist durch und durch Karrierefrau und mit allen Wassern gewaschen. Männer kann sie dadurch nicht lange halten. Wieso? Nun, in Japan ist das Frauenbild zwar auch verändert worden durch die Jahre hinweg, dennoch ist die klassische Rollenverteilung vorherrschend und gewollt. Die Männer in Sayo's Leben haben nie verstanden, dass ihr ihre Karriere wichtig ist.
Sayo ist nach außen hin sehr starker Charakter, der immer einen frechen Spruch hat um sich cool aus jeder Affäre zu ziehen. Innerlich zweifelt sie an sich selbst. Ihre Kollegen nehmen sie nicht mal mehr als Frau wahr. Bis Ryochi Kiriyama auf den Plan tritt. Der neue Mitarbeiter und Überflieger hat ein ungewöhnlich starkes Interesse an ihr und beide beginnen eine Affäre – es sind keine Gefühle dabei, oder doch?

Sayo ist zielstrebig, lässt sich ungerne beirren und doch hat sie schwache Momente. Sie kämpft und beißt sich durch's Leben und bei der Arbeit, kann sie sich mit jedem Mann messen. Nur ist das wirklich alles was sie aus macht? Natürlich nicht! Mich hat der Charakter sehr überzeugt, da er durchweg authentisch auf mich gewirkt hat. Ich bin schon sehr gespannt, wie sie sich in den Folgebänden entwickelt.
Ryochi ist en Playboy, zumindest wird er so dargestellt. Ob er dies wirklich ist oder ob mehr dahinter steckt, das kriegt man am Ende des ersten Bandes nicht wirklich raus. Ich vermute, dass er noch Geheimnisse hat, da man praktisch nichts über ihn weiß. Von allen Charakteren, die vorgestellt wurden, ist mir dieser noch ein großes Rätsel.
Auch ein zweiter männlicher Charakter wird neu eingestellt und zwar Osamu Arakawa. Er ist offenherzig, leicht zu begeistern und für jeden Spaß zu haben. Ich hege die Vermutung, dass es der Second Lead der Story wird. Ich bin mal gespannt.

Insgesamt kann man erahnen, dass es sicherlich das eine oder andere mal sehr heiß her geht, aber in Maßen. Dies ist erst der Auftakt, da wurde sehr viel Zeit darauf verwendet die Charaktere vorzustellen und den Plot in gang zu bringen. Dies ist für mich gelungen, obwohl ich an der einen oder anderen Stelle doch gerne mehr Story gehabt hätte.
Für mich wird es sicherlich noch einen weiteren Band geben!

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:
Ihr mögt Mangas wie „von 5 bis 9“ ? Dann wäre der Manga wirklich etwas interessantes für euch. Meine lieben Frauen, fühlt euch angesprochen, es ist wirklich ein Manga für euch! Wer nichts mit Liebe, Gefühlen oder Romantik in Mangas anfangen kann, der sollte besser die Finger von lassen.



Normal ist der Beitrag immer hier zu Ende. Es ist aber eine Blogtour und ich würde euch gerne noch zusätzlich etwas über die rolle der Frau in Japan erzählen, die in diesem Manga praktisch auf den Kopf gestellt wird.

Mangaka Mai Nishikata hat sich ein sehr interessantes Thema für japanische Frauen ausgesucht. Denn noch immer ist es so, dass die meisten japanischen Frauen zwar einen guten Schulabschluss erreichen wollen, dann aber so schnell wie möglich einen guten Ehemann finden wollen und nach der Hochzeit nur noch als Hausfrau fungieren. ( Ausnahmen bestätigen die Regel!)
Wie sich Sayo in dem Manga verhält ist absolut untypisch für japanische Verhältnisse und ist vielleicht gerade deshalb für Frauen recht spannend zu lesen. Was hier allgegenwärtig ist – Karrierefrauen sind höchst erwünscht. Wir haben hier durchaus andere Probleme wie z.B. den ungleichen Lohn von Mann und Frau und die Quote in Spitzenpositionen, aber es gibt genügend Frauen die mehr verdienen, als der Mann. Hausmänner sind in Japan relativ selten.
Der Mann gibt den Ton vor und die Frau hat mitzuziehen.
Sayo, ist wie erwähnt, eine Karrierefrau. Sayo wird dementsprechend auch mit den Problemen einer solchen in Japan konfrontiert. „Du arbeitest so viel, bist du ein Mann und willst du dir ein Haus kauen ?“, so ähnlich wird ihr in dem Manga ihr Verhalten von männlichen Kollegen aufgenommen.
Ich kann aber auch berichten, dass sich das Bild der Frau derzeit, wenn auch langsam, im Wandel befindet. Gerade solche Mangas zeigen, dass es durchaus japanische Frauen gibt, die sich mit dem Thema Emanzipation beschäftigen.
Es gibt in Deutschland bislang relativ wenig Josei Mangas. Vielleicht liegt es daran, dass in Deutschland Mangas als „Kinderkram“ angesehen werden und man sich bei Shojo und Shonen Mangas einfach mehr Absatz verspricht. In Japan haben Mangas eine ganz andere Bedeutung für die Menschen. Gerade ein Manga wie GAME hat in Japan die Möglichkeit Frauen zum Umdenken zu bewegen.
Ich bin sehr gespannt, wie sich das Bild der Frau in den nächsten Jahren verändern wird.
Ihr könnt mir gerne schreiben, was ihr davon haltet und ob ihr noch weitere Josei Mangas kennt. Natürlich könnt ihr mir auch schreiben, ob ihr GAME mögt oder ob es gar nicht euer Fall ist.



Hier kommen noch einmal die Tourdaten. Schaut bei meinen süßen Kolleginnen vorbei, es lohnt sich ! Viel spaß mit der Tour,
Übermorgen geht es bei der lieben Kiddo weiter!

01.06.: "Keine Cheats für die Liebe" bei
Cubemanga  
 
04.06.: "Record of Grancrest" bei
Kiddoseven
05.06.: "Interviews mit Monstermädchen" bei 
Carlosiareadsbooks 
06.06.: "Bis deine Knochen verrotten" bei 
Awkward Dangos 

Bis dann, 
Flidra
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Begin Again

Hallöchen ihr Lesemäuse,

heute wird es romantisch mit einer eine Story einer deutschen Autorin. 

Begin Again

Inhalt: 
Er stellt die Regeln auf -

sie bricht jede einzelne davon.

Noch einmal ganz von vorne beginnen - das ist Allie Harpers sehnlichster Wunsch, als sie für ihr Studium nach Woodshill zieht. Dass sie ausgerechnet in einer WG mit einem überheblichen
Bad Boy landet, passt ihr daher gar nicht in den Plan. Kaden White ist zwar unfassbar attraktiv - mit seinen Tattoos und seiner unverschämten Art aber so ziemlich der Letzte, mit dem Allie
sich eine Wohnung teilen möchte. Zumal er als allererstes eine Liste von Regeln aufstellt. Die wichtigste: Wir fangen niemals etwas miteinander an! Doch Allie merkt schnell, dass sich hinter
Kadens Fassade viel mehr verbirgt als zunächst angenommen. Und je besser sie ihn kennenlernt, desto unmöglicher wird es ihr, das heftige Prickeln zwischen ihnen zu ignorieren -

Der Auftaktband der Again-Reihe!

Seiten: 496 Seiten
Autor/in: Mona Kasten
Verlag: LYX
Preis:  BO 12,- € | EB 9,99 €
Kaufen:  LYX  | Amazon


Lesezeichen: 



Erster Eindruck: 

Ich bin schon so lange um dieses Buch herum geschlichen, weil ich nur Gutes gehört habe. Ich erwartete also sehr viel. Thematisch hatte ich mir eine romantische Geschichte vorgestellt.

Fazit: Wieso habe ich so lange gewartet ?!

Das Cover sieht nach einem typischen Cover des New Adult Genres aus. Es ist schlicht und doch schön. Gerade weil es sich um kein Fantasy Buch handelt, erwarte ich keine großartigen, fantasievollen, mit schnörkeln überzogenen Cover und empfinde dieses mehr als passend.

Die Geschichte wird von einem Ich-Erzähler aus der Perspektive von Allie erzählt. Wie ihr wisst, mag ich diesen Stil am liebsten und alleine deshalb, kam ich schon sehr gut in das Buch hinein. Der einfache und zugleich flüssige Schreibstil haben dann sein übriges getan. Es ist fesselnd,logisch geschrieben und folgt gleich von Anfang an einem roten Faden.Von der ersten Seite an, konnte ich das Buch kaum weglegen. Während ich eigentlich noch andere Bücher lesen müsste und lernen sollte, musste ich dieses Buch einfach nebenher lesen. Es war wie eine Sucht und ich war sehr traurig, als ich zum Ende kam.
Das Buch kann man überall lesen, man sollte nur aufpassen, es gibt ziemlich witzige Stellen!

Unser Hauptcharakter, dem wir auf Schritt und Tritt folgen, ist Allie. Allie ist der Spitzname zu Allison. Allison ist ein sehr interessanter Charakter. Zum einen hab ich wirklich mit ihr gelitten und geliebt. Zum anderen konnte ich die eine oder andere Marotte von ihr nicht ab. Ihre Entwicklung und ihre Gestaltung ist aber völlig logisch und nicht aus der Luft gegriffen. Sie kann frech, witzig und auch ernst sein. Es ist wirklich großartig, wenn sie Kaden frech gegenübertritt. Ich musste manchmal so herzhaft lachen.
Apropos Kaden – ich glaube, ich habe einen neuen Bookboyfriend in meiner Sammlung. Kaden ist nicht nur heiß, er ist intelligent und meistens schlecht drauf. Wieso und weshalb müsst ihr selbst lesen, aber so viel kann ich euch sagen: Es hat wirklich einen triftigen Grund!
An der Seite von Alison, finden wir auch Dawn. Dawn ist ihre beste Freundin und ein wirklicher Goldschatz. Sie ist loyal, nicht auf den Kopf gefallen und hat ihr Herz am rechten Fleck.
Nicht nur Alison hat eine tolle Freundin, auch Kaden hat tolle Freunde, allen voran Spencer.
Insgesamt hat man aber einen sehr überschaubaren Personenkreis, welcher einem sofort ans Herz wächst.

Allison ist 19 Jahre alt und kommt aus der Großstadt in eine kleine Studentenstadt und hofft darauf, dort neu anfangen zu können. Nach etlichen Wohnungsbesichtigungen, ist sie ratlos. Es war nichts dabei, wo sie hätte einziehen können, aber zu ihren Eltern, die sie immer nur Crystal nennen, will sie nie wieder zurück. Die letzte Wohnungsbesichtigung steht an und mit Kaden, ihrem neuen Mitbewohner, beginnt für Allison ein neues Leben. Liebe und Selbstfindung stehen im Fokus dieser Geschichte.Während Allison sich selbst entdeckt, entdeckt sie auch ihre die große Liebe. Während sie damit zu kämpfen hat, was ihr Herz ihr zuflüstert, sind Probleme in ihrem Leben nie weit weg – inklusive schreckliche Eltern.
Nicht nur Allison steck voller Geheimnisse, auch Kaden schleppt einen ganzen Berg voller Probleme mit sich herum, mit dem er sichtlich arg zu Kämpfen hat. Allison fühlt sich von seinen Regeln zwar nicht beeindruckt, findet aber Stück für Stück heraus, wieso diese Regeln ihm so wichtig sind.
Was mir an der Story besonders gefällt, ist das Wechselspiel zwischen dem Uni Leben ( Das nicht vergessen wird, wie in so vielen schlechten Liebesromanen.) und ihrem Leben in der WG. Mir ist zwar nichts dergleichen passiert, aber als Student schleppt man in etwa genau so seine Probleme mit sich rum und muss in die Uni, lernen, hat Stress und schafft manchmal Prüfungen nicht. Diesen realistischen Vorgang hat Mona mit viel Herz und Ernsthaftigkeit einfangen können.

Das ist das erste Buch gewesen, welches ich von Mona Kasten gelesen habe und es wird auch nicht das letzte sein. Der Schreibstil, die Charaktere und nicht zuletzt die Story haben mich komplett eingenommen und überzeugt! Band zwei und drei sind schon erschienen und die Chancen stehen sehr gut, dass ich auch diese beiden Bücher verschlingen werde!

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:

Wer Kirschroter Sommer und Türkisgrüner Winter gelesen und gefeiert hat, wird begin again mindestens genauso sehr lieben.
Jeder, der mit Liebe in Büchern nichts anfangen kann, sollte einen Bogen um dieses Buch machen.
Es ist ein tolles New Adult Buch, welches man sicherlich nicht so leicht aus der Hand legen kann, wenn man auf romantische Stories steht.


Bis dann, 
Flidra


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Powerfrauen küsst man nicht: oder doch ?

Hallo ihr Lieben,

gibt es Karrierefrauen unter euch ? Vielleicht ist dieses Buch genau das Richtige für euch!

Powerfrauen küsst man nicht: oder doch ?

©Astrid M. Helmers
Inhalt:

Eine Powerfrau in den 70er-Jahren hatte es nicht leicht. Um in der Männerwelt fernab von Quotenregelungen Karriere machen zu können, mussten große Opfer gebracht werden – an Familie und Kinder war zum Beispiel nicht zu denken. Es waren daher nicht viele, die den Mut hatten, diesen steinigen Weg zu gehen. Gefangen im Karrierewahn verzichtet Luise, die Protagonistin dieses spannenden Romans, auf alles, was ihr im Leben lieb und wichtig ist. Auch der sehnsüchtige Kinderwunsch wird verdrängt und bleibt unerfüllt. Erst nach dem Tod ihrer über alles geliebten Mutter, als es fast schon zu spät ist, wird Luise bewusst, wie hoch der Preis für ihre Karriere war. Sie versucht, zu retten, was noch zu retten ist, und sucht die Liebe ihres Lebens. – Ob es ihr gelingen wird? Die mitreißende, emotionale Geschichte einer großartigen Frau und ihrer aufregenden Karriere; dramatisch, prickelnd und spannend.


Seiten: 248
Autor/in: Astrid M. Helmers
Verlag:  Self-Publishing
Preis:  HC 24,99€ | TB 14,99€ | EB 4,99€
Kaufen:  tredition |  Amazon
Lesezeichen:

Erster Eindruck: 

Eine Karrierefrau bedeutet, dass sicher ein sehr willensstarker Charakter die Hauptrolle übernimmt. Durch die Inhaltsangabe erwartete ich auch einen geschichtlichen Einblick in die 70er-Jahre.

Fazit: Sehr interessanter Ansatz

Vorab: Ich habe das E-Book als Rezensionsexemplar von Astrid M. Helmers bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum E-Book.

Zu dem Cover will ich nicht viele Worte verlieren. Es ist im Pop Art Stil gehalten, welches gut zum Buch passt und auch zu dem Thema. Ich bin leider kein Fan von dem Pop Art Stil, dies führt aber weder zu einer schlechteren Bewertung, noch zu Punktabzug.

Das Buch ist in der Er-/Sie- Perspektive geschrieben. Das meiste is aus der Sicht von Luise, dem Hauptcharakter geschrieben. Leider ist es ab und an recht wirr. Die Besonderheit an dem Buch – es hat keine Kapitel.
Ich finde die Idee in Ordnung, aber die Umsetzung ist recht heikel. Natürlich gebietet es der künstlerischen Freiheit, keine Absätze zu machen und auch keine Kapitel. Hier ist alles an einem Stück erzählt und dabei vergehen Jahre. Hätte das Buch mehr Seiten gehabt, wäre es tatsächlich sehr negativ gewesen. So ist es noch in Ordnung und man kommt irgendwie hinterher.
Ich konnte selten selbst einen Abschnitt machen, um das Buch kurz bei Seit zu legen.
Was mir aber gut gefallen hat und die Autorin prima umgesetzt hat, sind die Dialoge und die Sprache der 70er. Einzig die Rechtschreib- und Grammatikfehler waren mir wirklich ein Dorn im Auge beim lesen, obwohl ich darauf selten achte.
Für dieses Buch musste ich mich konzentrieren aufgrund der vorangegangenen Erläuterungen.

Luise, ist wie gesagt, unser Hauptcharakter. Sie ist sehr erfolgsorientiert und entwickelt sich im Verlaufe des Buches zu einer starken Feministin. Am Anfang sind ihre Ziele einfach gestrickt: In die Welt der erfolgreichen Geschäftsmänner kommen. Dieses Ziel entwickelt sich zu einem weitaus komplexerem Ziel. Nicht nur die Position soll verändert werden. Sie will ich für gerechtere Löhne einsetzten und zwar zwischen Frauen und Männern. Ihr Charakter wird immer ehrgeiziger und sturer. Ich empfinde sie zum Schluss hin leicht nervig, da sie wirklich in einer Tour von „Powerfrauen“ spricht. Man hat ihre dieses Wort zu oft in den Mund gelegt. An sich ist der Charakter von Luise aber sehr gut durchdacht mit ihren Prinzipien und der starken Bindung zu ihrer Mutter.
Weitere Charaktere wie Holger oder Elisabeth werden ebenfalls beschrieben. Ich empfand es okay, dass der Fokus ganz auf Luise lag. Dabei kamen aber die anderen Charaktere zu kurz. Man hat zwar eine Ahnung von ihnen, doch letztlich hat man nicht ganz so viel von ihnen. Ich werde hier von den Charakteren nichts erzählen, um euch nicht zu spoilern.

Die Story befasst sich, wie erwähnt und erahnt, mit der willensstarken Luise, die sich ihren Weg hinauf in die erfolgreiche Welt der Geschäftsmänner erarbeitet. Nicht nur die 70er als Jahrzehnt sind ihr ein Klotz am Bein, nein, auch äußere Einflüsse machen es ihr nicht leicht. Die Themenvielfalt reicht von der Lebensweise im Ostblock bis hin zur Ungleichheit von Frau und Mann bei gleicher Qualifikation und gleichem Beruf - im besonderen bei Löhnen Dieses Thema ist bis zum heutigen Tag noch sehr aktuell und hier werden Anfänge recht gut beschrieben und durchdacht. Ich muss sagen, trotz der sprachlichen Stolpersteine, hat mich die Geschichte echt gepackt. Ich war wirklich gespannt wie sich Luise durch diese Welt kämpft, was sie schafft und was nicht. Das Ende entsprach dann aber leider nicht meinen Vorstellungen, es war zu abrupt und viel zu offen. Ich will nicht zu viel verraten, aber ein „ Happy End “ hätte ich schon gerne haben wollen.

Insgesamt muss ich sagen, dass mir das Buch von der Story her echt gut gefallen hat. Die Sprachlichen Stolpersteine haben es jedoch runtergezogen. Ein paar Kapitel und ein erneutes Lektorat würden dem Ganzen einiges bringen.

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:

Dieses Buch ist doch leicht geschichtlich angehaucht und es wird von Seite zur Seite immer mehr der Feminismus in den Vordergrund gestellt. Jemand der mit beidem gar nichts anfangen kann, sollte es vielleicht nicht lesen. Jeder der gerne wissen wollen würde, wie sich Frauen damals in den 70ern durchgeschlagen haben, für den ist dieses Buch echt super! Man muss sich jedoch mit dem Schreibstil anfreunden.
Bis dann, 
Flidra

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Rubinsplitter - Schaumkrone

Hallo ihr Lesemäuse,

heute rezensiere ich ein ganz besonders Buch, denn auf dieses Buch wartete ich schon sehr lange! Es ist der Dritte Teil von Rubinsplitter. Daher an alle, die bislang weder Funkenschlag noch Tränenspur gelesen haben : Es könnten sich spoiler für euch ergeben!

Rubinsplitter - Schaumkrone 

Inhalt:
Nicht die Einsamkeit tötet uns – sondern das Vergessenwerden.

Gestrandet und alleingelassen in der Unterwasser-Welt Océanya, entgleitet Ruby jede Erinnerung an ihr früheres Leben. Warum verursacht ihr die Freundlichkeit des océanyschen Königs Gänsehaut? Und wer ist eigentlich der Junge mit den grünen Augen, der sie in ihren Albträumen heimsucht? Der Junge, mit dem sie nur eine Gemeinsamkeit verbindet: Er stirbt – genau wie Ruby.

Der dritte Teil der Rubinsplitter-Reihe

Seiten: 370
Autor/in: Julia Desalles
Verlag: Drachenmond Verlag
Preis:  16,90 € / Ebook: 4,99 €

Lesezeichen:


Erster Eindruck:

Ich erwarte von Julia nur das Beste. Durch den miesen Cliffhanger von Tränenspur, glaube ich, dass es in diesem Teil, in einem größeren Umfang als bisher, um Ali gehen wird.

Fazit:  Eins meiner Lieblinge !

OH! MEIN! GOTT!
Dieses Cover ist einfach der Wahnsinn!
Und wer hat's gemacht? Alex natürlich! Eine super Arbeit -sehr passend zum Inhalt und perfekt passend zum Doppelband! 

Wie auch schon Funkenschlag und Tränenspur, ist die Geschichte in der Er-/Sie- Perspektive geschrieben. Auch gleichen sich die Personen, aus deren Sicht erzählt wird. Der Hauptcharakter bleibt jedoch weiterhin Ruby. Ich hatte bei diesem Band das Gefühl, dass mir das lesen noch leichter fiel, als wie in Band eins und zwei. Der Stil wirkte flüssiger und geübter. Es wurde bildhafter und mit vielen sprachlichen Bildern erzählt. Die Gefühle und Situationen konnten mit Hilfe der Worte sehr gut nachempfunden bzw. verstanden werden.

Wie im Prolog des zweiten Bandes angedeutet, wird nun auf Ali weiter eingegangen werden.
Auch wenn Ruby weiterhin unser Streckenpferd bleibt, wird Ali's Geschichte erzählt. Dazu kommen einige neue Charaktere, die vor Fantasie strotzen.
Ruby ist am Anfang des Bandes sehr verloren und auch der Leser kriegt es sehr deutlich mit. Es macht ab und an den Anschein, als würde sie sich wie die „alte“ Ruby von Band eins verhalten. Zum Schluss macht Ruby aber eine große positive Entwicklung!
Kai wird nachdenklicher und erwachsener dargestellt. Er hat nun eine Kriese, die er irgendwie überleben bzw. überwinden muss. Dies macht ihn, anders als in Band eins und zwei, sehr ernst und kühl. Es wird eine neue Seite an ihm gezeigt.
Ali hat eine sehr interessante Geschichte und endlich werden die ersten Geheimnisse rund um Ali gelöst. Zwar bleibt Ali bleibt immer rätselhaft, aber man kann ihn am Ende sehr viel besser verstehen. Ich muss sagen, ich mochte Ali bislang immer sehr gerne. Durch die Entwicklung ist er mir noch mehr ans Herz gewachsen!
Neue Charaktere, wie z.B. den König von Océanya, will ich hier nicht vorstellen, das würde euch spoilern. Eins verrate ich euch aber: Oma Käthe ist nicht mehr aktuell, denn Rover übernimmt! Wer und vor allem was er ist, das lest selber.

Band zwei endete mit einem bösen Cliffhanger! Ich war froh, als ich endlich lesen konnte, wie es weiter geht, nur, um mit einem noch böseren Cliffhanger bestraft zu werden.
Kommen wir aber erstmal zum Inhalt bzw. zur Story dieses Bandes. Ruby wird ins Reich Océanya gebracht und weiß nichts mehr. Als wäre es damit nicht genug, kennt sie niemanden der um ihr Krankenbett herum steht. Weder diese Wesen, die sich Squamaner nennen, noch der König Timur. Durch ihre Müdigkeit und das ständige Schlafen erscheint ihr alles wirklich und das einzige, was sie weiß, sie ist mit Ali hierher gereist. König Timur ist jedoch sehr zuvorkommend und bietet ihr neben dem Bett auch die Versorgung an. Doch auch wenn Ruby sich schwach und verloren fühlt, weiß sie, hier stimmt etwas nicht.
Damit beginnt der dritte Band. Wie man herauslesen kann, muss sich Ruby wieder selber finden und gegen das Vergessen ankämpfen. Eine gute Portion Intrigen und natürlich eine Priese Liebe dürfen hier nicht fehlen. Natürlich mischen auch Kai und Ali mit, denn aus deren Perspektive wird ebenfalls erzählt. Verlust, Trauer und Verzweiflung sind tragende Probleme in diesem Buch. Schaumkrone ist von der Gedankenwelt der Charaktere sehr düster gehalten, was nicht schlecht wirkt, sondern realistisch. Alles in allem wächst die Geschichte gleichzeitig mit den Charakteren heran.

Insgesamt kann ich einfach nur WOW sagen! Ich liebe auch diese düstere Seite dieser Geschichte. Es kann nun mal nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen – und das wird in diesem Buch deutlich gezeigt. Die Fantasie, die mich in diesem Buch erwartet hat, war wirklich mega. Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen auf das Finale!

Wem würde ich das Buch empfehlen ?:

Natürlich sollten alle diejenigen die den ersten und zweiten Teil gelesen haben, auch den dritten Teil lesen! Allem Voran, ist die Reihe etwas für Fantasy - Liebhaber und für Freunde von total verrückten aber liebenswerten Charakteren. 

Bis dann, 
Flidra

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